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20. Oktober 2026
Franke und Bornberg beleuchtet PKV-Tarife für Beamte

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PKV für Beamte: Über die Hälfte aller Tarife nur „befriedigend“ oder schlechte

Franke und Bornberg beleuchtet PKV-Tarife für Beamte

Die Ratingagentur Franke und Bornberg hat eine neue Fassung ihres PKV-Ratings für Beamte herausgebracht. Die Ergebnisse sind überwiegend nicht berauschend. Nur wenige Tarife erhalten die Höchstnote, die meisten Tarife liegen im Mittelfeld.

Um die private Krankenversicherung drehen sich derzeit die Schlagzeilen. Primär dürfte das an der Verkündung des PKV-Verbands liegen, dass sich die Prämien für viele Privatversicherte zum Jahreswechsel im Schnitt um 13% erhöhen dürften. Das Ratinghaus Franke und Bornberg veröffentlichte kurz zuvor sein Rating zur privaten Krankenvollversicherung und legt nun mit seinem Rating zu den besten PKV-Tarifen für Beamte nach.

Franke und Bornberg gewichtet in dieser Iteration Finanzstärke, Beitragsentwicklung und Service stärker. Die Ergebnisse des Ratings sind eher mittelprächtig: Nur 2,7% der Tarife im Notenspiegel erreichen die Höchstnote FFF+ hervorragend. Laut Franke und Bornberg kommt es auch vor dem Hintergrund der anstehenden Beitragserhöhungen (für Beihilfeberechtigte sind es durchschnittlich 11,4%) mehr denn je darauf an, wie stabil der Versicherer wirtschaftet und wie er seine Kunden durch das Gesundheitssystem lotst. Weiterhin sei der Markt der PKV für Beamte besonders kleinteilig, weil sich die Beihilfeansprüche zwischen Bund und Ländern sowie je nach Familienstand unterscheiden.

Das ist neu im Rating

Franke und Bornberg überträgt die Neuerungen aus dem zuletzt veröffentlichten PKV-Voll-Rating vollständig auf die Tarife für Beamte. Dabei prägen vier Änderungen den aktuellen Ratingjahrgang:

  • Mehr Gewicht für den Versicherer hinter dem Tarif: Bereits seit dem letzten Update fließen Ergebnisse aus dem map-report in das Rating ein. Sie bilden die finanzielle Stärke der Gesellschaften, die langfristige Beitragsentwicklung sowie Unterstützung und Services für Kunden ab. Franke und Bornberg erhöht die Gewichtung dieser Faktoren. Neu hinzu kommt der Nachhaltigkeits-Score von Franke und Bornberg als Maßstab für das Engagement der Versicherer in diesem Bereich.
  • Hilfsmittelversorgung: Steuerungsinstrumente bewertet Franke und Bornberg künftig nicht mehr per se negativ. Für die Ratingklassen FFF+ und FFF dürfen Tarife die volle Erstattung von Hilfsmitteln nun an ein Beschaffungsmanagement des Versicherers knüpfen.
  • Transportkosten zu ambulanten Behandlungen: Tarife ohne Anspruch auf Erstattung von Fahrten zu ambulanten Behandlungen wie Dialyse oder Strahlentherapie erhalten höchstens die Note F+ ausreichend.
  • Versorgung am Lebensende: Erstmals bewertet Franke und Bornberg mit zwei Detailkriterien Leistungen für die ambulante Palliativmedizin und für stationäre Hospizdienste.