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28. November 2025
Effizienzhaus 55-Plus-Förderung startet im Dezember
Effizienzhaus 55-Plus-Förderung startet im Dezember

Effizienzhaus 55-Plus-Förderung startet im Dezember

Die zeitlich befristete Effizienzhaus 55-Plus-Förderung startet am 16.12.2025. Dies hat das Bundesbauministerium bekannt gegeben. Gefördert werden baureife Vorhaben mit 100% Erneuerbaren Energien über zinsverbilligte KfW-Kredite. Welche Voraussetzungen für die Förderung zu erfüllen sind.

Am 16.12.2025 geht die EH55-Plus-Förderung an den Start. Mit dem Programm soll der sogenannte Bauüberhang kurzfristig aktiviert werden, wie das Bundesbauministerium mitgeteilt hat. In Deutschland würden sich rund 760.000 Wohnungen im Bauüberhang befinden. Für diese Objekte liegen Planungen und Baugenehmigungen vor, sie wurden jedoch aus verschiedenen Gründen nicht realisiert – oftmals wegen gestiegener Finanzierungskosten. „Wir wollen fertige Planungen in gebaute Häuser umwandeln. Deshalb starten wir unsere EH55-Plus-Förderung mit einem Umfang von 800 Mio. Euro“, erklärt Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Die Förderung ist befristet und endet, wenn die Mittel ausgeschöpft sind.

Baugenehmigung muss bei Antragstellung bereits vorliegen

Die Förderung erfolgt über zinsverbilligte Kredite der staatlichen Förderbank KfW. Der Kredithöchstbetrag pro Wohneinheit beträgt 100.000 Euro.

Die Laufzeit der Kredite beträgt bis zu 35 Jahre bei einer maximalen Zinsbindung von zehn Jahren. Der Kreditbetrag muss innerhalb von zwölf Monaten abgerufen werden. Die Abruffrist kann maximal bis zu 24 Monate verlängert werden.

Förderfähig sind der Neubau oder Ersterwerb von neu errichteten Wohngebäuden. Für Kommunen gibt es einen Zuschuss von 5%. Die Wohngebäude müssen im Effizienzhausstandard 55 mit einer Wärmeerzeugung mit 100% Erneuerbaren Energien geplant sein. Fossile Energieträger wie Gas und Öl sind damit ausgeschlossen. Zum Zeitpunkt der Antragstellung muss eine Baugenehmigung vorliegen, der Baustart darf aber noch nicht erfolgt sein.

GdW-Verband spricht von „wichtigem Signal“

„Mit einem Volumen von 800 Mio. Euro setzt die Bundesregierung ein wichtiges Signal für den Wohnungsbau“, erklärt Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW. „Damit die Förderung ihre volle Wirkung entfalten kann, ist jetzt entscheidend, dass es einen attraktiven Zinssatz gibt. Das ist der zentrale Hebel.“ Nach Einschätzung des GdW könnten allein bei den Mitgliedsunternehmen des Verbands 17.000 bis 20.000 Wohnungen kurzfristig auf den Weg gebracht werden. Bundesweit hält der Verband bei einem Zinssatz von 1% sogar bis zu 90.000 Wohnungen für realisierbar. (tik)

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