Der Anteil der Immobilien, die deutschlandweit im ersten Quartal über einen Immobilienmakler bei ImmoScout24 vermarktet wurden, betrug im ersten Quartal des Jahres 65%. Gegenüber dem Schlussquartal 2025 ist die Quote somit deutschlandweit stabil geblieben. Dies unterstreiche die strukturelle Bedeutung professioneller Vermittlung im aktuellen Marktumfeld, wie es von Sprengnetter dazu heißt.
Regionale Unterschiede bleiben bestehen
Bei der Betrachtung der Metropolen ergibt sich ein differenziertes Bild: So verzeichnet Leipzig mit 73% weiterhin die höchste Immobilienmaklerquote gefolgt von Stuttgart mit 71% sowie Berlin und Hamburg mit jeweils 69%. In Köln wird dagegen lediglich nur etwas mehr als jede zweite Immobilie über einen Immobilienmakler vermarktet. Hier liegt die Quote bei 54%.
„Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass sich die Maklerquote auf einem stabilen Niveau etabliert hat. Trotz kurzfristiger Schwankungen bleibt der langfristige Trend intakt“, erklärt Christian Sauerborn, Chefanalyst bei Sprengnetter. Die steigenden Anforderungen im Markt – etwa bei Preisfindung oder energetischer Sanierung – würden den Beratungsbedarf erhöhen und die Rolle professioneller Immobilienmakler nachhaltig stärken.
Spürbarer Anstieg der Quote in Berlin
Einen besonders deutlichen Anstieg der Immobilienmaklerquote weist Berlin auf. Gegenüber dem Vorquartal legte sie im ersten Quartal 2026 um 2 Prozentpunkte zu und im Jahresvergleich sogar um 5 Prozentpunkte.
Rückläufig ist der Anteil an Eigentumswohnungen, die via Immobilienmakler vermarktet werden, dagegen in den westdeutschen Metropolen. So hat sich die Quote in Essen mit einem Minus von 4 Prozentpunkten und in Düsseldorf mit einem Minus von 3 Prozentpunkten am stärksten verringert. Im Jahresvergleich ist in Dortmund sinkende Beteiligung von Immobilienmaklern (-6 Prozentpunkte) zu beobachten. (tik)
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