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31. Juli 2026
MRH Trowe: Gesundheitsleistungen werden wichtiger für Betriebe
MRH Trowe: Gesundheitsleistungen werden wichtiger für Betriebe

MRH Trowe: Gesundheitsleistungen werden wichtiger für Betriebe

Nach Einschätzung des Industriemaklers MRH Trowe verschiebt sich der Fokus im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Es gehe nun nicht mehr nur um die Finanzierung zusätzlicher Leistungen, sondern auch um den Zugang zu medizinischer Versorgung.

Es passt irgendwie in die Zeit, denn sowohl die gesetzliche als auch die private Krankenversicherung stehen vor Herausforderungen – das merken auch die Betriebe. Denn laut dem Industriemakler MRH Trowe setzen diese in ihrem Gesundheitsmanagement mittlerweile nicht mehr nur darauf, ihren Mitarbeitenden zusätzliche Leistungen zu finanzieren, sondern ihnen vor allem den Zugang zu medizinischer Versorgung zu erleichtern, bspw- über digitale Terminservices, Facharztvermittlungen, telemedizinische Angebote, Vorsorge-Checks, Zweitmeinungsservices und Gesundheitsbudgets. So heißt es in einer offiziellen Mitteilung von MRH Trowe.

Gesundheitsbenefits sind gefragter

„Wir beobachten beim betrieblichen Gesundheitsmanagement einen klaren Trend: Über zusätzliche Versicherungsleistungen hinaus ist konkrete Unterstützung im Versorgungsalltag gefragt“, sagt Sandra Mekler, Managing Partner bei MRH Trowe Benefits Brokers. „Es geht zunehmend darum, Hürden abzubauen – etwa bei der Terminvereinbarung, beim Zugang zu Fachärzten oder bei der Orientierung im Gesundheitssystem. Diese Hürden wird auch die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung nicht beseitigen.

MRH Trowe begleitet rund 20.000 Unternehmen im Bereich Benefits und unterstützt damit Lösungen für insgesamt fast eine Million Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Einen deutlichen Wandel nehmen die Experten beim Thema Vorsorge wahr. Angebote seien grundsätzlich vorhanden, würden aber nicht konsequent genutzt. Der Grund liege nicht allein in mangelnder Motivation oder Verdrängung. Häufig erschwerten auch lange Wartezeiten, komplizierte Prozesse, Fachärztemangel und unklare Zuständigkeiten den Weg zur passenden Versorgung. „Der Fokus verschiebt sich von der Finanzierung zur Aktivierung“, sagt Mekler. „Wer Prävention stärken will, muss nicht nur Leistungen bereitstellen, sondern den Zugang dazu einfacher machen.“

Dass hier eine erhebliche Lücke besteht, zeigen aktuelle Erhebungen, heißt es in der Mitteilung. Nach einer aktuellen YouGov-Studie im Auftrag von Doctolib halten zwar 84% der Deutschen Vorsorgeuntersuchungen für wichtig, doch weniger als die Hälfte nimmt entsprechende Angebote regelmäßig wahr. Jeder vierte Deutsche geht gar nicht zur Vorsorge. Gleichzeitig steigt der wirtschaftliche Handlungsdruck. Laut Robert-Koch-Institut erkranken in Deutschland jährlich mehr als eine halbe Million Menschen neu an Krebs. Jede sechste Frau und jeder siebte Mann erhält die Diagnose bereits vor dem 65. Lebensjahr, also noch während der Erwerbstätigkeit. Für Unternehmen sind die Folgen spürbar. Krebserkrankungen und andere schwere Erkrankungen führen häufig zu langen Ausfallzeiten. Langzeiterkrankungen von mehr als sechs Wochen machen zwar nur einen kleinen Teil aller Krankmeldungen aus, verursachen aber einen erheblichen Anteil der gesamten Fehltage, wie Gesundheitsreports von Krankenkassen aufzeigen.

Für Arbeitgeber gehe es deshalb nicht allein um Mitarbeiterbindung, sondern auch um Risikomanagement, erläutert Mekler. „Steigende Krankenstände, psychische Belastungen, Fachkräftemangel und eine alternde Gesellschaft machen Gesundheit zu einem wirtschaftlichen Faktor. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen spüren Ausfälle oft unmittelbar.“ (mki)