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26. Januar 2026
Wohneigentum für 82% der Mieter unerschwinglich
Wohneigentum für 82% der Mieter unerschwinglich

Wohneigentum für 82% der Mieter unerschwinglich

Luxusgut Wohneigentum: Laut einer aktuellen Umfrage ist für 82% der Mieter der Erwerb der eigenen vier Wände keine Option. Nur rund die Hälfte der Befragten ist mit Qualität und Ausstattung ihrer aktuellen Mietwohnung zufrieden. Etwas über 90% halten Mieten in Ballungszentren für nicht mehr bezahlbar.

Im Rahmen des Trendbarometers 2025 hat die Aareal Bank über 5.000 Mieter sowie rund 110 Entscheider aus der Wohnungswirtschaft zur Situation am deutschen Mietmarkt befragt. Wie die Ergebnisse zeigen, bleibt der Druck auf dem Mietmarkt hoch.

91% halten Mieten in Ballungszentren für nicht mehr bezahlbar

Wohnen wird immer stärker zu einem gesellschaftlich heiklen Thema: Rund neun von zehn Befragten sind der Ansicht, dass Mieten in Ballungszentren für Normalverdiener nicht mehr leistbar sind. 87% der Mieter sehen aufgrund der hohen Mietpreise den sozialen Frieden als gefährdet an. Das sind 3% mehr als im Vorjahr.

Wohneigentum für über 80% keine Option

70% der Mieter befürchten, dass das Thema energetische Sanierung die Situation auf dem Mietmarkt noch verschlimmern wird. Für 53% ist bei der Wohnungssuche ein nachhaltiges Gebäude von Relevanz aus Angst vor explodierenden Nebenkosten. Um den steigenden Nebenkosten entgegenzuwirken, versuchen bereits heute 57% der Mieter, Energie und Wasser zu sparen. Laut Umfrage gilt dies vor allem für die ältere Generation (72%). Wohneigentum wird immer mehr zum Luxusgut: Für 82% der Befragten ist der Erwerb von Eigentum unerschwinglich.

Fast jeder Zweite mit Ausstattung der Wohnung unzufrieden

Wie die Umfrage weiter zeigt, ist nur etwas über die Hälfte der Mieter (53%) aktuell mit Qualität und Ausstattung ihrer Wohnung zufrieden. Lediglich ein Viertel ist mit dem digitalen Service des Vermieters zufrieden. Dabei gelten schnelles Internet und digitale Kommunikation als zentrale Kriterien bei der Wohnungswahl. Auch das Thema Sicherheit rückt zunehmend ins Blickfeld: Nur 31% der Befragten fühlen sic zu Hause sehr sicher. Hier gibt es allerdings deutliche Unterschiede zwischen Stadt und Land. Insbesondere modernisierte Tür- und Fenstersicherungen (46%) und Videoüberwachung (35%) würden das Sicherheitsgefühl der Mieter erhöhen.

Mieter wünschen sich gezielte Unterstützung durch die Politik

82% der Mieter sind der Auffassung, Wohnen dürfe nicht rein gewinnorientiert sein. Von der Wohnungswirtschaft wird insbesondere mehr sozialer Wohnungsbau (69%) gewünscht. Von der Politik fordern die Umfrageteilnehmer Bürokratieabbau (72%) und eine bedarfsgerechte Förderung statt Gießkannenprinzip (65%). Drei Viertel (74%) der Mieter hält dabei übrigens die Mietpreisbremse für ein sinnvolles Instrument, um soziale Spannungen zu verringern.

Laut Aareal Bank sei die Botschaft der Mieter eindeutig: Wohnen solle zuverlässig, bezahlbar und fair sein. Von der Branche wird erwartet, Verantwortung zu übernehmen. (tik)

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