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0622

Fort- & Weiterbildung

„ESG-Profiler“ steht ab sofort zur Verfügung

Das Tool zur normkonformen Abfrage von Nachhaltigkeitspräferenzen im Vermittlungsgeschäft namens „ESG-Profiler“ steht ab sofort zur Nutzung zur Verfügung. Das Instrument richtet sich schwerpunktmäßig an Vertriebe, Pools, Makler und Vermittler.

Der „ESG-Profiler“ – ein Tool zur Abfrage von Nachhaltigkeitspräferenzen im Vermittlungsbetrieb – steht Vertrieben, Pools, Maklern und Vermittlern ab sofort zur Verfügung. Das Tool bietet eine kurze fachliche Einführung, die normkonforme Abfrage der ESG-Präferenzen sowie die daran anknüpfende Auswahl kompatibler Versicherungsanlageprodukte. Interessierte Nutzer finden unter www.esg-profiler.de weiterführende Informationen.

Verbraucherschutzministerium: „Praktischer Leitfaden“

Der „ESG-Profiler“ ist eine Gemeinschaftsproduktion der fünf Marktteilnehmer Going Public! Akademie für Finanzberatung AG, der Defino Institut für Finanznorm AG, der iS2 Intelligent Solution Services AG, der Zielke Research Consult GmbH sowie der MORGEN & MORGEN GmbH. Dr. Christiane Rohleder, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verbraucherschutz (BMUV) würdigte das im ESG-Profiler verarbeitete DIN 77230-Modul für die Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenzen: „Ich begrüße, dass mit Unterstützung des DIN-@verbraucherrat|s ein praktischer Leitfaden dafür entwickelt wurde.“ Bereits Ende Juli haben die fünf Kooperationspartner den Launch des „ESG-Profiler“ angekündigt, wie AssCompact bereits berichtete. (as)

Bild: © narawit – stock.adobe.com

 

(Un-)Gesunde Führung? Dunkle Triade erkennen und handeln

Die dunkle Triade am Arbeitsplatz verursacht große Schäden. Unternehmen sollten dies erkennen und gegensteuern, denn ein gesundes Betriebsklima, das Raum für Engagement und Kreativität lässt, ist wichtig.

Ein Artikel von Dr. Linda Dahm, Business Coach, Personal- und Organisationsentwicklerin

Die „dunkle Triade“ als (sub)klinische Form narzisstischer, psychopathischer und machiavellistischer Persönlichkeitsstörungen ist mir in 30 Berufsjahren oft begegnet: Professoren, Geschäftsführer international erfolgreicher Unternehmen, Bereichsleiter, Berater oder Vorstände beleidigten, schikanierten, erpressten oder manipulierten Mitarbeiter, Kunden und Kollegen. Viele hatten „nur“ die Bodenhaftung verloren, einige riskierten Compliance-Verstöße oder begingen kriminelle Handlungen. Ja, es waren überwiegend Führungskräfte, die psychische Gewalt anwendeten. Andere zeigten dieses Verhalten deutlich seltener. Und es waren überwiegend Männer. Selbstredend sind mir auch die vielen integren Persönlichkeiten in Erinnerung, denen ich begegnen und von denen ich lernen durfte. Mein Dank geht an meine Mentoren, Geschäftspartner und meine wunderbaren Kollegen und Kolleginnen – jede und jeder von ihnen weiß, dass er oder sie gemeint ist.

Großer Schaden: 42 Mrd. US-Dollar Verluste

Im Jahr 2019 betrug der Verlust, den Unternehmen weltweit aufgrund betrügerischer Aktivitäten hinnehmen mussten, 42 Mrd. US-Dollar (vgl. M. Heidbrink, V. Berg, F. Feltes, 2021: Die Jungbullen kommen; in Harvard Business manager 5/2021, S. 39–53). Hier ist die dunkle Triade am Werk. Im Arbeitsalltag tragen Führungskräfte mit einem hohen „Dark Factor“ zu einem schlechten Betriebsklima bei und treiben Mitarbeiter in den Krankenstand. Starke Menschen setzen Grenzen oder verlassen das Unternehmen – koste es, was es wolle. (Personal-)Entscheider bis hin zu Aufsichtsräten sind uninformiert, nennen das Kind selten beim Namen und reden Probleme klein – solange die Zahlen (vermeintlich) stimmen.

Grandiosität, Gefühlskälte und Machtstreben

„A Narcissist, a Psychopath and a Machiavellian walk into a bar. The bartender asks: ‚Who has he darkest personality out of you three?‘ The Narcissist says: ‚Me‘, the Psychopath says: ‚I don’t care‘, and the Mach says: ‚It’s whoever I want it to be.‘“ (Raj Chopra 2013; zitiert nach K. Externbrink, M. Keil, 2018: Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie in Organisationen. Wiesbaden)

Größenwahn und Egomanie kennzeichnen den Narzissten, Gefühlskälte typisieren den Psychopathen und fehlende humanistische Werte gepaart mit Macht- und Kontrollstreben den Machiavellisten. Gemeinsam ist allen ein antisoziales Verhalten, dabei zeigen die einzelnen Typen jeweils auch Merkmale der anderen. Insbesondere Narzissten und Psychopathen sind besonders gefährlich, denn sie bestechen durch eine oft sehr charmante Fassade. Und sie haben tatsächlich auch eine „helle“ Seite: Sie sind intelligent, durchtrainiert, gut gekleidet, belastbar, durchsetzungsstark, eloquent, unterhaltsam, charismatisch – und gleichzeitig sind sie rücksichtslos, hochgradig manipulativ und berechnend – wahre Meister im Blenden.

Zunehmender Narzissmus in der Gesellschaft

Gesunde Selbstliebe ist wichtig, damit wir uns behaupten können. Gleichzeitig beobachten Wissenschaftler eine Zunahme (schädlichen) narzisstischen Verhaltens. Die heutige Generation junger Menschen hat höhere Narzissmuswerte als frühere Generationen junger Menschen. Spitzenwerte finden sich bei jungen Männern und bei Führungskräften bis hin zu Extremwerten im Top-Management. Top-Managerinnen sind weniger narzisstisch als ihre männlichen Kollegen. Diese Ergebnisse zeigt die weltweit größte repräsentative Studie mit 10.000 Befragten aus dem Jahr 2020 (vgl. Heidbrink u. a. 2021).

Die vier E kennzeichnen die narzisstische Persönlichkeit

Der international anerkannte Wiener Psychiater Reinhard Haller beschreibt die narzisstische Persönlichkeit anhand der vier E (vgl. R. Haller, 2013: Die Narzissmusfalle: Anleitung zur Menschen- und Selbstkenntnis. Salzburg – München):

  • Egomanie
  • Entwertung
  • Empathie-Mangel und
  • Kritik-Empfindlichkeit

Narzissten kreisen um sich selbst: „ich, icher, am ichsten“. Der Hunger nach Bewunderung ist unstillbar. Tatsächlich fehlt es ihnen an Selbstwert und sie können es kaum ertragen, wenn andere gelobt oder bewundert werden. Ihre Reaktion: kritisieren und schlechtreden – also: entwerten. Damit einher geht, dass Narzissten unfähig sind, sich in die Situation anderer Menschen hineinzuversetzen. Mitgefühl oder auch Lob sind gespielt und dienen nur dazu, andere zu manipulieren, um die eigenen Ziele zu erreichen. Die bemerkenswerteste Eigenschaft des Narzissten ist jedoch die ausgeprägte Kritik-Empfindlichkeit. Er schäumt vor Wut bei der kleinsten Kritik und holt sofort aus zum „atomaren Gegenschlag“.

Best Practice im Umgang mit der dunklen Triade am Arbeitsplatz

Es gilt, Narzissten, Psychopathen und Machiavellisten auszubremsen und, besser noch, erst gar nicht einzustellen oder schnellstmöglich zu entlassen, denn die wirtschaftlichen Folgen sind verheerend. Unternehmen wie Lufthansa oder Lange & Söhne haben das Thema bereits auf der Agenda und setzen im Recruiting spezifische Tools ein. Gleichzeitig pflegen sie eine ausgeprägte Feedback-Kultur, in der Menschen mit hohem Dark-Factor in ihre Schranken verwiesen, in ihrer Entwicklung gebremst oder ausselektiert werden.

Günter Blaschke, ehemaliger CEO des Großküchenausrüsters Rational AG, besetzt als Vorsitzender mehrerer Aufsichtsräte immer wieder Spitzenpositionen. „Er verwendet eine breite Palette von (KI-basierten – Anmerkung der Autorin) Analyseinstrumenten (…), mit denen sich die kulturelle Passung und soziale Verträglichkeit der Kandidaten messen lassen“ (vgl. Heidbrink u. a. 2021, S. 46).

Der Weg in eine bessere Arbeitswelt

Ungeachtet der grundsätzlichen Bedeutung humanistischer Werte: Die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt und die Belastung durch gesellschaftliche Krisen erfordern ein gesundes Umfeld. Nur dann sind Menschen fähig, sich kreativ zu entfalten und Höchstleistungen zu erbringen.

Narzissmus ist auf dem Vormarsch. Unternehmen sollten ihre Instrumente zur Auswahl und Entwicklung von Mitarbeitern und Führungskräften überarbeiten. Der renommierte Organisationspsychologe und Stanford-Professor Robert I. Sutton hat es in seinem Bestseller „Der Arschlochfaktor“ so formuliert: „Machen Sie Ihr Unternehmen zu einer arschlochfreien Zone.“ Seine Wortwahl mag irritieren, in der Sache ist die Empfehlung richtig und wichtig.

Zum Selbsttest

Harvard Business manager und das People-Analytics-Unternehmen Zortify bieten einen Narzissmus-Test an: abo.harvardbusinessmanager.de/narzissmus. Den eigenen Dark-Factor kann man unter qst.darkfactor.org testen.

Über die Autorin

Dr. Linda Dahm war als Wissenschaftlerin für Stiftungen und Ministerien und danach über 20 Jahre als Führungskraft in unterschiedlichen Unternehmen und Positionen in der Finanzdienstleistungsbranche tätig. Sie hat sich zum zertifizierten Business Coach und zur Gesundheitsmanagerin qualifiziert. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt heute in der Personal- und Organisationsentwicklung und hier im Bereich New Leadership und Resilienz.

Diesen Artikel lesen Sie auch in AssCompact 08/2022, S. 84 f., und in unserem ePaper.

Bilder: © rudall30 – stock.adobe.com; © Die Stuttgarter

 
Ein Artikel von
Dr. Linda Dahm

Die lernende Organisation – Hinweise für Unternehmen

Unternehmen sehen sich in immer kürzeren Abständen mit neuen Problemen und Herausforderungen konfrontiert. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sie sich stetig weiterentwickeln. Eine konstant lernende Organisation ist eine Voraussetzung dafür. Marlen Ellen Tetun erklärt, was das bedeutet.

<h5>Ein Artikel von Marlen Ellen Tetun, Head of Learning & Development der BUHR & TEAM AG für mehr Unternehmenserfolg</h5><p>In der digitalisierten Welt sind Märkte globalisiert: Zulieferer und Abnehmer sind schon lange über verschiedenste Zeitzonen verteilt, sodass auch gesellschaftliche Entwicklungen und ökonomische Krisen anderer Länder Einfluss auf Unternehmen in entfernten Regionen, Ländern und Kontinenten nehmen. Der dafür geprägte Schlüsselbegriff: VUKA. Um in diesen immer kürzeren „Problemzyklen“ wettbewerbsfähig zu sein und zu bleiben, sind Organisationen dazu aufgefordert, sich der Dynamik anzupassen. Es gilt, die konstante (Weiter-)Entwicklung des Unternehmens und seiner Mitarbeitenden zu fördern und durch Vernetzung von Fachbereichen zu neuen, unkonventionellen Lösungen zu kommen. Die Voraussetzung dafür: Eine konstant lernende Organisation, die als kritischer Erfolgsfaktor dient.</p><h5>Was sind die Vorteile einer lernenden Organisation?</h5><p>Wie der Name schon sagt, ist einer der Erfolgsfaktoren einer lernenden Organisation, dass ihre Mitarbeitenden sich konstant weiterbilden und weiterentwickeln. Damit gelangen immer mehr Wissen und Kompetenz in das Unternehmen. Doch der echte Wettbewerbsvorteil entsteht aus dem, was mit diesem Wissen geschieht: Mitarbeitende werden durch Unternehmensstruktur und -kultur dazu ermutigt, ihre Kompetenz zu teilen und – einzeln oder mit Kollegen – innovative Ideen zu erarbeiten und umzusetzen. Damit schafft das Unternehmen einerseits hochgradig involvierte und engagierte Mitarbeitende, die sich mit der Organisation identifizieren. Andererseits entstehen auch eine überdurchschnittliche Lösungskompetenz und Anpassungsfähigkeit, die es gerade unter volatilen, unerwarteten Umständen ermöglichen, am Markt zu bestehen – und erfolgreich zu sein, wo Konkurrenten scheitern.</p><h5>Wie wird das Konzept der lernenden Organisation umgesetzt?</h5><p>Der Weg zur lernenden Organisation ist in sich schon ein Lernprozess: Klassische Unternehmensstrukturen fördern eher die Weiterentwicklung von Mitarbeitenden in ihren Fachbereichen. Damit forcieren sie unwillentlich immer auch „Wissensinseln“, also Mitarbeitende, die Experten sind, aber deren Know-how nicht die Grenzen der eigenen Abteilung verlässt. Dabei entstehen unkonventionelle, innovative Lösungen meistens, wo unterschiedliche Kompetenzen, Denkweisen und sogar Meinungen aneinandergeraten. Um das zu erreichen, helfen die fünf Kern-Disziplinen lernender Organisationen als Leitplanken für die Unternehmensentwicklung.</p><!--text-long-pagebreak--><!--sub-title||Personal Mastery--><h5>Personal Mastery</h5><p>Personal Mastery beschreibt die Disziplin der Selbstführung und Persönlichkeitsentwicklung. Sie umfasst den Prozess des lebenslangen Lernens in Bezug auf persönliche Ziele und Visionen, individuelles Wachstum und kreative Lebensansichten.</p><h5>Mentale Modelle</h5><p>Mentale Modelle sind explizite und implizite Grundannahmen: Eigene Gedanken über Situationen und Zustände entsprechen nicht unbedingt den Ansichten anderer. Mentale Modelle beschreiben damit Glaubenssätze, die im Unterbewusstsein verankert sind und die eigene Handlungsfähigkeit beeinflussen und beeinträchtigen können. Daher ist es wichtig, sie zu entdecken, zu hinterfragen und (wo nötig) gemeinsam zu ändern. Dafür benötigen Führungskraft und Mitarbeitende ein hohes Maß an Selbstreflexion, Offenheit und auch Flexibilität, um mit verschiedensten Meinungen und Mindsets konstruktiv umzugehen.</p><h5>Gemeinsame Vision</h5><p>Eine gemeinsame Vision, die auf das Unternehmenswohl ausgelegt ist, ist die Voraussetzung für Gestaltungsfreiheit und -kompetenz von Mitarbeitenden. Aus ihr lassen sich Prioritäten, Ziele und Bewertungskriterien für Ideen und Lösungen ableiten, an denen Teams ihre Aufgaben und Handlungen messen können – und müssen. Diese Zielklarheit schafft damit Fokus, den Raum zur Mitgestaltung und damit Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen.</p><h5>Team-Lernen</h5><p>Team-Lernen schafft im Kern Synergien zwischen dem Wissen verschiedener Mitarbeitender und Teams. Durch das Entwickeln, Zusammentragen und den Austausch unterschiedlicher Experten werden so Ideen und Denkansätze entwickelt, die in ihrer Qualität und Innovation über die Leistung der Einzelnen weit hinausgehen. Team-Lernen ist dann erfolgreich, wenn durch Selbstreflexion und Anpassung (mentale Modelle) und ein übergeordnetes, klares Ziel (gemeinsame Vision) die Rahmenbedingungen für einen offenen, konstruktiven Austausch geschaffen wurden.</p><h5>Systemdenken</h5><p>Das Systemdenken hebt die vorhergegangenen Disziplinen auf die Ebene des Gesamtunternehmens. Der Grundgedanke ist es, jeden unternehmensinternen und -externen Einflussfaktor zu kontextualisieren: Welche Ursachen liegen zugrunde? Welche Konsequenzen ergeben sich? Wie beeinflusst ein Zustand, eine Tätigkeit, eine Information etc. alle anderen Unternehmensbereiche und -prozesse?</p><p>Jede Organisationsstruktur und -kultur muss anhand ihrer ökonomischen Resultate gemessen werden. Also ist eine lernende Organisation nicht erfolgreich, wenn sie engagierte Mitarbeitende hervorbringt, die durch interdisziplinären Wissensaustausch innovative Ideen entwickeln, sondern erst dann, wenn diese Ideen interne Prozesse effizienter machen. Wenn sie Produktneuheiten entwickeln, die von Kunden nachgefragt werden. Oder wenn sie durch ein tiefgreifendes Verständnis für Trends und Marktdynamiken proaktive Lösungen für Krisen entwickeln, die Konkurrenten noch nicht absehen können.</p><!--text-long-pagebreak--><!--sub-title||Wie kann man eine lernende Organisation aufbauen?--><h5>Wie kann man eine lernende Organisation aufbauen?</h5><p>Lernende Organisationen bieten Mitarbeitenden nicht einfach die Möglichkeit, an externen Trainings und Weiterbildungen teilzunehmen. Vielmehr verbinden sie die tägliche Arbeit mit kontinuierlichem, bewusstem und unbewusstem Lernen. Damit sind Aufbau und Pflege einer lernenden Organisation Aufgaben, die auf allen Ebenen des Unternehmens vorangetrieben und „gesponsort“ werden sollten.</p><h5>Die folgenden Punkte sollte man beim Aufbau einer lernenden Organisation beachten:</h5><ul><li>Damit die Mitarbeitenden den Organisationswandel als echte, langfristige Veränderung begreifen können, muss das Management als Befürworter der Entwicklung auftreten und die Entscheidung auch durch ihr Handeln im Alltag unter Beweis stellen.</li><li>Um echte Veränderung zu bewirken, braucht es eine vom Ende her gedachte Strategie. Dafür sollte man sich, basierend auf den Anforderungen, ein klares Zielbild schaffen und die einzelnen Umsetzungsphasen definieren und terminieren.</li><li>Es sollten Verantwortliche zur Unterstützung bei der Umsetzung des Zielbilds bestimmt werden. Hier empfiehlt es sich, Repräsentanten aus allen relevanten Unternehmensbereichen einzubinden, um strukturelle und emotionale Voraussetzungen zu schaffen.</li><li>Damit Mitarbeitende stets die richtigen Informationen parat haben und ihr eigenes Wissen speichern und weitergeben können, muss dafür geeignete Technologie zur Verfügung gestellt werden.</li><li>Interne Netzwerke sollten unterstützt und Räume für Austausch und auch Spannungsverhältnisse sollten gebildet werden. Diese bilden die Grundlage für Kreativität. Wichtig hierbei: Die Schaffung eines internen Netzwerks darf nicht durch traditionelle Denkweisen und Hierarchien behindert werden. Das verhindert den Erfolg Ihrer lernenden Organisation.</li><li>Und zuletzt: Für eine lernende Organisation gibt es keine Blaupause. Man entscheidet selbst, was für das Unternehmen, die Kultur, Branche und Mitarbeitenden das Ziel des Wandels ist.</li></ul><p>Man muss offen dafür sein, Ziele zu überdenken und neu zu entscheiden. Denn das ist, was eine lernende Organisation im Kern ausmacht!</p><p><i class="font-twelve-italic" >In dieser Serie stellt Buhr & Team zusammen mit Experten die „New Ways of Learning“ und damit verbundene Vertriebsthemen der Branche vor.</i></p><p>Diesen Artikel lesen Sie auch in AssCompact 08/2022, S. 78 f., und in unserem <a href="https://epaper.asscompact.de/de/profiles/53e4066999da-asscompact/editio…; target="_blank" >ePaper</a>.</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © Me studio – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/CFC3D04B-D3B1-4689-B267-8273CAB0E5EF"></div>

 
Ein Artikel von
Marlen Ellen Tetun

ESG-Profiler: Unternehmen entwickeln neues Tool für Makler

Die fünf Unternehmen Defino, Going Public!, iS2, MORGEN & MORGEN und Zielke Research Consult haben gemeinsam ein Tool zur Abfrage von Präferenzen zur Nachhaltigkeit entwickelt. Es kann von Vertrieben, Pools, Maklern und Vermittlern genutzt werden. Am Ende der Abfrage stehen nachhaltige Produktvorschläge.

In einer Kooperation launchen die Defino Institut für Finanznorm AG, die Going Public! Akademie für Finanzberatung AG, das Softwarehaus iS2 Intelligent Solution Services AG, das Analysehaus MORGEN & MORGEN GmbH sowie die Zielke Research Consult GmbH ein nach eigenen Angaben leicht handhabbares Tool zur Abfrage von Nachhaltigkeitspräferenzen. Der ESG-Profiler stehe Vertrieben, Pools, Maklern und Vermittlern ohne großen technischen Aufwand zur Verfügung und biete Haftungssicherheit für die ab 02.08.2022 geltenden Neuerungen.

Erst Schulung, dann Fragebogen

In einer zweistündigen Online-Schulung werden Beratende durch die Themen Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeitspräferenzen und nachhaltige Anlageberatung geführt. Die Weiterbildung ist IDD-konform. Nach der Qualifizierung wird zum Online-Fragebogen weitergeleitet. Der Fragebogen ist in der DIN-Norm 77230 zertifiziert und mit dem ESG-Modul konform. Er soll einfacher handhabbar und zugleich rechtssicher sein, da DIN-Normen geeignet seien, fehlende oder unklare Regulatorik zu ersetzen. Es folgen sieben Frageschritte, die in der Beratung meist auf drei Schritte zusammengefasst werden können.

Ergebnis: Auswahl nachhaltiger Versicherungsprodukte

Anschließend werden Berater und Kunden in eine von MORGEN & MORGEN bereitgestellte Auswahl von kompatiblen Produkten geleitet. Nach eigenen Angaben ist das haftungssichere Produktmatching auf dem gemeinsam von Zielke Research Consult und MORGEN & MORGEN entwickelten Produktlabel für nachhaltige Versicherungsprodukte aufgebaut.

Nachhaltigkeitspräferenz in PDF-Form

Alle Beteiligten erhalten schließlich mehrere PDF-Dateien mit der Dokumentation der Präferenzabfrage sowie den Produktvorschlägen, die ausschließlich von Gesellschaften mit Nachhaltigkeitslabel stammen. Die Dokumentation kann mit einer elektronischen Signatur unterzeichnet werden.

Über Daten zur Weiterentwicklung beitragen

Um mehr Klarheit über Nachhaltigkeitspräferenzen zu erlangen, sollen die in der Befragung erhobenen Daten anonymisiert genutzt werden, um die Präferenzen der Kundinnen und Kunden zu begreifen und so passende Produkte zu entwickeln.

So sind die Aufgabengebiete der fünf Unternehmen verteilt

Going Public! ist bei dem gemeinschaftlich entwickelten Tool für eine schnelle und effektive fachliche Einführung zuständig. Inhaltlich verantwortlich für die Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenzen ist Defino, technisch liegt diese Verantwortlichkeit bei iS2. Die Auswahl der Produkte beruht auf der Vergleichssoftware von MORGEN & MORGEN in Zusammenarbeit mit Zielke Research Consult.

Weitere Informationen finden sich z. B. hier oder hier. (lg)

Bild: © Production Perig – stock.adobe.com

 

Gothaer Stiftung spendet für Forschung, Bildung und Umwelt

Mit insgesamt 800.000 Euro seit Gründung im Jahr 2020 unterstützt die Gothaer Stiftung Forschung und Lehre, Bildungsangebote sowie Umweltschutzprojekte. Dabei fließen nun jährlich 0,5% des Konzerngewinns der Gothaer an diese Stiftung. Welche Projekte erhalten Förderung?

Mit der Gothaer Stiftung leistet die Gothaer einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. Gegründet wurde die Stiftung im Jahr 2020. Seitdem wurden Projektförderungen von insgesamt 800.000 Euro beschlossen.

Gelder für Forschung und Lehre, Bildungsangebote und Umweltschutzprojekte

„Der Fokus liegt dabei auf drei Themenbereichen: Forschung und Lehre, die gesellschaftlich relevante Entwicklungen voranbringen; Bildungsangebote, die die Öffentlichkeit für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisieren und Umweltschutzprojekte, die sich für das Klima einsetzen“, sagt Harald Epple, Finanzvorstand und verantwortlicher Vorstand für das Thema Nachhaltigkeit im Gothaer Konzern.

Welche Projekte fördert die Gothaer Stiftung?

Nachdem die Stiftung zunächst 1 Mio. Euro von der Gothaer erhielt, wurde festgelegt, dass in den darauffolgenden Jahren 0,5% des Konzerngewinns pro Jahr einfließt. Mit den Spendengeldern fördert die Stiftung

  • z. B. die Nachhaltigkeitsakademie an der Universität Leipzig, die bereits 60 Studierende absolviert haben,
  • das neugeründete Institut für Nachhaltigkeit, Unternehmensrecht und Reporting (INUR) an der Universität zu Köln, das intra- und interdisziplinären zu unternehmensrechtlichen Fragen mit Bezug zur Nachhaltigkeit forscht,
  • seit 2021 die CfR-Juniorprofessur Sustainable Finance an der Universität zu Köln, und zwar für fünf Jahre,
  • Projekte mit Fokus darauf, Kinder auf spielerische Weise für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und ihnen Wissen zu vermitteln, z. B. das Solar-Dorf Kettmannshausen oder das Projekt Soko Wald Plus, das sich der nachhaltigen Nutzung von Waldprodukten widmet,
  • Projekte zum Moorschutz, zur Förderung von Blühwiesen und zum Erhalt von Nationalem Naturerbe, und neu beschlossen auch die Deutsche Wildtier Stiftung für die exklusive Förderung des Nationalen Naturerbes Tilzow. (lg)

Bild: © Choat – stock.adobe.com

 

New Learning: Was bedeutet das für die Praxis?

Beim Thema Aus- und Weiterbildung tauchen ständig neue Begriffe auf: agiles Lernen, Lernen 4.0, New Learning/New Work, LMS-Systeme, synchrone und asynchrone Lernformate, WBT, Live-Online-Seminare, Blended Learning, Learner-Journey. Doch was heißt „New Learning“ für die Praxis?

Ein Artikel von Stefan Pentenrieder; Senior-Trainer der Buhr & Team AG für mehr Unternehmenserfolg sowie Experte für Trainerausbildung, Lerndesigns und hybride Lernprozesse
In dieser Serie stellt Buhr & Team zusammen mit Experten die „New Ways of Learning“ und damit verbundene Vertriebsthemen der Branche vor.

Starten wir nicht mit dem Neuen, sondern „back to the roots“: Was bleibt rund um das Thema Lernen und Lernkonzepte unverändert?

  • Arbeit mit und an den eigenen Stärken
  • Der Mensch bleibt beim Lernen das Wichtigste
  • Wiederholung und Vertiefung als elementare Lerngrundlage
  • Lust am Lernen und am Thema bleiben die Erfolgsbringer
  • Gute Trainer sind nach wie vor sehr wichtig
  • Vielfalt der Methoden online und in Präsenz – Abwechslung macht Lust
  • Hohe „Sofortrelevanz“ der Inhalte

Und was ist bei „New Learning“ wirklich neu?

  • Die breite Akzeptanz, denn Online-Lernen funktioniert. Die Corona-Jahre haben das bewiesen und diese breite Zustimmung erst erschaffen.
  • schaffen vielfältige Möglichkeiten, die den Digitalisierungsschub für Bildung möglich machen.
  • Das Zusammenspiel: Lernen ist stärker als Prozess angelegt, der verschiedene Lernformate – inklusive Wiederholung/Vertiefung/Reflexion – in eine stimmige Struktur bringt.
  • Ort und Zeit sind selbstbestimmter. Das eröffnet sowohl für die Macher/Planer als auch für die Lernenden ganz neue Möglichkeiten der Bildung.
Lernen ist ein Prozess

Lernen wird so zu einer „Metakompetenz“. Die hybriden Lernangebote unterstützen lebenslange Lernschleifen und sorgen für eine zunehmende Reflexionsfähigkeit über individuelle Lernwege.

Weil ständig Neues auf uns einprasselt, ist das Gebot „einfach halten“ wichtig. Also die Vielfalt nutzen und trotzdem die Komplexität reduzieren. Was (zu) kompliziert ist, macht niemand, denn die Pflege wird zu aufwendig und ein „Verzetteln“ ist vorprogrammiert.

Das bedeutet, den Komplexitätsgrad für einen eigenen hybriden Ansatz so zu wählen, dass das Unternehmen ihn auch bewältigen kann.

Der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Digitale Angebote können dazu verleiten, den Lernenden und seine (sozialen) Bedürfnisse aus den Augen zu verlieren. Menschen brauchen und wollen jedoch den persönlichen Austausch – auch Online.

Für eine breite Kompetenzentwicklung, die über das reine Fach­wissen hinausgeht, braucht der Mensch den Menschen. In Präsenz ist das automatisch gegeben, aber auch online ist es notwendig, weil das Erleben von Sinn und die eigene Potenzialentfaltung Teil des Lernens sind.

Eine zentrale Erkenntnis rund um das Thema „selbst gesteuertes Lernen“ ist der Zauber der Arbeit in Kleingruppen. Das diszipliniert, erzeugt einen positiven „Druck“, schafft eine (Selbst-)Verpflichtung und unterstützt auch das Lernprinzip „Teilnehmer lehren Teilnehmer“. Deshalb ist es wichtig, Lernen als gemeinschaftliche Aufgabe zu begreifen und wesentlich stärker systematisch in den Prozess einzubauen.

Ein hybrider Lern- und Entwicklungsprozess

Folgende Lernformate sind in einem hybriden Lernprozess sinnvoll:

  • Webinare: Ein online stattfindendes Training mit allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen.
  • Lernimpulse: Micro-Learning-Einheiten (bis ca. 15 Minuten) mithilfe von Videos oder Podcasts sowie einem Skript zum Vertiefen und zum Transferauftrag. Inhalt sind fachliche Themen oder auch Impulse, die nur einen kurzen Themenaspekt aufgreifen und idealerweise mit einer guten Geschichte verbunden sind.
  • Präsenzteile: Alle treffen sich live vor Ort.
  • Kleingruppenarbeit: Kooperatives Online-Lernen in Gruppen zu je drei Personen in unterschiedlicher Ausgestaltung.
  • (Reine) Selbstlernprogramme: Jeder Teilnehmer lernt Inhalte online. Quiz, Lernerfolgskontrollen & Co. sind Geschmackssache und abhängig vom Ziel und vom Inhalt. Eine gute Sache sind Selbstlernmodule dann, wenn alle durch die Vorbereitung einen ähnlichen inhaltlichen Sach- und Fachstand erreichen sollen. Im Präsenztraining bleibt dann mehr Zeit für das Üben und die Interaktionsformen. Größere Unternehmen nutzen dazu meist webbasierte Lernplattformen. Auf kleinerer Flamme geht das auch über visualisierte Videos und digitale Handouts.
  • Chats und Foren können über den gesamten Prozess parallel laufen. Sie sorgen für rasche Kommunikation und informellen Austausch.
Die Rolle der Führungskraft im Prozess

Auch hier hat sich in Bezug auf die hohe Bedeutung wenig verändert. Ideal ist es, wenn die Führungskraft Bestandteil des Lernprozesses ist, sich für die Mitarbeiter und deren Lernentwicklung interessiert und auf diese Weise – durch das Feedback der Mitarbeiter – auch selbst schlauer wird. So übernimmt die Führungskraft eine Mitverantwortung für die Lernentwicklung. Diese Führungsaufgabe kommt fast immer zu kurz!

Voraussetzungen für das Funktionieren: Was sollte das Unternehmen leisten?

Dieser Punkt wird häufig zu kurz gedacht. Ein zweimal stattfindendes zweitägiges Training ist rasch aufgesetzt, extern vergeben und fertig. Das ist bei einem hybriden „Lernprozess“ anders. Der Prozess muss zuerst erdacht, stimmig strukturiert und intern abgestimmt werden. Es ist also eine Bereitschaft nötig, sich auf einen Lernprozess, der eventuell über mehrere Monate geht, einzulassen.

Dazu ist eine interne Person notwendig, die das Thema treibt, sich verantwortlich fühlt, an den Teilnehmern und Teilnehmerinnen dranbleibt und Interesse am Lernfortschritt zeigt. Das kann beispielsweise über enge und fortlaufende Feedbackschleifen stattfinden. So können Unternehmen ganz praktisch „New Learning“ lernen und entwickeln.

Aber eines muss beim Aufsetzen auch klar sein: Das Lernen wird intensiver, gleichzeitig wird aber das Handling anspruchsvoller. Gerade am Anfang, wenn noch wenig Erfahrung im Unternehmen vorliegt, ist externe Begleitung hilfreich. Das kann die Unterstützung beim Aufbau eines Lernsystems oder die Übernahme der fachlichen Themenfelder (Trainer) sein.

Der Effekt

Die Mischung macht’s: zeitliche Flexibilität und Struktur, Präsenz- und Online-Lernformate, Selbststeuerung und Eigenverantwortung, Lernschleifen und rasches Feedback, kollegiale Fallberatung und Erfahrungsaustausch, Wiederholung und Vertiefung, Micro-­Learning und Transfer sowie eine (Mit-)Verantwortung der Führungskraft. Schon ist eine „New-Learning-Strategie“ im Unternehmen integriert, und das (fast) ohne Fremdwort – gemäß dem Motto: „Verstehen macht Lust auf mehr.“

Diesen Artikel lesen Sie auch in AssCompact 07/2022, S. 96 f., und in unserem ePaper.

Lesen Sie auch: New Learning im Versicherungsvertrieb

Bild: © Coloures-Pic – stock.adobe.com

 
Ein Artikel von
Stefan Pentenrieder

Neues Blended-Format für Fortbildung Rentenberater*in

Das CAMPUS INSTITUT und die Deutsche Makler Akademie bieten den Sachkundelehrgang Rentenberater*in nun auch im Blended-Format (online und Präsenz) an. Auch das klassische Format kann weiterhin belegt werden. Inhalte und Stundenanzahl sind in beiden Formaten identisch.

<p>Das CAMPUS INSTITUT und die Deutsche Makler Akademie bieten Weiterbildungen für Versicherungs-, Finanz- und Immobilienmakler sowie Mehrfachagenten an. Zum Jahresbeginn 2023 wird die DMA das CAMPUS Institut übernehmen (<a href="https://www.asscompact.de/nachrichten/dma-%C3%BCbernimmt-campus-institu…; target="_blank" >AssCompact berichtete</a>).</p><h5>Blended-Lehrgang Rentenberater*in</h5><p>Nun wird das Portfolio um den Blended-Sachkundelehrgang Rentenberater*in erweitert. Das bedeutet, dass die Fortbildung nun auch in einer Mischung aus Online- und Präsenzterminen angeboten wird. Der Lehrgang ist angesetzt mit einer Kursdauer von zehn Monaten, davon finden elf Termine in Präsenzform (inklusive Prüfungen) und 38 online statt. Das Angebot soll laut CAMPUS INSTITUT für mehr zeitliche Flexibilität und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sorgen.</p><h5>Präsenz-Format weiterhin möglich</h5><p>Auch das klassische Format mit 19 Präsenztagen (inklusive Prüfungen) und zwei Online-Terminen existiert weiterhin. Dieser Kurs wird innerhalb von drei bis vier Monaten durchgeführt.</p><h5>Inhalte und Stunden identisch</h5><p>Inhaltlich sind die Kurse identisch. Beide sind auf 163,5 Stunden ausgelegt. Das Team der Referenten ist auch dasselbe in beiden Formaten. Der Kurs bereitet auf die Prüfung der theoretischen Sachkunde vor – als Voraussetzung zur Registrierung als Rentenberater*in.</p><h5>Kompetenzen als Rentenberater*in</h5><p>Sie sind Ansprechpartner für Unternehmen und Privatpersonen in allen Fragen rund um das Thema Rente. Für Mandanten sind sie Anlaufstelle bei der Überprüfung von Rentenbescheiden, der Beratung in sozialversicherungsrechtlichen Fragen sowie bei der Erstellung von Versorgungswerken in der bAV.</p><p>Weitere Informationen finden sich <a href="https://www.campus-institut.de/landingpage/lehrgang-rentenberater/&quot; target="_blank" >hier</a> oder <a href="https://www.deutsche-makler-akademie.de/bildungsangebote/aufstiegsfortb…; target="_blank" >hier</a> (lg)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © onephoto – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/723532D7-C48F-4B77-9473-FB9443D37B6B"></div>

 

AssCompact Gewerbe-Symposium lieferte wertvolle Impulse

Das AssCompact Gewerbe-Symposium 2022 wartete mit einem bunten Strauß an Themen zur Gewerbeversicherung auf. Vermittler konnten sich über neue Lösungen informieren und hatten ausreichend Gelegenheit zum Austausch mit Branchenkollegen und Produktanbietern.

Der Bedarf an Absicherung ist bei Gewerbekunden so vielfältig und breit gefächert wie die Branchen, in denen die jeweiligen Firmen unterschiedlichster Größe angesiedelt sind. Auf den jeweiligen Bedarf abgestimmte Versicherungslösungen sind gefragt, fordern aber vom Vermittler entsprechendes Fachwissen. Das AssCompact Gewerbe-Symposium bot eine ideale Gelegenheit, sich in Sachen Gewerbeversicherung auf den neuesten Stand zu bringen. Das Weiterbildungsevent aus der Reihe der AssCompact Wissen Veranstaltungen gastierte in diesem Jahr in Dortmund, Hanau und München. 

Breites Themenspektrum der Fachvorträge

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Technologieunternehmen und Gewerbespezialisten THINKSURANCE als fachlichem Partner statt. Namhafte Versicherer wirkten bei der Veranstaltung mit: die Alte Leipziger, die Dialog, ERGO, die Gothaer, HDI, die NÜRNBERGER, die R+V, die VHV und die Württembergische.

In ihren Vorträgen spannten die Experten der Gesellschaften einen weiten Bogen über das Geschäftsfeld. Die Themen reichten von der Betriebshaftpflicht über Technische Versicherungen bis hin zu digitalen Tools und Lösungen im Maklervertrieb. Zum Abschluss der Veranstaltung ging es in einer Podiumsdiskussion um aktuelle Fragen und Entwicklungen im Gewerbeversicherungsmarkt. Somit konnten Vermittler mit Gewerbeexpertise wie auch Einsteiger ins Firmenkundengeschäft vielfältige Impulse für die eigene Beratungspraxis mitnehmen.

Persönlicher Austausch und Networking wurden großgeschrieben

Das Gewerbe-Symposium fand in diesem Jahr wieder bewusst als reine Präsenzveranstaltung statt, um die Vernetzung und den persönlichen Kontakt innerhalb der Branche zu stärken. Dies wussten die teilnehmenden Vermittler zu schätzen und nutzten gerne die Gelegenheit, sich vor und nach den Vorträgen mit Maklerkollegen und Produktanbietern ins Gespräch zu kommen und ihr berufliches Netzwerk zu erweitern. 

„Beim diesjährigen AssCompact Gewerbe-Symposium haben die hochkarätigen Referenten der beteiligten Unternehmen den teilnehmenden Maklern in eindrucksvoller Weise die Vielfältigkeit und die Besonderheiten des Gewerbegeschäfts näher gebracht. Die Besucher haben sich sehr über das persönliche Format mit der Möglichkeit zum interaktiven Austausch mit Maklerkollegen und Gesellschaftsvertretern gefreut", so das Fazit von Konrad Schmidt, Geschäftsführer der bbg Betriebsberatungs GmbH. (tk)

Impressionen vom Gewerbe-Symposium in München finden Sie hier:

AssCompact Gewerbe-Symposium: Eindrücke vom Auftakt

Bild: © bbg

 

AssCompact Gewerbe-Symposium: Eindrücke vom Auftakt

Mit einem breit gefächerten Vortragsprogramm bietet das AssCompact Gewerbe-Symposium vielfältige Einblicke in die Gewerbeversicherung. Zum Auftakt lud AssCompact Wissen nach Dortmund. Die Bildergalerie zeigt Impressionen der Veranstaltung. Am 30.06.2022 gastiert das Gewerbe-Symposium in München.

 
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New Learning im Versicherungsvertrieb

Jahrzehntelang galt Präsenztraining als der beste Weg, um zu schulen. Doch spätestens die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Training auch auf digitalem Weg funktionieren kann. Also weg vom Präsenztraining, hin zum E-Learning? Digitales Lernen birgt großes Potenzial, steckt aber noch in den Kinderschuhen.

Ein Artikel von Sebastian Berg, Vorstand der Buhr & Team AG für mehr Unternehmenserfolg
In dieser Serie stellt Buhr & Team zusammen mit Experten die „New Ways of Learning“ und damit verbundene Vertriebsthemen der Branche vor.

Der beste Weg, Menschen für Menschen zu trainieren, besteht darin, diese Menschen auch im Präsenztraining mit anderen Menschen zu entwickeln. Oder? Diese Annahme entwickelte sich aus der Sichtweise, dass Vertriebsmitarbeiter vor allem Praktiker sind, deren Arbeitsergebnisse Folge von verkaufsorientierten Gesprächen sind. Vor diesem Hintergrund ist die nachvollziehbare Logik, dass die Aus- und Weiterbildung traditionell aus einem Mix an Lerninhalten und Rollenspielen von den Trainierenden verbessert und weiter verinnerlicht wurde und durch einen hohen Praxisbezug in Form eines individuellen Trainings on the Job abgerundet wurde.

Die Offenheit gegenüber Online-Formaten ist gewachsen

Tatsächlich sind die Vorteile eines traditionellen Präsenztrainings in Zeiten der Digitalisierung keineswegs zu unterschätzen. Der menschliche Umgang ist keine Reißbretttheorie, die sich digital so abbilden ließe, dass der einzelne Verkäufer allein damit zu überdurchschnittlicher Sozialkompetenz und bestechendem Kommunikationsvermögen trainiert werden könnte.

Gerade durch die Covid-19-Pandemie hat jedoch das digitale Lernen enorm an Fahrt gewonnen und ist auch bei kleineren und mittleren Unternehmen auf der Prioritätenliste gelandet. Der größte Vorteil des selbst gesteuerten E-Learnings liegt in der zeitlichen und örtlichen Flexibilität, es entfallen viele organisatorische Hürden. Computer, Tablet oder Smartphone stellen alles Nötige bereit, um am Training teilzu­nehmen. Durch E-Learning haben die Teilnehmer Zugang zu den Besten des jeweiligen Fachs, der jeweiligen Branche oder Industrie und zu geballtem Experten-Know-how, das so niemals in einem Trainingsraum gebündelt werden könnte. Teile des Lernens können künftig durch didaktisch und wirtschaftlich effizientere Konzepte ersetzt werden, was für die Präsenz zwar nicht nötig, aber früher alternativlos war.

Dadurch ergibt sich ein entscheidender Vorteil. Das digitale Lernen steckt noch in seinen Kinderschuhen, eröffnet ein riesiges Entwicklungsfeld und schafft Platz für Innovation. Gleichzeitig können wir die Erfahrungen und Vorteile des Präsenztrainings nutzen und in Verbindung mit den digitalen Formaten eine neue, weiterentwickelte Form des Lernens schaffen.

Herausforderungen der Weiterbildung im Vertrieb

Im Vertrieb herrscht eine theoretische Offenheit gegenüber einem Mix aus klassischem Lernen und anderen Formaten. Die theoretische Offenheit verhindert jedoch häufig nicht die bestehende Lücke zwischen Theorie und Umsetzung. Die Erfahrung zeigt, dass die Umsetzung weg von klassischen Lernmethoden häufig daran scheitert, dass der Weg nicht klar ist. Kurz gesagt: Es fehlt die Idee, wohin das Lernen sich entwickeln soll und welche Arbeitsschritte vonnöten sind, um ein New Learning im Vertrieb zu verankern!

In den meisten Unternehmen gibt es bereits Trainer, bestehende Trainings- oder Entwicklungsprogramme. Diese digital aufzustellen, ist spätestens seit Covid-19 kein Nice-to-have, sondern ein Must-have! Der smarte Kunde und die rasanten Veränderungen unserer Zeit fordern zu Veränderung und Weiterentwicklung in nie dagewesenem Umfang auf.

Voraussetzungen in der eigenen Organisation identifizieren

Um die erfolgreiche und nachhaltige Integration des New Learning zu verankern, ist eine unverzichtbare Grundlage die Existenz einer Onlinetrainingsplattform, zu der die Lernenden beständig Zugang haben. Sie dient nicht nur dazu, bestimmte Inhalte auf ihr zu lernen, sondern stellt eine zentrale Anlaufstelle für Wiederholung, Vertiefung und Übung dar. Es entsteht eine didaktisch wirkungsvolle Kombination aus dem Liveerlebnis in der Gruppe (entweder im Präsenz- oder Live-Online-Format) und den Vorteilen der digitalen mobilen Welt.

Parallel zum Mitarbeitertraining ist es empfohlen, auch die Führungskräfte und HR-Experten passend auszubilden, um die Lernfortschritte nachhaltig im Unternehmen zu verankern. So wird die gesamte Organisation befähigt, die hybride Lernwelt selbstständig auf die notwendigen Veränderungen flexibel und dynamisch anzupassen.

Was gilt es jetzt in der eigenen Organisation zu klären, um eine nachhaltige New-Learning-Strategie zu etablieren?

  • Es soll eine zeitgemäße Lernstrategie entwickelt werden.
  • Das Bildungsangebot soll in Zukunft maximal flexibel an die zeitlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen im Versicherungsvertrieb angepasst sein.
  • Die Lernkonzepte müssen in Methodik, Didaktik sowie Konzeption auf ein hybrides Lernangebot angepasst werden.
  • Das künftige Lernangebot soll zeit- und ortsunabhängiger sein.
  • Die wichtigen Stakeholder im Unternehmen müssen im Zuge dieser weitreichenden Veränderung und Modernisierung abgeholt und mitgenommen werden. Außerdem sollten auch sie weitergebildet werden, um Lernmedien und Konzepte zu verstehen und umsetzen zu können.
  • Die bestehende IT-Landschaft muss für diese Modernisierung an die neuen Prozesse und Bedarfe angepasst und modifiziert werden.
  • Außerdem soll eine stärkere Flexibilisierung des Bildungs­angebotes (flexible Curricula) sowie der Durchführungsformen (online vs. Präsenzmaßnahmen) umgesetzt werden.
Fazit

Durch Digitalisierung, gesellschaftlichen Wandel sowie das massiv veränderte Kundenverhalten verändern sich auch die Anforderungen an ein zeitgemäßes, flexibles Weiterbildungsprogramm im Versicherungsvertrieb.

Der Erfolg eines solch komplexen Vorhabens bietet Versicherern und den Lernenden im Unternehmen eine wichtige Grundlage für den Erfolg der Zukunft und schafft sowohl bei der kontinuierlichen Weiterbildung als auch in den Bereichen Employer Branding und Recruiting Attraktivität.

Bedingung für diesen komplexen Wandel ist jedoch Know-how beim Orchestrieren verschiedener Expertisen (HR, Training, IT u. a.) und eine erfolgreiche Kommunikationsstrategie im Unternehmen.

Eine ganzheitliche Modernisierung der internen Weiterbildungsorganisation erfordert heute ganz neue Kompetenzen. Die Buhr & Team AG unterstützt bei der Konzeption, arbeitet die wichtigsten Handlungsfelder und notwendige Arbeitsschritte heraus und unterstützt ganzheitlich bei der Umsetzung.

Diesen Artikel lesen Sie auch in AssCompact 06/2022, S. 92 f., und in unserem ePaper.

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Ein Artikel von
Sebastian Berg