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Fort- & Weiterbildung

Weiterbildung nach IDD: Neue Quiz-App für Vermittler

Vermittler können nun mit einer neuen Quiz-App Weiterbildungszeit gemäß IDD sammeln. Die Züricher Zaigen GmbH bietet ab sofort eine deutsche Version von „V-Quiz“ nach Schweizer Vorbild. Das akkreditierte Quiz mit über 6.000 Fragen gibt es kostenfrei im App-Store bzw. Play Store für Android und iOS.

Die App „V-Quiz“ ermöglicht es Versicherungsvermittlern, Weiterbildungszeit gemäß IDD-Richtlinie zu sammeln. Die Züricher Zaigen GmbH hat nun auch eine deutsche Fassung der App nach Schweizer Vorbild auf den Markt gebracht. Sofern gewünscht, können sich Anwender die entsprechenden Weiterbildungsstunden über die Initiative „gut beraten“ eintragen lassen. Das akkreditierte Quiz ist kostenfrei im App-Store  bzw. Play Store für Android und iOS verfügbar. Die App wendet sich nicht nur an Vermittler, sondern an alle Beschäftigten der Branche, die ihrer Weiterbildungspflicht gemäß IDD-Richtlinie nachkommen müssen.

Quiz-Coins in Weiterbildungszeit umwandeln

Nach der Registrierung können Anwender den „einfachen“ Spielmodus wählen oder aktiv Quiz-Coins sammeln, die sich später in Weiterbildungszeit umwandeln lassen. Bei dem Quiz erfolgt automatisch eine Wissenskontrolle. Wiederholungen festigen das Erlernte. Die über 6.000 Fragen, die für jedes Land spezifisch entwickelt wurden, bieten einen breiten Blick über das Versicherungswesen. Die Bandbreite der Themen reicht von verschiedenen Versicherungsarten über rechtliche Fragen bis hin zu allgemeinem Wissen über den deutschen Finanzmarkt. Aufgrund des Quiz-Charakters gestalte sich der Lernprozess modern und abwechslungsreich, wie Thomas Köhler unterstreicht, Gründer und Geschäftsführer der Zaigen GmbH.

Positives Feedback auf die App in der Schweiz

Im Herbst 2018 ist die App in der Schweiz erfolgreich gestartet. Kurze Zeit später wurde eine deutsche Version konzipiert und inzwischen ist die App auch für Österreich akkreditiert. Bereits kurz nach der Einführung stellte Thomas Köhler fest, dass die App offenbar ein bislang unbefriedigtes Kundenbedürfnis erfüllt: „Schon nach wenigen Monaten hatte die App in der Schweiz einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht und die vielen positiven Feedbacks lassen uns optimistisch in die Zukunft blicken. Unser nächstes Ziel: Österreich, dann der restliche europäische Versicherungsmarkt.“ (tk)

Bild: © Tiko – stock.adobe.com
 
 

Zehn Gesellschaften erhalten Innovationspreis der Assekuranz 2019

Um den Wissens- und Technologietransfer weiter voranzutreiben und praxisorientierte Produktinnovationen zu bewerten und zu prämieren, haben MORGEN & MORGEN und das Versicherungsmagazin im Rahmen des 6. Innovationspreises der Assekuranz zehn Gesellschaften ausgezeichnet.

Das Analysehaus MORGEN & MORGEN und das Versicherungsmagazin haben zehn Gesellschaften mit dem Innovationspreis der Assekuranz 2019 ausgezeichnet. Ziel des Wettbewerbs ist es, den Wissens- und Technologietransfer weiter voranzutreiben und praxisorientierte Produktinnovationen zu bewerten und zu prämieren. Die Jury setzte sich zusammen aus Joachim Geiberger, Inhaber und CEO von MORGEN & MORGEN, Bernhard Rudolf, Chefredakteur Versicherungsmagazin, Carlos Reiss, CEO asuro GmbH und Inhaber von Hoesch & Partner GmbH, Jürgen Evers, Kanzleiinhaber der Kanzlei EVERS Rechtsanwälte für Vertriebsrecht, und Professor Dr. Heinrich R. Schradin, Lehrstuhl für Versicherungslehre an der Universität zu Köln.

Die Produkte wurden in den Kategorien Produktdesign/Versicherungstechnik, Kundennutzen und Digitalisierung prämiert. Reine Produktinnovationen waren ausgeschlossen, es ging explizit um Innovationen im Bereich Technik oder Abwicklung. Die vorgeschlagenen Produkte durften zum Bezugszeitpunkt Ende Juni 2019 seit maximal zwölf Monaten am Markt sein oder in den nächsten sechs Monaten am Markt eingeführt werden. In jeder Kategorie erhielten Produktanbieter Auszeichnungen in Gold, Silber und Bronze.

Folgende Produkte wurden in den drei Kategorien ausgezeichnet

1. Kategorie: Produktdesign/Versicherungstechnik

  • Gold: AXA mit ActiveMe-U; HALLESCHE mit bKV-FEELfree; IDEAL mit TotalProtect
  • Silber: Condor mit SBU Comfort; Dortmunder mit Zuhause
  • Bronze: Allianz mit Fourmore; ALTE LEIPZIGER mit Tarif BV10

2. Kategorie: Kundennutzen

  • Gold: AXA mit ActiveMe-U; HALLESCHE mit bKV-FEELfree; Condor mit SBU Comfort
  • Silber: Allianz mit Fourmore; Emil mit Kraftfahrversicherung; HanseMerkur mit BKPG; IDEAL mit TotalProtect
  • Bronze: ALTE LEIPZIGER mit Tarif BV10

3. Kategorie: Digitalisierung

  • Gold: Allianz mit Fourmore; AXA mit ActiveMe-U
  • Silber: Domcura mit Digitale Reisegepäckversicherung; HALLESCHE mit bKV-FEELfree
  • Bronze: Emil mit Kraftfahrversicherung

Bild: © masterzphotofo – stock.adobe.com

 

DMA startet neue Weiterbildung zum Modernisierungsberater

Die Deutsche Makler Akademie bietet eine neue Qualifizierung zu Energiesparkonzepten für Wohngebäude. Die Weiterbildung zum „Modernisierungsberater“ richtet sich an Versicherungs-, Finanz- sowie Immobilienmakler.

Die Deutsche Makler Akademie (DMA) hat eine neue Weiterbildung zum Thema Energiesparkonzepte für Wohngebäude im Angebot. Das zweitägige Seminar „Modernisierungsberater (DMA & BVGeM)“ wurde zusammen mit dem Bundesverband Gebäudemodernisierung (BVGeM) entwickelt. Der Lehrgang wendet sich insbesondere an Versicherungs- und Finanzmakler, die Kunden beim Immobilienkauf und der Finanzierung qualifiziert beraten möchten. Auch Immobilienmakler können sich in diesem Bereich weiterbilden. Ein Modernisierungsberater vermag ein Wohngebäude in energetischer Hinsicht sicher und kompetent einzuschätzen und kann entsprechende Energiesparkonzepte empfehlen.

Energiespar-Irrtümer aufzeigen und Empfehlungen abgeben

Die Seminarinhalte reichen von Grundlagen des Wärmeschutzes und der Haustechnik über energetische Gebäudemodernisierung bis hin zur Ermittlung des Jahres-Primärenergiebedarfs. Neben gesetzlichen Grundlagen wie der Energiesparverordnung vermittelt die Weiterbildung vertrieblich verwertbares Praxiswissen, um Energiespar-Irrtümer aufzuklären und Modernisierungsempfehlungen abgeben zu können.

Wissenswertes zu Fördermitteln und Finanzierungsmöglichkeiten

Zudem erhalten die Lehrgangsteilnehmer Informationen zu Fördermitteln, Zuschüssen und Finanzierungsmöglichkeiten. Hierbei werden vorhandene Förderprogramme vorgestellt und aufgezeigt, wie sich diese Programme mit altersgerechten Modernisierungsmaßnahmen in sinnvolle Finanzierungsansätze einbinden lassen.

Das Seminar erstreckt sich über 13 Weiterbildungsstunden nach IDD. Der erste Durchgang erfolgt am 12. und 13. November in Reutlingen. (tk)

Bild: © Mediaparts – stock.adobe.com

 

„Social-Media-Führerschein“ macht Makler fit in Sachen Facebook & Co.

Ab sofort unterstützt das Institut Ritter Versicherungsmakler dabei, über die sozialen Medien mehr Reichweite zu erzielen und den Vertriebserfolg zu steigern. In zwölf Modulen werden Vermittler begleitet, passende Social-Media-Aktivitäten wirksam umzusetzen.

Wie Makler mit Facebook, Instagram & Co. Schritt für Schritt mehr Reichweite erzielen können und ihren Vertriebserfolg steigern, vermittelt ein neu entwickeltes Angebot vom Institut Ritter. In zwölf Modulen über ein Jahr verteilt erhalten Maklerunternehmen Unterstützung bei ihren Social-Media-Aktivitäten. Die Reihe will Vermittlern Anregungen geben, die eigene Social-Media-Arbeit voranzubringen und vertriebsorientiert zu gestalten. Konzipiert ist die Reihe für Newcomer wie auch Fortgeschrittene. Zum Abschluss bekommen die Teilnehmer einen „Social-Media-Führerschein“.

Rhythmus, Rituale und vertriebswirksame Strategien

In den zwölf Modulen behandelt Steffen Ritter, der die Premierenreihe durchführt, ein breites Spektrum an Themen. In einem vorgeschalteten Newcomer-Modul werden zunächst Vor- und Nachteile verschiedener Netzwerke erläutert sowie Social-Media-Neulingen das Einmaleins des Postens und Kommentierens vermittelt. Zum Einstieg zeigt das erste Modul, wie man Social Media sinnvoll für sich nutzen kann, auf welchen Wegen man für Kunden wie auch Nicht-Kunden klar in Erscheinung tritt und diese immer wieder neugierig macht. In den weiteren Modulen geht es unter anderem um Vertrauensaufbau auf Facebook, Instagram & Co., den passenden Rhythmus und wirksame Rituale sowie Möglichkeiten, um mehr Resonanz auf Posts zu bekommen. Wirksame Strategien und Praxisbeispiele für eine vertriebsbewusste Ausrichtung der Social-Media-Aktivitäten stehen dann in der zweiten Hälfte der Reihe auf der Agenda. 

Live-Online-Trainings mit Chat

Bei den Modulen handelt es sich um Live-Online-Trainings von jeweils einer Stunde Dauer pro Monat. Teilnehmer können über Computer oder Laptop mitmachen oder auch via Smartphone. Während der Module läuft durchgehend ein Chat, bei dem individuelle Fragen gestellt werden können. Wer eines der Live-Trainings verpasst, erhält eine Aufzeichnung davon. Für die Teilnahme an den Live-Terminen wird eine IDD-Weiterbildungsbestätigung ausgestellt.

Einzelunternehmer wie auch Teams sind angesprochen

Den Social-Media-Führerschein können sowohl Einzelunternehmer als auch – ohne Zusatzkosten – ganze Teams absolvieren. Das Institut Ritter empfiehlt bei einer größeren Zahl von Beschäftigten alle diejenigen aus dem Team mitzunehmen, die später bei der Umsetzung der Social-Media-Strategie dabei sein werden. Außerdem bietet es sich an, Social-Media-affine Mitarbeiter mit an Bord zu holen. 

Start der Premierenreihe Mitte Oktober

Die Premierenreihe zum „Social-Media-Führerschein“ startet mit dem Newcomer-Modul am 15.10.2019. Maklerunternehmen, die teilnehmen möchten, können sich per Mail beim Institut Ritter anmelden. Weitere Informationen zum Angebot und zur Anmeldung finden Sie unter folgendem Link: http://agenturberatung.de/socialmedia/ (tk)

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Weiterbildungsnachweis der Versicherungsvermittler: 79 Kammern, 79 Meinungen?

Versicherungsvermittler müssen gegenüber ihrer Aufsichtsbehörde nachweisen können, dass sie ihre gesetzliche Weiterbildungspflicht erfüllen. Bei einer möglichen Prüfung haben die einzelnen Behörden Spielraum, was sie als Weiterbildung anerkennen, weil die VersVermV hier nicht spezifiziert. Die Initiative gut beraten bemüht sich nun um einheitliche Standards.

Das Jahr geht in das letzte Quartal und die ansteigende Zahl der Weiterbildungskonten bei gut beraten dürfte ein Zeichen dafür sein, dass einige Versicherungsvermittler in Sachen Weiterbildung noch aufzuholen haben. Gerald Archangeli, Vorsitzender des Trägerausschusses der Initiative und BVK-Vizepräsident, erklärte kürzlich vor Journalisten in Berlin, dass die Kontenzahl bei gut beraten in den letzten Monaten noch einmal gestiegen sei. Die Teilnahme an der Weiterbildungsinitiative ist keine Pflicht, dennoch ist gut beraten federführend und hat in der Branche eine hohe Akzeptanz. Die Zahl der Konten steuert mittlerweile auf 180.000 zu.

Was gibt die VersVermV vor?

Mit der Umsetzung der IDD müssen alle Versicherungsvermittler und vertrieblich Tätigen eine gesetzliche Weiterbildungspflicht von 15 Zeitstunden im Jahr erfüllen. Die ist auf Verlangen der Aufsichtsbehörden, meist die IHK vor Ort, nachzuweisen. Die Nachweise und Unterlagen sind nach § 7 VersVermV fünf Jahre auf einem dauerhaften Datenträger vorzuhalten und in den Geschäftsräumen aufzubewahren. Die Aufbewahrungsfrist beginnt mit dem Ende des Kalenderjahres, in dem die Weiterbildungsmaßnahme durchgeführt wurde.

Nun heißt es in dem Paragrafen auch, dass die Weiterbildung dabei mindestens den Anforderungen der ausgeübten Tätigkeiten des zur Weiterbildung Verpflichteten entsprechen und die Aufrechterhaltung seiner Fachkompetenz und seiner personalen Kompetenz gewährleisten muss.

Wie versteht die Aufsicht die Vorgaben?

Und hier stellt sich die Frage, wie die jeweiligen Industrie- und Handelskammern diese Vorgaben konkret auffassen. Archangeli wirft entsprechend die Frage auf, welche Qualifizierungsmaßnahmen nach Einschätzung der IHK diese Vorgaben erfüllen – und welche nicht. Deshalb sucht der Trägerausschuss von gut beraten aktuell den Kontakt zur IHK-Dachorganisation, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), um sich hier gemeinsam mit der IHK-Organisation auf einheitliche Standards für die Anerkennung von Nachweisen zu verständigen.

Passiert dies nicht, können 79 Kammerorganisationen nach ihren eigenen Maßstäben messen: Was die eine Kammer anerkennt, könnte eine andere ablehnen. Als kritische Beispiele nennt Archangeli etwa die Weiterbildung zu Investmentfonds oder zu Transportversicherungen, die nicht standardmäßig zur 34d-Weiterbildung zählt, für den einzelnen Vermittler aber enorm wichtig sein können. Gerade in solchen Fällen könnte es zu unterschiedlichen Auslegungen kommen.

Nicht auf die leichte Schulter nehmen

Generell müssen sich Vermittler darauf einstellen, dass die Aufsichtsbehörden bei ihren Stichproben oder bei bestimmten Anlässen die Prüfung der Nachweise durchaus ernst nehmen werden. Insgesamt hätten die Kammern klargemacht, dass sie nicht alles einfach nur durchwinken werden, so Archangeli sinngemäß. (bh)

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Neuer Masterstudiengang mit Fokus auf Vermögensschadenhaftpflicht startet

An der Rheinischen Fachhochschule Köln startet zum Wintersemester 2019/2020 der neue Master „Liability, Risk and Insurance PI/D&O/Cyber“ (LL.M.) Der Studiengang ist auf die Themen VSH, D&O und Cyber zugeschnitten. Einzelne Module können auch von Gasthörern besucht werden.

Zum Wintersemester 2019/2020 fällt an der Rheinischen Fachhochschule Köln der Startschuss für den neuen Masterstudiengang „Liability, Risk and Insurance PI/D&O/Cyber“ (LL.M.). Das Angebot ist auf Themen rund um Vermögensschadenhaftpflicht, D&O- und Cyber zugeschnitten. In drei Semestern werden berufsbegleitend vertiefte Kenntnisse in Versicherungs- und Haftungsrecht, insbesondere in den Bereichen Vermögensschadenhaftpflicht, D&O and Cyber vermittelt. Teilnehmer können den Abschluss „Master of Laws“ (LL.M.) erwerben.

Auf dem Lehrplan stehen die Fächer Versicherungswirtschaft, Versicherungsrecht, Wirtschaftsrecht/Compliance, Gesellschaftsrechtliche Haftung, Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Verkammerte Berufe, Financial Lines (D&O/E&O) und Specialty (Cyber/IT) sowie Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Dienstleister/Vereine/Verbände und Körperschaften. Abschließend ist ein Forschungsseminar vorgesehen. Der Studiengang ist durch das Akkreditierungsinstitut ZEvA akkreditiert und staatlich anerkannt.

Einzelne Module offen für Gasthörer

Das Studienangebot wendet sich an Juristen, Betriebswirte, Absolventen aus Studiengängen im Versicherungswesen oder vergleichbaren Abschlüssen, die bereits berufliche Erfahrung im Bereich des Versicherungswesens haben und sich für den Arbeitsbereich der „Vermögensschadenshaftpflicht“ fit machen wollen. Die einzelnen Module des Masterstudiums können auch in Form einer Gasthörerschaft besucht werden.

Entwicklung in Zusammenarbeit mit dem DGVH e. V.

Den Anstoß für das Konzept dieses neuen Masterstudiengangs gab die Deutsche Gesellschaft für Vermögensschadenshaftpflicht e.V. (DGVH e.V.). Der gemeinnützige Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Spezialgebiet der Vermögensschadenshaftpflicht zu fördern, zu sichern und zu stärken, unter anderem durch Fort- und Weiterbildung.

Bild: © Sergey Nivens – stock.adobe.com

 

DKM-News: Bunte Spielwiese für Trendthemen der Branche

Die DKM öffnet vom 22. bis 24.10.2019 in Dortmund wieder ihre Pforten für die Fachbesucher aus der Finanz- und Versicherungsbranche. Rund um den Messebetrieb gibt es ein vielfältiges Kongressprogramm. Einige Kongresse sind Teil von DKM-Themenparks.

Kleine Bühnen, offene und moderne Flächen, kompakte Messestände: all dies kennzeichnet die DKM-Themenparks, wo sich sowohl wohl Branchengrößen als auch Start-ups und Nischenanbieter rund um einen speziellen Themenschwerpunkt auf kompaktem Raum präsentieren. Fünf Kongresse aus dem DKM-Rahmenprogramm sind in diesem Jahr Bestandteil von Themenparks. Es sind:

Kongress Immobilien: So nutzen Vermittler den Immobilienboom

Immobilien feiern deutschlandweit einen Boom wie nie zuvor. Betongold wird nicht nur als Eigenheim, sondern auch als Kapitalanlage immer beliebter. Für die Finanz- und Versicherungswirtschaft sind Immobilien damit einerseits Konkurrenz im Rennen um die Gunst der Anleger. Andererseits können sie aber auch ein attraktives Zusatzstandbein sein – egal ob in Form von Baufinanzierungen, Tippgebermodellen der Immobilienvermittlung oder als direkte oder indirekte Investments. Der Kongress Immobilien verschafft Vermittlern einen Überblick über die zahlreichen Chancen und Herausforderungen, die der Immobilienboom für ihr Geschäft birgt.

Der Kongress, der in Kooperation mit AssCompact Immobilien stattfindet, ist Teil des Themenparks Immobilien. Medienpartner ist die Immobilienzeitung.

  • Wann und wo? Mittwoch und Donnerstag, 23. und 24.10.2019, Halle 5, A09
Kongress InsurTech: Digitalisierung des persönlichen Vertriebs

Das diesjährige Kongressprogramm nimmt die Teilnehmer mit auf eine „Reise“ entlang typischer Stationen im Geschäft eines Versicherungsmaklers. Dafür wurden sechs Themenblöcke definiert, die die gesamte „Makler Journey“ abdecken: zum Beispiel die digitale Jagd nach Neukunden, bei der die Relevanz von Social Media und Personal Branding für den stationären Vertrieb analysiert wird. Nicht zuletzt geht es aber auch um den aktuellen Stand technologischer Innovationen im Versicherungsvertrieb. Die Besucher können sich also auf spannende Vorträge und lebendige Diskussionsrunden freuen. Darüber hinaus bietet der Kongress die einmalige Gelegenheit, Vorstände und Experten von interessanten Versicherern und InsurTechs persönlich zu treffen und sich ein Bild von den jeweiligen Geschäftsmodellen zu machen.

Der Kongress, der in Kooperation mit zeb stattfindet, ist Teil des Themenparks InsurTech. Kongress und Themenpark werden unterstützt von R+V und Salesforce.

  • Wann und wo? Mittwoch und Donnerstag, 23. und 24.10.2019, Halle 3, F22
Kongress Investment/Nachhaltigkeit: Dem Niedrigzins trotzen

Der Niedrigzins ist in aller Munde. Denn dieser macht deutschen Sparern und damit natürlich auch den Vermittlern seit Jahren zu schaffen. Die Folge: Konventionelle Garantieprodukte sind nicht mehr praktikabel. Nach Meinung vieler Experten wird sich daran in Europa wohl auch so schnell nichts ändern. Zudem zeigt etwa das Verbot von Garantien innerhalb der tarifgebundenen bAV, dass auch der Regulator die Zeichen der Zeit erkannt hat und die Vorsorgeprodukte den aktuellen Marktbedingungen anpasst.

Paneldiskussionen, Workshops und Impulsvorträge geben einen Überblick zu anstehenden Entwicklungen und zeigen, wie Vermittler das Beste aus Versicherungs- und Investmentprodukten für ihre Kunden rausholen.

Der Kongress findet in Kooperation mit funds excellence statt und ist Teil des Themenparks Investment. Medienpartner von Kongress und Themenpark ist CAPinside.

  • Wann und wo? Mittwoch und Donnerstag, 23. und 24.10.2019, Halle 3, C02
Kongress Prozessoptimierung: Maklerverwaltung | Beratung | Automatisation

Prozesse im Maklerbüro können nur mit einem Maklerverwaltungsprogramm reibungslos funktionieren. Nur von dort sollten Kundendaten über bidirektionale Schnittstellen mit den „Satelliten-Programmen“ (Vergleich, Analyse und Beratung) sicher und zuverlässig ausgetauscht werden. Daher befasst sich der Kongress Prozessoptimierung schwerpunktmäßig mit diesem wichtigen Baustein in der IT-Landschaft der Maklerunternehmen.

Die Besucher werden in 20-minütigen Impulsvorträgen über den aktuellen Stand der technischen Möglichkeiten sowie der Leistungsfähigkeit der vorgestellten technischen Lösungen informiert und können anschließend mit den Fachreferenten in den persönlichen Dialog treten.

Der Kongress findet in Kooperation mit Maklerkonzepte statt und ist Teil des Themenparks Software & IT.

  • Wann und wo? Mittwoch, 23.10.2019, Halle 4, E02
Kongress BiPRO: Mehr Power für Ihr Geschäft!

Mit einem eigenen Kongress auf der DKM setzt der BiPRO e.V. in diesem Jahr ein Zeichen. Im Maklermarkt längst als wichtigste Institution gesetzt, steht der Verein für effiziente Prozesse im Maklerbüro. Besucher erhalten die Gelegenheit, sich beim BiPRO-Kongress über aktuelle Themen und Projekte zu informieren. Denn mit RNext startet die BiPRO eine neue Normengeneration, die es Providern und Consumern leichter macht, Anbindungen umzusetzen.

Der Kongress, der in Kooperation mit dem BiPRO e.V. stattfindet, ist Teil des Themenparks BiPRO.

  • Wann und wo? Donnerstag, 24.10.2019, Halle 4, E02

Mehr zu den Themenparks auf der DKM 2019 lesen Sie nächste Woche auf www.asscompact.de.

Neuigkeiten rund um die Leitmesse

Noch sind es gut eineinhalb Monate bis zur DKM 2019, die vom 22. bis 24.10.2019 in Dortmund stattfindet. Sie erhalten wöchentlich Neuigkeiten zur Leitmesse auf www.asscompact.de. Mehr Informationen gibt es außerdem auf www.die-leitmesse.de

Lesen Sie auch: DKM-News: Wie Versicherer die Zukunft gestalten wollen

 

Neuer Bildungsverbund mit DIN-konformer Ausbildung und Zertifizierung

Die Deutsche Makler Akademie (DMA), die Deutsche Versicherungsakademie (DVA) und die BWV Regional treten zukünftig als Bildungsverbund auf. Gemeinsam mit ZERTPRO FINANZ bieten sie ein einheitliches Angebot zur DIN-Norm 77230 für Vermittler und Berater an.

Die DMA, die DVA und ausgewählte regionale Partner des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) haben sich in einem Bildungsverbund organisiert. Gemeinsam mit der Gesellschaft zur Zertifizierung von Standards und Normen im Bereich Finanzdienstleistungen (ZERTPRO FINANZ), nehmen die Weiterbilder drei Ausbildungsvarianten zur DIN-Norm 77230 in ihr Angebot auf.

Normierter ganzheitlicher Finanzanalyseprozess

In dieser ersten deutschen Norm für Finanzdienstleistungen geht es um die Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte. Dieser ganzheitliche Analyseprozess umfasst die Absicherung, die Vorsorge und die Vermögensplanung des Haushalts. Mit der Kooperation habe man sich zum Ziel gesetzt eine hohe Qualität beim Einsatz der Norm zu sichern und strebe gleichzeitig ein einheitliches Bildungsangebot zur DIN-Finanzanalyse an.

Drei Ausbildungsvarianten inklusive Zertifizierungsprüfung

Die drei Ausbildungsvarianten umfassen je eine DIN-konforme Zertifizierungsprüfung und ein Web Based Training (WBT). Im weiteren Umfang unterscheiden sie sich lediglich bei den Präsenztagen. Während in der Basis-Variante lediglich das WBT mit seinen Inhalten und die Zertifizierungsprüfung enthalten sind, stellt das Ein-Tages-Kompaktseminar Zusatzinhalte zur Verfügung. Hier wird beispielsweise auch erklärt, wie die DIN-konforme Finanzanalyse unter Zuhilfenahme von zertifizierter Software auch vertrieblich genutzt werden kann. Die ausführlichste Ausbildungsvariante jedoch, ist die Qualifizierung zum „Zertifizierten Finanzanalyseexperten nach DIN 77230“. In dieser steht neben der WBT und der Zertifizierungsprüfung auch eine über 2,5 Tage reichende, intensive Schulung auf der Agenda. In welcher die Teilnehmer darin geübt werden, wie sie das Werkzeug der normierten Finanzanalyse in ihren beruflichen Alltag integrieren. Darüber hinaus wird der Einsatz von zertifizierter Finanzsoftware zur Analyse und Dokumentation geschult.

Die Veranstaltungsorte sind ausgewählte Standorte des BWV Regional, aber ebenso besteht die Möglichkeit die Schulungen im eigenen Betrieb und in der jeweils gewünschten Ausbildungsvariante zu buchen sowie stattfinden zu lassen. (tku)

Lesen Sie hierzu auch: Die DIN 77230 ist am Start

Lesen Sie hierzu auch: Weiterbildung für Makler künftig individueller und zeitlich flexibler

Bild: © speed300 – stock.adobe.com

 

In wenigen Tagen: Nachhaltige Investments auf der FAIR FRIENDS

In wenigen Tagen findet in der Messe Dortmund die Nachhaltigkeitsmesse FAIR FRIENDS statt. Integriert ist ein „Marktplatz für Nachhaltige Investments“, der Finanzberater und Versicherungsmakler adressiert. Den Messeauftakt macht zudem am 04.09.2019 die Veranstaltung FUTURE OF FAIR FINANCE.

Die FAIR FRIENDS ist Deutschlands größte Nachhaltigkeitsmesse und entwickelt ihr Konzept stetig weiter. So können sich, wenn die Messe in Kürze startet, Versicherungsmakler und Finanzberater am sogenannten Fachtag über Nachhaltige Investments informieren. Denn die Messe hat den „Marktplatz für Nachhaltige Investments“ integriert. Dort wird auch die Sustainable-Finance-Strategie der Bundesregierung aufgegriffen. Mit ihr soll Deutschland zu einem Sustainable-Finance-Standort ausgebaut werden und ein Beitrag zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele weltweiter Initiativen geleistet werden. Schirmherrin der Messe ist denn auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

Die Fachschwerpunkte des Marktplatzes

Der „6. Marktplatz für Nachhaltige Investments“ findet am 05.09.2019 statt. Die Schwerpunkte sind:

  • Grüne Altersvorsorge und grüne betriebliche Altersvorsorge
  • Offene Investmentfonds und Vermögensverwaltung
  • Geschlossene Investments/Sachwerte
  • Stiftungsforum Nachhaltige Kapitalanlagen – in Kooperation mit dem Weltethos-Institut
  • Green Start-ups Forum – in Kooperation mit dem FNG Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V.

Auf dem Marktplatz wird es verschiedene Themenparks geben, in denen sich große und internationale Häuser ebenso zeigen wie kleine Pioniere. Vertreten sein werden Versicherungen, Investmenthäuser, Emissionshäuser sowie grüne und konfessionelle Banken und Stiftungen. Das Fachpublikum aus Maklern, Finanzberatern, Stiftern und institutionellen Investoren kann sich an diesem Tag also einen guten Überblick über den Status quo und die Trends in der Branche verschaffen. Alle Informationen zum Marktplatz finden sich hier: www.nachhaltige.investments/

FAIR FRIENDS und FUTURE OF FAIR FINANCE

Von Freitag bis Sonntag, also vom 06. bis 08.09.2019, bietet die FAIR FRIENDS Fachbesuchern und Verbrauchern dann die gesamte Produktpalette des fairen und nachhaltigen Handels. Die FAIR FRIENDS ist auch eine etablierte Einkaufsplattform für den Fach- und Einzelhandel.

Der Messe und dem Fachtag zu Nachhaltigen Investments geht am 04.09.2019 die Veranstaltung FUTURE OF FAIR FINANCE voran. Die neuesten und wichtigsten Entwicklungen zu EU-Regulierung, FinTechs, Wohnungsmarkt und Klimaschutz werden bei der Veranstaltung im Fokus stehen. Zudem bietet die Veranstaltung Keynote-Sessions und den Austausch mit Führungskräften aus der Finanzbranche, mit Politikern, Social Entrepreneurs sowie Vertretern gemeinnütziger Organisationen und Stiftungen.

Alle Informationen zur Messe und den Veranstaltungen: www.fair-friends.de.

Lesen Sie auch: Messe FAIR FRIENDS integriert Marktplatz für Nachhaltige Investments

 

Für Versicherer ist Datenschutz nun noch wichtiger geworden

Seit Firmen wegen Verstößen gegen die DSGVO mit hohen Geldstrafen belegt werden, ist es gerade für Versicherer unerlässlich, ihre Vorkehrungen bezüglich Datensicherheit bei Cyberangriffen zu überprüfen. Ein Gastbeitrag von Simon Viney, Financial Sector Cyber Consulting Lead bei BAE Systems Applied Intelligence.

Datenschutz war schon immer wichtig. Aber jetzt kommt die missbräuchliche oder fahrlässige Behandlung personenbezogener Daten Unternehmen teuer zu stehen – zumindest in Europa. Die britische Datenschutzbehörde ICO (Information Commissioner’s Office), die für die Wahrung der Datenschutzrechte in Großbritannien verantwortlich ist, hat angekündigt, dass sie gegen British Airways und gegen die Hotelkette Marriot International Strafen in Höhe von 183 Millionen Pfund beziehungsweise 99 Millionen Pfund aufgrund von durch Cyberangriffe verursachte Datenschutzverletzungen verhängen wird.

Bußgelder massive Belastung für Unternehmen

Dies ist nicht das erste Mal, dass Bußgelder verhängt werden, und es sind auch nicht die ersten hohen Bußgelder. In Frankreich wurde Google kürzlich mit einem Bußgeld von in Höhe von 50 Millionen Euro belegt. Die gegen British Airways und Marriot International verhängten Bußgeld haben für fette Schlagzeilen gesorgt und große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erregt. Für beide Unternehmen stellen diese Bußgelder eine massive Belastung dar.

Die Höhe der Geldbußen gegen British Airways und Marriott ist noch nicht endgültig festgelegt und die genauen Gründe für die Verhängung der Geldbußen wurden noch nicht mitgeteilt. Diese werden bekannt gegeben, sobald die Mitteilung über die Geldstrafe vom ICO veröffentlicht wurde. Aber schon jetzt ist klar, dass die angedrohten Bußgelder für Unternehmen, die einem Cyberangriff ausgesetzt sind, der einen Verstoß gegen personenbezogene Daten zur Folge hat, eine grundlegende Veränderung darstellt.

Datenschutzverletzung infolge eines Cyberangriffs

Viele Unternehmen haben eine Cyber-Versicherung abgeschlossen, um sich gegen Verluste nach einem erfolgreichen Cyberangriff abzusichern. Bei Cyberversicherungspolicen sind Bußgelder, die im Rahmen der Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union (EU-DSGVO) verhängt werden, in der Regel mit abgedeckt. Allerdings muss erst noch geprüft werden, was überhaupt gesetzlich versicherbar ist.

Sollten die vom britischen ICO verhängten hohen Strafen den Beginn eines neuen Kapitels markieren und Unternehmen als Folge eines Cyberangriffs hohe Bußgelder aufgrund von Datenschutzverletzungen riskieren, könnten Versicherungsunternehmen für bedeutende Ansprüche haftbar gemacht werden, die die zuvor aufgrund von Datenschutzverletzungen oder Cyberangriffen erhobenen Forderungen erheblich übersteigen.

Risiko von mehreren Großschäden aufgrund desselben Vorfalls

Wenn ein Cyberangriff außerdem mehrere Unternehmen gleichzeitig betreffen und zu erheblichen Bußgeldern im Rahmen der EU-DSGVO führen sollte, könnten die Versicherer zudem Gefahr laufen, für mehrere Großschäden aufgrund desselben Vorfalls aufkommen zu müssen, was ihre erwarteten Schadensverluste überschreiten könnte.

Die Versicherer müssen das Niveau des Cyberschutzes, das sie von den Unternehmen verlangen, genauer definieren, bevor sie über das angebotene Schutzniveau entscheiden – und es ist notorisch schwierig, herauszufinden, was „ausreichender Schutz“ ist. Ein weiteres Problem für die Versicherungsunternehmen sollte nicht vergessen werden: Versicherer, die große Mengen personenbezogener Daten verwalten, können auch selbst zum Ziel von Cyberangriffen werden.

Cyberabwehr, die der Due Diligence entspricht

Bevor man jedoch zum Schluss kommt, dass dies alles zu schrecklich ist, um auch nur darüber nachzudenken, ist anzumerken, dass in diesen beiden Problemen auch bereits der Schlüssel zur Lösung liegt. Der Aufbau, die Aufrechterhaltung und die Prüfung der eigenen Abwehrmaßnahmen versetzt die Versicherer in die Lage, genau die richtigen Fragen zu stellen, was eine der Due Diligence entsprechende Cyberabwehr ausmacht.

Die EU-DSGVO ist eine legitime Antwort auf die Bedenken hinsichtlich des Schutzes der Privatsphäre. Dies wird durch die jüngsten Vorkommnisse bestätigt. Es liegt an uns, mit der neuen Situation umzugehen und zu verstehen, wie sich dies – zum Guten und zum Schlechten – auf die Unternehmen auswirkt.

Über den Autor

Simon Viney ist seit Januar 2019 Financial Sector Cyber Consulting Lead bei BAE Systems Applied Intelligence. Er verfügt über zwei Jahrzehnte Erfahrung im Informationsrisiko- und Sicherheitsmanagement mit Schwerpunkt auf Finanzdienstleistungen und dem öffentlichen Sektor und hat umfassende Erfahrung in der Unterstützung von Kunden bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen in den Bereichen Datenschutz, Compliance und Regulatorik.