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Moody‘s senkt Ausblick für Rückversicherer auf negativ
09. September 2020

Moody‘s senkt Ausblick für Rückversicherer auf negativ

Die US-Ratingagentur Moody‘s hat den Ausblick für die Branche der Rückversicherer von stabil auf negativ gesenkt. Dazu trägt nicht zuletzt die Corona-Pandemie bei. Bei vielen Rückversicherern sei das diesjährige Budget für solche Großschäden bereits aufgezehrt. Doch auch längerfristig gebe es eine große Herausforderung für die Branche.


Die US-Ratingagentur Moody‘s hat den Ausblick für die Branche der Rückversicherer von stabil auf negativ gesenkt. Dazu trägt nicht zuletzt die Corona-Pandemie bei. Bei vielen Rückversicherern sei das diesjährige Budget für solche Großschäden bereits aufgezehrt. Doch auch längerfristig gebe es eine große Herausforderung für die Branche.


Moody‘s senkt Ausblick für Rückversicherer auf negativ

Das Niedrigzinsumfeld, geringere Ergebnisbeiträge aus der Abwicklung von Schadenreserven und die anhaltende Unsicherheit bezüglich der Belastungen durch die Corona-Pandemie setzen den weltweiten Rückversicherungssektor unter Druck. Zu diesem Fazit kommt Moody‘s in einer aktuellen Brancheneinschätzung. Die US-Ratingagentur hat daher den Ausblick für die globale Rückversicherungsbranche von stabil auf negativ gesenkt.

Kritische Gesamtmischung

Moody‘s zufolge haben die bisher bekannten Schäden im Zusammenhang mit dem Coronavirus und weiteren Naturkatastrophen bei vielen Rückversicherern das diesjährige Budget für solche Großschäden bereits aufgezehrt. „Die Unsicherheit über die Schadenhöhen, die sich letztlich aus dem Coronavirus ergeben werden, gepaart mit den niedrigen Zinsen, einem sinkenden Ergebnisbeitrag aus der Abwicklung von Schadenreserven und steigende Kosten für Retrozessionsdeckungen werden die Rentabilität der Rückversicherer in den nächsten 12 bis 18 Monaten allesamt beeinträchtigen, obwohl das Preisumfeld für Rückversicherer sich deutlich erholt hat“, erläutert James Eck, Vice President – Senior Credit Officer bei Moody‘s.

Vielzahl von Sparten und Regionen betroffen

In welcher Höhe die Rückversicherungsbranche am Ende tatsächlich durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie getroffen sein wird, lasse sich heute zwar noch nicht verlässlich abschätzen. Die Krise betreffe aber eine Vielzahl von Versicherungssparten und Regionen. Moody‘s verweist zudem darauf, dass insbesondere bei Schadenfällen aus Betriebsunterbrechungsversicherungen in vielen Fällen noch strittig ist, ob Versicherungsschutz gegeben ist. Darüber hinaus bestünden erhebliche Risiken im Hinblick auf die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung.

Zusätzliche Belastungen in den kommenden Quartalen

Schäden aus Deckungen für die Absage von Veranstaltungen, Sachversicherung, Reise-, Unfall- und Krankenversicherung, die mit Beginn des Lockdowns ab März diesen Jahres eintraten, sollten sich Moody‘s zufolge zum jetzigen Zeitpunkt vergleichsweise gut bewerten lassen. Dennoch werden auf die Rückversicherer in den kommenden Quartalen zusätzliche Belastungen zukommen, je länger die Pandemie andauert und je deutlicher das Ausmaß des Konjunkturabschwungs wird.

Langfristherausforderung Klimawandel

Langfristig stellt zudem der Klimawandel die Branche vor Herausforderungen. Wetterbedingte Katastrophenereignisse kommen angesichts steigender Temperaturen und Meeresspiegel immer häufiger vor. Dies stelle die Rückversicherer vor Herausforderungen beim Risikomanagement in Verbindung mit der Bewertung, Bemessung und Minderung von Katastrophenrisiken und steigere die Volatilität der Unternehmensergebnisse.

Bild: © Lennart Worthmann – stock.adobe.com




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