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23. März 2018
Zwei Drittel der Deutschen erwarten dauerhaft niedrige Zinsen
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Zwei Drittel der Deutschen erwarten dauerhaft niedrige Zinsen

Die Mehrheit der Deutschen rechnet nicht mit einer Zinswende. Zwei von drei Bundesbürgern erwarten, dass die Zinsen dauerhaft niedrig bleiben werden. Derweil wachsen die Zweifel an der eigenen Anlagestrategie. Dennoch dominieren weiterhin kurzfristige Anlagen wie Girokonto, Sparbücher und Tagesgeld.

Die Zinsen bleiben dauerhaft niedrig. Davon sind 64% der Deutschen überzeugt. Mit einem Zinsanstieg in den nächsten zwölf Monaten rechnen sogar nur 2%. Das zeigt die repräsentative Studie „Aktienkultur in Deutschland“ der Aktion pro Aktie. Am Sparverhalten der Deutschen ändert das Zinsniveau allerdings wenig. Knapp die Hälfte der Befragten würde auch bei steigenden Zinsen ihre Geldanlage nicht anpassen.

Sinkende Zufriedenheit mit eigener Anlagestrategie

Das anhaltende Niedrigzinsumfeld scheint sich derweil langsam auf die Zufriedenheit der Deutschen mit ihren Geldanlagen auszuwirken: 46% meinen, dass sie nicht das Beste aus ihrem Vermögen machen. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als noch 2014. Vor allem die jüngeren Bundesbürger sehen noch Potenzial bei ihrer Geldanlage: Von den 25- bis 34-Jährigen gehen 61% davon aus, mehr aus ihrem Vermögen machen zu können.

Kurz- und mittelfristige Anlagen dominieren

Kurzfristige Anlagen wie Girokonto, Sparbücher und Tagesgeld nutzen etwa sieben von acht Befragten. Mittelfristige Anlagen wie Bausparverträge, Festgeld oder Anleihen besitzen sechs von zehn Deutschen. Bei mehr als einem Drittel der Befragten fließt das Vermögen in eine private Rentenversicherung. Hier liegt die Riester-Rente vor der privaten Rentenversicherung und der bAV.

Anstieg der Aktionäre

In Aktien sind rund 30% der Deutschen direkt oder indirekt investiert. Das ist ein Anstieg um sechs Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Aktienfonds nutzen dabei 19%, Einzelaktien 12% und börsennotierte Fonds (ETFs) 5%. Insbesondere bei den jüngeren Anlegern, die ihre Geldanlage optimieren wollten, stieg die Aktienquote. Lag sie im Vorjahr noch bei 19% sind es nun 33%. Knapp die Hälfte der Befragten hält Aktien allerdings weiterhin für ein Spekulationsobjekt. In etwa jeder Dritte hat zudem Angst, mit einem Aktieninvestment Geld zu verlieren oder die falschen Aktien zu kaufen. (mh)