AssCompact - Facebook AssCompact - LinkedIN AssCompact - Twitter AssCompact - Xing AssCompact - Youtube

Deutsche bunkern Rekordsumme auf Girokonten
07. Oktober 2019

Deutsche bunkern Rekordsumme auf Girokonten

Auf klassischen Girokonten sind die Zeiten von Guthabenzinsen schon lange Geschichte. Dennoch haben die Deutschen so viel Geld wie nie zuvor darauf liegen. Schon Ende 2019 dürfte voraussichtlich die Marke von 1 Bio. Euro geknackt werden.


Auf klassischen Girokonten sind die Zeiten von Guthabenzinsen schon lange Geschichte. Dennoch haben die Deutschen so viel Geld wie nie zuvor darauf liegen. Schon Ende 2019 dürfte voraussichtlich die Marke von 1 Bio. Euro geknackt werden.


Deutsche bunkern Rekordsumme auf Girokonten

Die Deutschen sammeln immer mehr Geld auf Girokonten. Das zeigen die Ergebnisse einer Analyse von Deposit Solutions. Dem FinTech zufolge hat sich das Giroguthaben der Deutschen seit 2011 fast verdoppelt. Aktuell liegen demnach rund 890 Mrd. Euro auf deutschen Girokonten. Voraussichtlich schon im Dezember dieses Jahres werde die Grenze von 1 Bio. Euro fallen. Auch das Guthaben auf deutschen Tagesgeldkonten steigt trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase kontinuierlich. Zwischen 2011 und 2018 belief sich der Zuwachs laut Deposit Solutions auf insgesamt 40%. Dabei ist die Anzahl der Tagesgeldkonten 2018 zum ersten Mal leicht zurückgegangen.

Aufwand schreckt Sparer ab

„Die Menschen sparen mehr Tagesgeld als noch vor ein paar Jahren, nutzen dafür aber weniger Konten. Auch das wachsende Guthaben auf unverzinsten Girokonten deutet darauf hin, dass Sparern der Aufwand für die Eröffnung neuer Konten zur verzinsten Anlage in Tages- oder Festgeldern zu hoch erscheint. Viele lassen ihr Geld einfach unverzinst auf dem Girokonto liegen“, kommentiert Dr. Tim Sievers, CEO und Gründer von Deposit Solutions, die Zahlen.

Plattformnutzer sparen aktiver

Die Auswertung des Anlageverhaltens von 80.000 Nutzern von Zinsplattformen zeigen derweil, dass die Menschen Tages- und Festgeld intensiver nutzen, sobald der Aufwand für zusätzliche Kontoeröffnungen entfällt. 2018 haben Plattformnutzer ihr Geld im Schnitt in 2,3 Tages- und Festgeldangebote gleichzeitig angelegt. Dem gegenüber stehen lediglich 1,5 Tages- und Festgeldangebote, die deutsche Sparer nutzen, wenn sie die Konten selbst eröffnen und führen müssen. Auch beim Sparvolumen gibt es deutliche Unterschiede. Nutzer von Tages- oder Festgeldkonten haben im Jahr 2018 rund 21.000 Euro angelegt. Auf Plattformen waren es hingegen 57.400 Euro pro Kopf. (mh)

Bild: © DOC RABE Media – stock.adobe.com




Ähnliche News

Die Corona-Krise verändert auch die Einstellung der Deutschen zur Altersvorsorge. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag von Fidelity International. Dabei gibt es allerdings deutliche Geschlechterunterschiede. weiterlesen
Der Weltwirtschaft droht 2020 wegen der Corona-Pandemie die größte Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg. Vor allem der Welthandel dürfte in diesem Jahr einbrechen. Euler Hermes rechnet vor diesem Hintergrund mit einer weltweiten Pleitewelle. weiterlesen
Zehn Millionen Menschen in Kurzarbeit. Über 300.000 neue Arbeitslose. Die Corona-Krise hinterlässt nicht nur psychisch, sondern auch finanziell deutliche Spuren. Dadurch sind auch die Ratenkredite in den Fokus gerückt. Galten sie lange Zeit als lukrativ, könnte nun Ungemach drohen. weiterlesen


AssCompact Abonnement

Sie wollen das AssComapct Magazin und/oder den AssCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des AssCompact Magazins und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier

Empfohlener Artikel

Die Finanz- und Versicherungsbranche ist bei Nachwuchskräften alles andere als beliebt. Von 14 Branchen landet sie im aktuellen „Young Professionals Barometer“ von Trendence auf dem vorletzten Platz. Welche Versicherer in der Liste der Wunscharbeitgeber ganz vorne liegen, zeigt AssCompact in einer Bildergalerie.