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Immobilienwerte schätzen: Tipps, Tricks und Stolperfallen
03. September 2019

Immobilienwerte schätzen: Tipps, Tricks und Stolperfallen

Die gestiegenen Preise für Immobilien und Grundstücke erhöhen für Immobilienmakler nicht nur die Gewinnaussichten, sondern auch die Leistungsanforderungen. So ist eine Wertermittlung mittlerweile ein wichtiges Leistungsmerkmal. Doch wie lässt sich der Wert einer Immobilie ermitteln?

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Die gestiegenen Preise für Immobilien und Grundstücke erhöhen für Immobilienmakler nicht nur die Gewinnaussichten, sondern auch die Leistungsanforderungen. So ist eine Wertermittlung mittlerweile ein wichtiges Leistungsmerkmal. Doch wie lässt sich der Wert einer Immobilie ermitteln?


Immobilienwerte schätzen: Tipps, Tricks und Stolperfallen

Im Laufe der letzten Jahre sind die Grundstückspreise auf dem deutschen Markt immer weiter angestiegen. Damit erhöhen sich für Makler nicht nur die Gewinnaussichten, sondern auch die Leistungsanforderungen. Ein Verkaufsabschluss gilt dann als erfolgreich, wenn alle Parteien ihre Zielsetzungen erreicht haben. Dazu gehört nicht allein, dass der Verkäufer maximalen Profit erwirtschaftet. Gleichzeitig soll sich auch der Käufer fair behandelt fühlen. Dafür müssen Makler ihre Angebote in regelmäßigen Abständen an die aktuelle Marktsituation anpassen. Aber wie genau lässt sich der Wert einer Immobilie ermitteln? Dieser Artikel bietet einen Überblick über mögliche Verfahrensweisen.

1. Bodenrichtwert

Wer einen nachweislich angemessenen Preis bieten möchte, sollte sich an dem sogenannten Bodenrichtwert orientieren. Dabei handelt es sich um eine amtlich beglaubigte Kennzahl, die den Wert eines unbebauten Grundstücks pro Quadratmeter in einer bestimmten Lage angibt. Diese Zahl beruht auf folgendem Verfahren:

  • Bodenrichtwertzone festlegen, innerhalb derer ungefähr gleiche Wertverhältnisse vorherrschen (z.B. Stadtteil, Gemeinde oder Landkreis)
  • Repräsentatives Grundstück auswählen, das typische Merkmale der entsprechenden Bodenrichtwertzone aufweist
  • Durchschnittliche Preise berechnen, für die Grundstücke in der jeweiligen Zone über einen festgelegten Zeitraum verkauft wurden

Daraus ergibt sich der reine Grundstückswert einer Immobilie – also der empfohlene Kaufpreis für einen Quadratmeter unbebauter Fläche in einer bestimmten Bodenrichtwertzone. Um diese Kennzahl in Erfahrung zu bringen, haben Sie zwei Optionen. Der herkömmliche Weg führt über eine von mehreren hundert Gutachterausschüssen, die deutschlandweit auf regionaler Ebene tätig sind. Alternativ können Sie sich inzwischen aber auch an den Online-Dienst bodenrichtwert.de wenden. Hier gelangen Sie mit wenigen Klicks zur gewünschten Auskunft, ohne dass kostbare Arbeitszeit für Behördengänge und bürokratische Formalitäten verlorengeht. Aktuell steckt die digitale Abfrage des Bodenwerts noch in den Kinderschuhen. Auf lange Sicht soll aus dieser Lösung jedoch ein deutschlandweit einheitliches Portal entstehen.

2. Vergleichswertverfahren

Makler sind nicht zwingend auf eine externe Behörde angewiesen, wenn sie eine realistische Schätzung ermitteln möchten. In einem Vergleichswertverfahren können sie den Bodenwert eines Grundstücks auch aus den Preisen ableiten, die andere Verkäufer kürzlich für ähnliche Immobilien in der gleichen Lage erzielt haben. Diese Methode hat sich vor allem bei Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und Doppelhaushälften bewährt. Allerdings lassen sich nicht immer geeignete Beispielobjekte ausfindig machen.

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