Netzwerke – bisher eine Männerdomäne?
In meinen mittlerweile 25 Jahren in der Versicherungswirtschaft habe ich berufliche Netzwerke von Anfang an als wichtigen Bestandteil der Branche wahrgenommen. Viele dieser Strukturen waren allerdings traditionell von Männern initiiert und geprägt. Frauen waren zwar keineswegs grundsätzlich ausgeschlossen, jedoch häufig deutlich weniger präsent.
Männer nutzten diese Netzwerke ganz selbstverständlich zum Austausch von Wissen, zur Entwicklung von Ideen, zur Anbahnung von Kooperationen und damit auch für die eigene berufliche Entwicklung. Kontakte entstanden dabei nicht nur im unmittelbaren Arbeitsumfeld, sondern auch bei Veranstaltungen, Branchentreffen oder in informellen Runden.
Was aus meiner Sicht lange fehlte, war ein vergleichbarer Rahmen, in dem Frauen ihre Themen offen miteinander diskutieren, Erfahrungen teilen und eigene tragfähige Beziehungen aufbauen konnten. Gerade in einer Branche, die über viele Jahre in zahlreichen Bereichen und insbesondere auf Führungsebenen männlich geprägt war, konnten Frauen daher seltener auf gewachsene eigene Netzwerkstrukturen zurückgreifen. Genau hier setzen Frauennetzwerke an. Sie verstehen sich nicht als Gegenmodell zu bestehenden Netzwerken, sondern schaffen zusätzliche Räume für Austausch, gegenseitige Unterstützung und berufliche Entwicklung.
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