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So (un-)bezahlbar ist Wohnen in deutschen Städten
11. August 2020

So (un-)bezahlbar ist Wohnen in deutschen Städten

Die Mieten in deutschen Städten haben in den vergangenen Jahren rasant angezogen – und verschlingen so einem immer größeren Teil der Haushaltseinkommen. Jede zweite deutsche Großstadt ist laut einer aktuellen Analyse von immowelt für Familien dadurch kaum noch bezahlbar.


Die Mieten in deutschen Städten haben in den vergangenen Jahren rasant angezogen – und verschlingen so einem immer größeren Teil der Haushaltseinkommen. Jede zweite deutsche Großstadt ist laut einer aktuellen Analyse von immowelt für Familien dadurch kaum noch bezahlbar.


So (un-)bezahlbar ist Wohnen in deutschen Städten

Für Familien ist das Wohnen in vielen deutschen Großstädten zur finanziellen Herausforderung geworden, besonders in den großen Metropolen wie Berlin und München. Doch auch in einigen kleineren Städten sind Mieten selbst für gut verdienende Haushalte eine hohe Belastung. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse von immowelt der deutschen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern.

Hohe Kostenbelastung in mehr als jeder zweiten Stadt

Ein Mietanteil von mehr als 25% am Haushaltsnettoeinkommen gilt in der Studie als hohe Belastung, mehr als 33% Prozent als Überbelastung. In 46 der 71 untersuchten deutschen Städte müssen sogar Eltern mit anerkanntem Berufsabschluss mehr als ein Viertel des Haushaltsnettoeinkommens aufwenden, um eine familientaugliche Wohnung anzumieten. Sind beide Elternteile ohne Berufsabschluss, trifft das gar in 71 von 79 untersuchten Städten zu.

Mangel an Sozialwohnungen

Angesichts der hohen Mietkosten in deutschen Großstädten müssen laut immowelt viele Familien, wenn die Wohnung zu klein wird, Wohngeld beantragen, in der aktuellen Wohnung zu bleiben, oder aufs Land zu ziehen. In vielen Städten herrsche schließlich ein Mangel an Sozialwohnungen, die günstigen Wohnraum für Familien bieten.

Selbst mittlere Verdienste stark betroffen

Sogar mit einem mittleren Verdienst belaufen sich in elf Städten die Wohnausgaben auf über ein Drittel des Budgets eines Haushalts mit einem Voll- und einem Halbverdiener – so etwa in Hamburg (36%), Frankfurt (37%), Berlin (42%) und München (46%). In kleineren Großstädten wie Heidelberg, Freiburg im Breisgau und Rostock (je 38%) sind es vor allem die geringeren Einkommen, die das Wohnen schwer bezahlbar machen. Im Ruhrgebiet hingegen sind familientaugliche Wohnungen mit einem Berufsabschluss noch bezahlbar: In Gelsenkirchen, Duisburg oder Recklinghausen beispielsweise liegt die Wohnquote bei unter 20%.

Familien ohne Berufsabschluss besonders in Wohnungsnot

Besonders schwer wird es in vielen Städten für Familien ohne Berufsabschluss: In mehr als der Hälfte der untersuchten Städte belaufen sich Miete und laufende Kosten auf mehr als 33% des mittleren Nettoeinkommens eines Haushalts. Besonders hoch ist die Belastung in Berlin (49%) und München (55%).

In München und Berlin müssen sich selbst Akademikerfamilien strecken

Akademikerfamilien verfügen tendenziell über ein höheres Haushaltseinkommen, daher ist für sie die monatliche Belastung durch Miete und Nebenkosten auch geringer. In Frankfurt, Hamburg (jeweils 27%) und Stuttgart (26%) ist die Mietbelastung laut der immowelt-Analyse zwar hoch, aber noch leistbar. In München (33%) und Berlin (31%) ist hingegen selbst für Akademiker fast die Grenze dessen erreicht, was gemeinhin als noch zumutbare Wohnkostenbelastung gilt. (mh)

Bild: © photoschmidt – stock.adobe.com



Kommentare

von Wilfried Strassnig am 12.08.2020 um 09:04 Uhr
Fast alle sind in Versorgungen mit Garantien, womit nur eines garantiert ist:
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