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4. März 2026
BU und Fondspolicen Spitzenreiter im Beratungsalltag
BU und Fondspolicen Spitzenreiter im Beratungsalltag

BU und Fondspolicen Spitzenreiter im Beratungsalltag

Die BU und fondsgebundene Altersvorsorgeprodukte stehen im Beratungsalltag von Maklern weiter ganz oben auf der Liste. Während der Beratung kommt häufig das Thema fondsgebundene Rentenphase zur Sprache und auch Value for Money gewinnt deutlich an Bedeutung.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) bleibt das Produkt, zu dem unabhängige Vermittler am häufigsten beraten. Laut einer jährlichen Umfrage des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) unter unabhängigen Vermittlern beraten acht von zehn befragten Maklern mindestens einmal im Monat zu dem Produkt, 44% sogar öfter als drei Mal im Monat.

Im Biometriebereich folgt auf die BU – allerdings mit deutlichem Abstand – die Grundfähigkeitsversicherung. Knapp ein Drittel der Makler (31%) berät mindestens einmal monatlich zu dem Produkt, die Mehrheit aber seltener oder gar nicht. Bei der Dread-Disease -Versicherung sind es sogar noch weniger.

Klassische Produkte und Indexpolicen verlieren an Bedeutung

Im Bereich Altersvorsorge dominieren ganz klar fondsgebundene Tarife ohne Garantien. Knapp über drei Viertel der befragten Makler (76%) beraten einmal im Monat oder häufiger dazu, 45% häufiger als drei Mal monatlich. Fondspolicen mit Garantien sind bei 44% der Makler mindestens einmal im Monat Thema im Beratungsgespräch. Klassische Produkte verlieren weiterhin an Bedeutung. Indexpolicen sind für die große Mehrheit kaum relevant: 34% der Teilnehmerberaten selten dazu, 51% sogar niemals.

Das ist Maklern bei der Auswahl von Fondspolicen wichtig

Das IVFP hat die teilnehmenden Makler auch dazu befragt, welche Kriterien ihnen bei der Auswahl einer Fondspolice am wichtigsten sind. Einen hohen Stellenwert misst die Vermittlerschaft demnach der Flexibilität in der Auszahlungsphase bei. 73% der Befragten empfinden dies als wichtigstes Kriterium, gefolgt von der Auswahl an ETFs/Indexfonds (71%). Immer noch deutlich über die Hälfte der Makler finden die Flexibilität während der Aufschubzeit (68%), Kosten (65%) sowie die Finanzstärke des Unternehmens (55%) wichtig; alle drei dieser Kriterien haben allerdings im Vergleich zum Vorjahr an Bedeutung verloren.

Value for Money gewinnt an Relevanz

Denn höchsten Stellenwert in der Beratung hat laut der Umfrage die fondsgebundene Rentenphase. Für fast 60% der befragten Vermittler hat sie einen hohen bzw. sehr hohen Stellenwert. Gleichzeitig gewinnt das Thema „Value for Money“ an Relevanz. IVFP-Geschäftsführer Dr. Andreas Kick vermutet, dass hier die Themen Kosten und die Eignung des Produkts für den Kunden im Vordergrund stehen dürften.

Alternative Investments im Versicherungsmantel sind ebenfalls auf dem Vormarsch: Knapp 40% der Befragten geben an, bereits zu entsprechenden Policen zu beraten. Besonders präsent seien dabei Lösungen der Allianz sowie „Blue Invest“ der Bayerischen. Insgesamt können sich fast zwei Drittel vorstellen, solche Produkte künftig im Portfolio zu führen. (js)

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