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Fort- & Weiterbildung

Generationenberatung: Neuer Videokurs für Vermittler

Die JURA DIREKT Akademie bietet mit „Prinzip Generationenberatung“ einen neuen Videokurs. Damit können Vermittler ihr Fachwissen zum Thema schärfen und sich als Experten in Sachen Notfall-Management positionieren. Das Angebot umfasst 14 Videos und elf Skripte mit Erläuterungen und Vertiefungen.

Mit „Prinzip Generationenberatung“ hat die JURA DIREKT Akademie ihr Angebot um einen neuen Videokurs erweitert. Er richtet sich an Makler und Finanzdienstleister, die ihr Fachwissen im Bereich Generationenberatung schärfen und sich als Experten im honorarfähigen Notfall-Management positionieren wollen. Mit dem Kurs erhalten die Teilnehmer das Wissen des Generationenberaters und des Konzeptberaters im JURA DIREKT Vorsorgedreieck©. „Honorarmodelle jenseits der Finanzen werden zunehmend einen ansehnlichen Teil des Makler-Umsatzes ausmachen“, erklärt Jürgen Zirbik, Geschäftsführer der JURA DIREKT Akademie, „das macht unabhängiger und zukunftsfähig. Bis jetzt fehlten noch schlüssige Konzepte dafür. Mit dem Konzept HONORARWERT© haben wir diese Lücke geschlossen. Der Videokurs zeigt unter anderem wie das gut geht.“

Weiteres Geschäft zu Familien und Selbstständigen anbahnen

Der Kurs soll die Teilnehmer befähigen, weiteres Geschäft zu Familien, Unternehmern und Selbstständigen anzubahnen, indem sie unter anderem folgende Lösungen anbieten: Rechtliche Sicherheit mit Vollmachten und Verfügungen im Familienverbund schaffen, Herausforderungen in der rechtlichen Familie über den Stammbaum erkennen und lösen sowie Zugriff auf Informationen und Dokumente für Angehörige über den Notfall-Ordner ermöglichen. Die Berater sollen Kunden im Rahmen einer honorarfähigen Dienstleistung begleiten können und Lösungen der rechtlich bedingten finanziellen Herausforderungen für die ganze Familie aufzeigen.

14 Videos, elf Themen

Der Videokurs besteht aus elf Themen und 14 Videos zum Wissen des Generationen- und Vorsorgeberaters sowie des Notfall-Managers und umfasst über sieben Stunden Videomaterial. Skripte bieten Vertiefungen, Erläuterungen und Hilfen für die praktische Umsetzung. Wird der Videokurs erworben, lässt sich auf die Videos und Skripte dauerhaft zugreifen. Wird ein Video aktualisiert, steht den Teilnehmern die neueste Version in ihrem Videoportal zur Verfügung. (tk)

Bild: © ra2 studio – stock.adobe.com

 

Wie (schlimm) steht es um das Finanzwissen der Deutschen?

Zum internationalen Tag der Bildung am 24. Januar hat die LV 1871 im Rahmen einer Umfrage nachgehakt, wie es um das Finanzwissen hierzulande bestellt ist. Rund 25% der Deutschen können wichtige Finanzbegriffe nicht erklären. Und 37% meinen, Zinsen gebe es vor allem bei klassischen Geldanlagen.

Am 24. Januar ist internationaler Tag der Bildung. Aus diesem Anlass hat die LV 1871 gemeinsam mit YouGov im Rahmen einer Umfrage beleuchtet, wie es um das Finanzwissen der Bundesbürger steht. Hierfür hat die LV 1871 das PISA-Fragendesign aufgegriffen. Anstelle von Schülern wurden Erwachsene gefragt, wie sie beim Thema Finanzbildung aufgestellt sind. „Die Ergebnisse unserer Umfrage sind beunruhigend: Rund jeder vierte Deutsche kann wichtige Finanzbegriffe nicht erklären. Gleichzeitig ist die private Vorsorge so wichtig wie nie. Diese Kombination ist verheerend,“ erklärt Hermann Schrögenauer, Vorstand der LV 1871.

Ahnung von Zinsen?

So überrasche es auch nicht, dass mehr als ein Drittel der Befragten (37%) der Meinung sind, insbesondere bei klassischen Geldanlage-Produkten Zinsen zu bekommen. „Finanzen sind nicht das Lieblingsthema der Deutschen, müssen es aber werden,“ so Schrögenauer weiter. Unabhängige Beratung sei der Schlüssel dazu. (tk)

Bild oben: © Hafiez Razali – stock.adobe.com

Wie (schlimm) steht es um das Finanzwissen der Deutschen?
 

Weiterbildung über IDD-Soll: „gut beraten“ legt Bilanz für 2019 vor

Laut aktuellen Zahlen der Weiterbildungsinitiative „gut beraten“ investierten die Teilnehmer 2019 im Schnitt 26 Stunden in die Weiterentwicklung ihrer Fach- und Beratungskompetenz. Damit fällt das Weiterbildungsengagement der vertrieblich Tätigen der Branche deutlich höher aus als es die VersVermV vorsieht.

Die Weiterbildungsinitiative „gut beraten“ hat ihre Jahresbilanz für 2019 vorgelegt. Demnach investierten die aktiven Teilnehmer im vergangenen Jahr im Schnitt 26 Stunden zur Weiterentwicklung ihrer Fach- und Beratungskompetenz. Somit liegt das Engagement der vertrieblich Tätigen in der Assekuranz deutlich über den gesetzlich geforderten jährlich 15 Stunden Weiterbildung nach der Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV). Gerald Archangeli, Vorsitzender des Trägerausschusses der Initiative und Vizepräsident des Bundesverbandes der Versicherungskaufleute, unterstrich mit Blick auf dieses Ergebnis: „Die Zahlen verstehen wir auch als Auftrag, neben den gesetzlichen Anforderungen weiterhin die gut beraten-Zielsetzung der freiwilligen 30-stündigen Weiterbildung zu erreichen, zu fördern und vertrauenswürdig zu dokumentieren.“

1.300 neue Bildungskonten pro Monat

Wie Dr. Katharina Höhn, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) e. V. betonte, sei die Nachfrage nach „gut beraten“ weiterhin ungebrochen. So seien 2019 monatlich im Schnitt 1.300 neue Bildungskonten hinzugekommen. Zum Stichtag 31.12.2019 verzeichnete die „gut beraten“-Weiterbildungsdatenbank insgesamt 180.623 Bildungskonten. Das entspricht einem Plus von 14.584 Konten im Vergleich zu Ende 2018 bzw. einer Zunahme von 8,8%. Insgesamt 82% dieser Konten wurden aktiv zum IDD-Nachweis genutzt.

Insgesamt 3,9 Millionen Weiterbildungsstunden in 2019

Im vergangenen Jahr investierten die „gut beraten“-Teilnehmer insgesamt an die 3,9 Millionen Stunden in ihre Weiterbildung. Etwas mehr als eine Million davon entfiel auf das 4. Quartal. Damit legt die Bildungszeit gegenüber 2018 um 25,7% zu. Der weit überwiegende Teil der Teilnehmer hat neben der IDD-Bescheinigung ebenfalls das gut beraten-Zertifikat über jährlich 30 Stunden Weiterbildung erhalten.

E-Learning bei Lernformen erstmals vorne

Eine Zäsur zeigt sich dem BWV zufolge bei den Lernformen: Im Jahr 2019 haben die E-Learning-Varianten erstmals die Präsenzveranstaltungen von Platz 1 der präferierten Lernformen verdrängt. Während der Anteil von Weiterbildung mit persönlicher Teilnahme im Jahresverlauf 5 Prozentpunkte eingebüßt hat und nun 47% beträgt, haben die E-Learning-Varianten im gleichen Ausmaß zugelegt und kommen inzwischen auf 48%.

Fachkompetenz im Fokus

Was die Weiterbildungsinhalte angeht, setzten die Teilnehmer den Schwerpunkt auch im vergangenen Jahr auf die Erweiterung der Fachkompetenz. 74% der gut beraten-Teilnehmer wählten Angebote in diesem Bereich. Mit 26% deutlich weniger nachgefragt waren Weiterbildungsinhalte zur Stärkung der Beratungskompetenz. (tk)

Bild: © adragan – stock.adobe.com

 

DMA stellt 414.500 Euro für Aus- und Weiterbildung bereit

Im Jahr 2019 hat der Förderverein der Deutschen Makler Akademie (DMA) 414.500 Euro für die Aus- und Weiterbildung von Versicherungsmaklern zur Verfügung gestellt. Die Gesamtteilnehmerzahlen konnten somit um etwa 10% auf insgesamt 4.800 Teilnehmer erhöht werden. 

Der Förderverein der Deutschen Makler Akademie (DMA) hat im Jahr 2019 insgesamt 414.500 Euro für die Aus- und Weiterbildung von Versicherungsmaklern bereit gestellt. Die Gesamtteilnehmerzahlen ließen sich somit um ca. 10% auf insgesamt 4.800 Teilnehmer steigern. Im Rahmen ihres auf die Assekuranz- und die Finanzbranche zugeschnittenen Programms bietet die DMA Seminare und Selbstlernprogramme in den folgenden fünf Themengebieten: Komposit, betriebliche Altersversorgung, Investment & Immobilien, Management & Vertrieb und Vorsorge.

Drei neue Mitglieder 2019

Der Förderverein der DMA wird von allen 46 führenden Maklerversicherern der Branche getragen. Im Jahr 2019 verzeichnete die DMA drei neue Mitglieder: „Die DWS International GmbH, die asspario Versicherungsdienst AG und die nettowelt GmbH & Co.KG unterstützen nicht nur finanziell, sondern auch inhaltlich durch ihre langjährige Expertise“, erklärt Dr. Angelo Rohlfs, der erste Vorsitzender des Fördervereins.

Mit ihrer Mitarbeit in den Ausschüssen und ihrem fachlichen Know-how tragen die Förderer dazu bei, die Bildungsangebote lehrreich und effizient gestalten zu können, sodass ein nachhaltiger Lernprozess stattfinden kann. Auch mit der Bereitstellung von Räumlichkeiten und Konzepten unterstützen die Förderer. (tk)

Bild: © tomertu – stock.adobe.com

 

NEU: Forum Süd-West von AssCompact Wissen

Premiere bei AssCompact Wissen: Die Veranstaltungsreihe für Vermittler zieht es erstmalig in den Südwesten von Deutschland. Am 19.02.2020 findet das Forum Süd-West in Karlsruhe statt.

Im Mittelpunkt des neuen Forums Süd-West am 19.02.2020 in Karlsruhe stehen Informationen aus der Praxis und intensive Diskussionen zu aktuellen Branchenthemen mit Kollegen und Ausstellern. Jochen Leiber, Vertriebsleiter beim Veranstalter bbg Betriebsberatungs GmbH, zum neuen Veranstaltungskonzept: „Im Gegensatz zu den anderen Veranstaltungen von AssCompact Wissen gibt es beim Forum Süd-West keinen thematischen Schwerpunkt. Da das Forum Süd-West sozusagen die Auftaktveranstaltung von AssCompact Wissen ist, wollten wir hier ausschließlich Maklerwissen mit Praxisbezug vermitteln und uns den Themen öffnen, die den Maklern gerade aktuell auf dem Herzen liegen.“

Die Teilnehmer erhalten somit in den 24 Workshops unter anderem Lösungsansätze zu den aktuellen Herausforderungen im Makleralltag. Aber auch Informationen zu neuen Produkten stehen auf der Agenda. Besucher können bis zu 4,5 Stunden Weiterbildungszeit erwerben.

Außergewöhnliche Location

Veranstaltungsort ist die Firmenzentrale der BGV Badische Versicherung. Im sogenannten Lichthof des Gebäudes erwartet die Teilnehmer ein Ausstellungsbereich mit 28 Unternehmen. Hier können sich Besucher in lockerer Atmosphäre mit Kollegen und Vertretern der Unternehmen austauschen.

28 Aussteller informieren über Produkte und Trends

Folgende Unternehmen stehen den Besuchern Rede und Antwort: ALLCURA | ALTE LEIPZIGER | AMEXPool | AUXILIA | BARMENIA | BGV | BIG direkt gesund | Concordia | degenia | DEMA | DOMCURA | GHV Versicherung | GKV- POOL | Gothaer | HanseMerkur | INTER | Konzept & Marketing | LV1871 | Medien-Versicherung | NÜRNBERGER | rhion.digital | Smart InsurTech | Stuttgarter | Swiss Life | VPV Versicherungen | WIFO | Württembergische | ZURICH (Stand: 17.12.2019)

Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.asscompact.de/forum-südwest

 

Wie man mit der Quiz-App IDD-Weiterbildungszeit sammelt

Mit der neuen App „V-Quiz“ haben Vermittler die Möglichkeit, Weiterbildungszeit gemäß IDD in Quiz-Form zu sammeln. Wie das konkret abläuft, erklärt Thomas Köhler. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Schweizer Zaigen GmbH, die die App auf den Markt gebracht hat.

Herr Köhler, mit einer neuen Quiz-App ermöglichen Sie es Vermittlern, Weiterbildungszeit gemäß IDD-Richtlinie zu sammeln. Wie genau funktioniert die Anwendung? 

Kurz gesagt: Downloaden, „nur“ mit E-Mail registrieren, spielen und bei Bedarf Weiterbildungszeit beantragen. Bei V-Quiz handelt es sich um ein Quiz, das heißt der Nutzer bekommt eine Frage gestellt mit vier möglichen Antworten, wovon nur eine Antwort richtig ist (Single-Choice-Verfahren). Für jede richtig beantwortete Frage erhält man einen Quiz-Coin, bei schwereren Fragen sogar zwei Coins.

Sobald man genug Coins gesammelt hat, besteht die Möglichkeit, diese in Weiterbildungszeit umzuwandeln. 100 Quiz-Coins entsprechen einer Weiterbildungsstunde. Das Quiz bietet aus zehn Fachbereichen sehr viele Fragen. Der Nutzer hat demnach die Möglichkeit, frei zu wählen. Im Prinzip kann man so seine Weiterbildungszeit „mit einem Daumen“ erfüllen. Man sollte die App aber nicht unterschätzen. Es ist zwar leicht zu spielen, aber die Fachfragen sind vom Schwierigkeitsgrad gemischt, können also durchaus auch herausfordernd sein.

Man kann also Coins in Weiterbildungszeit umwandeln? Was ist denn da maximal im Jahr pro Nutzer möglich bei fast 6.000 Fragen?

Nun, die rund 6.000 Fragen sind ja nur der derzeitige Stand. Der Fragenpool wird wachsen. Ich gehe davon aus, dass wir uns langsam in Richtung 10.000 Fragen entwickeln werden. Grundsätzlich entsprechen 100 richtig beantwortete Fragen einer Weiterbildungsstunde, somit wären also nach heutigem Stand rund 60 Weiterbildungsstunden möglich. Da aber die etwas schwereren Fragen eine doppelte Bewertung erhalten, sind es wohl doch etwas mehr als 60 Weiterbildungsstunden. In diesem Kontext ist aber anzumerken, dass die App „V-Quiz“ mehr als Ergänzung und nicht als Ersatz für andere Weiterbildungen gedacht ist.

Wie erfolgt die Gutschrift auf „gut beraten“?

Nachdem der Nutzer ausreichend richtige Fragen beantwortet hat, kann er in der App auswählen, ob er eine IDD-Teilnahmebescheinigung und / oder einen Eintrag in die „gut beraten“-Datenbank haben möchte. Nach diesem Antrag erhält er eine Rechnung und sobald diese beglichen ist, erfolgt der Versand der Bescheinigung bzw. der Eintrag in die „gut beraten“-Datenbank.

Wie sehr können Vermittler darauf vertrauen, dass die Weiterbildung auch anerkannt wird, wenn eine Prüfung durch die Aufsichtsbehörde kommt?

Dies ist eine berechtigte Frage. Nach heutigem Stand kann im Prinzip jeder Bildungsanbieter einfach behaupten, er erfülle die Richtlinie IDD und jede einzelne Industrie- und Handelskammer kann ein eigenes Prüfraster anlegen mit eigener Interpretation der IDD-Richtlinie. Hier ist natürlich eine gewisse Rechtsunsicherheit vorhanden. Allerdings ist meines Wissens „gut beraten“ derzeit dabei, mit den IHKs ein einheitliches Prüfraster zu erarbeiten.

Die Initiative „gut beraten“ akkreditiert jeweils die Bildungsanbieter und nicht das einzelne Bildungsangebot. „gut beraten“ prüft neben vielen anderen Qualitätsfaktoren natürlich insbesondere auch die IDD-Fähigkeit. Im konkreten Fall der App „V-Quiz“ ist es so, dass die Firma Zaigen GmbH, welche die App „V-Quiz“ anbietet, von „gut beraten“ akkreditiert wurde. Da „V-Quiz“ etwas Neuartiges ist, wurde ergänzend zur Akkreditierung der Zaigen GmbH das Bildungsangebot „V-Quiz“ doch recht intensiv durchgesprochen. Als Ergebnis wurde die App im Vergleich zur Schweizer Variante umgebaut und an die Anforderungen von IDD bzw. „gut beraten“ ausgerichtet.

Demnach haben wir als Bildungsanbieter alles getan, was möglich ist, um die Richtlinie IDD einzuhalten. Meines Erachtens erfüllt V-Quiz sogar höhere Anforderungen, da die Erfolgskontrolle zu 100% eingebaut ist. Während andere Seminarangebote im Prinzip auch ein „passives“ Beisitzen ermöglichen, ist bei V-Quiz zu 100% Aktivität nötig, um Weiterbildungsstunden zu erhalten.

Nicht umsonst ist V-Quiz in der Schweiz auch von den Financial Planners, der Aktuarsvereinigung oder den Pensionskassenexperten ebenfalls als Weiterbildung anerkannt. In Deutschland haben bereits weitere Verbände eine Aufnahme von V-Quiz in deren Weiterbildungssystem akzeptiert. Weiteres hierzu folgt im Jahr 2020.

Wie und von wem wurden denn eigentlich die Fragen zusammengestellt? Und welche Bereiche sind abgedeckt?

Die Fragen wurden / werden von Fachkräften aus der Branche und insbesondere von mir selbst erstellt. Die Fragen sind wiederum in folgende zehn Bereiche unterteilt:

  • Allgemeine Branchenkenntnisse
  • Sozialversicherungen
  • Personenversicherung
  • Sachversicherungen
  • Vermögensversicherung
  • Zahlen und Definitionen (aus der Versicherungswirtschaft)
  • Führung und Verkauf
  • Recht und Compliance
  • Organisation, Strategie und Schaden
  • Finanzmarkt und Rückversicherung
Können Sie uns mal zwei bis drei Fragen aus dem Quiz als Beispiele nennen?

Klar, gerne.

  • Frage 1: Zur Kfz-Haftpflichtversicherung: Wie bezeichnet man den Wert eines Kfz vor einem Unfall?
  • Frage 2: Woraus entstehen Ansprüche auf eine Betriebsrente?
  • Frage 3: Bei der Vertriebssteuerung werden unter anderem „Aktivitätsziele“ gesetzt. Welches Beispiel gehört zu dieser Zielart?
  • Frage 4: Was beeinflusst den Rückkaufswert einer Lebensversicherung?
  • Frage 5: Was für eine „Combined Ratio“ in der Sachversicherung ist aus Sicht eines Versicherers wünschenswert?
Sie sind mit der App zunächst in der Schweiz an den Start gegangen. Wie war die Resonanz?

Sehr positiv, wobei man natürlich die Nutzerzahlen aufgrund der Größe des Marktes der Schweiz nicht mit denen von Deutschland vergleichen kann. Die Verbindung von Spiel, Spaß und Lernen kommt aber glaube ich in jedem Land gut an.

Worin sehen Sie die größten Vorteile der App?

In der Flexibilität und in gewisser Weise der Bequemlichkeit. Man kann spielen wann, wo und wie lange man möchte. Demnach einfach perfekt für den freiheitsliebenden Außendienstler. Anstatt Seminaren beizuwohnen, welche immer auch einen Teil von „bla bla bla“ haben, ist die App kurz und knackig und daher effizient. Andererseits ist es ja auch so, dass man bei der App etwas tun „muss“, das heißt, wer nicht „richtig“ antwortet, erhält auch nichts. Demnach würde ich fast behaupten, die App erfordert mehr vom Teilnehmer, da ein einfaches „Ich setze mich halt mal in ein Seminar“ nicht möglich ist.

Kann eine Quiz-App Ihrer Meinung nach den Besuch von Seminaren oder das Absolvieren von Lehrgängen via E-Learning ersetzen?

Nein, natürlich nicht. Wie oben erwähnt, sehe ich die App eher als Ergänzung und nicht als Ersatz von komplexeren E-Learning-Programmen oder Präsenzseminaren. Ich finde, da hat jede Seminarform seine Berechtigung – je nach Ziel des Nutzers.

Ein wichtiger Punkt bei klassischer Weiterbildung ist der Austausch mit anderen Teilnehmern. Gibt es bei der App die Möglichkeit, mit anderen Nutzern in Kontakt zu treten?

Dies ist ein guter Punkt. Derzeit gibt es diese Möglichkeit nicht. Die App ist aber an sich auch erst in ihren Anfängen. Ideen, wie man diese ausbauen könnte, gibt es viele. Es ist aber natürlich eine Frage des Budgets. Da ich die App aber wie oben erwähnt auch mehr als Ergänzung zu anderen Weiterbildungsformen sehe, gehe ich davon aus, dass die Teilnehmer genügend andere Möglichkeiten haben, sich auszutauschen. Die Vermittler sind ja zudem auch sehr gut untereinander vernetzt. Daher glaube ich nicht, dass eine App so etwas leisten kann bzw. sollte.

Die App zum Ausprobieren gibt es auf der Internetseite www.v-quiz.ch, im Google Play Store oder für Apple-Geräte im App-Store einfach „V-Quiz“ eingeben.

 

IDD-konforme Weiterbildung: Versicherer investieren mehr

Weiterbildung wurde auch auf der DKM 2019 groß geschrieben. Passend dazu erschien am Ende der DKM-Woche eine Umfrage der Versicherungswirtschaft. Demnach investieren Versicherer noch stärker in Weiterbildungsmaßnahmen, insbesondere für den von der IDD erstmals betroffenen Teil des Innendienst.

Die IDD hat die Weiterbildungspflicht auch auf einen bestimmten Mitarbeiterkreis im Innendienst ausgeweitet. Die Versicherer gehen dabei davon aus, dass 32% der Innendienstmitarbeiter unter die IDD-Weiterbildungsverpflichtung fallen. Vor diesem Hintergrund ergab die diesjährige Weiterbildungsumfrage der Versicherungswirtschaft, dass die Versicherer noch stärker in die Weiterbildung der betroffenen Mitarbeiter investieren. 83% der befragten Unternehmen bewerteten ihre diesbezüglichen Investitionen als hoch. 2018 haben über drei Viertel der befragten Unternehmen ihre Bildungsangebote ausgebaut.

Es wird wieder länger weitergebildet und es gibt auch wieder mehr Teilnehmer, so die Umfrage, die von AGV und BWV jährlich durchgeführt wird: Nicht nur die durchschnittliche Dauer der Weiterbildungsmaßnahmen in Tagen stieg seit 2016 erstmalig wieder an, sondern es besuchten auch mehr Mitarbeiter mindestens eine Maßnahme. 2019 lag die Zahl hier bei 71% – gegenüber 63% im Vorjahr.

Präsenzlernangebot weiterhin bevorzugt

Obwohl Präsenzlernangebote weiterhin bevorzugt werden – der Präferenzwert liegt hier noch weit über 50% – haben sich laut Erhebung auch E-Learning- und Selbstlernformate etabliert. Außerdem werden insgesamt 80% der Weiterbildungen unternehmensintern durchgeführt. Die Initiatoren sehen dies als einen Indiz für den hohen Stellenwert betriebseigener Weiterbildungsarbeit. Zudem legen 77% der befragten Versicherer bei der Konzeption und Durchführung der IDD-Weiterbildungsmaßnahmen für Innendienstmitarbeiter die gut beraten-Anrechnungsregeln zugrunde. (bh)

Bild: © Zarya Maxim – stock.adobe.com

 

Versicherungsfachwirte: Schnell und online zum Bachelor

Auf der Suche nach Weiterbildungsangeboten entdeckt Makler Stefan Jauernig die Jade Hochschule in Wilhelmshaven. Dort können IHK-Fachwirte für Versicherungen und Finanzen den Bachelor-Studiengang „Bank- und Versicherungswirtschaft dual“ in der Hälfte der Zeit berufsbegleitend absolvieren.

Versicherungsmakler Stefan Jauernig, der sich für Qualifizierung und Belange von Berufskollegen engagiert, macht auf ein Angebot der staatlichen Jade Hochschule mit Sitz in Wilhelmshaven aufmerksam. Die Hochschule bietet den Bachelor-Studiengang „Bank- und Versicherungswirtschaft dual“. Beruflich Qualifizierte können sich ihre Vorbildung auf das Studium anrechnen lassen. Wer den Abschluss „Fachwirt/in für Versicherungen und Finanzen (IHK)“ mitbringt, kann direkt im fünften Semester einsteigen und den achtsemestrigen Bachelor-Studiengang in der Hälfte der regulären Zeit berufsbegleitend absolvieren.

Breite betriebswirtschaftlichen Ausrichtung

Das Studium hat eine breite betriebswirtschaftliche Ausrichtung und widmet sich vertiefend unterschiedlichen Themen der Bank-, Versicherungs- und Finanzbranche. Zu den Themenbereichen ab dem fünften Semester zählen unter anderem Personalwirtschaft, Mikroökonomie und Makroökonomie, privates und gewerbliches Versicherungsgeschäft sowie Vertriebsmanagement für Banken und Versicherungsunternehmen.

Start ins Studium mit Praxissemester

Beim fünften Semester, mit dem Berufserfahrene in das Bachelor-Angebot einsteigen, handelt es sich um das „Praxissemester“. Somit können Versicherungsvermittler „weich“ in das Studium starten. Zudem wird der Studiengang von mehreren Betreuern begleitet, die für Rückfragen per Telefon oder Mail zur Verfügung stehen.

Online studieren und IDD-Weiterbildungspflicht erfüllen

Der Kurs wird ab dem fünften Semester vollständig online angeboten. Die Prüfungen können die Teilnehmer nicht nur in Wilhelmshaven, sondern auch in Koblenz ablegen. Auch die Verpflichtung zur Weiterbildung gemäß IDD lässt sich damit erfüllen. Nach dem erfolgreichen Abschluss wird der akademische Grad Bachelor of Arts (B.A.) verliehen. 

Hochschule sucht Praxispartner

Die Jade Hochschule (www.jade-hs.de) arbeitet bei diesem Studiengang mit verschiedenen Praxispartnern zusammen, um die Rahmenbedingungen für die Studierenden zu verbessern. Stefan Jauernig hat mit der Hochschule gesprochen und erfahren, dass sie den Kreis der Partner erweitern will. Angesprochen sind Unternehmen der Branche unabhängig von deren Größe. (tk)

Bild: © nnudoo – stock.adobe.com
 

Mit der Vier-P-Matrix gegen Ausbildungsfrust

Die rückläufigen Ausbildungszahlen sorgen für schlechte Stimmung in der Versicherungswirtschaft. Business-Coach Oliver Kustner, Inhaber von sigenacoaching e.K., stellt mit der Vier-P-Ausbildungsmatrix eine strukturierte Vorgehensweise vor, um sich mit dem Thema betriebliche Ausbildung auseinander zu setzen.

Für die Versicherungswirtschaft war der Start in das neue Ausbildungsjahr vor einigen Wochen mit einer gewissen Tristesse verbunden, kämpft sie doch seit Jahren mit ihrer mangelnden Attraktivität. Die Beschäftigtenzahl sinkt kontinuierlich und liegt mit knapp über 200.000 Arbeitnehmern etwa 25% unter dem einstigen Höchststand. Von insgesamt 12.500 Azubis werden aktuell 1.940 in Vermittlerunternehmen ausgebildet, im Jahr 2014 waren es noch 2.850 (Quelle: AGV, Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen, 2018).

Ausbildung schafft unternehmerische Impulse

Während Versicherer Ausbildungskonzepte mit vielen Extras etablieren und sich der Trend zu Akademisierung und dualen Studienangeboten fortsetzt, scheinen viele Vermittlerunternehmen mit der betrieblichen Ausbildung überfordert zu sein oder sich bereits ganz von ihr verabschiedet zu haben. Die Verbindung von Fachkräftemangel und Ausbildung leuchtet zwar ein, doch sowohl bei der Rekrutierung wie auch in der Umsetzung gibt es eher Unsicherheit als eine klare Strategie. Es erscheint jedoch sinnvoll, sich mit dem eigenen Ausbildungskonzept zu beschäftigen, um einerseits die Attraktivität als Arbeitgeber zu verbessern und gleichzeitig die dabei notwendige Reflexionsarbeit für unternehmerische Impulse zu nutzen.

Vier Ps für ein besseres Ausbildungskonzept

Es empfiehlt sich dabei systematisch vorzugehen und das Thema Ausbildung in vier miteinander verbundene Themenblöcke zu unterteilen, diese dann Schritt für Schritt zu bearbeiten und die daraus notwendigen Konsequenzen abzuleiten.

Mit der Vier-P-Matrix gegen Ausbildungsfrust

Die erste Frage dieser Ausbildungsmatrix lautet: „Sind die Prozesse klar?“ Es geht darum zu beschreiben, wie das Unternehmen funktioniert und somit um ganz basale Fragen wie den Unternehmenszweck, die Positionierung oder die Firmenphilosophie. In diesem Schritt werden auch Abläufe und Zuständigkeiten geklärt.

Im zweiten Themenblock „Sind die Perspektiven klar?“ richtet sich der Blick von der betrieblichen Seite zu den Auszubildenden und deren Platz im Unternehmen. Nun wird erarbeitet, welche Entwicklungschancen man jungen Menschen bieten kann und sein Ausbildungsangebot einem ehrlichen Marktvergleich zu stellen. Nicht selten besteht die Vorstellung, man könne gute Abiturienten erreichen, obwohl das Angebot kaum für Schulabgänger der Mittelschule attraktiv ist. Kommt es dann zum Ausbildungsvertrag sind Probleme vorprogrammiert, weil es zu Über- und Unterforderungen kommt oder die Erwartungen der Unternehmen nicht erfüllt werden. Formulierungen wie „früher waren die Azubis besser“ oder „die Schule bereitet nicht genug auf die Ausbildung vor“ weisen darauf hin, dass die Passung der Ausbildungsperspektiven nicht stimmt. Es dürfte klar sein, dass solche Aussagen Probleme in der Ausbildung weder verringern noch beseitigen, sondern eher als selbsterfüllende Prophezeiung verstärken werden. Stattdessen ist es notwendig, die innerbetriebliche Ausbildung lösungsorientiert an die jeweiligen Azubis anzupassen.

Hierzu dient der dritte Block mit der Frage „Sind die persönlichen Kompetenzen klar?“ Der Blick bleibt bei den Auszubildenden, um zu klären, welche Kompetenzen vorhanden sind. Informell erworbene Kompetenzen sowie indirekt für die Ausbildung wichtige Fähigkeiten sollten dabei berücksichtigt und gewürdigt werden. Leider fokussieren Ausbilder in der Praxis zu häufig die Defizite. Man versucht Sprachdefizite bei Azubis mit Migrationshintergrund zu beseitigen, Inhalte aus der Berufsschule nachzuholen oder Fehler bei der Umsetzung betrieblicher Aufgaben zu minimieren. Ein kompetenzorientierter Ansatz dreht diese Denkweise um. Ausgehend von den individuell vorhandenen Fähigkeiten werden die Aufgaben nach und nach gesteigert und zusätzliche Kompetenzen übertragen. Hilfsmittel wie der kostenlos verfügbare ProfilPASS® (www.profilpass.de) ermöglichen einen Einstieg in die Kompetenzanalyse, wobei es sinnvoll sein kann, diesen sehr individuellen Prozess extern begleiten zu lassen.

Im vierten Themenblock „Ist der Plan für die Ausbildung und Instruktion klar?“ geht der Blick nun wieder in das ausbildende Unternehmen, um festzulegen, welche Inhalte während der Ausbildung zu vermitteln sind. Der Ausbildungsplan sollte dabei mehr als eine grobe Übersicht liefern, sondern so konkret wie möglich gestaltet werden und nicht nur Inhalte, sondern auch Methoden, unterstützende Maßnahmen und Zuständigkeiten beschreiben. Im Idealfall entsteht ein Prozessplan, der erneut mit der Ausbildungsmatrix bearbeitet werden kann. Will man nun zum Beispiel den Ausbildungsabschnitt KFZ-Versicherung konkretisieren, geht man erneut die Prozesse, Perspektiven, persönlichen Kompetenzen und die Planung durch. Treten während der Ausbildung Probleme auf, können diese ebenfalls mit der Matrix eingeordnet und analysiert sowie passende Lösungen durch den zirkulären Ablauf erarbeitet werden.

Kreative Lösungen für ein passendes Ausbildungsangebot

Abschließend soll ein kurz skizziertes Praxisbeispiel die Vorgehenslogik verdeutlichen. Ausgangspunkt ist ein Maklerunternehmen, das in Schritt 1 eine zunehmende technische Komplexität und einen hohen Bedarf an IT-Expertise festgestellt hat, woraus in Schritt 2 ein Konzept für ein duales Studienangebot entwickelt wird. Der Betrieb entschließt sich, neben der Ausbildung ein Fernstudium Wirtschaftsinformatik in Teilzeit zu finanzieren, was zusätzliche Ausbildungskosten von lediglich ca. 2.000 Euro in 4,5 Jahren verursacht, Ziel nach der Ausbildung soll die schrittweise Verantwortungsübernahme für die IT-Prozesse von der Geschäftsleitung sein. In Schritt 3 werden formale und informelle Anforderungen definiert, wie ein gutes Abitur und eine hohe Selbstlernkompetenz, bevor in Schritt 4 der Ausbildungsplan auf diese duale Situation angepasst wird, indem zum Beispiel Freistellungszeiten und ein Lerncoaching eingeplant werden.

Man sieht also, dass es keinen Grund gibt, sich den branchenweiten Klagen zur Ausbildungsmisere anzuschließen. Die Gestaltung einer guten Ausbildung kann zum Wettbewerbsvorteil werden, wenn die Entwicklungschancen des Unternehmens unmittelbar mit der Entwicklung guter Ausbildungschancen verknüpft werden.

Über den Autor

Oliver Kustner ist Inhaber von sigena-coaching e.K. (https://sigena-coaching.de) und seit 2012 als Coach tätig. Der gelernte Versicherungskaufmann und Business-Coach (FH) begleitet Unternehmen und Institutionen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement, in der Kompetenzentwicklung und bei interkulturellen Fragestellungen. Als autorisierter Prozessberater der „Offensive Mittelstand“ ist er bundesweit mit regionalen Schwerpunkten in Bayern und dem Rheinland tätig.

Bild: © Andrey Popov – stock.adobe.com

 
Ein Artikel von
Oliver Kustner

„gut beraten“ wächst und wird jünger

Auch für das dritte Quartal 2019 meldet die Brancheninitiative „gut beraten“ einen Anstieg der Bildungskonten. Aktuellen Angaben zufolge werden die gut beraten-Teilnehmer im Schnitt spürbar jünger und der Trend zur Weiterbildung per E-Learning nimmt weiter zu.

Auch im dritten Quartal 2019 setzt die Branchen-Initiative gut beraten ihren Wachstumskurs fort. Mit 3.591 neu hinzugekommen Bildungskonten umfasst die „gut beraten“-Weiterbildungsdatenbank mittlerweile 177.251 Bildungskonten. Dies entspricht einem Anstieg von 2,1% gegenüber dem zweiten Quartal 2019. „Die Entwicklung von „gut beraten“ im dritten Quartal 2019 zeigt erneut, dass es der Branche gelungen ist, mit diesem nachhaltigen Weiterbildungsinstrument die weitere Professionalisierung im Vertrieb zu fördern“, betonte Dr. Katharina Höhn, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) e.V. 

Weiterbildung nach IDD

Zum Stichtag 30.09.2019 wurden 147.486 „gut beraten“-Bildungskonten und damit 83% aller registrierten Konten für den Weiterbildungsnachweis nach IDD aktiv genutzt. Diesen Nachweis haben bis Ende September 2019 bereits 56.270 gut beraten-Teilnehmer erhalten. Zudem wurden bis Ende September insgesamt 19.545 „gut beraten“-Zertifikate für 30 Stunden geleistete Qualifizierungszeit ausgestellt. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2019 ist dies ein Anstieg von 143%. 

gut-beraten-Teilnehmer werden jünger

Wie die Brancheninitiative weiter mitteilt, sei erstmals eine spürbare Bewegung in der Altersstruktur erkennbar. So werden die „gut beraten“-Teilnehmer im Schnitt jünger. Die Altersgruppe der unter 40-jährigen Teilnehmer ist um 2,2 Prozentpunkte auf 62.415 Teilnehmer angewachsen. Der Anteil dieser Gruppe beläuft sich damit auf 35,2%. Die über 60-Jährigen sind mit 23.535 Teilnehmern gegenüber dem zweiten Quartal etwas weniger stark vertreten (- 10,2%). Der deutlichste Anstieg in den Monaten Juli bis September 2019 zeigt sich bei der Altersgruppe der unter 20-Jährigen mit einem Plus von 201% sowie bei den 21- bis 30-Jährigen mit plus 15% im Vergleich zum vorherigen Quartal.

Was die Verteilung der Geschlechter betrifft, machen die Frauen zum Stichtag 30.09.2019 insgesamt 28% aus. Seit dem Start von „gut beraten“ ist der Frauenanteil um sieben Prozentpunkte gestiegen. Laut Statistik sind die Teilnehmerinnen tendenziell jünger als ihre männlichen Kollegen. 

Trend zum E-Learning verstärkt sich 

Zwar bevorzugen die gut beraten-Teilnehmer nach wie vor Präsenzveranstaltungen, doch sinkt der Anteil dieser Lernform erstmals unter 50%. Zum Start von „gut beraten“ waren es noch 66%. Das selbstgesteuerte E-Learning als zweithäufigste Lernform macht inzwischen 37% der Qualifizierungsmaßnahmen aus. Insgesamt beläuft sich der Anteil aller E-Learning-Varianten Ende September auf 46%. (tk)

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