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Wo die Rente mehr wert ist – und wo weniger
29. Mai 2020

Wo die Rente mehr wert ist – und wo weniger

1.000 Euro können sich für Rentner in Deutschland wie 760 oder wie 1.160 Euro anfühlen – je nachdem, wo sie zuhause sind. Eine Prognos-Studie im Auftrag der GDV-Initiative „7 Jahre länger“ hat die Kaufkraft der Renten in Deutschland unter die Lupe genommen und herausgearbeitet, wo es sich für Rentner am günstigsten leben lässt.


1.000 Euro können sich für Rentner in Deutschland wie 760 oder wie 1.160 Euro anfühlen – je nachdem, wo sie zuhause sind. Eine Prognos-Studie im Auftrag der GDV-Initiative „7 Jahre länger“ hat die Kaufkraft der Renten in Deutschland unter die Lupe genommen und herausgearbeitet, wo es sich für Rentner am günstigsten leben lässt.

Wo die Rente mehr wert ist – und wo weniger

Die Kaufkraft der Renten in Deutschland variiert regional um bis zu 52%, das heißt, die Kaufkraft der Rente klafft je nach Wohnort um gut die Hälfte auseinander. So haben 1.000 Euro für Rentner in München – dem teuersten deutschen Altersruhesitz – eine Kaufkraft von ca. 760 Euro. Im bundesweit günstigsten Wohnort, dem brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster, liegt der reale Wert dagegen bei ca. 1.160 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos für die GDV-Initiative „7 Jahre länger“ erstellt hat.

Anpassung des allgemeinen Warenkorbs auf die Bedürfnisse 65plus

Für die Auswertung hat Prognos die Lebenshaltungskosten der Rentner in 401 deutschen Kreisen und kreisfreien Städten verglichen. Die Gewichtung des allgemeinen Warenkorbs des Statistischen Bundesamtes wurde dafür an das Konsumverhalten der über 65-Jährigen angepasst: So haben Gesundheitsausgaben und Mieten in dieser Altersgruppe beispielsweise ein höheres Gewicht. Kosten für Bildung spielen dagegen eine eher geringere Rolle.

Teures Leben im Süden

Besonders teuer ist das Leben für Rentner der Studie zufolge in Bayern. Gleich sieben der bundesweit zehn teuersten Altersruhesitze befinden sich im Freistaat. Hinter der bayerischen Landeshauptstadt liegen die Landkreise München und Starnberg auf den weiteren Plätzen im deutschlandweiten Ranking. Auf Platz 4 folgt die Stadt Frankfurt am Main, Platz 5 belegt der Landkreis Miesbach in Oberbayern. Bei den Top fünf beträgt die Kaufkraft von 1.000 Euro Rente im Vergleich zum Bundesdurchschnitt für einen Rentner-Warenkorb zwischen 763 Euro (Stadt München) und 849 Euro (Landkreis Miesbach). Generell ist der wirtschaftsstarke Süden der Republik eher kostenintensiv: 40 der 50 teuersten Regionen verteilen sich auf Bayern, Baden-Württemberg und Hessen.

Sachsen-Anhalt ist günstigstes Bundesland

Preiswert ist das Rentnerleben dagegen meist in Nord- und Ostdeutschland, wo mit Hamburg, Nordfriesland, Berlin und Potsdam nur vier der 50 teuersten Regionen liegen. Günstigstes Bundesland ist Sachsen-Anhalt: Hier liegen die Lebenshaltungskosten in allen 14 Kreisen und kreisfreien Städten unter dem Bundesdurchschnitt, elf davon liegen sogar um mehr als zehn Prozentpunkte darunter. Kein anderes Land hat einen so hohen Anteil an besonders günstigen Regionen.

Die fünf Schlusslichter unter den 401 untersuchten Kreisen sind auf Platz 401 der schon erwähnte brandenburgische Landkreis Elbe-Elster, der niedersächsische Landkreis Holzminden, der sächsische Vogtlandkreis, der thüringische Kyffhäuserkreis und der Landkreis Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen. Die Kaufkraft von 1.000 Euro Rente im Vergleich zum Bundesdurchschnitt für einen Rentner-Warenkorb beträgt hier zwischen 1.158 Euro (Landkreis Elbe-Elster) und 1.145 Euro (Landkreis Lüchow-Dannenberg).

Über die Initiative „7 Jahre länger“

Wie hoch die Lebenshaltungskosten nicht nur im Alter sind, können viele Menschen nur grob abschätzen. Hilfe bietet dabei der Lebenskostenplaner auf 7jahrelaenger.de. Das Tool listet die durchschnittlichen Ausgaben der Deutschen für 24 alltägliche Dienstleistungen und Produkte auf und ermittelt die Gesamtausgaben für einen Zeitraum von einem Jahr bis maximal 35 Jahre.

Die Initiative „7 Jahre länger“ will das Bewusstsein dafür schärfen, dass die Menschen immer älter werden und länger fit bleiben. Diversen Studien zufolge unterschätzen die meisten Deutschen ihre Lebenserwartung und haben oft ein falsches, sehr negatives Bild vom Alter. Die Initiative will einen gesellschaftlichen Dialog darüber führen, wie man das Beste aus den gewonnenen Jahren machen kann. (ad)

Bild: © uzkiland – stock.adobe.com




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