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20. Januar 2026
Baufinanzierung: Kreditsumme auf höchstem Stand seit 2022
Baufinanzierung: Kreditsumme auf höchstem Stand seit 2022

Baufinanzierung: Kreditsumme auf höchstem Stand seit 2022

Laut Kreditvermittler Dr. Klein lag die durchschnittliche Darlehenssumme, die sich Kreditnehmer für eine Immobilienfinanzierung von der Bank leihen, im Dezember 2025 bei 282.829 Euro – über 5.000 Euro mehr als im November. Es ist der höchste Wert seit Januar 2022.

Der Kreditvermittler Dr. Klein hat neue Daten des Trendindikator Baufinanzierung (DTB) veröffentlicht, die Auskunft geben über Entwicklungen bei Immobilienfinanzierungen hierzulande. Laut Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG, hat sich die durchschnittliche Kreditsumme, die Darlehensnehmer für eine Immobilienfinanzierung aufnehmen, im Dezember 2025 im Vergleich zum Vormonat deutlich erhöht. Sie betrug Ende des Jahres 282.829 Euro und lag damit 5.000 Euro über dem Wert im November. Somit ist die Kreditsumme auf den höchsten Wert seit Januar 2022 gestiegen (286.241 Euro).

Nicht auf sinkende Preise oder fallende Zinsen warten

Als Umstände, die die Darlehenssumme in die Höhe treiben, führt Neumann mehrere an: So werde selbst bei theoretisch fallendem Kaufpreis überproportional weniger Eigenkapital eingesetzt oder Kaufinteressierte würden sich einfach mehr Fremdkapital leisten. Außerdem haben die Immobilienpreise vielerorts, vor allem in Metropolregionen, bereits das zweite Jahr in Folge wieder zugelegt. Dieser Trend werde sich Neumann zufolge 2026 fortsetzen. Er empfiehlt, den Kauf abzuschließen, sobald eine passende Immobilie gefunden sei. Es lohne sich nicht, auf sinkende Preise oder fallende Zinsen zu warten, so der Experte.

Baufinanzierung: Kreditsumme auf höchstem Stand seit 2022

Nachfrage nach KfW-Darlehen nimmt zu

Wie Daten von Dr. Klein zudem zeigen, hat sich die Nachfrage nach KfW-Darlehen im vierten Quartal 2025 erhöht: Ihr Anteil am gesamten Baufinanzierungsvolumen weist eine Zunahme von 0,7 Prozentpunkten auf und steigt auf 8,4%. Dies stellt den höchsten Wert des Jahres 2025 dar. Ein Grund für diesen Anstieg könnten laut Neumann Anpassungen in einigen Förderprogrammen zum Jahresende sein: So wurden im Programm „Jung kauft Alt“ die Anforderungen gesenkt, so dass nun eine größere Zielgruppe davon profitiert.

Zinsbindungsdauer fast unverändert

Die Zinsbindungsdauer lag im Oktober und im November bei zehn Jahren und fünf Monaten. Im Dezember 2025 gibt es im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Monaten nur geringfügige Veränderung: So betrug die Zinsbindung Ende 2025 zehn Jahre und sechs Monate. (tik)

Weitere News rund um Baufinanzierung finden Sie in der Rubrik „Immobilien“.