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1. Februar 2021
Weiterbildungspräferenzen: Seminare online, Tagungen lieber persönlich
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Weiterbildungspräferenzen: Seminare online, Tagungen lieber persönlich

Beim Thema Weiterbildung geht der Trend auch in der Assekuranz hin zum Online-Lernen. Laut einer Umfrage der DVA wünschen sich die Befragten vor allem bei Lernprogrammen und Seminaren Online-Angebote. Bei Tagungen dagegen zählt Austausch und der direkte persönliche Kontakt.

Die Pandemie hat große Auswirkungen auf die Weiterbildungsbranche – aufgrund der Einschränkungen lautete die Devise Online-Lernen. Im Rahmen einer Umfrage hat die Deutsche Versicherungsakademie (DVA) nun die Auswirkungen auf das Weiterbildungsverhalten und die Präferenzen von Versicherungsmitarbeitern und Vermittlern beleuchtet. Dabei ging es vor allem um die Selbsteinschätzung der Weiterbildungsnutzer als „Präsenz-“ oder „Onlinetyp“. Wie aus den Ergebnissen hervorgeht, spielen bei 60% der Befragten Präsenzveranstaltungen noch eine große Rolle, aber bereits vier von zehn Befragten orden sich dem Onlinetyp zu. Dabei handelt es sich vermehrt um jüngere Teilnehmer. So bezeichnen sich 46% der 21- bis 30-Jährigen als Onlinetyp, bei den 51- bis 60-Jährigen nur jeder Dritte.

Jeder zweite ungebundene Vermittler mit Online-Fokus

Unterschiede beim Online-Fokus zeigen sich zwischen ungebundenen Vermittlern und Versicherungsmitarbeitern. Während sich 50% der Vermittler dem Onlinetyp zuordnen, beträgt dieser Anteil bei den Versicherungsmitarbeitern nur 38%. Auch abhängig von der Position lässt sich ein weiterer Trend ablesen: Demnach rechnen sich besonders Führungskräfte (60% der Befragten) und Selbstständige (64% der Befragten) häufiger dem Onlinetyp zu. Innendienst- und Service-Center-Mitarbeiter erweisen sich als etwas weniger online-affin (36%) als der Außendienst bzw. Vertrieb und sonstige Betriebsbereiche (je 42%).

Mischung aus online und Präsenz gefragt

Bei der Frage, wie hoch der Online-Anteil im laufenden Jahr bei den DVA/DMA-Angeboten sein sollte, wird deutlich: Die Befragten wünschen sich im Durchschnitt Veranstaltungen, die zu 50% in Präsenz und zu 50% online stattfinden. Somit ist ein Interesse für Blended-Learning-Formate deutlich erkennbar. Laut Umfrage wünschen sich die Weiterbildungsnutzer speziell Online-Angebote bei Lernprogrammen und Seminaren.

Bei Tagungen zählt der persönliche Austausch

Ganz anders die Präferenz bei Tagungen: Hier setzen die Befragten ganz klar auf Austausch und persönlichen Kontakt. Entsprechend fällt die Akzeptanz von Online-Tagungen selbst beim Onlinetyp mit 50% relativ niedrig aus.

Vorteile von Online-Lernformaten sehen die Umfrageteilnehmer vor allem darin, die gesetzlichen und betrieblichen Vorgaben einfach erfüllen zu können und die Gefahr einer Infektion wie Covid-19 zu vermeiden. Der persönliche Austausch ist dabei – wie zu erwarten – nicht von großer Bedeutung.

Schulungsunterlagen sollen auch ohne Ton verständlich sein

Beim Besuch einer Online-Weiterbildung legen die Befragten besonders Wert darauf, dass zum einen ein Moderator die Schulungsinformationen vermittelt, aber zum anderen diese auch ohne Ton komplett verständlich sind. Die Inhalte sollen im Nachhinein heruntergeladen und gedruckt werden können. Zudem ist es den Weiterbildungsnutzern wichtig, dass die Online-Weiterbildung zu jeder Tages- und Nachtzeit abrufbar ist. (tk)

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