AssCompact suche
Home

0310

BU

AKS-Symposium bringt Makler auf den neuesten Stand

Welche neuen Produktlösungen gibt es bei AKS? Wie behalten Maklerinnen und Makler bei der Fülle an Produkten überhaupt noch den Durchblick? Und was sind die Herausforderungen im Vertrieb? Die Antworten dazu lieferte das AKS-Symposium von AssCompact Wissen in München und Wiesbaden.

Neun Versicherer mit neun unterschiedlichen Produktlösungen im Bereich Arbeitskraftabsicherung; dazu ein Expertenvortrag von Michael Franke, geschäftsführender Gesellschafter des Analysehauses Franke und Bornberg GmbH und Mitveranstalter des Symposiums, über die aktuellen Trends bei AKS sowie eine lebhafte Schlussdebatte über die Herausforderungen im Vertrieb von AKS-Produkten: Was überhaupt brauchen freie Vermittlerinnen und Vermittler mehr?

Das AKS-Symposium des Veranstalters AssCompact Wissen hat für Maklerinnen und Makler nun eine hervorragende Gelegenheit geboten, sich über neue Produktlösungen und Trends bei der Arbeitskraftabsicherung auszutauschen und mit Kolleginnen und Kollegen sowie den Vertreterinnen und Vertretern seitens der Versicherer auf den Präsenzveranstaltungen in München und Wiesbaden entspannt in den Austausch zu gehen. „Wir haben das AKS-Symposium ganz bewusst als reine Präsenzveranstaltung durchgeführt, da für uns der persönliche Austausch im Vordergrund steht, um die Vernetzung in der Branche weiter zu stärken“, resümierte Jochen Leiber, Leiter Vertrieb und Prokurist bei der bbg Betriebsberatungs GmbH.

Trends bei der Arbeitskraftabsicherung

Das AKS-Symposium wartete dabei mit einem breit gefächerten Programm auf. Auch in diesem Jahr wirkten namhafte Gesellschaften mit: Barmenia, Basler, Canada Life, Continentale, Dialog, Nürnberger, SIGNAL IDUNA, Swiss Life und VOLKSWOHL BUND. In ihren Vorträgen informierten die AKS-Expertinnen und -Experten der Unternehmen über zeitgemäße Versicherungskonzepte und gaben Impulse für die Beratungspraxis. Ein neuer Trend wurde dabei in allen Vorträgen deutlich: Die Risiken für eine Berufsunfähigkeit (BU) durch Hobbys wie Quadfahren oder Mountainbiking steigen gegenwärtig stark an, sodass in naher Zukunft die Absicherung gegen diese Risiken wohl teurer werden wird als gegen schwere Erkrankungen, so die Schlussfolgerung seitens der Versicherer. Außerdem stand auch die Versicherbarkeit von psychischen Erkrankungen im Vordergrund der Vorträge, denn ihre Leistungshäufigkeit hat in den zurückliegenden Jahren stark zugenommen. Entfielen 1998 noch rund 6% der BU-Leistungsfälle auf psychische Erkrankungen, waren es 2021 bereits etwa ein Drittel. Nach Ausbruch der Corona-Pandemie gesellt sich mit Long Covid – mit den Erscheinungen „Ermattung“ oder „innere Unruhe“ – ein weiterer BU-Leistungsauslöser hinzu, der die Versicherer vor neue Herausforderungen stellt.

Franke und Bornberg präsentiert AKS-Index

Der Expertenvortrag von Michael Franke beleuchtete im Anschluss die aktuellen Entwicklungen in der AKS-Produktlandschaft. Während bei der BU oder auch der Erwerbsunfähigkeitsversicherung kaum Neuerungen bei den Produkten hinzukommen, ist die Entwicklung im Bereich der Grundfähigkeiten weiterhin außerordentlich dynamisch, analysierte der Experte. Daher beobachte das Analysehaus Franke und Bornberg bei den Grundfähigkeiten zum einen eine immer feinere Zerlegung von Leistungsauslösern – das sogenannte stripping down. Zum anderen fragmentieren die Grundfähigkeiten an sich in immer mehr Leistungsbausteine. Allein für die Grundfähigkeit „Hände gebrauchen“ existieren gleich mehr als zehn unterschiedliche Definitionen bei den Versicherern. „Somit bewegt sich die Produktentwicklung in einem kreativen Freiraum, der verschiedenste Leistungsauslöser und Bausteine hervorbringt“, schlussfolgert Franke. Für Vermittlerinnen und Vermittler stiegen dadurch die Herausforderungen, in der zunehmend unübersichtlichen Tariflandschaft die beste Auswahl für ihre Kunden und Kundinnen zu treffen. Abhilfe könne hier der AKS-Index schaffen, so Franke weiter. Dieser Index wurde anhand wissenschaftlicher Kriterien entwickelt und macht den Abdeckungsgrad möglicher Auslöser für den Verlust der Arbeitskraft in Abhängigkeit des Tätigkeitsstatus, der Produktqualität sowie des Tätigkeitsbezugs transparent. So können Vermittlerinnen und Vermittler unterschiedliche Konzepte hinsichtlich ihrer AKS-Eignung einfacher vergleichen.

Herausforderungen im Vertrieb von AKS-Produkten

Zum Abschluss des AKS-Symposiums lud der versierte Moderator der Veranstaltung, Christian Monke – Fachlicher Leiter Analyse bei Franke und Bornberg –, zur Podiumsdiskussion, die sich insbesondere den Herausforderungen im Vertrieb von AKS-Produkten widmete. Übereinstimmend kristallisierte sich in der munteren Diskussion heraus, dass es dem Thema AKS, vor allem aber auch der BU, in der Gesellschaft an Stellenwert fehle. Thomas Pollmer, Leiter Produktmanagement Leben im Continentale Versicherungsverbund, führt diese gering geschätzte Bedeutung auf die Erwartungshaltung zurück, dass das „soziale Kissen“ in Deutschland die Menschen im Verlustfall der Arbeitskraft schon auffangen werde. Außerdem sei eine BU nun mal recht teuer, führten wiederum andere Diskussionsteilnehmer an.

AKS-Symposium brachte Makler auf den neuesten Stand

Norbert Walter, Vorstandsbeauftragter der Barmenia Lebensversicherung, gab unterdessen an die Versicherer gerichtet zu bedenken, dass man den Kunden/die Kundin schon auch am „point of sale“ abholen müsse. Denn die jungen Menschen seien im Vergleich zu vor etwa 20 Jahren sehr viel aufgeklärter bei dem Thema Existenzsicherung. Daher sei es Aufgabe der Versicherer, die jungen Menschen bei ihren Bedürfnissen und Erfordernissen anzusprechen, um dieser Bevölkerungsgruppe die Relevanz von AKS zu verdeutlichen. Gleichzeitig erfordere die zunehmende Flexibilisierung und Pluralisierung von Lebens- und Berufsbiografien dynamische und lebensphasenbezogene Versicherungskonzepte, lautete abschließend die einhellige Meinung unter den Diskussionsteilnehmern und -teilnehmerinnen. (as)

Bild: © Muchnik

 

Berufsunfähigkeitsrating: 447 Tarife sind ausgezeichnet

MORGEN & MORGEN konstatiert im aktuellen Rating einen stabilen Markt was die Tarife zur Absicherung von Berufsunfähigkeit angeht. Die Analyse der Bedingungswerke zeige zudem, dass sich in Sachen Nachversicherung eine zunehmende Ausdifferenzierung in Gang gesetzt habe.

Die Ratingagentur MORGEN & MORGEN (M&M) hat wieder die Berufsunfähigkeitstarife (BU) unter die Lupe genommen und im Rahmen des M&M Rating Berufsunfähigkeit 571 Tarife und Tarifkombis bewertet. Aufgrund von Anpassungen im Teilrating BU-Beitragsstabilität bei den Komponenten „Bilanzen“ und „Solvency II“ gab es laut M&M in Einzelfällen neue Ergebnisse. 447 Tarife konnten mit der Höchstbewertung von fünf Sternen („ausgezeichnet“) versehen werden, dies sind 41 mehr als im letzten Ratingjahrgang. Eine Vier-Sterne-Bewertung („sehr gut“) erhielten 38 Tarife. Im Segment der mit drei Sternen „durchschnittlichen“ Tarife finden sich diesmal 62 Stück. Am unteren Ende der Skala finden sich 24 Tarife, die nur einen oder zwei Sterne ergattern konnten und daher laut M&M als „sehr schwach“ oder „schwach“ einzustufen sind. Zu den detaillierten Ratingergebnissen geht es hier.

Stabiler BU-Markt

Generell weisen die M&M-Analysten im Zusammenhang mit ihrem aktuellen Rating darauf hin, dass sich der BU-Markt weiterhin stabil zeige, da das Neugeschäft erneut gewachsen sei, wenn auch nur um 0,4%. Die eingenommenen Beiträge seien um 3,3% und damit um 0,2 Prozentpunkte weniger angestiegen als im Vorjahr. Aktuell befinden sich rund 271.000 BU-Renten mit einem Volumen von über 2,3 Mrd. Euro in der Auszahlung.

Teilzeitklausel setzt sich durch, Ausdifferenzierung bei der Nachversicherung

Bei der Analyse der Bedingungswerke fällt laut M&M auf, dass sich vor allem die Teilzeitklausel durchsetzt: Waren es im Jahr 2021 nur 14 Gesellschaften, so sind es heute 27 Versicherer, die das Thema in ihren Bedingungen verankern. Und in Sachen Nachversicherung findet den M&M-Analysten zufolge eine zunehmende Differenzierung hinsichtlich der Altersgrenzen, der maximalen Rentenhöhen und der Ereignisse statt, die zur Nachversicherung berechtigen.

AKS-Alternativen im Kommen

Bei ihrem Ausblick zeigt sich die Ratingagentur optimistisch, dass die BU auch weiterhin die „Königin der Absicherung“ bleibt. Und da ihre Zielgruppe weiterhin hauptsächlich die nicht körperlichen Berufe sein werden, seien Alternativen der Arbeitskraftabsicherung stark im Kommen, so etwa die Erwerbsunfähigkeits- oder die Grundfähigkeitsversicherung. (ad)

Bild: © Zerbor – stock.adobe.com

 

So beurteilen Makler die Zukunft der Arbeitskraftabsicherung

AssCompact hat in den vergangenen Wochen bereits die Maklerfavoriten nach Geschäftsanteilen sowie die Qualitätsführer im Bereich der Arbeitskraftabsicherung präsentiert. Doch wie bewerten die Befragten die Zukunft der AKS im Vermittlungsgeschäft? Und wie bekannt sind eigentlich elektronische Angebote zur BU-Risikoprüfung?

Das Geschäft mit der Vermittlung von Policen zur Absicherung der Arbeitskraft läuft nach Einschätzung der Befragten der aktuellen Studie „AssCompact AWARD – BU/Arbeitskraftabsicherung 2022“ gut. Gemessen an den Courtageeinnahmen gaben 42% der befragten Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer an, dass sich diese in den vergangenen zwölf Monaten teils deutlich verbessert hätten; in der Vorjahresstudie betrug dieser Wert noch lediglich 35%. Zugleich registrierten 2021 nur noch 15% eine merkliche Verschlechterung der Courtageeinnahmen. Hier waren es im Vorjahr noch 22% aller Befragten. Der Durchschnittswert der 2021 vermittelten Gesamtbeitragssumme liegt bei rund 242.000 Euro, wohingegen der Median lediglich zwischen 50.001 und 100.000 Euro liegt. Rund 37% der Befragten gaben dazu an, dass ihre vermittelte Beitragssumme bei bis zu 50.000 Euro lag, weitere 22% vermitteln bis 100.000 Euro. Bei immerhin knapp 10% liegt die Gesamtbeitragssumme über 1 Mio. Euro.

Beliebte Produktkonzepte und ihre Umsatztrends

Doch welche Produktkonzepte wurden überhaupt wie häufig vermittelt? Klarer Sieger ist das Konzept „selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung“, das fast 96% der unabhängigen Vermittler und Vermittlerinnen regelmäßig vermitteln – passend dazu sind die BU-Maklerfavoriten und Qualitätsführer hier zusammengefasst. Immerhin noch knapp 48% der Befragten vermitteln auch regelmäßig Policen zur Absicherung von Grundfähigkeiten, während dieser Wert bei Dread Disease etwa 28% beträgt (hier geht es zur AssCompact-Bildergalerie über die Favoriten bei Dread Disease). Von lediglich geringer Bedeutung sind entsprechend dem Makler-Votum MultiRisk-Policen im Bereich Unfall (10,6%) und im Bereich Leben (6,8%).

Bei den zu erwartenden Umsatztrends in den kommenden drei Jahren sieht die Rangliste schon anders aus. Als besonders zukunftsbedeutend gilt nach Einschätzung der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer die Grundfähigkeitsversicherung. Fast 73% prognostizieren in dieser Sparte teils deutlich verbesserte Umsätze in den nächsten Jahren – passend dazu sind die Maklerfavoriten nach Umsätzen und die Qualitätsführer hier nachzulesen. Bei Dread Disease sehen noch knapp 59% der Befragten verbesserte Umsatztrends in den kommenden Jahren. Und wie sieht es nun im wichtigen Geschäftsbereich der BU aus? Immerhin noch 55,5% der befragten Maklerinnen und Makler erwarten eine positive Dynamik bei den künftigen Umsätzen, wenngleich dieser Wert hinsichtlich der Vorjahresstudie deutlich zurückgegangen ist, als nämlich noch rund 64% dieser zuversichtlichen Ansicht waren.

Elektronische BU-Risikoprüfungsangebote recht unbekannt

Besonders kundenfreundlich und zudem auch nachhaltig wegen eines geringeren Papierverbrauchs sind elektronische BU-Risikoprüfungsangebote. Im Idealfall ermöglichen diese Online-Tools eine schnelle, vollständige und unkomplizierte Durchführung der Prüfung der Versicherbarkeit eines Kunden. Doch wie sieht es mit Kenntnis und Nutzung im Maklermarkt aus? Auf die Frage, von welchen Versicherern elektronische BU-Risikoprüfungsangebote bekannt sind, gab eine Mehrheit von fast 33% an, gar keine Kenntnis davon zu haben. Immerhin knapp 25% kennen die Angebote von Alte Leipziger und Nürnberger, noch 24% das elektronische Angebot der Allianz. Wenig überraschend ist es daher, dass fast 31% der Befragten solche Tools im Vermittlungsgeschäft nicht anwenden. Unter den Versicherern wird das elektronische Angebot der Nürnberger mit 23,6% am häufigsten angewandt, gefolgt von Alte Leipziger (18,5%) und Allianz (13,9%).

Schon deutlich bekannter sind die elektronischen Angebote seitens spezialisierter Dienstleister. Auch hier geben zwar 31% der Befragten an, keine Tools zu kennen. Doch immerhin rund 58% wissen vom Angebot der versdiagnose GmbH; weitere 33% gaben an, die Lösungen softfair und Levelnine des Softwareanbieters RIVA zu kennen. Gut die Hälfte der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer nutzt tatsächlich auch die elektronische Risikoprüfung bei versdiagnose. Mit RIVA beschäftigen sich immerhin noch etwa 27% der Befragten.

Stellenwert von Ratings

Externe Ratinganbieter gewähren im Vermittlungsgeschäft einen guten Marktüberblick über zahlreiche Sparten, so auch bei Produkten der Arbeitskraftsicherung. Doch welche davon präferieren unabhängige Vermittler und Vermittlerinnen überhaupt? Unter den Befragten sind Produktratings am beliebtesten. Auf diese Ratings, beispielsweise von MORGEN & MORGEN, Franke und Bornberg oder auch vom Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) greifen rund 75% der Befragten zur Orientierung und Analyse des Produktmarktes zurück. Mit rund 60% werden dagegen Finanzstärkeratings – beispielsweise von Fitch, Standard & Poor‘s oder Assekurata – schon deutlich geringer für eine Produktbewertung herangezogen. 49% der Befragten wählen auch gerne den Blick auf Serviceratings beispielsweise von AssCompact, vom Deutschen Institut für Service-Qualität (DISQ) oder von ServiceValue. (as)

Über die Studie

Die Online-Befragung zur Studie „AssCompact AWARD – BU/Arbeitskraftabsicherung 2022“ wurde vom 15.03.2022 bis 25.03.2022 durchgeführt. Nach einer Qualitätsprüfung flossen die Stimmen von 453 Vermittlerinnen und Vermittlern aus der Finanz- und Versicherungsbranche in die Stichprobe ein, die ein sehr gutes Abbild der Assekuranz- und Finanzvermittlerinnen und -vermittler hinsichtlich der Alters- und Geschlechtsstruktur darstellt.

Sie können diese Studie hier kostenpflichtig bestellen.

Bild: © kentauros – stock.adobe.com

 

Arbeitskraftabsicherung: Auf der Suche nach der passenden Lösung!?

Berufsunfähigkeit ist eines der größten individuellen Risiken für Erwerbstätige. Vor den finanziellen Folgen schützt eine leistungs­fähige BU-Versicherung. Doch sollte diese Absicherungsform aus Gründen nicht passen, darf nicht das Prinzip „alles oder nichts“ greifen.

Ein Beitrag von Michael Franke, Geschäftsführender Gesellschafter der Franke und Bornberg GmbH

Einer optimalen Absicherung der Arbeitskraft geht eine bedarfsgerechte Beratung voraus. Und zwar eine, die nicht gleich von Beginn an auf nur ein Produkt ausgerichtet ist, sondern verschiedene Lösungswege zur Bedarfsdeckung berücksichtigt. Das hat zwei große Vorteile: Zum einen werden bei Kunden keine Erwartungen geweckt, die nicht selten den „BU-Killern“ – zu alt, zu krank, zu teuer – zum Opfer fallen, und zum anderen muss die tatsächlich bestmögliche Empfehlung nicht als Alternative der zweiten oder dritten Wahl „verkauft“ werden.

Wenn es um die Lösungen neben der Berufs­unfähigkeitsversicherung (BU) geht, dann ist seit jeher der Auftrag von Franke und Bornberg, Licht ins Dunkel zu bringen und Transparenz für Vermittelnde sowie Kundinnen und Kunden zu schaffen.

Grundfähigkeitsversicherung – Die Relevanz der Fähigkeiten

Die Grundfähigkeitsversicherung (GF) gilt zwar als einfach verständliche und preisgünstige Alternative. Und in Zeiten, in denen der Absatz von Berufsunfähigkeitsversicherungen stagniert, ruhen die Hoffnungen der Versicherer verständlicherweise auch auf der GF. Aber die Grundfähigkeitsversicherung ist keine BU-light!

Anstelle der Arbeitskraft versichert sie körperliche und manchmal auch geistige Fähigkeiten. Dieser Ansatz ermöglicht es dem Vermittelnden in einem anschaulichem Beratungsgespräch, die versicherten Fähigkeiten in Bezug zur beruflichen Tätigkeit zu setzen. Dadurch wird die persönliche Relevanz und die Bedeutung der Absicherung erhöht.

Die Analysten von Franke und Bornberg beobachten bei der Grundfähigkeitsversicherung zwar, dass die bedingungsseitige Transparenz immer besser wird, aber ein einheitliches Produktkonzept sich aktuell noch nicht etabliert hat. Es fehlen – anders als bei der BU – gesetz­liche Vorgaben und Musterbedingungen. Somit bewegt sich die Produktentwicklung in einem kreativen Freiraum, der verschiedenste Leistungsauslöser und Bausteine hervorbringt.

Für Kundinnen und Kunden kann dies vorteilhaft sein, da so eine individuelle Absicherung möglich ist. Für die Vermittelnden ist parallel die Herausforderung gestiegen, in der komplexeren Tarif- und Bausteinlandschaft die beste Auswahl in der Produktgestaltung zu treffen – denn nicht jeder Baustein bietet einen wirklichen Mehrwert. Und einige dieser zwar modular praktischen Baustein-Highlights bringen unterm Strich die zur Empfehlung ermittelte Produktkonfiguration preislich sogar in den Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung. Daher lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf die weiteren Absicherungsformen.

Weitere Details zur Grundfähigkeitsversicherung und das Ergebnis des Franke und Bornberg Ratings zu Grundfähigkeitstarifen finden sich unter www.franke-bornberg.de

Erwerbsunfähigkeitsversicherung – Die Lösung für „teurere“ Berufsgruppen

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU) steht zwischen der BU- und der Grundfähigkeitsversicherung. Dafür gibt es gute Gründe. Beispielsweise deckt die EU das Risiko Psyche vergleichbar gut wie die BU. Auch der Bezug zum Erwerb ist unmittelbar gegeben – nur gegenüber der BU in abgeschwächter Form.

 

Arbeitskraftabsicherung: Auf der Suche nach der passenden Lösung!?

 

Und insbesondere „teuren“ Berufsgruppen wie Altenpfleger/in, Kfz-Mechaniker/in, Schreiner/in, Metzger/in, Schornsteinfeger/in oder Physiotherapeut/in kann sie den Weg zu bezahlbarem Versicherungsschutz ebnen. Leider findet die EU in der Beratung fast gar nicht statt. So wurden die Vorbehalte gegen die EU jahrelang von den Gesellschaften selbst forciert, in dem gesagt wurde, dass die EU keine wirkliche Alternative zur BU ist. Ein haus­gemachtes Problem also.

Berufsunfähigkeitsversicherung – BU-Schutz, ein Luxusgut?!

Die Analysten von Franke und Bornberg stellen aktuell keine bahnbrechenden Inno­vationen im BU-Markt mehr fest. Trends der letzten Jahre verstetigen sich. Die Teilzeitklausel ist mittlerweile etabliert. Der Verzicht auf Umorganisation bei Kleinbetrieben und Akademikern wird kundenfreundlicher geregelt. Die Nachversicherungsgarantie umfasst mehr Leistungsauslöser und Berufseinsteiger können ihre versicherte BU-Rente deutlicher erhöhen als in der Vergangenheit.

Wenn sich bereits gute Leistungen nicht mehr wesentlich verbessern, rücken andere Faktoren in den Fokus. Beim Blick auf den Preis fällt auf, dass die Versicherer weiter an der Stellschraube zur Differenzierung in den Berufsgruppen drehen. Das sorgt dafür, dass die Schere zwischen günstigen Angeboten für Akademiker und Führungskräfte im Vergleich mit körperlich Tätigen weiter auseinander geht

Doch wer seine Arbeitskraft absichern will, darf nicht nur den Preis im Blick haben. Entscheidend sollte auch die Leistungspraxis des Versicherers sein. Denn am Ende zählt, dass der Versicherer im Leistungsfall auch zahlt. Daher sollte in der Beratung auf Versicherer mit zerti­fizierter Leistungsprüfung geachtet werden.

Arbeitskraftabsicherung – Transparente Produktempfehlung abgeben

Aber wo liegen die Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Lösungen zur Absicherung der Arbeitskraft? Wie behält man den Überblick und wie kann ein Leistungs-/Preisvergleich zwischen den Produktlinien erfolgen? Franke und Bornberg stellt wichtige Aspekte von BU-, EU- und GF-Versicherungen gegenüber. Für den Vergleich zieht Franke und Bornberg den AKS-Index heran. Dieser wurde anhand wissenschaftlicher Kriterien entwickelt und macht den Ab­deckungsgrad möglicher Auslöser für den Verlust der Arbeitskraft transparent. Auf diese Weise werden unterschiedliche Konzepte hinsichtlich ihrer AKS-Eignung vergleichbar.

Fragestellungen, die in den AKS-Index einfließen:

  • Was sind die wichtigsten Leistungsauslöser / Krankheiten (die zum Verlust der Arbeitskraft führen)?
  • Welche dieser Krankheiten sind über das Produkt gedeckt ?
  • In welcher Häufigkeit treten diese Krankheiten auf?
  • Wie gut / umfassend sind diese Krankheiten abgedeckt?
  • Gibt es Besonderheiten zu beachten, wie zum Beispiel Kündigungsmöglichkeiten durch den Versicherer?
  • Besteht ein Bezug zum Beruf / zur Tätigkeit?
  • Wie sieht es aus mit Verweisung, Prognosestellung, Nachprüfung, Anzeigepflichten etc.?

Der AKS-Index ist integraler Bestandteil von fb>xpert Arbeitskraftabsicherung. In Verbindung mit der Online-Risikoprüfung der Plattform vers.diagnose wird parallel für mehrere Versicherer ermittelt, ob und zu welchen Konditionen Kunden versichert werden können.

 

Arbeitskraftabsicherung: Auf der Suche nach der passenden Lösung!?

 

Fazit

Für eine optimale Absicherung der Arbeitskraft braucht es mehr als eine BU-Versicherung. Die selbstständige Erwerbsunfähigkeitsversicherung (SEU) liefert, zusammen mit der Grund­fähigkeitsversicherung, wertvolle Alternativen.

Mehr zum Thema Arbeitskraftabsicherung beim AKS-Symposium

Um passende Lösungen zur Arbeitskraftabsicherung geht es beim AKS-Symposium am 24. Mai in München und 25. Mai in Wiesbaden. Das Weiterbildungsevent wird gemeinsam von AssCompact Wissen und Franke und Bornberg veranstaltet und wartet mit einem breit gefächerten Programm auf. Weitere Informationen zur Veranstaltung unter: asscompact.de/aks-symposium.

Bild: © mustapha – stock.adobe.com

 
Ein Artikel von

Fachwissen tanken beim AKS-Symposium

Mit Präsenzveranstaltungen in München und Wiesbaden geht AssCompact Wissen mit dem AKS-Symposium in eine neue Runde. Vermittler können sich beim Weiterbildungsevent über neue Lösungen zur Arbeitskraftabsicherung informieren und sich mit Branchenkollegen und Produktanbietern austauschen.

Gerade im Bereich der Arbeitskraftabsicherung ist eine fachkundige und umfassende Beratung wichtig, damit Kunden passgenauen Versicherungsschutz erhalten. Das Beratungsfeld ist komplex und erfordert ein hohes Maß an Fachwissen aufseiten des Vermittlers. Neben einer guten Beratung ist auch die Auswahl der passenden Produkte entscheidend, um den Kunden optimal abzusichern. Angesichts der verschiedenen Absicherungsmöglichkeiten und der Vielfalt an Tarifen gilt es für Makler mehr denn je, über neue Entwicklungen auf dem Laufenden zu sein. Eine gute Gelegenheit, um sich über aktuelle Lösungen zu informieren, bietet das AKS-­Symposium im Rahmen der AssCompact Wissen Veranstaltungen.

Die Veranstalter: AssCompact Wissen und Franke und Bornberg

Das AKS-Symposium wird gemeinsam von AssCompact Wissen und dem renommierten Analysehaus Franke und Bornberg veranstaltet. Seit 1994 beleuchtet Franke und Bornberg Versicherungsprodukte und Versicherer unabhängig und verbraucherorientiert. Regelmäßig nehmen die Analysten beispielsweise im BU-Unternehmensrating unter die Lupe, wie professionell BU-Versicherer das BU-Risiko absichern und wie kundenorientiert sie dabei vorgehen.

Persönlicher Austausch vor Ort

Am 24. Mai in München oder am 25. Mai in Wiesbaden können sich Vermittler rund um das Thema AKS weiterbilden und mit Branchenkollegen und Produktanbietern ins Gespräch kommen. „Das AKS-Symposium führen wir ganz bewusst als reine Präsenzveranstaltung durch, da für uns der persönliche Austausch im Vordergrund steht und wir die Vernetzung der Branche damit stärken wollen“, erläutert Jochen Leiber, Vertriebsleiter und Prokurist des AssCompact Herausgebers bbg Betriebsberatungs GmbH.

Mitwirkende Gesellschaften

Das AKS-Symposium wartet mit einem breit gefächerten Programm auf. Auch in diesem Jahr wirken namhafte Gesellschaften mit: Barmenia, Basler, Canada Life, Continentale, Dialog, Nürnberger, SIGNAL IDUNA, Swiss Life und VOLKSWOHL BUND. In ihren Vorträgen informieren die AKS-Experten der Unternehmen über zeitgemäße Versicherungskonzepte und geben Impulse für die Beratungspraxis.

Neues Vortragsformat Pecha Kucha

Dabei geht das AKS-Symposium in diesem Jahr neue Wege und setzt auf Pecha Kucha. Dieses besondere Vortragsformat verspricht dynamische Präsentationen. „Persönlich, dynamisch und voller Energie: Das Vortragsformat Pecha Kucha bringt neuen Schwung in die Beiträge der teilnehmenden Versicherer – 20 Folien à 20 Sekunden bringen die Botschaft rund um das Thema Arbeitskraftabsicherung auf den Punkt“, unterstreicht Michael Franke, Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH.

Weiterbildungszeit sammeln

Vermittler können auf dem AKS-Symposium mehr als vier Stunden Weiterbildungszeit nach IDD sammeln: Im Anschluss besteht die Möglichkeit, die erworbene Weiterbildungszeit an die Initiative „gut beraten“ zu übermitteln.

Die Teilnahmegebühr beträgt 95 Euro (inkl. MwSt.).

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter: asscompact.de/aks-symposium

Direkt zur Anmeldung geht es hier.

 

Das sind die Maklerfavoriten in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Welche Versicherer machen laut Makler-Votum das meiste BU-Geschäft? Und mit welchem Versicherer sind sie sehr zufrieden? Das geht aus der neuen Studie „AssCompact AWARD – BU/Arbeitskraftabsicherung 2022“ hervor. Außerdem verraten die Befragten, welche Versicherer sie Kollegen empfehlen würden.

Das Corona-Virus hat das Bewusstsein der Menschen für die Bedeutung von Gesundheit und Arbeitskraft geschärft. Der gestiegene Stellenwert wirkt sich auch im Vermittlungsgeschäft aus. Gemessen an den Courtageeinnahmen in den Maklerbetrieben hat sich nämlich die dortige Situation im Jahr 2022 deutlich verbessert. Zudem gewinnt die Absicherung der Arbeitskraft angesichts steigender Erwerbstätigkeit – zum Jahresende 2021 gab es rund 45 Millionen Erwerbstätige mit Wohnsitz in Deutschland – zunehmend an Gewicht.

BU-Stabilitätsrating

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) nimmt bei der Arbeitskraftabsicherung (AKS) zweifelsohne eine wichtige gesellschaftliche Rolle ein. Nicht zuletzt deshalb ist neben der Qualität der angebotenen Produkte auch deren langfristige Stabilität ein sehr wichtiges Kriterium. Im aktuellen BU-Stabilitätsrating von map report, attestieren die Analysten den untersuchten BU-Versicherern zwar eine hohe Qualität und finanzielle Stabilität, allerdings auch eine recht aggressive Preiskalkulation und kaum steigende Prämien (AssCompact berichtete).

Makler sind im Vorteil

Die Beratung in der Arbeitskraftabsicherung (AKS) und insbesondere in der BU gilt als anspruchsvoll und zeitaufwendig zugleich. Die Beratung ist individuell und schwierig zu automatisieren, was eine Verdrängung von Neugeschäft durch Vergleichsportale stark einschränkt. Die Kundinnen und Kunden schätzen es, wenn ihnen bei der Auswahl von derart kostspieligen und komplexen Policen eine kompetente Vermittlerin bzw. ein kompetenter Vermittler zur Seite steht. Dieser wiederum braucht Produktgeber mit passenden Produkten und Services. Daher untersucht AssCompact regelmäßig, welche Versicherer das meiste Geschäft vonseiten ungebundener Vermittler und Vermittlerinnen und Mehrfachagentinnen und -agenten erhalten – die sogenannten Maklerfavoriten – und mit welchem Versicherer die Befragten besonders zufrieden sind – die sogenannten Qualitätsführer.

Bereich Arbeitskraftabsicherung

Doch die BU ist nicht die einzige Möglichkeit der AKS. Aus diesem Grund setzt sich AssCompact in der jährlich durchgeführten AWARD-Studie zum Thema AKS neben der BU auch mit Dread Disease/MultiRisk-Versicherungen sowie der Absicherung von Grundfähigkeiten auseinander. Dazu aber in den nächsten Tagen mehr. Zunächst soll es um die wichtigste Form der Arbeitskraftabsicherung gehen: die BU.

Das sind die BU-Maklerfavoriten

Zuerst zu den harten Zahlen: Da macht der Alte Leipziger wie im Vorjahr niemand den 1. Rang streitig. An sie vermitteln die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer mit deutlichem Vorsprung das meiste BU-Geschäft. Auf Platz 2 rangiert die Nürnberger, auf Platz 3 die Swiss Life und auf dem 4. Rang der VOLKSWOHL BUND – alle im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Das sind die Maklerfavoriten in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Im Vergleich zum Vorjahr etwas verbessert hat sich die Allianz, die von Platz 6 auf Platz 5 klettert. Die LV 1871 fällt dafür um einen Rang auf den 6. Platz zurück. Der HDI konnte sich gleich um zwei Plätze auf Rang 9 vorarbeiten, während die Basler um zwei Plätze auf Rang 10 zurückfällt. Die Platzierungen sind auch der nebenstehenden Tabelle zu entnehmen.

Das sind die BU-Qualitätsführer

Doch hohe Geschäftsanteile allein lassen noch keine Rückschlüsse auf die Servicequalität der einzelnen Versicherer im Vermittlungsgeschäft zu. Die Gesamtzufriedenheit ergibt sich aus einem Zusammenspiel von insgesamt 14 Leistungskriterien.

Die höchste gewichtete Gesamtzufriedenheit erlangte in der BU die Alte Leipziger. Der Versicherer überzeugt gleich mit einer ganzen Reihe hervorragender Qualitätsmerkmale. Besonders gut schneidet die Alte Leipziger bei der Produktqualität, dem Image und der finanziellen Stabilität ab.

Die zweithöchste gewichtete Gesamtzufriedenheit erlangte die Nürnberger. Der Versicherer punktete insbesondere bei der Produktqualität, seinem Image und den Angebotsunterlagen.

Auf dem 3. Platz rangieren punktgleich die Stuttgarter und Swiss Life. Bei der Stuttgarter goutierten die Befragten das Preis-Leistungs-Verhältnis und die zentrale Vertriebsunterstützung. Swiss Life überzeugt dagegen mit ihrer Produktqualität und der finanziellen Stabilität.

Bei den Maklerfavoriten noch auf Platz 4, rutscht der VOLKSWOHL BUND bei der Bewertung der Servicequalität auf Rang 5 – punktgleich mit Canada Life und uniVersa – ab. Laut Makler-Votum hapert es vor allem an der Abwicklung im Leistungsfall. Auch die Allianz fällt im Vergleich mit der Platzierung bei den Maklerfavoriten zurück. Angebotsrechner und Courtageausgestaltung der Allianz überzeugen die Maklerinnen und Makler weniger.

Empfehlungsbereitschaft der Kollegen

Der Vollständigkeit halber sei noch der sogenannte Net-Promoter-Score (NPS) erwähnt, der ebenfalls im Rahmen der AWARD-Studie erhoben wurde. Dieser Wert beschreibt, wie viele der befragten Maklerinnen und Makler sowie Mehrfachagentinnen und -agenten einem befreundeten Kollegen die Zusammenarbeit mit einem Versicherer ans Herz legen würden. Auch hier schneidet die Alte Leipziger am besten ab. Rund drei Viertel aller Befragten, die die Alte Leipziger bewertet haben, würden einem befreundeten Kollegen eine Zusammenarbeit mit dem Versicherer aus Oberursel im Taunus empfehlen. Dahinter folgen Swiss Life und Nürnberger. (as)

Weiterführende Informationen

Wer die unabhängigen Vermittlerinnen und Vermittler in den Absicherungsformen Grundfähigkeiten und Dread Disease/MultiRisk überzeugen konnte, ist in den kommenden Tagen auf asscompact.de zu lesen. Außerdem wird auf asscompact.de der Frage nachgegangen, wie die Maklerinnen und Makler die Zukunft der BU-Vermittlung einschätzen.

Über die Studie

Die Online-Befragung zur Studie „AssCompact AWARD – BU/Arbeitskraftabsicherung 2022“ wurde vom 15.03.2022 bis 25.03.2022 durchgeführt. Nach einer Qualitätsprüfung flossen die Stimmen von 453 Vermittlerinnen und Vermittlern aus der Finanz- und Versicherungsbranche in die Stichprobe ein, die ein sehr gutes Abbild der Assekuranz- und Finanzvermittlerinnen und -vermittler hinsichtlich der Alters- und Geschlechtsstruktur darstellt.

Die Studie kann hier kostenpflichtig erworben werden.

Bild: © LAONG – stock.adobe.com

 

AssCompact AWARD – BU/Arbeitskraftabsicherung 2022

Wer sind die Maklerfavoriten bei BU/Arbeitskraftabsicherung? Wie steht es um die Zukunft einer BU-Vermittlung? Und: Welche Versicherer erhalten die höchsten Zufriedenheitswerte? Die neue Studie „AssCompact AWARD – BU/Arbeitskraftabsicherung 2022“ verrät es.

Die Studie präsentiert die Ergebnisse, an welche Versicherer unabhängige Vermittlerinnen und Vermittler sowie Mehrfachagentinnen und -agenten das meiste Geschäft vermitteln, aber auch, wie es um die Zufriedenheit Befragten mit den Produktanbietern bestellt ist. Außerdem widmet sich die Studie der Frage nach der Zukunft der BU-Vermittlung.

Ansprechpartner

Studienbestellung

Sophia Tannreuther, tannreuther@bbg-gruppe.de, 0921 75758–23

Dr. Mario Kaiser, kaiser@bbg-gruppe.de, 0921 75758–33

Inhalt und Konzeption

Dr. Christian Durchholz, durchholz@bbg-gruppe.de, 0921 75758–35

Bild: © Coloures-Pic – stock.adobe.com

 
Kontaktieren Sie
Sophia Tannreuther
Dr. Mario Kaiser
Dr. Christian Durchholz

Erwerbsunfähigkeit: Diese Versicherer übertreffen die Marktstandards

Nachdem die Tarife der Erwerbsunfähigkeitsversicherung bereits im April von MORGEN & MORGEN unter die Lupe genommen worden sind, hat nun infinma seine Marktstandards für diese Sparte auf den neuesten Stand gebracht. Nicht zuletzt der Anbieterrückgang hat zu Veränderungen der analysierten Qualitätskriterien geführt.

Anfang April hat das Analysehaus MORGEN & MORGEN den relativ überschaubaren Markt der Erwerbsunfähigkeitsversicherungen (EU) im Rahmen eines aktuellen Ratings genauer unter die Lupe genommen und den Tarifen eine gute Bedingungsqualität bescheinigt (AssCompact berichtete). Nun hat die Institut für Finanz-Markt-Analyse GmbH (infinma) ihre diesbezüglichen Marktstandards für das Jahr 2022 aktualisiert und im Rahmen der Untersuchung „Marktstandards in der EU – Stand 04/2022“ 43 Tarife von 16 Gesellschaften anhand von insgesamt 17 Qualitätskriterien verglichen. Berücksichtigt wurden Produkte, die in Deutschland und Österreich angeboten werden.

Branchendurchschnittswerte werden ermittelt

Bei den infinma-Marktstandards handelt es sich im Vergleich zu anderen Bewertungsverfahren nicht um ein Rating. Die Analyse basiert auf der Erhebung aller zu einem Qualitätskriterium am Markt tatsächlich vorhandenen konkreten Ausprägungen in den Bedingungswerken. Diejenige Ausprägung, die von den Anbietern in ihren Produkten am häufigsten verwendet wird, definiert den jeweiligen Marktstandard im Sinne eines Branchendurchschnittswertes. An die Versicherer und Tarife, die in allen getesteten Kriterien diesen Marktstandard aus Kundensicht mindestens erfüllen oder sogar übertreffen, verleiht infinma dann entsprechende Zertifikate.

21 Tarife von neun Gesellschaften erhalten Auszeichnung

Aktuell erhalten insgesamt 21 Tarife von neun Gesellschaften – Continentale mit sechs Tarifen, Dialog mit vier Tarifen, VOLKSWOHL BUND mit drei Tarifen, MetallRente und Zurich mit jeweils zwei Tarifen sowie Credit Life, EUROPA, Generali und Hannoversche mit jeweils einem Tarif – eine solche Auszeichnung.

Damit haben sich sowohl die Zahl der zertifizierten Tarife als auch diejenige der Anbieter gegenüber dem Vorjahr verringert. Da die Grundfähigkeitsversicherung immer beliebter werde und sich zunehmend verbreite, erhöhe sich nun auch aus dieser Richtung der Qualitätsdruck auf die Erwerbsunfähigkeitsversicherung, kommentiert infinma-Geschäftsführer Marc Glissmann.

Anpassung des Qualitätskriterienkatalogs

Vor diesem Hintergrund haben sich die infinma-Analysten dafür entschieden, im insgesamt 17 Qualitätskriterien umfassenden Katalog zwei Stück auszutauschen: Die Meldepflicht bei Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit sowie der Leistungszeitpunkt sind in den aktuellen Markstandards nicht mehr vorhanden. Neu in den Kriterienkatalog aufgenommen wurden dafür die Verlängerungsoption und die Leistung einer gesetzlichen Erwerbsminderungsrente als Leistungsauslöser in der EU.

Verlängerungsoption und gesetzliche Erwerbsminderungsrente als EU-Auslöser noch nicht weit verbreitet

Bezüglich des neu aufgenommenen Kriteriums der Verlängerungsoption geben die Analysten Folgendes zu bedenken: In den meisten Fällen kann der EU-Vertrag bis zu einem Endalter von 67 Jahren vereinbart werden, das sich an der Regelaltersrente der gesetzlichen Rentenversicherung orientiert. Da diese Grenze in den letzten Jahren von ursprünglich 65 Jahren auf 67 Jahre angehoben wurde und die Menschen immer älter würden, wäre es nicht verwunderlich, wenn die nächste Erhöhung des Rentenalters bald stattfinde. Aufgrund dieser Annahme böten mittlerweile einige Versicherer ihren Kunden eine Option, dass sie ihren Vertag im Rahmen der Erhöhung der Rentenversicherung anpassen können. So soll verhindert werden, dass zum Ende des Berufslebens eine Lücke im Versicherungsschutz entsteht. Marktstandard ist die Verlängerungsoption laut infinma allerdings noch nicht: Nur zehn von 43 untersuchten Versicherern bieten sie derzeit an.

Zum neu aufgenommenen Kriterium der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente als EU-Auslöser stellen die Analysten im Rahmen der „Marktstandards in der EU – Stand 04/2022“ fest, dass erst vier Versicherer die Erwerbsunfähigkeit auch als gegeben betrachten, wenn ein Träger der gesetzlichen Rentenversicherung oder ein berufsständisches Versorgungswerk in der Bundesrepublik Deutschland, dem die versicherte Person als Pflichtmitglied angehört, eine unbefristete volle Erwerbsminderungsrente aus medizinischen Gründen gewährt. Fünf Versicherer gewähren diese Anerkennung zeitlich eingeschränkt, also beispielsweise ab einem bestimmten Alter oder innerhalb einer entsprechenden Restlaufzeit. Für 34 untersuchte Versicherer ist die gesetzliche Erwerbsminderung bisher noch keine EU-Ursache. Daher gilt auch dieses neu aufgenommene Qualitätskriterium derzeit nicht als Marktstandard.

„Auf der einen Seite ist es verständlich, wenn Versicherer sich bei der Definition des Leistungsfalls nur ungern an gesetzliche Regelungen anlehnen, die sie selber nicht beeinflussen können. Auf der anderen Seite ist es für Vermittler und Kunden unverständlich, wenn die ohnehin sehr hohen Hürden der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente nicht für einen positiven Leistungsentscheid des privaten Versicherers ausreichen sollen“, sieht infinma-Geschäftsführer Dr. Jörg Schulz noch Verbesserungspotenzial bei zahlreichen Anbietern. (ad)

Weitere Informationen zu den Marktstandards in der EU gibt es hier.

Bild: © Coloures-Pic – stock.adobe.com

 

Münchener Verein erweitert Leistungen in Handwerker-BU

Die Deutsche Handwerker BerufsunfähigkeitsVersicherung des Münchener Verein, die in den Produktvarianten „Premium“ und „Aktiv“ erhältlich ist, hat an wichtigen Stellschrauben Verbesserungen erfahren. So gibt es nun eine Wechsel-Option und mehr Unterstützung im Leistungsfall.

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe hat ihre Deutsche Handwerker BerufsunfähigkeitsVersicherung an wichtigen Stellschrauben weiter verbessert. Das Produkt wird weiterhin in den zwei Produktvarianten „Premium“ und „Aktiv“ angeboten. Neu ist aber insbesondere die Wechsel-Option. Kunden, die mit der Aktiv-Variante einsteigen, können in den ersten drei Jahren ohne erneute Gesundheitsprüfung bis zum Alter von 40 Jahren auf den Premiumschutz wechseln. Die Beitrags- und Versicherungsdauer sowie die Rentenhöhe bleiben dabei gleich.

Verbesserte Versicherungsbedingungen

Unverändert bestehen bleiben auch der 10%-ige Existenzgründerrabatt in den ersten drei Jahren und die Einmalleistung bei Arbeitsunfall. Die Versicherungsbedingungen wurden aber in wesentlichen Punkten verbessert. Wenn ein Kunde berufsunfähig wird und die Berufsunfähigkeitsrente erhält, muss er nicht melden, wenn es ihm wieder besser geht. Die Prüfung ist alleinige Aufgabe des Münchener Verein. Auch die Bedingung bei Pflegebedürftigkeit hat sich verbessert: Die versicherte pflegebedürftige Person gilt bereits bei einem von drei Kriterien als berufsunfähig.

Leistungsentscheidung innerhalb von acht Arbeitstagen

Zudem gibt es im Leistungsfall mehr Unterstützung: Liegen alle erforderlichen Unterlagen vor, fällt die Leistungsentscheidung innerhalb von acht Arbeitstagen. Alle Versicherten mit Premiumschutz erhalten außerdem ein zusätzliches Angebot zur Rehabilitation und Reintegration. Ein medizinisch-berufskundlicher Beratungs- und Reintegrationsdienst berät als Kooperationspartner Versicherte und ihre Familien im Leistungsfall und begleitet sie auf Wunsch während des gesamten Reha-Prozesses.

Erhöhung der BU-Rente bei besonderen Anlässen

Des Weiteren kann die BU-Rente bei bestimmten Anlässen wie Heirat oder Geburt ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöht werden. Das ist jetzt bis zu zwölf Monate nach Eintritt des Ereignisses möglich. Bei einer Beitragspause besteht vollständiger Versicherungsschutz, Stundungszinsen fallen weg. (ad)

Bild: © Gerhard Seybert – stock.adobe.com

 

BIOMEXKON mit Neuauflage 2022

2022 findet wieder der Biometrie-Expertenkongress BIOMEXKON in Frankfurt am Main statt. Im AssCompact-Interview erläutert Anwalt Björn Thorben M. Jöhnke Konzept, Themen und Programm der Veranstaltung.

Interview mit Björn Thorben M. Jöhnke, Fachanwalt für Versicherungsrecht und Partner der Kanzlei Jöhnke & Reichow Rechtsanwälte
 
Was ist die BIOMEXKON?

Die BIOMEXKON ist ein Fachkongress, der seit 2018 alle zwei Jahre stattfindet. Die Besonderheit liegt darin, dass dieser Biometrie-Kongress sich an ein ausgewähltes Fachpublikum richtet und von Experten veranstaltet und begleitet wird, die im Rahmen von Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen zusammen mit namhaften Biometrie-Versicherern den Vermittlern an zwei Tagen zur Verfügung stehen.

Welche Themen stehen bei der BIOMEXKON im Mittelpunkt?

Grundsätzlich steht das Thema „Arbeitskraftabsicherung“ im Mittelpunkt. Doch es gibt noch viele andere Themen, die man bei Fragen zur Arbeitskraftabsicherung mit einbeziehen muss. Dazu gehören zum Beispiel Vertriebsansätze für den modernen Biometrie-Vertrieb, Best-Practice-Einblicke in erfolgreiche Vertriebskonzepte zur Biometrie, Einblicke in aktuelle Leistungsfälle, Rechtsprechung zur Biometrie und Beraterhaftung sowie Marktüberblicke: Wo stehen wir gerade in der Arbeitskraftabsicherung? Was gibt es für Optionen und Alternativen?

Für welche Zielgruppen ist die Veranstaltung interessant?

Die Veranstaltung richtet sich sowohl an interessierte und versierte Versicherungsvermittler, die ihren Beratungsschwerpunkt zumindest auch im Bereich der Arbeitskraftabsicherung haben und/oder haben wollen, als auch an Vermittler, die sich in diesem Bereich fortbilden wollen.

Welches Programm erwartet die Besucherinnen und Besucher vor Ort?

Die Teilnehmer erwarten spannende Workshops in Kleingruppen, Podiumsdiskussionen zwischen den Entscheidern der Versicherer und den Biometrie-Experten, ein interaktiver Austausch mit den Experten und Entscheidern führender Biometrie-Versicherer und Marktprofis – das Ganze über zwei Tage. Darüber hinaus stehen die Biometrie-Experten den Teilnehmern auch parallel zum Kongress-Programm für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Welche Chancen bietet eine Teilnahme für Vermittlerinnen und Vermittler?

Die Teilnehmer werden von den Biometrie-Experten an den zwei Kongress-Tagen durch spannende Themen geführt. Es werden beispielsweise praxistaugliche Fragen besprochen: Wie treffe ich die richtige Produktauswahl als Vermittler? Wie vermarkte ich meine Dienstleistung online? Wie kann ich zu einer Biometrie-Absicherung verständlich und haftungssicher beraten? Welche Herausforderungen ergeben sich im Leistungsfall? Was müsste sich ändern, um mehr Menschen gegen biometrische Risiken abzusichern (speziell: Arbeitskraftabsicherung)? Welche Haftungsfragen ergeben sich bei der Vermittlung von Biometrie-Produkten für den Vermittler? All diese Themen sollen den Vermittlern in der Vertriebspraxis helfen, die richtigen Produkte für den entsprechenden Kunden zu finden und dabei möglichst haftungssicher zu beraten.

Wie bereichert die auf Versicherungsrecht spezialisierte Kanzlei Jöhnke & Reichow die Veranstaltung?

Wir übernehmen bei den Biometrie-Kongressen mit unseren Fachanwälten für Versicherungsrecht den Themenbereich der „Aktuellen Rechtsprechung“ und beleuchten dabei wichtige gerichtliche Entscheidungen sowohl zur Biometrie als auch in Bezug auf die Haftung des Versicherungsvermittlers. Unser Ziel ist es dabei, aktuelle Entscheidungen für die Vermittlerschaft verständlich aufzubereiten, damit diese aus Fehlern anderer Vermittler lernen und „rechtlich gestärkt“ in die Biometrie-Beratung gehen kann.

Wie können sich interessierte Vermittler anmelden?

Über die Website https://biomexkon.de/ besteht eine Anmeldemöglichkeit. Die Teilnehmerplätze sind jedoch limitiert, sodass man sich zeitnah anmelden sollte.

Bild: © jd-photodesign – stock.adobe.com

 
Ein Interview mit
Björn Thorben M. Jöhnke