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30. Juli 2026
KfW-Programm „Jung kauf Alt“: Verbesserte Bedingungen
KfW-Programm „Jung kauf Alt“: Verbesserte Bedingungen

KfW-Programm „Jung kauf Alt“: Verbesserte Bedingungen

Das Bundesbauministerium hat die Bedingungen für die Förderung „Jung kauft Alt“ angepasst, die Familien beim Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum im Bestand unterstützt. So erhalten Familien mit kleinem und mittlerem Einkommen höhere Kreditbeträge und mehr Flexibilität bei der energetischen Sanierung.

Mit dem Förderprogramm „Jung kauft Alt“ unterstützt der Bund Familien beim Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum im Bestand. Das Programm ist im September 2024 gestartet. Gefördert wird der Kauf von Bestandsgebäuden mit den Energieeffizienzklassen F, G oder H mittels zinsverbilligter KfW-Kredite. Mit dem Programm will der Bund Familien den Schritt in die eigenen vier Wände vereinfachen und dabei den bestehenden Gebäudebestand besser zu nutzen.

Neue Konditionen ab 3. August

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat nun die Förderbedingungen für das Programm verbessert. Sie gelten ab dem 03.08.2026. So gibt es für Familien mit kleinen und mittleren Einkommen künftig höhere Kreditbeträge und mehr Entscheidungsfreiheit, wie sie energetisch sanieren wollen.

„Mit unserer Anpassung ermöglichen wir mehr Entscheidungsfreiheit bei den energetischen Maßnahmen. Das entlastet Familien im Umbau und sorgt trotzdem für mehr Klimaeffizienz. Wer sich für ‚Jung kauft Alt‘ entscheidet, kann künftig auch von höheren Kreditbeträgen profitieren“, erklärt die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Verena Hubertz.

Höhere Kreditbeiträge und Rechenbeispiel

Im Rahmen der Anpassungen werden die Kredithöchstbeträge angehoben. Künftig können Familien je nach Anzahl der Kinder bis zu 140.000 Euro, 160.000 Euro oder 180.000 Euro erhalten. Bisher lagen die Höchstbeträge bei 100.000 Euro, 125.000 Euro beziehungsweise 150.000 Euro.

Als Beispielrechnungen nennt das Bundesbauministerium den folgenden Fall (Zinssatz Stand: 01.07.2026): Eine Familie mit zwei Kindern erhält einen Kreditbetrag von 160.000 Euro zu einem Endkundenzins von 0,53% p. a. bei 35 Jahren Kreditlaufzeit und zehn Jahren Zinsbindung. Die Ersparnis gegenüber einem Hausbankkredit betrage laut BMWSB bei normalem Kreditverlauf etwa 34.000 Euro. Vor Anhebung der Kredithöchstbeträge wären es etwa 26.500 Euro Ersparnis gewesen, wie es vom Ministerium weiter heißt.

Mehr Entscheidungsfreiheit bei der Sanierung

Zudem sind Familien künftig flexibler bei der Sanierung: Bisher galt die Vorgabe, das ganze Haus auf das Niveau Effizienzhaus 85 EE zu sanieren. Nun haben Familien die Wahl zwischen dem ganzen Haus oder energetischen Einzelmaßnahmen, die Schritt für Schritt zum klimafreundlichen Gebäude führen. Dazu zählen der Heizungstausch, die Dämmung von Dach oder oberster Geschossdecke, der Fenstertausch und die Dämmung der Außenwände.

Was für einzelne Maßnahmen gilt, lesen Sie unter bmwsb.bund.de. Weitere Informationen zum Programm sowie die Antragsvoraussetzungen gibt es unter kfw-308. (tik)

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