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Passionsspiele: Versicherer zahlt 9,5 Mio. Euro für Verschiebung
21. Oktober 2020

Passionsspiele: Versicherer zahlt 9,5 Mio. Euro für Verschiebung

Infolge der Corona-Krise mussten auch die alle zehn Jahre stattfindenden Passionsspiele von Oberammergau verschoben werden. Nun bekommt die Gemeinde 9,5 Mio. Euro aus der Ausfallversicherung, die der Veranstalter erstmals für die Passion 2020 abgeschlossen hatte – inklusive Ausfall wegen Pandemie.


Infolge der Corona-Krise mussten auch die alle zehn Jahre stattfindenden Passionsspiele von Oberammergau verschoben werden. Nun bekommt die Gemeinde 9,5 Mio. Euro aus der Ausfallversicherung, die der Veranstalter erstmals für die Passion 2020 abgeschlossen hatte – inklusive Ausfall wegen Pandemie.


Passionsspiele: Versicherer zahlt 9,5 Mio. Euro für Verschiebung

 

 

Nach langwierigen Verhandlungen kann die Gemeinde Oberammergau nun aufatmen: Infolge der Corona-Krise mussten die berühmten Passionsspiele, die nur alle zehn Jahre stattfinden, von 2020 auf 2022 verschoben werden. Nun bekommt die Gemeinde die Kosten, die durch die Verschiebung der Passion entstanden sind, von der Ausfallversicherung ersetzt, wie der Münchner Merkur meldet. So habe die SRC Special Risk Consortium GmbH unter Führung der Munich Re Group den Schaden anerkannt und zahlt dem Veranstalter insgesamt 9,5 Mio. Euro. Der Münchener Merkur bezeichnet dies als den besten Deal, den sich Oberammergau wünschen kann.

Zum ersten Mal Ausfallversicherung abgeschlossen

Erstmals hatte der Veranstalter für die Passionsspiele 2020 eine Ausfallversicherung über 21,4 Mio. Euro abgeschlossen. Darin abgedeckt waren nicht nur finanzielle Ausfälle durch Terror und weitere Schadensereignisse, sondern auch ein Ausfall infolge einer Pan- und Epidemie. Walter Rutz, Geschäftsführer der Passionsspiele, erklärte gegenüber dem Münchner Merkur: „Damit können wir für 2022 gut weiter arbeiten und alle notwendigen Vorbereitungen in die Wege leiten. Die Versicherung ersetzt uns die kompletten Kosten für die Verschiebung.“

Langwierige Verhandlungen

Die Verhandlungen zwischen Gemeinde und Versicherer hatten über vier Monate gedauert. Oberammergau habe gegenüber der Münchener Rück sämtliche Kosten und Ausgaben geltend gemacht, die durch die Verschiebung entstanden sind. Hierunter fielen unter anderem die Wiederaufnahme des Betriebs der Werkstätten, Ausgaben für die Premiere, Lagerkosten, Mieten. So äußerte sich Rutz zu den Gesprächen: „Wir haben um vieles gerungen. Es waren intensive und lange, aber jederzeit faire Gespräche, immer auf Augenhöhe.“ Mit der Einigung bleibt der Gemeinde ein drohender jahrelanger Rechtsstreit erspart.

Die Passionsspiele 2022 sind auch im Falle einer neuerlichen Pandemie noch mit 11,9 Mio, versichert. Wie der Münchner Merkur zur Erläuterung angibt, war die Ausfallversicherung insgesamt auf 21,4 Mio. Euro abgeschlossen. Abzüglich der Erstattung von 9,5 Mio. Euro bleibt für 2022 eine Restsumme von 11,9 Mio. Euro. (tk)

Bild: © Frank Krautschick – stock.adobe.com


 




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