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Deutsche Familienversicherung erklimmt neue Höhen
19. März 2020

Deutsche Familienversicherung erklimmt neue Höhen

Die DFV Deutsche Familienversicherung AG setzt ihren Wachstumskurs fort. Mit über 100.000 neuen Verträgen konnte das Unternehmen sein Ziel für das Geschäftsjahr 2019 erreichen. Wachstumstreiber war vor allem die Krankenzusatzversicherung. Die Bestandsbeiträge stiegen um 34% auf rund 101 Mio. Euro.


Die DFV Deutsche Familienversicherung AG setzt ihren Wachstumskurs fort. Mit über 100.000 neuen Verträgen konnte das Unternehmen sein Ziel für das Geschäftsjahr 2019 erreichen. Wachstumstreiber war vor allem die Krankenzusatzversicherung. Die Bestandsbeiträge stiegen um 34% auf rund 101 Mio. Euro.

Deutsche Familienversicherung erklimmt neue Höhen

Für das Geschäftsjahr 2019 zieht die DFV Deutsche Familienversicherung AG eine positive Bilanz. „Ich kann ihnen heute die besten Zahlen unserer Firmengeschichte präsentieren“, erklärte Dr. Stefan M. Knoll, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Deutschen Familienversicherung auf der Bilanzpressekonferenz. Mit über 100.000 neuen Verträgen, was einem Plus von 81% entspricht, konnte das Unternehmen sein ambitioniertes Ziel für 2019 erreichen. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 37% auf rund 91 Mio. Euro und übertrafen damit die Zielmarke. Bei den Bestandsbeiträgen verzeichnete die DFV einen Zuwachs von 34% auf rund 101 Mio. Euro.

„Unser Versprechen haben wir gehalten. 100.000 neue Kunden und ein Bestandszuwachs von über 25 Mio. Euro. Absolut gesehen schließt die Deutsche Familienversicherung mit einer derartigen Neugeschäftsentwicklung in der Krankenzusatzversicherung bereits zu den Großen der Branche auf“, betonte Knoll. Die digitale Versicherungsplattform bezeichnete er dabei als Schlüssel zum Erfolg. Denn rund 98% aller Neukunden nutzen aktiv das Kundenportal der Deutschen Familienversicherung.

Krankenzusatzgeschäft als Wachstumstreiber

Zu dem deutlichen Zuwachs im Neugeschäft trug vor allem das Krankenzusatzversicherungsgeschäft mit 90.381 neuen Verträgen bei. In der Sachversicherung verzeichnete die DFV insgesamt 9.653 Neuverträge, die signifikant aus dem Bereich der Tierversicherung resultierten. Zur Vermarktung seiner Mitte Mail gestarteten Tierkrankenversicherung (AssCompact berichtete) setzt das Unternehmen auf TV- und Online-Kanäle, allen voran ProSiebenSat.1 Digital.

Das gesamte neu generierte Prämienvolumen wuchs um 69,4% auf 29,9 Mio. Euro gegenüber 17,6 Mio. Euro im Jahr 2018. Im Bereich Krankenzusatzversicherungen betrug das Wachstum gemessen am Beitragsvolumen 58,8%, im Bereich Sachversicherungen 686,0%. Somit hatten die Sachversicherungen auf das gesamte Jahr 2019 gesehen einen Anteil von 8% des Neugeschäfts im Beitragsvolumen und von rund 10% in den Vertragsstückzahlen. Infolge des starken Neugeschäfts erhöhte sich der Gesamtversicherungsbestand Ende 2019 um 13,0% auf rund 514.000 Verträge gegenüber rund 455.000 Verträgen Ende 2018. Darin sind allerdings noch 44.182 Verträge aus der nun nicht mehr zum Kerngeschäft der DFV gehörenden Elektronikversicherung enthalten.

Ab 2021 weitere Zuwächse durch betriebliche Pflegeversicherung

Im Neugeschäft der Pflegezusatzversicherung lag der Marktanteil der Deutschen Familienversicherung bei 15%. Im Wesentlichen habe hierzu der „Akquisitionserfolg bei Henkel“ beigetragen, so Knoll. Erstmals wurde eine arbeitgeberfinanzierte Pflegezusatzversicherung für die gesamte Belegschaft eingeführt. Enormes Wachstumspotenzial verspricht sich das Unternehmen ab 2021 von der Vereinbarung für die Pflegebranchenlösung „CareflexChemie“. Dann wird ein Konsortium, dem neben der R+V Krankenversicherung AG und der BARMENIA Krankenversicherung AG auch die Deutsche Familienversicherung angehört, bundesweit eine branchenweite, arbeitgeberfinanzierte tarifliche Pflegezusatzversicherung anbieten. Diese soll es ab dem 01.07.2021 für alle Tarifbeschäftigten der Chemie und Pharmaindustrie geben. Außertariflich Beschäftigte der Branche können ebenfalls CareFlex Chemie erhalten, wenn ihr Arbeitgeber dies vereinbart (AssCompact berichtete).

Verlust geringer als erwartet

Aufgrund erhöhter Vertriebsaufwendungen sank das EBIT auf −5,2 Mio. Euro, fiel damit laut DFV aber besser aus als erwartet. Gerechnet hatte das Unternehmen mit einem Verlust von 9 bis 11 Mio. Euro. Als Ursache nannte Knoll insbesondere Effizienzsteigerungen, niedrigere Personal- und Marketing- bzw. Vertriebsaufwendungen sowie ein deutlich verbessertes Kapitalanlageergebnis. Das versicherungstechnische Ergebnis belief sich entsprechend auf −3,9 Mio. Euro, das Ergebnis nach Steuern betrug −2,1 Mio. Euro.

Folgen der Corona-Krise

Die Corona-Krise war auch Thema auf der Bilanzpressekonferenz und trübte sichtlich die Stimmung trotz der positiven Geschäftszahlen. Knoll äußerte sich besorgt mit Blick auf die wirtschaftlichen Folgen für Deutschland: „Wir müssen mit einer Rezession rechnen.“ Für die DFV rechnet Knoll mit vorübergehenden Auswirkungen im Leistungsabruf der Zahnzusatzversicherung, wenn die Versicherten beispielsweise einen Termin zur Professionellen Zahnreinigung bei ihrem Zahnarzt auf das zweite Halbjahr verschieben. Technisch könnten alle Mitarbeiter im Home Office arbeiten, derzeit mache die Hälfte davon Gebrauch. Vor diesem Hintergrund sieht sich das Unternehmen auch in seinem Kurs bestätigt, konsequent auf „online“ zu setzen. (tk)

Lesen Sie zur Pflegebranchenlösung „CareflexChemie“ auch:

Betriebliche Pflegevorsorge: Die Chemiebranche macht’s vor

Bild: © DFV Deutsche Familienversicherung AG




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