DTZ Research hat den fünften halbjährlichen Bericht über die Abwicklung deutscher offener Immobilienfonds veröffentlicht. Demnach erhöhte sich das Verkaufsvolumen im ersten Halbjahr 2014 auf 2 Mrd. Euro, und damit auf den höchsten Wert seit 2012. Auf Sicht der nächsten drei Jahre erwartet DTZ, dass offene Immobilienfonds Werte in Höhe von 14 Mrd. Euro in Europa veräußern werden. DTZ rechnet demnach 2015 zwar mit weniger Verkäufen, in den beiden Folgejahren dürften aber voraussichtlich rund 11 Mrd. Euro Immobilienwerte verkauft werden – rund ein Drittel davon in Deutschland.
Deutlich verringerte Preise
Seit 2012 wurden laut DTZ bereits europäische Immobilien im Gesamtwert von 8 Mrd. Euro verkauft. Der geographische Schwerpunkt hat sich von den drei Kernmärkten UK, Deutschland und Frankreich auf die anderen europäischen Länder verschoben. Der Anstieg der Verkäufe wird begleitet von einer drastischen Verringerung der Preise. Im ersten Halbjahr 2014 lagen die durchschnittlichen Preisnachlässe auf die jeweils letzten Verkehrswerte auf einer Rekordhöhe von 21 %. Die Spanne reichte dabei von leichten Aufschlägen bis zu Abschlägen von über 40%. 2013 lag der durchschnittliche Abschlag nur bei 15%, 2012 war sogar ein Aufschlag von durchschnittlich 3% registriert worden.
Dem Trend entsprechend
„Die Preisabschläge entsprechen dem generellen Trend bei kürzlich erfolgten europaweiten Portfolioverkäufen, vor allem im Logistiksektor“, erläutert Magali Marton, EMEA Head of Research bei DTZ. „Auch unser auf Einzelobjektverkäufen basierender Transaktionspreis-Index vom zweiten Quartal 2014 zeigt, dass aktuell beim Exit tendenziell niedrigere Preise erzielt werden als beim Kauf. Europaweit, ohne UK, registrierten wir eine durchschnittliche Preissenkung um 3,5%.“ (mh)
- Anmelden, um Kommentare verfassen zu können