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M&M-Rating Berufsunfähigkeit: Über zwei Drittel der Tarife mit Höchstnote
26. April 2019

M&M-Rating Berufsunfähigkeit: Über zwei Drittel der Tarife mit Höchstnote

Sein aktuelles Rating zur Berufsunfähigkeit hat das Analysehaus MORGEN & MORGEN grundlegend überarbeitet, Ratingfragen ergänzt und das Teilrating „BU-Solidität“ durch das Teilrating „Beitragsstabilität“ ersetzt. 519 Tarife von 67 Anbietern wurden geprüft, 347 Tarife von 50 Anbietern erhalten die Höchstnote.


Sein aktuelles Rating zur Berufsunfähigkeit hat das Analysehaus MORGEN & MORGEN grundlegend überarbeitet, Ratingfragen ergänzt und das Teilrating „BU-Solidität“ durch das Teilrating „Beitragsstabilität“ ersetzt. 519 Tarife von 67 Anbietern wurden geprüft, 347 Tarife von 50 Anbietern erhalten die Höchstnote.

M&M-Rating Berufsunfähigkeit: Über zwei Drittel der Tarife mit Höchstnote

In seiner aktuellen 24. Ausgabe hat das Analysehaus MORGEN&MORGEN sein Rating Berufsunfähigkeit grundlegend überarbeitet: Das bisherige Teilrating „BU-Solidität“ wurde ersetzt durch ein neues Teilrating „Beitragsstabilität“, das zu 20% in die Gesamtbewertung mit einfließt. Es setzt sich seinerseits aus den sechs Komponenten Überschusssenkungen, Aktionen, Brutto-Netto-Spreizung, Querverrechnung, Bilanzen und Solvency II zusammensetzt.

Frage rund um die Thematik „Kräfteverfall“

Neben das neue Teilrating „Beitragsstabilität“ reihen sich die bewährten Teilratings „BU-Bedingungen“ (40%), „BU-Kompetenz“ (30%) und „BU-Antragsfragen“ (10%), die allerdings auch Modifizierungen erfahren haben. Hinzugefügt wurde so zum Beispiel die Ratingfrage „Nachversicherung der Vertragslaufzeit“ – ein Sachverhalt, der dann relevant wird, wenn die Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung heraufgesetzt wird. Außerdem wurde die Ratingfrage „Ausscheiden aus dem Beruf“ neu bewertet: Die volle Punktzahl gibt es hier nur noch, wenn dauerhaft der zuletzt ausgeübte Beruf geprüft wird. Ist diese Prüfung zeitlich befristet, ist die Bewertung nur noch eingeschränkt erfüllt. Eine Neubewertung gab es auch bei der Ratingfrage „Definition der bisherigen Lebensstellung“: Diese wird nur noch mit der vollen Punktzahl bedacht, wenn sichergestellt ist, dass 80% des Einkommens gewahrt wird, sodass die wirtschaftliche und soziale Stellung im Fall einer Berufsunfähigkeit aufrecht erhalten werden können. Rund um die kontrovers diskutierte Thematik „Kräfteverfall“ hat MORGEN&MORGEN außerdem eine Leistungsfrage neu ins Rating mit aufgenommen, die allerdings nicht als ratingrelevant eingestuft wird: Versicherer, die den altersbedingten Kräfteverfall ausdrücklich einschließen, erhalten hier ein „voll erfüllt“. Versicherer, die dazu keine Aussage treffen, erhalten ein „eingeschränkt erfüllt“. „Es ist vorstellbar, dass ein Versicherter zulasten des Versichertenkollektivs in einen Beruf wechselt, den er auf absehbare Zeit altersbedingt nicht mehr ausüben kann“, kommentiert M&M-Geschäftsführer Peter Schneider die Thematik Ambivalenz und Kräfteverfall.

347 Tarife sind „ausgezeichnet“

Im neu gestalteten Rating Berufsunfähigkeit erhalten nun von den 519 bewerteten Tarifen insgesamt 347 die Bestnote „ausgezeichnet“ und damit fünf Sterne von MORGEN & MORGEN. Dabei bieten 50 der untersuchten 67 Versicherer mindestens einen Fünf-Sterne-Tarif an. Allerdings gibt es auch 10 Tarife mit nur einem Stern („sehr schwach“) und 20 Tarife mit zwei Sternen („schwach“).

Die Auswertungen der M&M-Analysten im Rahmen des aktuellen Ratings Berufsunfähigkeit ergeben, dass im vergangenen Jahr über 46.000 Leistungsfälle anerkannt worden sind. Rund 260.000 BU-Renten mit einem Volumen von mehr als 2 Mrd. Euro befinden sich M&M zufolge aktuell in der Auszahlung, ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Leicht angestiegen sind auch die eingenommenen Beiträge im Bestand der BU-Renten. Das Neugeschäft wiederum ist leicht zurückgegangen.

BU-Ursachen: Nervenkrankheiten vor Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparats

Wie M&M weiter bekanntgibt, bleiben die Nervenkrankheiten mit einem Anteil von fast zwei Dritteln Hauptursache für eine Berufsunfähigkeit. Dahinter folgen mit gut einem Fünftel die Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparats. An dritter Stelle stehen die sonstigen Erkrankungen vor der Diagnose „Krebs und andere bösartige Geschwülste“. „Unfälle“ sowie „Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems“ bilden mit unter 10% die Schlusslichter. (ad)




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