AssCompact - Facebook AssCompact - LinkedIN AssCompact - Twitter AssCompact - Xing AssCompact - Youtube

EZB verschärft Strafzinsen im Euroraum
12. September 2019

EZB verschärft Strafzinsen im Euroraum

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf ihrer jüngsten Ratssitzung die Geldschleusen noch weiter geöffnet. Nicht nur, dass der Strafzins auf Bankeinlagen von 0,4 auf 0,5% steigt. Auch das milliardenschwere Anleihekaufprogramm haben die Notenbanker reaktiviert.


Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf ihrer jüngsten Ratssitzung die Geldschleusen noch weiter geöffnet. Nicht nur, dass der Strafzins auf Bankeinlagen von 0,4 auf 0,5% steigt. Auch das milliardenschwere Anleihekaufprogramm haben die Notenbanker reaktiviert.


EZB verschärft Strafzinsen im Euroraum

Die EZB hat neues Öl ins Feuer der Diskussion um Strafzinsen für Kleinsparer gegossen. Die EZB-Rat hat auf seiner Sitzung am Dienstag beschlossen, dass der Strafzins auf Bankeinlagen wird. Erstmals seit dreieinhalb Jahren dreht die EZB an dieser wichtigen Schraube der Geldpolitik. Statt 0,4% müssen Bank künftig 0,5% Strafzinsen zahlen, wenn sie überschüssiges Geld bei der Zentralbank parken wollen.

Neue Anleihekäufe ab November

Darüber hinaus hat die EZB beschlossen, die zuletzt eingestellten Anleihekäufe wieder aufzunehmen. Ab November wollen die Notenbanker pro Monat Anleihen im Volumen von 20 Mrd. Euro aufkaufen. Eine zeitliche Befristung nannten die Währungshüter nicht. Mit ihren Maßnahmen will die EZB die Konjunktur im Euroraum stärken.

Aktien profitieren, Banken protestieren

Hintergrund der EZB-Maßnahmen ist zudem, dass die Inflation im Euroraum weiter deutlich unterhalb der Zielmarke von 2% liegt. Zuletzt betrug die Teuerung nur rund 1%. Damit zeigt der Trend sogar nach unten, denn es war der tiefste Stand seit über zweieinhalb Jahren. Während die Aktienmärkte positiv auf die neue Geldflut reagierten, herrscht bei den Banken Kopfschütteln. „Die EZB erinnert an einen Autofahrer, der in einer Sackgasse die Geschwindigkeit weiter erhöht“, kommentierte etwa Bankenpräsident Hans-Walter Peters die Entscheidungen der EZB. (mh)

© wsf-f – stock.adobe.com




Ähnliche News

Die Corona-Krise verändert auch die Einstellung der Deutschen zur Altersvorsorge. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag von Fidelity International. Dabei gibt es allerdings deutliche Geschlechterunterschiede. weiterlesen
Der Weltwirtschaft droht 2020 wegen der Corona-Pandemie die größte Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg. Vor allem der Welthandel dürfte in diesem Jahr einbrechen. Euler Hermes rechnet vor diesem Hintergrund mit einer weltweiten Pleitewelle. weiterlesen
Zehn Millionen Menschen in Kurzarbeit. Über 300.000 neue Arbeitslose. Die Corona-Krise hinterlässt nicht nur psychisch, sondern auch finanziell deutliche Spuren. Dadurch sind auch die Ratenkredite in den Fokus gerückt. Galten sie lange Zeit als lukrativ, könnte nun Ungemach drohen. weiterlesen


AssCompact Abonnement

Sie wollen das AssComapct Magazin und/oder den AssCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des AssCompact Magazins und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier

Empfohlener Artikel

Die Finanz- und Versicherungsbranche ist bei Nachwuchskräften alles andere als beliebt. Von 14 Branchen landet sie im aktuellen „Young Professionals Barometer“ von Trendence auf dem vorletzten Platz. Welche Versicherer in der Liste der Wunscharbeitgeber ganz vorne liegen, zeigt AssCompact in einer Bildergalerie.