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27. März 2026
„Standardprodukt wird im Vertrieb anders vergütet werden müssen“

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„Standardprodukt wird im Vertrieb anders vergütet werden müssen“

„Standardprodukt wird im Vertrieb anders vergütet werden müssen“

Standarddepot dürfte für Makler nur wenig interessant sein

Stuttgarter-Chef Bader erwartet durch die Reform, wie sie jetzt kommt, „unterm Strich eine Zweiteilung“. Auf der einen Seite ein einfaches, kostengedeckeltes Standardprodukt. Der Kostendeckel sei für die Versicherungswirtschaft als Branche „zwar darstellbar, und Versicherer werden das Standardprodukt auch anbieten“. Aber: „Es wird im Vertrieb anders vergütet werden müssen – was fachlich nur zu einem geringen Beratungsbedarf passt“, so Bader. Zugleich dürfte das Standardprodukt für den Makelmarkt nur wenig interessant sein, da es kaum Anlageoptionen biete.

Auf der anderen Seite werden laut Bader die deutlich flexibleren Vorsorgelösungen, die für Anbieter und Vertrieb viel relevanter sind, bestehen bleiben. Hier werde es keinen Kostendeckel geben. „Dennoch werden auch hier die Kosten nicht viel höher sein“, erklärt Bader.

Hier werden sich allerdings die vorgeschriebene, gleichmäßige Verteilung der Abschlusskosten auf die gesamte Laufzeit niederschlagen. Diese habe Einfluss auf die Höhe der einkalkulierten Kosten und die Höhe und Struktur der Vermittlervergütung. „Wie genau, wird sich in Zukunft zeigen“, so Bader.

Zillmerverbot als Beratungskiller?

Norman Wirth, Rechtsanwalt sowie geschäftsführender Vorstand des AfW Bundesverband Finanzdienstleistung, hat bereits eine Ahnung. Das geplante Zillmerverbot sei „kein Detail“, schreibt Wirth in einem Beitrag auf LinkedIn. „Es entzieht qualifizierter Beratung die ohnehin dünne wirtschaftliche Grundlage – und damit der Reform ihre wichtigste Voraussetzung: Verbreitung.“

Ein aktuelles Guthaben des ifa – Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften zeige klar, dass Beratung zu Beginn stattfinde. „Wer die Vergütung für diese Leistung auf Jahrzehnte streckt, sorgt dafür, dass sie gar nicht mehr angeboten wird.“ Das sorge dafür, dass genau die Menschen, die staatliche Förderungen am dringendsten brauchen, außen vor bleiben. Dieses Muster habe man bereits bei der Riester-Rente sowie dem PEPP, dem paneuropäischen privaten Vorsorgeprodukt, beobachten können – und trotzdem wiederhole man nun den gleichen Fehler.

Reform grundsätzlich positiv

Trotz aller Kritik scheint es einen Konsensus zu geben, dass die Reform, und auch die zu zuletzt gemachten Änderungen, zunächst positiv zu bewerten sind. „Die Reform der Reform bringt mit dem Einbezug der Selbstständigen und der erweiterten Förderung einige wichtige zusätzliche Verbesserungen“, erklärt Will von der Assekurata.

Bader stimmt zu. Die Reform bringe „auch viele gute Komponenten und wird hoffentlich die Lust der Deutschen an der Altersvorsorge wieder wecken.“ (js)

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