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Bestandsverkauf in zwei Wochen, geht das?
09. Oktober 2019

Bestandsverkauf in zwei Wochen, geht das?

Nachfolgeplanung braucht Zeit, wenn ein optimales Ergebnis mit einem perfekten Nachfolger herauskommen soll. Doch was, wenn keine Zeit bleibt? Geht Nachfolgeplanung in einer oder zwei Wochen? Nein! Aber Bestandsverkauf geht im Prinzip auch im Turbo-Modus, sagt Andreas Grimm vom Bestandsmarktplatz.


Nachfolgeplanung braucht Zeit, wenn ein optimales Ergebnis mit einem perfekten Nachfolger herauskommen soll. Doch was, wenn keine Zeit bleibt? Geht Nachfolgeplanung in einer oder zwei Wochen? Nein! Aber Bestandsverkauf geht im Prinzip auch im Turbo-Modus, sagt Andreas Grimm vom Bestandsmarktplatz.


Bestandsverkauf in zwei Wochen, geht das?

Wenn es schnell gehen soll, bleibt oft keine Zeit für eine individuelle Nachfolgersuche. Dann braucht es die eingespielten Abläufe eines professionellen Bestandskäufers.

Dazu habe ich mir kürzlich testweise den Online-Rechner eines professionellen Bestandskäufers angesehen und Makler gespielt. „Jetzt möglichen Wert Ihres Unternehmens berechnen!“, stand da. Das Ergebnis: „Ihre mögliche Renteneinnahme in den ersten zehn Jahren: 789.005,32 Euro“. „Wow!“, dachte ich mir, „fast 800.000 Euro für nur 100.000 Euro Courtageumsatz!“

Ist ein solches Ergebnis wirklich realistisch? Aus 100.000 Euro macht ein Makler zu aktiven Zeiten schließlich selten mehr als 40.000 Euro verfügbares Einkommen. Nicht verwunderlich also, dass viele Makler bei solchen Prognosen bedenkenlos zugreifen. Dabei gäbe es einfache Möglichkeiten, eine sichere Entscheidungsbasis mit realistischen Annahmen zu bekommen.

Immer auf unabhängigen Marktvergleich setzen

Wenn es beim Verkauf eines Maklerbestands schnell gehen muss, sollte ein Makler immer auf einen unabhängigen Marktvergleich setzen, und zwar auf einen, der nur für ihn und seinen Bestand erstellt worden ist. Allgemeine Vergleichstabellen sind viel zu grob und können individuelle Effekte nicht berücksichtigen. Die sind aber entscheidend! Nicht nur die formalen Konditionen des Käufers sind wichtig. Die Entwicklung des Bestands bei und nach der Übertragung ist meist viel entscheidender. Hinzu kommt die unterschiedliche steuerliche Behandlung der Modelle. Bereits bei einer Bestandscourtage von 100.000 Euro können die Ergebnisse verschiedener Modelle so um mehrere 100.000 Euro nach Steuern voneinander abweichen.

Neues Vergleichssystem

Das Resultate Institut hat deshalb sein Vergleichssystem „Resultate Select“ entwickelt und macht es gegen Gebühr auch den Besuchern des AssCompact-Bestandsmarktplatzes zugänglich. Das System prognostiziert für jeden Makler individuell die Vergütungen aus verschiedenen Bestandskaufmodellen nach Steuern. Am Ende ermittelt es das Kaufmodell, von dem sich der Makler nach Steuern den größten wirtschaftlichen Nutzen erwarten darf – unabhängig davon, ob es sich beim betreffenden Modell um eine Rentenlösung oder ein ratierliches Kaufpreismodell handelt. Zusätzlich fordert das System auf Wunsch auch gleich ein verbindliches Vertragsangebot vom betreffenden Käufer an.

Das Vorgehen kommt besonders verkaufswilligen Maklern zugute, die keine Zeit in eigene Markt- und Hintergrundrecherchen oder gar nervenaufreibende Verhandlungen mit potenziellen Käufern investieren wollen.

Mein fiktiver Maklerbestand hätte übrigens obige Rente niemals erzielt. Dafür hätte ich aber zum 2,8-Fachen der Bestandscourtage in drei Raten verkaufen können. Wäre der PKV-Anteil im Bestand höher gewesen, hätte mir ein anderer Anbieter sogar noch deutlich mehr bezahlt. Gut, dass es nur ein fiktiver Testbestand war, sonst hätte ich mich glatt darüber geärgert, so wenig PKV vermittelt zu haben.

Bild: © sebra – stock.adobe.com

Der Bestandsmarktplatz ist eine gemeinsame Initiative von AssCompact und dem Resultate Institut.

Den Artikel lesen Sie auch in AssCompact 10/2019, Seite 146 und in unserem ePaper.




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