Beim Kauf von Eigentumswohnungen nähern sich Angebotspreise und tatsächlich erzielte Transaktionspreise weiter an. Dies geht aus einer neuen Auswertung von ImmoScout24 und Sprengnetter hervor. Im Dezember 2025 lag der Verhandlungsspielraum bundesweit bei 5,8%. Damit setzt sich laut Analyse die Entwicklung aus den Sommermonaten fort: Verkäufer und Käufer rücken bei ihren Preisvorstellungen wieder näher zusammen.
„Verkäufer orientieren sich wieder stärker an realistischen Marktpreisen, und die gestiegene Nachfrage begrenzt zusätzlich den Verhandlungsspielraum“, erklärt Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24. Kaufinteressenten könnten weiterhin über den Preis sprechen, aber die Phase deutlich zweistelliger Nachlässe sei in den meisten Städten vorbei, so Dr. Crockford weiter.
Zum Verhandlungsspielraum in den Metropolen
Beim Blick auf die acht größten Städte hierzulande zeigen sich weiterhin Unterschiede zwischen Angebotspreisen und tatsächlich erzielten Kaufpreisen. Den größten Verhandlungsspielraum weisen Köln mit 9,2% und Hamburg mit 7,8% auf. In Stuttgart (6,6%), München (5,9% Prozent), Berlin (5,5%) und Frankfurt am Main (5,2%) liegen die Abschläge nahe am bundesweiten Durchschnitt von 5,8%. Besonders gering ist der Verhandlungsspielraum in Düsseldorf, wo Kaufpreise im Mittel nur etwas mehr als 1% unter den Angebotspreisen liegen (1,4%). In Leipzig (0,0%) entsprechen die Kaufpreise im Schnitt den Angebotspreisen.
„Die Annäherung von Angebots- und Transaktionspreisen zeigt, dass sich der Markt nach der Korrekturphase zunehmend normalisiert. Unsere Transaktionsdaten belegen diese Entwicklung, auch wenn regionale Unterschiede weiterhin deutlich sichtbar bleiben“, erklärt David Niedzielski, Geschäftsführer von Sprengnetter.
Zunehmende Nachfrage schmälert Verhandlungsspielraum
Gegenüber Juni 2025 hat sich der Verhandlungsspielraum in sechs der acht Metropolen weiter verkleinert. Am deutlichsten war der Rückgang in Düsseldorf mit einem Minus von 4,3 Prozentpunkten, in Leipzig mit einem Minus von 3,6 Prozentpunkten und in Hamburg mit einem Minus von 2,2 Prozentpunkten. Angebotspreise werden wieder realistischer angesetzt, während sich die Nachfrage nach Eigentumswohnungen in den Städten weiter auf einem hohen Niveau bewegt, wie das WohnBarometer für das vierte Quartal 2025 zeigt. Laut der Experten von ImmoScout24 und Sprengnetter hat dies zur Folge, dass Käufer weiterhin verhandeln, aber seltener hohe Abschläge durchsetzen können. Lediglich in Köln und Stuttgart ist der Verhandlungsspielraum konstant geblieben. (tik)
Weitere Informationen zur Analyse gibt es auf ImmoScout24.de.
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