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Ausländische Investoren entdecken deutsche B-Städte
27. Januar 2020

Ausländische Investoren entdecken deutsche B-Städte

Deutschland steht bei Immobilieninvestoren in Europa ganz oben auf der Favoritenliste. Doch nicht nur die erste Reihe, sondern auch deutsche B-Städte sind im Ausland mittlerweile begehrt. Ausländische Städte aus der zweiten Reihe stoßen dagegen gerade bei deutschen Investoren auf wenig Gegenliebe.


Deutschland steht bei Immobilieninvestoren in Europa ganz oben auf der Favoritenliste. Doch nicht nur die erste Reihe, sondern auch deutsche B-Städte sind im Ausland mittlerweile begehrt. Ausländische Städte aus der zweiten Reihe stoßen dagegen gerade bei deutschen Investoren auf wenig Gegenliebe.


Ausländische Investoren entdecken deutsche B-Städte

Deutschland steht in den Ankaufsstrategien der europäischen Immobilien-Investoren ganz oben auf der Liste. Neben den TOP-7-Standorten gilt dies auch für die Städte in der zweiten Reihe. Das hat eine aktuelle Umfrage von Union Investment unter 150 institutionellen Immobilieninvestoren in Deutschland, Frankreich und Großbritannien ergeben. 80% der deutschen, 56% der französischen und 52% der britischen Investoren haben Immobilien in deutschen B-Städten auf ihrem Ankaufsradar. Ähnliche Zustimmungswerte erreicht kein anderes Land.

Deutsche Skepsis gegenüber ausländischen B-Städten

Vor allem unter den französischen und britischen Investoren erhalten neben den drei europäischen Kernmärkten auch die Niederlande, Belgien, Schweden, Spanien und Polen relativ guten Zuspruch mit Zustimmungswerten von 20 bis 40%, wenn es um Immobilieninvestments in B-Städten geht. Deutsche Investoren sind der Studie zufolge dagegen sehr zurückhaltend gegenüber B-Städten außerhalb des eigenen Heimatmarktes. Frankreich und die Niederlande sind hier mit einer Zustimmung von 10% schon die Spitzenreiter.

Kaum Interesse an Osteuropa

60% der Studienteilnehmer gaben an, über die Möglichkeit zu Investments in B-Städten außerhalb der großen Metropolen zu verfügen. Rund 40% hingegen konzentrieren sich fast ausschließlich auf Investments in westeuropäischen A-Standorten. Osteuropäische Immobilien haben es derweil weiter schwer. Während sich Warschau und Prag etabliert haben, üben andere osteuropäische Hauptstädte nur eine geringe Anziehungskraft aus. Der Büromarkt von Budapest trifft mit Zustimmungsraten von 7% bis 23% noch auf das größte Interesse. Auch für Riga und Bratislava gibt es vereinzelte Interessenten. Am Ende der Skala hingegen rangieren die Hauptstädte des südöstlichen Europa wie Bukarest, Sofia, Ljubljana und Belgrad, die westeuropäische Investoren laut Union Investment aktuell kaum auf ihrem Ankaufsradar haben.

Positiver Ausblick auf 2020

Insgesamt gehen 77% der Immobilieninvestoren davon aus, dass das Transaktionsvolumen für Gewerbeimmobilien in Europa im Jahr 2020 mindestens das gute Niveau des Vorjahres erreichen wird. 26% der Studienteilnehmer rechnen sogar mit einer Steigerung. Nur 15% erwarten hingegen einen Rückgang. Hoffnung auf noch mehr Bewegung im Markt als im Vorjahr besteht vor allem in der Nutzungsart Wohnen. 51% der Befragten gehen hier davon aus, dass das europäische Transaktionsvolumen weiter steigen wird, gefolgt von Hotel (39%) und Büro (29%). Lediglich im Marktsegment Einzelhandel sind die Optimisten mit 7% eine Randgruppe. (mh)

Bild: © sommart – stock.adobe.com




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