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Wie unabhängige Vermittler ihre künftigen PKV-Courtageeinnahmen einschätzen
04. August 2014

Wie unabhängige Vermittler ihre künftigen PKV-Courtageeinnahmen einschätzen

Hohe Preise, mediale Kritik, Provisionsobergrenzen und längere Stornohaftungszeiten – die Vermittlung in der privaten Krankenversicherung (PKV) unterliegt vielen hemmenden Einflüssen. So ist es nicht verwunderlich, dass Versicherungsmakler und Mehrfachagenten einen negativen Trend bei den PKV-Courtageeinnahmen sehen. Allerdings trifft das bei Weitem nicht auf alle zu.


Hohe Preise, mediale Kritik, Provisionsobergrenzen und längere Stornohaftungszeiten – die Vermittlung in der privaten Krankenversicherung (PKV) unterliegt vielen hemmenden Einflüssen. So ist es nicht verwunderlich, dass Versicherungsmakler und Mehrfachagenten einen negativen Trend bei den PKV-Courtageeinnahmen sehen. Allerdings trifft das bei Weitem nicht auf alle zu.


Wie unabhängige Vermittler ihre künftigen PKV-Courtageeinnahmen einschätzen

Für die Studie „AssCompact AWARD – Private Krankenversicherung 2014“ wurden unabhängige Vermittler unter anderem befragt, welche Entwicklung sie im PKV-Geschäft erwarten. Demnach rechnet im Bereich der PKV-Vollkostenversicherungen 2014 fast jeder Dritte mit einer Verschlechterung von durchschnittlich rund 36% der Courtageeinnahmen im Vergleich zum Vorjahr. Rund 45% der Befragten geben an, dass es keine Veränderung geben wird und rund 23% gehen sogar von einer Verbesserung von im Durchschnitt ca. 40% aus. Damit ist zwar im Ganzen gesehen der Trend leicht negativ, im Einzelnen erwarten Vermittler aber auch mehr Geschäft.

Erwartungsgemäß sieht es in der Krankenzusatzversicherung positiver aus. Keine 10% erwarten hier weniger Einnahmen. Knapp die Hälfte geht von einem unveränderten Umsatz aus. Rund 42% der befragten Vermittler prognostizieren eine Verbesserung der Courtageeinnahmen von durchschnittlich plus 28%.

Aufklärung über Prämienkalkulation

Was die unabhängigen Vermittler umtreibt, ist die mediale Berichterstattung. Ein Großteil von ihnen wünscht sich eine positivere Berichterstattung über die PKV. Seit die politische Diskussion um ein Einheitssystem im Gesundheitswesen tobt, aber auch aufgrund hoher Beitragssteigerungen zumindest einiger Anbieter wird an der PKV in der öffentlichen Darstellung kein gutes Haar gelassen. Mehrheitlich wünschen sich die Vermittler auch eine bessere Aufklärung über die Prämienberechnungen in der Vollkostenversicherung. Gleichzeitig erwarten fast 60% Beitragserhöhungen sowohl in der GKV als auch in der PKV. Die Befürchtung, dass die PKV doch noch abgeschafft werden soll, hat sich abgeschwächt. Lediglich knapp 30% fürchten, dass es in den nächsten fünf Jahren dazu kommen könnte.

Zur Studie

An der Studie „AssCompact AWARD – Private Krankenversicherung 2014“ beteiligten sich 585 Makler und Mehrfachagenten aus dem Adresspool der bbg Betriebsberatungsgesellschaft mbH, Bayreuth. Die Stichprobe stellt ein sehr gutes Abbild der Assekuranz- und Finanzvermittler auch hinsichtlich der Alters- und Geschlechtsstruktur dar. Zudem gibt die Untersuchung Aufschluss über die aktuellen PKV-Favoriten der unabhängigen Vermittler sowie deren Schwächen- und Stärkenprofile.

Die Studie kann zum Einzelpreis von 1.775 Euro zzgl. gesetzlicher MwSt. erworben werden. Alle weiteren Informationen finden Sie hier. (bh)

Lesen Sie auch: Unabhängige Vermittler und ihre Anbieter-Favoriten in der PKV



Kommentare

von Jan Lanc am 04.08.2014 um 10:10 Uhr
Die DKV und die Central werden eine menge Kunden verlieren und die Berater die den Kunden eine Alternative bieten werden eben deutliche Umsatzsteigerungen haben. Es ist auf jeden Fall eine gute Zeit für die PKV.

von Rolf Krämer am 05.08.2014 um 16:06 Uhr
Bei den Kunden aus der Central ist es paradox. Diese Vermittler erhalten zweimal Provision (Central und die neue Gesellschaft). Besser für den Kunden wäre es gewesen (heute gesundheitliche Einschränkung und Verlust von Alterungsrückständen), gleich den richtigen Tarif zu wählen und nicht über den Ansatz billig zu verkaufen (einfach). Für die PKV findet keine Umsatzsteigerung statt, nur für diesen einzelnen Vermittler.
Die Eigenarten in der Provisionshandhabe einiger Gesellschaften u.a. ARAG, hier zahlt man die gesamte Provision zurück, wenn der VN u.a. nach 6 Monaten wieder in die GKV muss (Unterschreitung BBG). Die Hanse Merkur fordert mindestens in den ersten 12 Monaten, die gesamte Provision zurück, wenn der Kunde mit einem Beitrag in Verzug gerät. Egal, wenn er es dann noch einzahlt, der Vermittler bekommt nichts wieder.
Diese Art und Weise ist contra gegen eine gute Arbeit eines Vermittlers und eine Gewinnmaximierung der Gesellschaft.


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