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Weiterbildungs-App „V-Quiz“ mit neuer Funktion

Mit „V-Quiz“ können Versicherungsvermittler Weiterbildungszeit nach IDD sammeln. Nun ermöglicht es die Quiz-App ihren Nutzern, direkt in der App auf Nachrichten aus der Versicherungsbranche zuzugreifen und über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben.

<p>Die Weiterbildungs-App „V-Quiz“ wartet mit einer neuen Funktion auf: Nutzer haben nun die Möglichkeit, Nachrichten zum Thema Versicherungen über die App direkt auf ihrem Smartphone zu lesen. Die neue Funktion soll es Vermittlern erleichtern, sich über die neuesten Entwicklungen in der Assekuranz auf dem Laufenden zu halten. Die Nachrichten werden regelmäßig aktualisiert.</p><p>„Wir sind stolz darauf, unseren Nutzern eine weitere nützliche Funktion bieten zu können“, erklärt der Gründer und CEO Thomas Köhler von V-Quiz. „Wir wissen, wie wichtig es ist, dass unsere Nutzer über die neuesten Entwicklungen in der Versicherungsbranche informiert sind. Mit dieser neuen Funktion können sie nun einfach und bequem auf die neuesten Nachrichten zugreifen, ohne die App zu verlassen.“</p><p>Die neue Funktion ist Teil einer Reihe von Verbesserungen, die V-Quiz in den vergangenen Monaten umgesetzt hat, um das Spielerlebnis für Nutzer zu verbessern. Dazu zählen auch eine verbesserte Benutzeroberfläche sowie die Aktualisierung der über 10.000 Versicherungsfragen.</p><p>Mit der App „V-Quiz“ können Vermittler ihrer Weiterbildungspflicht nach IDD-Richtlinie nachkommen. Die App ist sowohl für iOS als auch für Android sowie auf dem Desktop des Computers via <a target="_blank" href="https://v-quiz.ch/&quot; target="_blank" >www.v-quiz.com</a&gt; verfügbar. (tk)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © chinnarach – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/A673880A-0A2C-4D73-8A37-FF8E78988DF2"></div>

 

Ein Blick auf die Neoversicherer

Die ersten InsurTech-Start-ups mit Lizenz der Aufsichtsbehörde BaFin sind seit gut fünf Jahren am Markt und haben sich als Wettbewerber in der Versicherungsbranche etabliert. Der GDV hat die Entwicklung der neuen Player beleuchtet und zieht eine erste Zwischenbilanz.

<h5>Ein Artikel von Dr. Anja Theis, Senior Economist beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) e. V.</h5><p>In den letzten Jahren sind zahlreiche InsurTech-Start-ups – das heißt neu gegründete Anbieter mit technologiegetriebenen Geschäftsmodellen – an den deutschen Versicherungsmarkt gekommen. Sie bereichern die Anbieterlandschaft und treiben zusammen mit den Strategieanpassungen der etablierten Versicherer die digitale Transformation des deutschen Versicherungssektors voran. Der Großteil der InsurTech-Start-ups beschränkt sich auf einzelne Bereiche der Wertschöpfungskette wie Vertrieb oder IT-Services und strebt keine Versicherer-Lizenz an. </p><h5>Acht Neoversicherer mit BaFin-Lizenz</h5><p>Seit 2017 haben jedoch immerhin acht InsurTech-Neugründungen von der Aufsichtsbehörde BaFin eine Zulassung als Versicherer erhalten: sieben Schaden-/Unfall­versicherer und ein Krankenversicherer. Angesichts der sehr hohen regulatorischen Vorgaben und Markteintrittskosten für Versicherer – unter anderem hohe Kapitalanforderungen – ist das eine beachtliche Zahl, wie der Blick auf die Gesamtzahl der Versicherer-Neuzulassungen deutlich macht. Bei den Nicht-Lebensversicherern entfiel im Zeitraum 2017 bis 2022 die Hälfte der von der BaFin neu vergebenen Lizenzen auf InsurTech-Start-ups. Die Start-ups verfolgen dabei unterschiedliche Geschäftsstrategien, etwa im Hinblick auf Zielgruppen und die Kooperation mit anderen Anbietern. Zu ihren Anteilseignern gehören zum Teil auch traditionelle Versicherer.</p><h5>Hohes Beitragswachstum </h5><p>Die Gruppe der InsurTech-Startups zeichnet sich durch sehr hohe Wachstumsraten aus. Ihre aggregierten Beitragseinnahmen haben nach letztverfügbaren Daten der BaFin 2021 insgesamt 50 Mio. Euro erreicht. Der Anstieg gegenüber 2020 betrug gut 100%. Der Marktanteil der InsurTech-Start-ups bleibt aber mit 0,03% gemessen an den Gesamtbeitragseinnahmen der Nicht-Lebensversicherer unter BaFin-Aufsicht von über 140 Mrd. Euro noch sehr moderat. </p><p>Am deutschen Versicherungsmarkt bieten nicht nur Versicherer unter BaFin-Aufsicht ihre Produkte an. Im Rahmen des Europäischen Binnenmarkts sind in Deutschland auch Versicherer mit Sitz in einem anderen Land des Europäischen Wirtschaftsraums per Europäischen Pass tätig. Darunter sind auch einige prominente InsurTech-Start-ups, die in den BaFin-Daten nicht enthalten sind. Die größten dieser Start-ups können im Jahr 2021 Beitragseinnahmen in Deutschland im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich vorweisen – auch ihr Marktanteil ist damit bisher nur gering. </p><h5>Ausbau des Marktanteils braucht Zeit</h5><p>Auch wenn die InsurTech-Startups neuartige Geschäftsmodelle verfolgen: Bezogen auf die Beitragsentwicklung ähnelt ihre Marktwirkung bisher früheren Markteintritten. Erfahrungsgemäß benötigen selbst erfolgreiche Neugründungen einen längeren Zeitraum, um signifikante Marktanteile zu erlangen. Dies spiegelt unter anderem den Langfristcharakter des Versicherungs­geschäfts und den Zeitbedarf bei der Akquise eines Kundenstamms wider. Hinzu kommt: Der Markt­erfolg ist keineswegs gesichert. </p><h5>Harter Wettbewerb</h5><p>Neue Versicherer werden mit einem intensiven Wettbewerb konfrontiert. Auch die etablierten Versicherer sind kontinuierlich dabei, ihren Geschäftsbetrieb und ihr Angebot weiterzuentwickeln. Es ist daher nicht erstaunlich, dass auch bei den InsurTech-Start-ups mittlerweile erste Konsolidierungstendenzen zu erkennen sind. So hat 2022 ein Start-up seine Lizenz für das Versicherungsgeschäft wieder zurückgegeben.</p><p>Diesen Artikel lesen Sie auch in AssCompact 05/2023, S. 90, und in unserem <a href="https://epaper.asscompact.de/de/profiles/53e4066999da-asscompact/editio…; target="_blank" >ePaper</a>.</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © Memed ÖZASLAN – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/34F0B842-B8CD-4536-86F5-1050EBBD0592"></div>

 
Ein Artikel von
Dr. Anja Theis

Warum Digitalisierung in der Assekuranz anders funktioniert

Bei der Digitalisierung der Versicherungsbranche ist bisher nicht vieles gut gelaufen, Service und Erreichbarkeit wurden nicht im gleichen Maße optimiert. Das bremst die Weiterentwicklung der Assekuranz aus, meint das InsurTech Alteos und erklärt, warum Technologie als Produktbestandteil kein Selbstzweck ist.

<h5>Ein Artikel von Dominik Wittenbrink, Chief Sales Officer bei Alteos</h5><p>In den vergangenen Jahrzehnten wurde Deutschland immer wieder als Servicewüste bezeichnet. Und auch im digitalen Zeitalter hinkt unser Land hinterher. Die Servicewüste ist jetzt auch noch eine Digitalisierungswüste.</p><p>Dabei funktioniert die Digitalisierung in anderen Branchen hervorragend: Online-Versender beispielsweise boomen. Kunden durchsuchen Hunderte von Angeboten und finden schließlich das Produkt, das inhaltlich und preislich überzeugt. Sie legen es in den Warenkorb, wählen die Lieferbedingungen und schließen die Bestellung über den präferierten Bezahldienst ab. Die Bestellbestätigung samt Rechnung liegt in Echtzeit im E-Mail-Postfach und wenn man früh am Morgen ordert, klingelt es bereits am Nachmittag an der Tür. Bei Fragen oder Problemen steht 24/7 ein außergewöhnlich freundlicher Kundenservice zur Verfügung. Diese Geschwindigkeit und Kundenorientierung ist in vielen Lebensbereichen zum Standard geworden – und in der Versicherungsindustrie?</p><h5>Service und Erreichbarkeit wurden kaum optimiert</h5><p>Zwar wurde und wird seit Jahren auch in der Versicherungswelt ein Digitalisierungsprojekt nach dem nächsten „durchs Dorf getrieben“. Zu einer signifikanten Verbesserung des Services und Erlebnisses für Kunden und Makler hat das bisher allerdings nicht geführt. </p><p>Dabei sieht der Rückblick gut aus: Der Leistungsumfang und die Qualität von Versicherungsprodukten nahmen zu, die Prämien sanken dabei sogar eher, als dass sie stiegen. Doch der Service und die Erreichbarkeit wurden zumeist nicht im gleichen Maße optimiert. Manche mögen sich hier wundern. Spricht die Assekuranz doch einheitlich von „für Sie da“, „immer an Ihrer Seite“ und „dem Nachbarn“, den man fragen soll. Und digitalisiert hat man auch: Kunden können per App Schäden melden. Fast jeder Versicherer bietet „seinen“ Maklern ein Intranet/Extranet/Maklerportal an, in dem Verträge eingesehen, Kundendaten geändert und Vertragspost heruntergeladen werden kann. Jeden Tag. Rund um die Uhr. Das ist doch (digitaler) Service. Oder nicht?</p><h5>Andere Branchen sind nicht eins zu eins übertragbar</h5><p>Warum Digitalisierung für andere Produkte und Dienstleistungen besser funktioniert als für Versicherungen, hat einen einfachen Grund. Das Prinzip nennt sich Plattform-Ökonomie. Der Online-Versandhandel bietet allen Beteiligten – Kunden wie Verkäufern – eine einheitliche technische Basis, auf der alle Prozesse für jeden gleich definiert sind.</p><p>Doch das lässt sich nicht einfach auf die Versicherungsbranche kopieren. Aus historisch gewachsenen Gründen können sich die traditionellen Versicherer nur mühevoll verändern. Junge Anbieter haben hier einen (fast unfairen) Wettbewerbsvorteil: Sie können neue Technologien einführen, ohne über Jahrzehnte gewachsene Strukturen gleich mit anpassen zu müssen. </p><p>Die Konsequenz: Bei vielen Digitalisierungsinitiativen verpuffte die Magie des angepriesenen „schnellen und leichten Weges“. Zwar verbreitet sich ein (Kommunikations-)Standard zunehmend, jedoch ist auch dieser technologisch in die Jahre gekommen. Die meisten Vorstöße haben, statt grundsätzlich anbieterübergreifende Ansätze zu schaffen, Insellösungen gebaut – von der Kunden-App bis zur Vertragspost. Bis in die späten 1990er-Jahre schickte man Letztere noch per Post ins Maklerbüro. Um Kosten zu sparen, wurde dann der digitale Weg, anfangs zumeist per E-Mail, später ebenfalls über die Maklerportale, eingeführt. Das bedeutet: Die Post, die Makler früher (analog oder elektronisch) ins Büro geliefert wurde, muss man sich jetzt selbst abholen – mit allen Hürden, die sich aus ablaufenden Zugangsdaten und unterschiedlichsten Strukturen der Portale ergeben.</p><!--text-long-pagebreak--><!--sub-title||Das Dilemma lässt sich durch Magie lösen--><h5>Das Dilemma lässt sich durch Magie lösen</h5><p>Im Grunde ist der Lösungsansatz nicht falsch. Doch an der Umsetzung, mit der ALLE Parteien abgeholt werden, hapert es noch. Die Möglichkeiten der Digitalisierung werden häufig auf die falsche Weise eingesetzt – und machen Abläufe dann komplizierter, statt zwischen den Beteiligten zu vermitteln. Dabei sollte es besser mit dem dritten Clark‘schen Gesetz gehalten werden: „Jede ausreichend fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“ </p><p>Um Makler wirklich im täglichen Geschäft unterstützen zu können, muss sich Technologie reibungslos in ihre gewohnten Arbeitsabläufe und Programme einfügen. Und das gelingt nicht, wenn sie das zehnte Online-Portal einrichten, neue Passwörter vergeben und „Drag & drop“ lernen müssen. Stattdessen sollte Technologie im Hintergrund Hürden abbauen, Abläufe beschleunigen und Systeme verbinden – kurz: Zeit schaffen, die für den persönlichen Service zwischen Maklern oder Kunden und den Versicherern genutzt wird.</p><p>Eben wie in der Magie: Das Publikum erlebt nur den Wow-Moment, sieht aber nicht die komplexen Handgriffe und vielen Helfer hinter den Kulissen. Greifen alle und alles perfekt ineinander, wird aus dem Zaubertrick echte Magie.</p><h5>Technologie ist kein Selbstzweck, sondern Unterstützung</h5><p>Bei Alteos entspricht es der Überzeugung, dass Service ein wesentlicher Produktbestandteil und Technologie kein Selbstzweck, sondern Unterstützung ist. Alteos hat deshalb sein internes Kernsystem selbst entwickelt. Die moderne IT-Architektur und Schnittstellen sorgen dafür, dass Makler von den technologischen Mechanismen nichts außer einer hohen Reaktionsgeschwindigkeit auf ihre Anfragen und der reibungslosen Integration in ihre Vergleichsrechner und Maklerverwaltungsprogramme sehen. </p><p>Anknüpfend an die Ausführungen zum Online-Versand ist davon auszugehen, dass Geschwindigkeit auch in der Versicherungsbranche zum Wettbewerbsvorteil wird. Was die richtige Technologie an der richtigen Schnittstelle bewirken, lässt sich bei den Partnern von Alteos absehen: 90% aller Schäden werden innerhalb von 48 Stunden abgewickelt – das heißt, der Regulierungsbetrag verlässt das Konto in Richtung Kunde im Schnitt zwei Tage, nachdem der Schaden eingereicht wurde. Und 80% aller Anfragen von Maklern und Mandanten werden innerhalb von 24 Stunden fallabschließend bearbeitet – unabhängig vom präferierten Weg, ob E-Mail, Telefon oder Online-Portal. Wie gesagt: Magie ist keine Zauberei – sondern der richtige Einsatz von Technologie.</p><p>Diesen Artikel lesen Sie auch in AssCompact 05/2023, S. 94 f., und in unserem <a href="https://epaper.asscompact.de/de/profiles/53e4066999da-asscompact/editio…; target="_blank" >ePaper</a>.</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © VectorMine – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/1C6EADCD-8875-40ED-BFC9-B9FC10173959"></div>

 
Ein Artikel von
Dominik Wittenbrink

MORGEN & MORGEN startet neues Analysetool

Das Analysehaus MORGEN & MORGEN präsentiert eine neue Software, mit der sich die individuelle Passgenauigkeit von Tarifen anhand der gewünschten Tarifleistungen bestimmen und feinjustieren lässt. Der „M&M Analyzer“ zeigt Tarifleistungen von Bestands- und aktuellen Markttarifen.

Mit dem „M&M Analyzer“ bringt das unabhängige Analysehaus MORGEN & MORGEN (M&M) eine neue Software für die individuelle Passgenauigkeit von Versicherungstarifen auf den Markt.

„Teleskop“ für Tarifuniversum

„Der M&M Analyzer funktioniert praktisch wie ein Teleskop für das Tarifuniversum“, erläutert Projektleiter Antonio Romano, Senior Produktmanager bei MORGEN & MORGEN. „Du holst dir ausgewählte Tarife – egal, ob bestehend oder neu – vor die Linse und siehst sofort, inwieweit die jeweiligen Tarifleistungen mit den individuellen Anforderungen deiner Kundin oder deines Kunden übereinstimmen und welche du gegebenenfalls noch anpassen kannst. So wird das Bild immer klarer und am Ende hast du nur noch das vor der Linse, was wirklich für deine Kundin oder deinen Kunden zählt“, so Romano weiter.

Bestands- und aktuelle Markttarife

Das Analysetool vereint Tarifleistungen von Bestandstarifen der letzten Jahrzehnte und von aktuellen Markttarifen in einer Software. In der Vermittlung kann dann die individuelle Passgenauigkeit von Tarifen anhand der gewünschten Tarifleistungen bestimmt und feinjustiert werden. Hierzu bietet der M&M Analyzer verschiedene dynamische Ansichten mit unterschiedlichem „Tiefgang“ sowie die Möglichkeit zur einfachen An- und Abwahl von Leistungen.

Der Start erfolgte mit den Tarifen des Moduls Eigentum, Recht und Unfall. Wie M&M zudem mitteilt, kann das Tool kostenlos getestet werden. (tk)

Bild: © Nuthawut – stock.adobe.com

 

Betriebliche Vorsorge: Große Belegschaften beraten

Digital mit wenigen Klicks den manuellen Aufwand im Beantragungsprozess von Versicherungsprodukten reduzieren – diese Idee steckt hinter den Technologien von Xempus. Dadurch können Vermittler z. B. auch große Belegschaften beraten, etwa wenn es um betriebliche Versorgung geht.

Ein Artikel von Sven Knierim, Vice President Sales Management bei Xempus

Die betriebliche Vorsorge – mit betrieblicher Altersversorgung (bAV) und betrieblicher Krankenversicherung (bKV) – nimmt immer mehr an Fahrt auf und die Nachfrage steigt kontinuierlich. Gleichzeitig zeigen die Zahlen jedoch, dass das Thema betriebliche Vorsorge bei Unternehmen noch Nachholbedarf hat: Nach Angaben des PKV-Verbands wuchs der Anteil der Unternehmen mit betrieblicher Krankenversicherung im Jahr 2022 zwar um 22%, dennoch bieten nach wie vor 96% der Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitenden ihrer Belegschaft noch keine bKV an.

Auch bei der betrieblichen Altersversorgung ist noch viel Luft nach oben. Zwar gibt es nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales rund 21 Millionen Anwartschaften, doch das bedeutet gleichzeitig, dass knapp die Hälfte der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten noch keine betriebliche Altersversorgung haben.

Marktpotenzial nutzen

Parallel wird die betriebliche Vorsorge für Mitarbeitende immer wichtiger. Nicht zuletzt, da die gesetzliche Rente allein schon lange nicht mehr für einen abgesicherten Ruhestand ohne finanzielle Sorgen reicht. Sondern auch, weil das Thema Gesundheit Arbeitnehmenden immer wichtiger wird, wie es spätestens mit der Pandemie deutlich wurde.

Betriebliche Altersversorgung und betriebliche Krankenversicherung werden somit zu entscheidenden Benefits für Arbeitgeber, um Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten – gesundheitlich im Jetzt und finanziell mit Start in ihre Rente.

Der Arbeitgeber als “Vorsorgedienstleister” ist daher ein Modell, das für Arbeitnehmende und Arbeitgeber gleichermaßen attraktiv ist und das für Vermittler große Chancen bietet.

Dabei greifen Arbeitgeber in der betrieblichen Altersversorgung oft auf Kollektivverträge zurück. Sie haben den entscheidenden Vorteil, dass ab einer bestimmten Mitarbeiterzahl besondere Rahmenbedingungen für die betriebliche Altersversorgung mit dem Versicherer definiert werden können. Ein großer Mehrwert auch für die Arbeitnehmenden.

Für Vermittler bedeutet das, viele Beratungen zeitgleich vorzubereiten. Und anschließend die Mitarbeitenden zum gleichen bAV-Angebot individuell zu beraten. Manuell ein großer Aufwand, digital geht das einfach und effizient.

So kann Technologie unterstützen

Im XEMPUS advisor etwa vereinfachen neue Features für die Serienberechnung und die Listenanmeldung für Vermittlerinnen und Vermittler die Beratung großer Belegschaften und ermöglichen die kollektive Beantragung einfach und digital. 

Mit der Serienberechnung können Vermittler die Angebote für große Belegschaften mit wenigen Klicks erstellen. Angebote können pro Arbeitnehmer gleichzeitig berechnet und anschließend in die Beratungsstrecke des XEMPUS advisor überführt werden. Mit einem Vergleichsdokument zeigt der Vermittler dem Arbeitnehmer transparent die Vorteile der Angebote und erleichtert die Entscheidung für den passenden Beitrag zur bAV.

Mit der Listenanmeldung kann der Vermittler, statt wie bislang für jeden Mitarbeitenden einen Einzelantrag zu generieren, mehrere Arbeitnehmende mit individuellen Beiträgen auf einer Beantragungsliste aufnehmen und diese dann digital an den Versicherer weitergeben. Und: Während bei einem Einzelantrag mehrere Unterschriften fällig sind – von Arbeitgeber, Arbeitnehmer sowie Vermittler – fällt dies in der Listenform weg. Hier ist die zeitgleiche Beantragung für mehrere Arbeitnehmer möglich – pro Liste genügt häufig eine einzige Unterschrift vom Arbeitgeber sowie eine vom Vermittler, während die Unterschrift des Arbeitnehmers in der Regel nicht mehr notwendig ist.

Digital sind das alles wenige Klicks, sie reduzieren den manuellen Aufwand im Beantragungsprozess enorm und schaffen für Vermittler ein hohes Skalierungspotenzial. Mit der richtigen Technologie im Rücken können Vermittler also nicht nur effizienter arbeiten und dadurch wertvolle Arbeitszeit einsparen, sondern ebenso ein viel breiteres Portfolio an Produkten anbieten – und sich damit im Feld der betrieblichen Vorsorge unverzichtbar machen.

AssCompact Forum betriebliche Versorgung 2023

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des AssCompact Wissen Forums betriebliche Versorgung, das am 20.06.2023 in Neuss stattfindet. Xempus ist dort mit einem Messestand vertreten. Weitere Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung finden Sie unter asscompact.de/forum-betriebliche-versorgung.

Bild: © ipuwadol – stock.adobe.com

 
Ein Artikel von
Sven Knierim

Dawn of the InsurTech!?

Wo steht das Start-up-Ökosystem der deutschen Versicherungsbranche im internationalen Vergleich? Dies hat die Brancheninitiative InsurLab Germany in einer Studie beleuchtet. Die Analyse zeigt auch, wo es Handlungsbedarf gibt.

<h5>Ein Artikel von Anna Kessler, Geschäftsführerin des InsurLab Germany e. V.</h5><p>„An Fortschritt glauben heißt nicht glauben, dass ein Fortschritt schon geschehen ist. Das wäre kein Glauben“ – dieses Zitat des Schriftstellers Franz Kafka lässt sich auch gut auf die Versicherungswirtschaft anwenden: Es geht voran, aber die Reise ist noch nicht abgeschlossen. Etablierte Unternehmen zeigen sich inzwischen offener und experimentierfreudiger für neue Themen und Lösungsansätze. Maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt sind InsurTechs, die die Faktoren Transformation und Innovation in der Versicherungsbranche voranbringen.</p><p>Mit ihrem Fokus auf State-of-the-Art-Technologien, einer kundenzentrierten und lösungsorientierten Entwicklung sowie einer hohen Anpassungsfähigkeit haben sie sich als Zukunftspartner der Versicherungen erwiesen. In Kollaboration mit etablierten Versicherern bringen sie die Branche insgesamt voran, wie viele Beispiele im Ökosystem des InsurLab Germany zeigen.</p><h5>Im Vergleich weniger InsurTechs hierzulande</h5><p>Um dem internationalen Wettbewerb standzuhalten, bedarf es aber einer konsequenteren Förderung innovativer Ansätze. Denn auch wenn die generelle Tendenz in Deutschland positiv ist, gibt es noch deutlichen Handlungsbedarf – gerade im internationalen Vergleich, wie eine Studie des InsurLab Germany zeigt. Das beginnt bereits bei der Zahl der InsurTechs: Während Großbritannien 224 und Frankreich 194 Start-ups vorweisen können, deren Kerngeschäft die Versicherungsbranche ist, kommt Deutschland nur auf 128. Die Gründe für die geringen Werte der immerhin größten europäischen Volkswirtschaft sind vielschichtig. Zum Teil lassen sie sich auf die beinahe schon typische deutsche Zurückhaltung und die kulturell bedingte geringere Risikobereitschaft zurückführen. Als alleinige Erklärung greift das jedoch zu kurz. Weitere gewichtige Faktoren sind sicherlich regulatorische, bürokratische und infrastrukturelle Rahmenbedingungen sowie eine starke Marktfragmentierung. Das sorgt nicht nur für erschwerte Gründungsbedingungen, sondern auch für einen bedeutend höheren Bedarf an Förder- und Investitionsgeldern.</p><!--text-long-pagebreak--><!--sub-title||Ausbaufähige Investments--><h5>Ausbaufähige Investments</h5><p>Insbesondere scheint es eine Versorgungslücke bei der Finanzierung von Versicherungs-Start-ups zu geben. Denn obwohl Deutschland laut der Studie die höchsten kumulierten Investitionsvolumen vorweisen kann, lohnt sich die tiefer gehende Betrachtung: Seit 2019 sind insgesamt 62% aller Finanzierungen in ein einziges Start-up geflossen, nämlich wefox. Rechnet man weitere Branchengrößen wie Clark oder Getsafe heraus, dann sind die Investitions- und Fördergelder in deutsche InsurTechs noch geringer und stammen zudem überwiegend von ausländischen Kapitalgebern. Es bedarf also auch hier einer verstärkten Start-up-Förderung. Zum einen hilft dies den Jungunternehmen dabei, ihr Entwicklungspotenzial noch besser realisieren zu können. Zum anderen entstehen dadurch auch neue Investment-Möglichkeiten für etablierte Unternehmen, denen sich angesichts der hohen IT-Budgets und großen Vermögenswerte attraktive Chancen bieten.</p><h5>Fazit: Fortschritt ist eine Reise</h5><p>Um das eingangs erwähnte Zitat im Sinne des Status Quo des deutschen InsurTech-Ökosystems zu interpretieren: Fortschritt ist eine Reise. Die Tendenz hierzulande ist positiv, gleichwohl gibt es großen Handlungsbedarf. Für die Politik etwa in Form der Start-up-Strategie der Bundesregierung. Jedoch auch für deutsche Kapitalgeber und Brancheninitiativen wie das InsurLab Germany, das als Thinktank auch weiterhin einen wesentlichen Beitrag zur Start-up-Förderung und damit zur Transformation und Innovationsfähigkeit der Versicherungswirtschaft leisten wird.</p><p>Diesen Artikel lesen Sie auch in AssCompact 05/2023, S. 91, und in unserem <a href="https://epaper.asscompact.de/de/profiles/53e4066999da-asscompact/editio…; target="_blank" >ePaper</a>.</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © Dmitry Perov – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/AEE2FC99-E0A5-4161-9DF9-D83332F6E0B5"></div>

 
Ein Artikel von
Anna Kessler

Gedankenspiel: Was ChatGPT ad absurdum führen könnte

Wie könnte sich ChatGPT weiterentwickeln? Und was passiert, wenn das Programm irgendwann auf seine selbst geschaffenen Texte und Daten zurückgreifen kann? Mit dieser Frage hat sich Prof. Götz Piwinger von der Orgabrain GmbH beschäftigt – und einige interessante Vorhersagen parat.

<h5>Ein Beitrag von Prof. Götz Piwinger, Mitbegründer der Orgabrain GmbH, Fachbuchautor, Coach, Berater, Trainer und Professor für People & Culture</h5><p>ChatGPT steht für „Chat Generative Pre-trained Transformer“ und wurde im November 2022 veröffentlicht. Es nutzt Sprachmodelle – derzeit das Chat-3.5 –, die mit riesigen Mengen von Daten trainiert wurden, sogenannte Large Language Models (LLM). 175 Milliarden Parameter und 800 Gigabyte an Speicherkapazität wurden dafür verwendet. GPT basiert auf Daten bis 2021. Es kann derzeit keine Fragen beantworten, die sich auf Daten danach beziehen.</p><h5>So funktioniert die Technologie dahinter</h5><p>ChatGPT nutzt mehrere neuronale Netze. Diese Dienste haben unterschiedliche Aufgaben – unter anderem auch, rassistische oder nicht angemessene Passagen auszulassen. Sie verfügen über PPO-Modelle (Proximal Policy Optimization) zur „Überwachung“ und Reward Modellen zur „Belohnung“ guter Ergebnisse, die wiederum in das PPO-Modell gefüttert werden. Es ist, als würde die Ausgabe der Daten von sehr vielen künstlichen Gehirnen geprüft und danach erst freigegeben. Das geht erstaunlich schnell und braucht entsprechend sehr hohe Rechenzentrumskapazitäten. Soweit zur grundsätzlichen Technologie. </p><h5>Was, wenn das System auf Echtzeitdaten zugreifen könnte?</h5><p>Vereinfacht gesagt, sucht GPT Antworten aus dem Big Data Pool bis 12/2021 und stellt diese sehr schön in menschlich anmutenden Sätzen zusammen. Damit kommen wir zur Frage, was mit diesen Ergebnissen passiert. Angenommen, die GPT-Sätze finden Einzug in journalistische Artikel, in Blogs, Bücher etc. Dann finden die Ausgabedaten aus 2021 ihren Weg in den Datenbestand von 2022 und 2023. Es hat einen guten Grund, warum der Datenbezug immer in einem bemerkenswerten Abstand zur Gegenwart gehalten wird. Denn wenn die AI-Systeme auch auf Echtzeitdaten zugreifen könnten, würde die KI ihre eigenen Ausscheidungen verspeisen, was zu einer unheilvollen Mega-Rekursion – einer Art Implosion – führen würde. Umso kleiner der Abstand zwischen Datenpool und Ausgabezeitpunkt wird, desto mehr verfälschen die AI-Systeme ihre Ergebnisse selbst, weil die eigenen Ausgaben quasi wieder als Eingabe im System landen. </p><h5>Informationen immer ähnlicher?</h5><p>Es ist anzunehmen, dass mit äußerstem Hochdruck an neuronalen Netzen gearbeitet wird, die diesen Effekt verhindern sollen. Doch hier funkt der Mensch dazwischen. Denn die wenigsten Menschen geben sich die Blöße, ein KI-Ergebnis 1:1 zu übernehmen, sondern verändern Inhalte und Formulierungen mit ihrem persönlichen Stil. Diese Ergebnisse können von der KI nicht als Ausgabe einer KI erkannt werden und landen somit im Big Data Pool, dem „Futtertrog“ der AI-Systeme. </p><p>Es ist aus meiner Perspektive derzeit nicht abschätzbar, welche Zeiträume vergehen werden, bis sich die ausgegebenen Informationen dadurch immer ähnlicher und damit zunehmend einheitlich werden. Aber eines ist dabei heute schon klar: Die Arbeit der Rechenzentren und damit der Energieverbrauch wird schlagartig exponentiell explodieren. </p><p>Lesen Sie auch: </p><p><a href="https://www.asscompact.de/nachrichten/ist-chatgpt-zur-versicherungsbera…; target="_blank" >Ist ChatGPT zur Versicherungsberatung geeignet?</a></p><p><a href="https://www.asscompact.de/nachrichten/chatgpt-f%C3%BCr-versicherer-was-…; target="_blank" >ChatGPT für Versicherer: Was sich ändern wird, was bleiben wird</a></p><p><a href="https://www.asscompact.de/nachrichten/so-helfen-chatgpt-co-bei-social-m…; target="_blank" >So helfen ChatGPT & Co. bei Social Media</a></p><p><a href="https://www.asscompact.de/nachrichten/new-work-%E2%80%93-wer-bist-du-ei…; target="_blank" >New Work – Wer bist du eigentlich?</a></p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © Inna – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/AA4397EB-5C6F-4374-A50D-2A7202933D78"></div>

 
Ein Artikel von
Prof. Götz Piwinger

Security Awareness Training reduziert Risiko von Cyberangriffen

Mittlerweile gehört die verpflichtende Teilnahme an Security Awareness Trainings bei vielen Cyberversicherungen dazu. Die Network Box Deutschland GmbH bietet solche Sicherheitsschulungen an. Im Interview erklärt Dariush Ansari, worauf Unternehmen achten müssen und wie die Schulungen ablaufen.

<h5>Interview mit Dariush Ansari, Geschäftsführer der Network Box Deutschland GmbH</h5><h5>Herr Ansari, geht es bei Cybersicherheit heute mehr um die Anfälligkeit der Technik oder mehr um den Menschen?</h5><p>Die Kombination aus beidem ist entscheidend. Einerseits bedarf es einer zum Unternehmen passenden IT-Sicherheitslösung, andererseits gehört für eine ganzheitliche IT-Sicherheit dazu, dass sich alle Mitarbeitenden im Unternehmen – also nicht bloß die IT-Abteilung – der Gefahren und Risiken bewusst sind und wissen, wie sie auf mögliche Angriffe richtig reagieren. Man spricht hier von Security Awareness.</p><h5>Ihr Unternehmen bietet Kunden alles rund ums Thema Cybersicherheit, z. B. E-Learnings, Passwort-Checks oder spezielle Plug-Ins zur Identifizierung unsicherer Webseiten. Was sind aus Ihrer Erfahrung häufige Fehler, die Unternehmen in diesen Bereichen machen?</h5><p>Ich würde von einer Verkettung vieler kleiner Fehler sprechen, wenn man es so nennen will. Angefangen bei der Tatsache, dass zu viele Unternehmen immer noch die Gefahr unterschätzen, nach dem Motto „Warum sollte uns einer hacken?“. In Wahrheit trifft es kleine und mittelständische Betriebe oder Praxen genauso wie große, städtische und gemeinnützige Unternehmen. Der finanzielle Schaden, der neben dem Reputationsverlust bei einem Cyberangriff durch das Lahmlegen der Systeme, Erpressung von Lösegeld, Betriebsausfall etc. entsteht, kann schnell in die Zehn- und nicht selten in die Hunderttausende gehen. Wenn dann noch keine Backups gemacht wurden und die Daten nicht wiederhergestellt werden können, kann ein Cyberangriff die Existenz kosten. </p><h5>Sagen wir, ein Maklerunternehmen mit drei bis fünf Mitarbeitenden spricht Sie an und wünscht sich eine Beratung. Welche Themen würden Sie mit diesem Betrieb auf jeden Fall angehen? </h5><p>Unabhängig von der Größe des Unternehmens starten wir bei einer IT-Sicherheitsberatung immer damit, den Ist-Zustand der Firma aufzunehmen, um den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln. Welche Daten werden wie verarbeitet, wo sind Schwachstellen, die es zu beheben gilt, inwiefern werden die gesetzlichen Vorgaben eingehalten. Unsere Sicherheitsberater:innen analysieren und bewerten hierzu die vorhandenen Sicherheitssysteme und schlagen – sofern notwendig – anwendbare Lösungen vor.</p><h5>Welche Schritte würden dann der Analyse folgen?</h5><p>Falls noch nicht vorhanden, konfigurieren wir auf Grundlage unserer Ist-Analyse eine zum Unternehmen passende technische IT-Sicherheitslösung. In unserem Fall handelt es sich um eine gemanagte UTM-Lösung. Das bedeutet, dass wir den Bereich IT-Sicherheit inklusive Monitoring, Support, Updates und Reporting im Rahmen einer monatlich kündbaren Pauschale komplett übernehmen. </p><p>Als zweiten gleichwertig wichtigen Baustein für eine ganzheitliche IT-Sicherheit beraten wir unsere Kund:innen zu Security Awareness Maßnahmen. Dazu können Phishing-Simulationen, Awareness-Newsletter, nützliche Tools und Schulungen der Mitarbeitenden zum richtigen Umgang mit E-Mails und vertraulichen Daten gehören. Auch diese Maßnahmen übernehmen wir als Managed Service, das bedeutet, das Unternehmen hat weder mit der Vorbereitung oder Durchführung noch mit der Auswertung der Ergebnisse Aufwand.</p><!--text-long-pagebreak--><!--sub-title||Wenn es trotz allem doch zum Schadenfall kommt, gibt es dazu eine Blaupause oder ist jeder Fall anders?--><h5>Wenn es trotz allem doch zum Schadenfall kommt, gibt es dazu eine Blaupause oder ist jeder Fall anders?</h5><p>Natürlich statten wir unsere Kund:innen mit Handlungsempfehlungen und einem Fahrplan für den Notfall aus. Am Ende ist jedes Unternehmen und jeder Cyberangriff jedoch individuell. Im besten Fall hat der Kunde bzw. die Kundin eine Cyberversicherung abgeschlossen, welche die Kosten für die Ursachenfindung (IT-Forensik) und Wiederherstellung der Systeme übernimmt. </p><h5>Sie arbeiten unter anderem mit Versicherern zusammen und bieten deren Firmenkunden Sicherheitsschulungen an? Wie dürfen wir uns diese vorstellen?</h5><p>Zu den meisten Cyberversicherungen gehört mittlerweile die verpflichtende Teilnahme an Security Awareness Trainings, da diese nachweislich das Risiko eines Cyberangriffs minimieren. So ein Security Awareness Training beginnt bei uns damit, dass wir die Mitarbeitenden im Unternehmen darüber aufklären, was sie in der nächsten Zeit erwarten wird: nämlich im ersten Schritt eine Phishing-Simulation, bei der wir realitätsgetreue Phishing-E-Mails mit Links oder Anhängen an die Belegschaft herausschicken, um daraufhin anonymisiert auszuwerten, wie viele Mitarbeitende auf den Link bzw. Anhang geklickt haben. Daraufhin erhalten alle Mitarbeitenden Zugang zu unserer eLearning-Plattform mit interaktiven Schulungsmodulen zu allen wichtigen Themen rund um Cybersecurity wie Passwortschutz, Arbeiten im Home-Office oder Social Engineering. Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Mitarbeitenden ein Zertifikat, welches als Nachweis im Rahmen der DSGVO dient. </p><h5>Und was sollten die Mitarbeitenden eines Unternehmens möglichst aus einer Schulung mitnehmen?</h5><p>Sie sollten mit den möglichen Angriffstechniken vertraut sein und wissen, wo überall Gefahren lauern können. Dazu gehören nicht nur Angriffe per E-Mail, sondern auch per Telefon, SMS, über Social Media, im Home-Office und selbst über den Netzwerkdrucker. Entscheidend ist hierfür der Grundsatz: Lernen durch Wiederholung. Denn nur wenn Mitarbeitende fortlaufend über die heutzutage immer neuen kreativen und ausgeklügelten Vorgehensweisen von Cyberkriminellen aufgeklärt werden und wissen, wie sie richtig darauf reagieren, können sie das Unternehmen nachhaltig davor schützen.</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © Dariush Ansari, Network Box</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/8FFC0171-8B74-4FC8-A5F1-9B43BE381534"></div>

 
Ein Interview mit
Dariush Ansari

„Von Plattformen profitieren am Ende alle“

Als Software-as-a-Service-Plattform digitalisiert Xempus die Prozesse aller Beteiligten in der bV. Welche Bedeutung Plattformen für die Versicherungsbranche im Allgemeinen haben und welche Rolle der Digitalisierung speziell im Bereich der bV zukommt, dazu hat AssCompact bei dem InsurTech nachgefragt.

<h5>Interview mit Malte Dummel, COO und CFO der Xempus AG</h5><h5>Herr Dummel, welche Rolle spielen Technologieplattformen wie Xempus bei der digitalen Transformation der Versicherungsbranche?</h5><p>Die Zukunft der Versicherungsbranche ist digital und sie liegt im Zusammenspiel mit InsurTechs. Versicherer, Vermittler und InsurTechs können gemeinsam die Branche deutlich schneller voranbringen und im Sinne des Kunden gestalten.</p><p>Als Software-as-a-Service-Plattform digitalisieren wir die Prozesse, die zwischen allen Beteiligten in der betrieblichen Vorsorge – Versicherer, Vermittler, Arbeitgeber und Arbeitnehmer – stattfinden. Unser Ziel ist es, den Vertrieb und das Management von Policen effizienter und effektiver zu gestalten. Technologie und Daten sind dabei der Schlüssel. </p><p>Von Technologieplattformen profitieren am Ende alle: Vermittler und Versicherer durch ein effizientes Mehrgeschäft, Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitenden in der betrieblichen Vorsorge mit geringem Aufwand verbesserte Benefits anbieten können, und die Versicherten, die durch genauere Informationen und Vergleichbarkeit ihren Absicherungs­status optimieren.</p><h5>Und welche Bedeutung haben Plattformen Ihrer Ansicht nach künftig speziell für den Bereich der betrieblichen Vorsorge? </h5><p>Der Wunsch nach Vorsorge auf Arbeitnehmerseite und der Bedarf an Fachkräften auf Unternehmensseite werden weiter steigen. Betriebliche Benefits wie betriebliche Altersversorgung (bAV) und betriebliche Krankenversicherung (bKV) werden daher für Arbeitgeber zu einem wichtigen Baustein, um Arbeitskräfte zu gewinnen und zu halten.</p><p>Für uns als Technologieplattform für betriebliche Vorsorge bedeutet das, die Kunden- und Anwenderwünsche im Blick zu haben. Dazu zählt etwa, dass Arbeitnehmer ihre Rentenlücke nachvollziehbar berechnen können. </p><p>Die Zahlen und Daten der Plattform helfen uns dabei, die richtigen Features aufzusetzen und weiterzuentwickeln und auch die Usability laufend zu optimieren. Unsere Plattformdaten zeigen klar den Mehrwert einer technologiegestützten Beratung: Menschen sparen mehr, wenn sie digital gut beraten werden. </p><h5>Welche Vorteile ergeben sich für Vermittler? </h5><p>Mit Blick auf die bAV wissen wir, dass die volldigitale Beratung den Vermittlerinnen und Vermittlern 40% Aufwand erspart und gleichzeitig dreimal so viel Neu­geschäft einbringen kann. Das liegt vor allem daran, dass die Beratung mit unseren digitalen Lösungen einfach, transparent und vor allem verständlich wird. </p><p>Aber auch die Effizienz der Beratung steigt durch automatisierte Prozesse enorm. Alle Phasen in der Beratung – von der Information über den Abschluss bis hin zur Verwaltung – lassen sich digital abbilden. Und das rechtskonform und revisionssicher. Für Vermittlerinnen und Vermittler ist das ein klarer Wettbewerbsvorteil.</p><h5>Xempus wurde 2007 gegründet – damals noch unter dem Namen xbAV. Betrachten Sie sich noch als Start-up? </h5><p>Gestartet sind wir als Servicedienstleister für die betriebliche Altersversorgung mit der Vision unseres Gründers Martin Bockelmann, Strukturen zu schaffen, um die bAV für alle Beteiligten einfach und effizient zu machen. Heute steht hinter dieser Vision eine Software-as-a-Service-Plattform. </p><p>Als Scale-up sind wir im Markt angekommen und unsere bAV-­Lösung ist etabliert. Mittlerweile arbeiten mehr als 200 Kolleginnen und Kollegen daran, unsere Plattform weiter auszubauen, Versicherungen anzubinden und neue betriebliche Versicherungsprodukte digital, einfach und transparent für alle zu machen.</p><h5>Wie sehr hat sich die Situation für neue Player seitdem gewandelt? </h5><p>Viele InsurTechs sind in den letzten zehn Jahren angetreten, um entweder Prozesse in der Wertschöpfungskette zu optimieren oder neue Erlebnisse beim Kauf und der Verwaltung von Versicherungen zu schaffen. Das brachte eine hohe Dynamik in die gesamte Versicherungsbranche, viele InsurTechs konnten sich am Markt als Partner etablieren. Inzwischen ist der Markt ruhiger geworden und es zeigt sich immer mehr, dass es auf nachhaltig erfolgreiche Partnerschaften mit Versicherern bzw. Vermittlern ankommt. De facto geht es für alle Beteiligten um die gleichen Themen: effizientere Prozesse, hohe Nutzerfreundlichkeit und Skalierung.</p><p>Dieses Interview lesen Sie auch in AssCompact 05/2023, S. 96, und in unserem <a href="https://epaper.asscompact.de/de/profiles/53e4066999da-asscompact/editio…; target="_blank" >ePaper</a>.</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © </i><i class="font-twelve-italic" >Malte Dummel, Xempus</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/E24BD12E-EFDC-4FEA-ABE0-BED95FD5A6AE"></div>

 
Ein Interview mit
Malte Dummel

So helfen ChatGPT & Co. bei Social Media

Steffen Ritter ist Geschäftsführer des Instituts Ritter. Außerdem ist er Autor, Trainer, Redner und Mitinitiator des Jungmakler Awards. Für AssCompact gibt er Maklern in seiner monatlich erscheinenden Kolumne praktische Tipps, um besondere und alltägliche Herausforderungen zu meistern.

Social Media – egal auf welcher Plattform – lebt vom regelmäßigen Engagement, sowohl als Produzent von eigenen Posts und Stories als auch als Kommentator und Resonanzgeber auf die Beiträge anderer.

Beim regelmäßigen Produzieren eigener Beiträge geht Vermittlern schnell mal die Luft aus. Oder anders formuliert: Die Kreativität geht verloren. Manchmal fehlt auch einfach die Zeit, die man sich für Social Media nehmen sollte. Dann schlafen Routinen ein, noch bevor sie Wirkung entfalten konnten. So bleiben Reichweitensteigerung oder Kundengewinnung ein Traum. Auch wenn (derzeit) kein „Künstliche-­Intelligenz-Autopilot“ passend zur eigenen Strategie dieses Problem lösen kann, ist dennoch ziemlich viel Hilfe möglich.

Der auch 2023 wieder stark weiterentwickelte Social-Media-Führerschein des Instituts Ritter nimmt sich dieser und auch weiterer brandaktueller Themen an.

Wie kann künstliche Intelligenz helfen?

Sogenannte Social-Media-Routinen sind letztlich Serien von Beiträgen zu einem jeweils bestimmten Thema über mehrere Wochen. Beim Sammeln von Ideen kann künstliche Intelligenz sehr hilfreich sein. Angenommen, ein Vermittler konzentriert sich auf Handwerker, dann können folgende Fragen erste Ideen bringen.

  • Gib mir zehn Beispiele, wie Handwerker Mitarbeiter binden können.
  • Gib mir 20 lustige Ideen, wie Bäcker mehr Kunden bekommen.
  • Gib mir 30 witzige Argumente, warum es keinen schöneren Job als den eines Dachdeckers gibt.

Sicher, manche Antworten sind banal. Ob fachlich, also 100% ernst, oder eher augenzwinkernd muss jeder für sich entscheiden. Auf jeden Fall wird so der eigene Denk- und Kreativmotor angeworfen. Das Ganze kann dann im Nachgang überarbeitet, weiterentwickelt und mit passenden eigenen Ideen angereichert werden. Das fällt oft leichter, als vor einem leeren Blatt Papier bei Null zu beginnen.

Social Media at its best

Sicher, künstliche Intelligenz ist nicht das Allheilmittel, um bei Social Media voranzukommen. Wer aber sowohl Möglichkeiten dieser Art nutzt als auch zum Beispiel eine gezielte nutzenbasierte Zielgruppengewinnung per Targetierung vornimmt sowie ein wirklich sogstarkes Profil beginnt zu entwickeln, wird als Vermittler damit Erfolg erzielen.

Wenn Sie dafür unseren Social-Media-Führerschein nutzen möchten, freue ich mich auf eine gemeinsame spannende Entwicklungszeit. Dieses modulare Training beginnt live und per Aufzeichnung am 13. Juni 2023 generalüberholt, weiterentwickelt und komplett aktualisiert. Selbst eine nochmalige Teilnahme lohnt sich sehr! Nach jedem Modul setze ich für Sie live an einem Beispiel ein Thema um. Sie sind also live am Bildschirm dabei und können – wenn Sie möchten – direkt mitmachen. Praxis pur.

Unter agenturberatung.de/socialmedia finden Sie alle Infos. Das Startmodul ist als Dank für die Teilnahme an der Reihe kostenfrei. AssCompact Leserinnen und Leser bekommen zudem mit dem Code „AssCompact“ 25% Nachlass.

Alle Infos zu den Jungmakler Awards unter jungmakler.de

Diesen Artikel lesen Sie auch in AssCompact 05/2023, S. 77, und in unserem ePaper.

 
Ein Artikel von
Steffen Ritter