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23. April 2026
Welche technologischen Trends prägen die Assekuranz?
Welche technologische Trends prägen die Assekuranz?

Welche technologischen Trends prägen die Assekuranz?

Der Tech Trend Radar von Munich Re und ERGO liefert einen Überblick der technologiegetriebenen Entwicklungen in der Versicherungsbranche. Die Analyse nennt 25 Trends in Themenfeldern wie „Data & AI“ oder „Healthy Human“ und beleuchtet, welche Weichen es in der Assekuranz zu stellen gilt.

Munich Re und ERGO haben die aktuelle Ausgabe des Tech Trend Radar vorgestellt. Die gemeinsame Publikation soll einen kompakten Überblick über globale, technologiegetriebene Entwicklungen geben, die in den kommenden Jahren die Versicherungsbranche prägen werden. Für den Report 2026 haben die Experten rund 25 Trends in den Themenfeldern „Data & AI“, „Healthy Human“, „Cyber & Crypto“ sowie „Redefining Industries“ identifiziert.

Die ausgewählten Technologietrends zählen den Autoren zufolge zu den Entwicklungen mit dem größten Potenzial, Risikobewertung, operative Stabilität und strategische Entscheidungen bei Versicherern langfristig zu prägen. Dazu gehören unter anderem AI Agents, KI-gestützte Softwareentwicklung, „World Models“ im Bereich künstliche Intelligenz oder auch digitale Gesundheitslösungen, das „Digital Immune System“ sowie autonome Mobilität und humanoide Robotik. Der Tech Trend Radar soll unter anderem dabei unterstützen, diese zentralen Treiber frühzeitig für die Versicherungsbrnache zu erkennen.

Ausgewogene Balance von Chancen und Risiken gefragt

„Beim Einsatz neuer Technologien geht es für Versicherer immer um die ausgewogene Balance von Chancen und Risiken – hier setzt der Tech Trend Radar an“, erklärt Martin Thormählen, Senior Program Manager Group Technology & Lead Tech Trend Radar, Munich Re. Die diesjährige Ausgabe des Berichts wurde von mehr als 30 Experten erarbeitet. Sie haben beleuchtet, wo technologischer Wandel bereits stattfindet und an welchen Stellschrauben es in der Assekuranz nun anzusetzen gilt.

Versicherer vor Transformation

„Die kommenden Jahre werden weniger von völlig neuen Technologien geprägt sein als von der Transformation, die nötig ist, um bestehende Technologien wirksam zu nutzen“, sagt Thormählen weiter. Der Tech Trend Radar sei daher keine Vorhersage, sondern eine strukturierte Analyse, wie Versicherern den Wandel aktiv und verantwortungsvoll angehen gestalten können – „mit den Menschen im Zentrum“.

Anwendung von KI-Technologien wertorientiert vorantreiben

„Gerade KI-Technologien liefern heute schon einen deutlichen Mehrwert für Versicherer. Der Fokus liegt nun darauf, ihren Einsatz weiter konsequent und wertorientiert entlang der gesamten Wertschöpfungskette auszubauen – von der Produktentwicklung über die Risikoprüfung und Schadenbearbeitung bis hin zum Kundenservice“, ergänzt Daniel Grothues, Chief Architect Primary Insurance, ERGO Group AG.

Nutzen von KI-Agenten maximieren

Zum Thema KI-Agenten heißt es im Bericht, die Versicherungsbranche würde sich mit ihren großen Mengen unstrukturierter Daten besonders gut für den Einsatz von KI-Agenten in einer Vielzahl von Anwendungsfällen eignen. Um die Erfolgschancen zu maximieren, müsse die Implementierung aber mehrere Faktoren berücksichtigen, so etwa eine strenge technische Steuerung, organisatorische Bereitschaft sowie agentenfähige Schnittstellen zu anderen Anwendungen.

Langfristige Transformation statt kurzfristiger Einzelmaßnahmen

Konkret nennen die Autoren als besondere Stärke von KI-Agenten Szenarien, in denen das gewünschte Ergebnis klar beschrieben werden könne und die jeweilige Aufgabe erfordere, Eingaben und Ausgaben aus verschiedenen Systemen in mehreren Schritten miteinander zu kombinieren.

So kommen beispielsweise bei der ERGO agentenbasierte Systeme zum Einsatz, um Gespräche zu automatisieren und ihr Kundenkontaktcenter zu optimieren. Allgemeiner betrachtet können Agenten auch interne Support-Tickets bearbeiten, Marketingaufgaben übernehmen und Daten bereinigen.

Als entscheidend unterstreichen die Autoren, dass dabei eine Transformation über mehrere Jahre hinweg erfolgt, nicht kurzfristige Einzelmaßnahmen. (tik)

Der Bericht steht auf der Website von Munich Re zum Download bereit.

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