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Makler sind bei Digitalisierung raus aus den Startblöcken
24. Juni 2020

Makler sind bei Digitalisierung raus aus den Startblöcken

Zu Anfang der Corona-Krise beschäftigten sich wohl so viele Versicherungsmakler wie selten zuvor mit der Online-Beratung. Manche waren überrascht, wie schnell die Umstellung funktionierte. Die Erfahrung nährt den Mut zur weiteren Digitalisierung. Eine aktuelle Studie liefert dazu Zahlen und ein Meinungsbild zu Daten und Prozessen.


Zu Anfang der Corona-Krise beschäftigten sich wohl so viele Versicherungsmakler wie selten zuvor mit der Online-Beratung. Manche waren überrascht, wie schnell die Umstellung funktionierte. Die Erfahrung nährt den Mut zur weiteren Digitalisierung. Eine aktuelle Studie liefert dazu Zahlen und ein Meinungsbild zu Daten und Prozessen.


Makler sind bei Digitalisierung raus aus den Startblöcken

Makler sind bereit für für die digitale Transformation. Das ist das Ergebnis einer Maklerbefragung, die die BrokerTech-Plattform mobilversichert zum zweiten Mal in Folge in Kooperation mit AssCompact durchgeführt hat. Im Rahmen der Online-Umfrage „Der digitalisierte Makler“ wurden Vermittler zu Strategien, Herausforderungen und Chancen für die Zukunft befragt. Die untenstehende Grafik vermittelt eine Kurzfassung der Ergebnisse.

Digitale Mobilmachung im Maklerbüro

In der Befragung gaben drei Viertel aller Befragten an, in Zukunft digitaler als heute arbeiten zu wollen. Und auch wenn sich 21% noch unentschieden zeigen, ob sie ihren Betrieb weiter digitalisieren wollen, gibt es nur wenige Stimmen, die sich tendenziell einer Transformation verweigern wollen. Ein Treiber der Digitalisierung ist aus Sicht der Befragten eindeutig die Corona-Krise. Ein Großteil geht davon aus, dass sie der kompletten Versicherungswirtschaft einen Digitalisierungsschub geben wird.

Daten, Daten, Daten

Der digitale Umbau ist aus Maklersicht jedoch von einer entscheidenden Bedingung abhängig: Eine deutliche Mehrheit von über 80% der Makler geht davon aus, dass sie nur digitaler arbeiten kann, wenn sie auf verlässliche Kunden- und Vertragsdaten zugreifen kann.

„Wer digitalisieren will, muss seine Daten im Griff haben“, beschreibt Dr. Mario Herz, Geschäftsführer von mobilversichert, die Herausforderung. „Nur mit einer soliden Datenbasis können Makler die enormen Potenziale heben, die die Transformation mit sich bringt; zum Beispiel durch den Einsatz von professionellen Bestandsanalysen, automatisierten Vertriebsaktivitäten und smarten Services für den Kunden.“ Hertz verweist dabei auf die Transaktions-Plattform von mobilversichert, die Maklern und Versicherern eine digitale Infrastruktur für das Neugeschäft und das Bestandsmanagement bietet sowie Kunden- und Vertragsdaten zusammenführt und so für Kampagnen nutzbar macht.

Seine Einschätzung liegt hier nahe an denen der Makler: So zeigen sich in der Studie knapp drei Viertel der Befragten überzeugt, dass eine bessere Datenqualität und ein schnellerer Datentransfer zwischen Versicherern und Maklern ihren Vertriebserfolg steigern würde.

 

Makler sind bei Digitalisierung raus aus den Startblöcken

 

Herausforderungen der Digitalisierung

Wie schon in der Vorjahresstudie wurden Vermittler auch nach den größten digitalen Herausforderungen und Chancen der Zukunft befragt. Hier zeigen sich leichte Verschiebungen im Vergleich zu 2019. Zwar liegt mit rund 32% noch immer der Zeit- und Verwaltungsaufwand bei der Pflege von Bestandsdaten bei den meisten Maklern auf Platz 1 (2019 waren es 40%). Aber für beinahe ebenso viele, nämlich 31%, stehen heute neue Kundenanforderungen an oberster Stelle. Der Wert schnellt damit 10 Prozentpunkte nach oben. Studienherausgeber Hertz meint, dass im Versicherungsvertrieb noch immer eine enorme Lücke zwischen den Kundenerwartungen und dem aktuellen Angebot klafft. Ohne technologische Unterstützung sei eine zeitgemäße Beratung und Betreuung nicht möglich. Und darin sehen auch die befragten Makler die größten Chancen. Eine Mehrheit von fast zwei Dritteln sieht die größten Potenziale bei neuen digitalen Hilfsmitteln, z.B. um automatisiert Daten abzuholen, Vertriebsprozesse zu steuern oder Kunden smarte Services zu bieten. (bh)

Zur Studie

An der Online-Umfrage „Der digitalisierte Makler“ nahmen knapp 400 Versicherungsmakler teil. Sie fand im Zeitraum vom 20. bis 24.04.2020 statt. Auftraggeber der Studie ist die BrokerTech-Plattform mobilversichert. mobilversichert ist eine Marke der Munich General Insurance Services GmbH, die nach dem Kauf durch die PRINAS MONTAN GmbH zur Degussa Bank Gruppe gehört. Weitere Informationen unter www.mobilversichert.de

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Bild: © vectorfusionart – stock.adobe.com




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