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Zinsschere in Deutschland öffnet sich immer weiter
31. Januar 2019

Zinsschere in Deutschland öffnet sich immer weiter

Das Zinsportal WeltSparen untersucht mit dem WeltSparen-Zinsradar regelmäßig die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank und wie sie sich auf Sparer in ganz Europa auswirkt. Die aktuelle Ausgabe zeigt unter anderem, dass sich die Zinsschere für deutsche Sparer immer weiter öffnet.


Das Zinsportal WeltSparen untersucht mit dem WeltSparen-Zinsradar regelmäßig die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank und wie sie sich auf Sparer in ganz Europa auswirkt. Die aktuelle Ausgabe zeigt unter anderem, dass sich die Zinsschere für deutsche Sparer immer weiter öffnet.


Zinsschere in Deutschland öffnet sich immer weiter

Die Festgeldzinsen der größten Banken in Deutschland betragen im Durchschnitt lediglich 0,03 % pro Jahr. Wer nach besseren Angeboten sucht, erhält laut dem aktuellen WeltSparen-Zinsradar bis zu 38-mal mehr Zinsen. Insgesamt sind die Zinsen einen Monat nach dem Ende des Anleihekaufprogramms durch die EZB weiter gesunken – in Europa um 3% im Vergleich zum Vormonat und um 19% im Vergleich zum Vorjahr.

Zinsen in Deutschland seit 2018 um zwei Drittel gestiegen

Die Zinsen in Deutschland bewegen sich stetig um 30 Basispunkte. Im vergangenen Monat sind sie nur leicht gesunken (-3 Basispunkte) und im aktuellen Monat um 2 Basispunkte gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Zinsen in Deutschland jedoch von diesem niedrigen Niveau um zwei Drittel (67%) gestiegen.

So entwickeln sich die Zinsen in Europa

Innerhalb Europas gibt es die höchsten Zinsen auf Sparguthaben in den Niederlanden und Frankreich. In Italien stiegen die Zinsen um 9 Basispunkte zum Vormonat und setzten ihren Aufwärtstrend fort, der in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres begann. Die größten Verlierer sind Sparer in der Slowakei mit einem Zinsrückgang von 7 Basispunkten. Dennoch liegen dort die Zinsen 16 Basispunkte über dem Stand vom Vorjahr. Bei den Fremdwährungseinlagen gibt es zwei klare Gewinner. In Polen und der Tschechischen Republik sind die Zinsen jeweils um beeindruckende 20 Basispunkte gestiegen.

 

Zinsschere in Deutschland öffnet sich immer weiter

 

Top-Zinsen in Polen

Die Zinsentwicklung in Italien lässt sich nicht nur an Vorgaben der EZB ablesen, sondern auch auf Zinsportalen. Im Vergleich zum Vormonat sind die italienischen Zinsen für einjähriges Festgeld auf 1,75% p.a. und für dreijähriges Festgeld auf 2,28% p.a. gestiegen. Auch in diesem Monat sind die Zinsen auf Fremdwährungen erneut am höchsten, am deutlichsten in Polen. Dieser Umstand liegt laut WeltSparen unter anderem an einem Top-Angebot der Idea Bank mit 3,10% Zinsen.

 

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Größte Zinsschere in Deutschland

Zinsunterschiede gibt es aber nicht nur zwischen unterschiedlichen Ländern, sondern auch in Bezug auf die Institutsgröße. Je größere die Banken, desto kleiner sind demnach tendenziell die Zinsen. Die größten Banken haben ihre Zinsen laut Weltsparen sogar leicht reduziert. In Deutschland ist dieser Unterschied am gravierendsten. Die durchschnittlichen Zinsen der drei größten Banken betragen weiterhin 0,03% pro Jahr, während der Durchschnitt der drei Top-Angebote bei 1,00 % und damit eben dem 38-fachen liegt. (mh)




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