AssCompact suche
Home

0954

Unternehmensmeldungen

Howden baut Führungsteam aus

Personeller Neuzugang für Howden Deutschland: Heiko Kruse ist seit Anfang März 2025 neuer Head of Credit & Surety. In dieser Funktion übernimmt der 51-Jährige die Leitung des Bereichs Credit & Surety Bankenvertrieb. Zuletzt war Kruse als Branch Manager bei der MRH Trowe Credit & Finance GmbH.

Die Howden Deutschland AG hat ihr Führungsteam verstärkt: Heiko Kruse hat den Posten als neuer Head of Credit & Surety übernommen. Seit 01.03.2026 leitet der 51-Jährige in dieser Rolle den Bereich Credit & Surety Bankenvertrieb und bringt dabei seine langjährige Expertise im Banken- und Versicherungssektor ein. Der diplomierter Bankbetriebswirt verfügt über 29 Jahre Berufserfahrung in der Kredit- und Versicherungswirtschaft.

Zuletzt war er als Branch Manager bei der MRH Trowe Credit & Finance GmbH in Frankfurt am Main tätig. Dort verantwortete er unter anderem die strategische Zusammenarbeit mit Kreditinstituten. Die Schwerpunkt von Kruse liegen in der Entwicklung individueller Deckungskonzepte, Risikoanalysen sowie der Implementierung von Kredit- und Kautionsversicherungslösungen. Mit Kruse an Bord will die Howden Deutschland AG ihr Credit & Surety-Geschäft weiter ausbauen und ihre Position im Markt weiter stärken. (tik)

News über weitere personelle Veränderungen lesen Sie in der Rubrik „Personen“.

Bild: © Howden

 

Versichererfusionen: Makler nehmen Serviceverschlechterungen wahr

Fusionen und Übernahmen sind auch unter Versicherern keine Seltenheit mehr. Unter Maklern halten es 93% für wahrscheinlich, dass in den kommenden Jahren weitere Fusionen und Übernahmen stattfinden werden. Doch was ändert sich dabei eigentlich für Vermittler konkret? Welche Auswirkungen sehen sie auf ihre tägliche Arbeit mit Versicherern?

In den vergangenen Jahren ist nicht nur im Maklermarkt Bewegung in Sachen Konsolidierung. Auch bei einigen Versicherern kam es bereits zu Fusionen und Übernahmen, manche sind noch im Gange. Die Geschehnisse etwa rund um die BarmeniaGothaer liegen schon etwas zurück. Das Unternehmen hat bereits Ende letzten Jahres seine Ziele bis 2030 ausgegeben. Helvetia und Baloise sind frisch fusioniert und haben u. a. vor, im Maklermarkt unter die Top 10 vorzustoßen. Bei der NÜRNBERGER läuft die Übernahme durch die VIENNA INSURANCE GROUP (VIG) und auch SDK und Stuttgarter wollen ihre Fusion in diesem Jahr abschließen.

Die Sicht der Makler auf Fusionen und Übernahmen unter Versicherern

Aber wie blicken Makler auf Fusionen und Übernahmen von Versicherungsunternehmen? Welche haben sie bisher wahrgenommen und welche sind bei ihnen noch nicht so stark im Fokus? Und vor allem: Was hat sich für sie verändert und wo sehen sie Verbesserungen oder Verschlechterungen für ihre eigenen täglichen Prozesse? Mit diesen Fragen hat sich die aktuelle Studie „AssCompact TRENDS I/2026“ in einem Sonderthema befasst.

Die Einstellung der unabhängigen Vermittler zu Fusionen und Übernahmen ist differenziert: So konnte die Studie zeigen, dass Makler zu einem großen Teil, nämlich zu 48%, Fusionen und Übernahmen neutral gegenüberstehen. 20,2% blicken eher positiv oder sehr positiv auf das Konsolidierungsgeschehen unter Versicherern, während 31,8% es insgesamt eher negativ oder sehr negativ beurteilen.

Wie wahrscheinlich sind weitere Zusammenschlüsse?

Darüber hält die überwiegende Mehrheit weitere Fusionen und Übernahmen in den kommenden drei Jahren für wahrscheinlich. Konkret antworten hier 56,6% der befragten Makler und Mehrfachagenten auf diese Frage mit „Sehr wahrscheinlich“. Für „eher wahrscheinlich“ halten es 36,7%. Ein kleiner Teil (6,1%) meint zu dieser Frage „teils/teils“. Ein minimaler Anteil der Befragten hält es für „sehr unwahrscheinlich“ (0,5%).

Wie stark nehmen Makler Fusionen und Übernahmen wahr?

Welche Fusionen der vergangenen Jahre haben die Befragten in den vergangenen Jahren stark bis sehr stark bemerkt? Zusammengefasst unter „Sonstige“ wurden die Geschehnisse rund um Ostangler/LSH, Generali/Proxalto sowie AIG/Everest zu 0,5% stark wahrgenommen. Mit 1% liegt die Fusion von SDK und Stuttgarter knapp davor. Die Vorgänge in Zusammenhang mit der Vienna Insurance Group (VIG) und der NÜRNBERGER haben 7,5% entsprechend mitbekommen. Mit 8,5% steht der Zusammenschluss von Baloise und Helvetia davor. Die meisten Befragten haben die Entwicklungen rund um die Barmenia und Gothaer stark bis sehr stark wahrgenommen, und zwar 20,6%. Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich.

Fusionen und Übernahmen aus Maklersicht: Verschlechterungen im Vordergrund

Für Makler und Versicherer ist es nach diesen Umstrukturierungen natürlich interessant, welche Veränderungen die Befragten aufgrund von Fusionen und Übernahmen bei den Versicherungsunternehmen sehen. Bei der Auswertung sticht sofort ins Auge, dass das Pendel im Bereich der Verschlechterungen aus Maklersicht sehr viel weiter ausschlägt als bei den Verbesserungen.

Fünf Aspekte, fünfmal Makler-Urteil
Versichererfusionen: Makler nehmen Serviceverschlechterungen wahr

Von fünf abgefragten Aspekten ergibt die Summe aus den Antworten „sehr verschlechtert“ und „verschlechtert“ bei „Courtage-Konditionen“ 11,7%, die Summe aus den Antworten „sehr verbessert“ und „verbessert“ ergibt lediglich 1,1%. 87,2% sehen allerdings auch keine Veränderungen (siehe Grafik).

„Nutzerfreundlichkeit des Maklerportals/Extranets“ wird hier mit 21,4% als verschlechtert angesehen. Schaut man in den Bereich „verbessert“, stellt man fest, dass dieser Aspekt mit 10,7% die meisten Stimmanteile erhält. Die Zahl der Befragten, die hier Verschlechterungen sehen, schlägt der Wert trotzdem nicht. Für einen Großteil von 67,9% ist die Situation unverändert.

Was die fachliche Kompetenz im Underwriting bei den Versicherern angeht, meinen 29,4%, dass sich etwas (sehr) verschlechtert hat. (Sehr) verbessert hat sich in diesem Bereich für 4,3% etwas im Zusammenhang mit Fusionen und Übernahmen. 66,3% haben keine Veränderungen wahrgenommen.

Die Geschwindigkeit der Leistungs- und Schadenregulierung bemängeln 41,8% der befragten Makler und Mehrfachagenten. Nur 3,7% sehen Verbesserungen. Der Anteil derer, die die Lage durch Fusion bzw. Übernahmen als unverändert ansehen, beträgt hier 54,5%.

„Erreichbarkeit von Innen- und Außendienst“ wird als größtes Problem gesehen

Am meisten scheint die Befragten jedoch die Erreichbarkeit von Innen- und Außendienst zu stören. In diesem Bereich sieht gut die Hälfte (50,3%) Verschlechterungen. Verbesserungen haben lediglich 0,5% wahrgenommen. Somit liegt hier auch der Anteil der Befragten, die „unverändert“ geantwortet haben, bei weniger als der Hälfte (49,2%).

Eine Frage der Kommunikation?

Vielleicht hat ja auch die Wahrnehmung der Befragten zur Kommunikation der Versicherer während einer Fusion oder Übernahme damit zu tun. 51,3% antworteten bei der Frage, wie sie diese empfinden, mit „teils/teils“. 21,7% nehmen sie als gut bzw. eher gut wahr, während 27% sie als eher schlecht oder schlecht beurteilen. (lg)

Über die Studie

Die Online-Befragung zur Studie „AssCompact TRENDS I/2026“ wurde vom 05.01.2026 bis 21.01.2026 durchgeführt. Nach einer Qualitätsprüfung flossen die Stimmen von 256 Vermittlerinnen und Vermittlern aus der Finanz- und Versicherungsbranche in die Stichprobe ein, die ein sehr gutes Abbild der Assekuranz- und Finanzvermittlerinnen und -vermittler hinsichtlich der Alters- und Geschlechtsstruktur darstellt. Die Studie kann hier erworben werden.

Lesen Sie auch: Tierversicherungen: Das sind die aktuellen Maklerfavoriten
 

FondsKonzept: bAV-Experte für Firmenkundenberatung

Die FondsKonzept AG baut für Makler die Dienstleistungen im Bereich Unternehmenskunden aus und hat Wolfgang Schreiner als bAV-Experten gewonnen. Er ist im Vertriebsteam Versicherungen zuständig für das Firmenkundengeschäft und unterstützt vor allem Makler mit der Zielgruppe GmbH-Geschäftsführer.

Die FondsKonzept AG begrüßt mit Wolfgang Schreiner einen bAV-Experten und stärkt damit für Makler die Dienstleistungen im Geschäftsfeld der Unternehmensberatung. Zum 02.01.2026 hat der 46-Jährige im Vertriebsteam Versicherungen das Unternehmens- und Firmenkundengeschäft übernommen. Seine Aufgaben umfassen schwerpunktmäßig die Vertriebsunterstützung und Beratung von Maklern mit der Kundenzielgruppe der Geschäftsführer von GmbHs.

Schreiner ist für die Makler Ansprechpartner in der Gestaltung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) sowie von Versorgungsmodellen für die Zeit nach dem Ausscheiden ihrer Kunden aus dem aktiven Berufsleben. Zudem berät er bei der Minimierung von Haftungsrisiken aus der Geschäftsführertätigkeit sowie an der Schnittstelle zum Steuer-, Versicherungs-, und Arbeitsrecht. Wie FondsKonzept weiter mitteilt, werden hierfür spezialisierte Berufsträger wie Steuerberater und Fachanwälte hinzugezogen und in das Beratungsmandat interdisziplinär eingebunden.

Makler können Schreiner bei Beratungsterminen mit ihren Kunden gezielt hinzuziehen. Der 46-Jährige unterstützt bei der Analyse des aktuellen Status in den jeweiligen Unternehmen einschließlich der versicherungsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie der Einkommenssituation der Geschäftsführer. Anschließend erfolgen die Ausarbeitung und Umsetzung der Konzepte sowie die laufende Betreuung und Anpassung im Zeitablauf.

Schreiner ist Betriebswirt (FH) mit Spezialisierung auf bAV und verfügt über eine mehr als 20-jährige Branchenerfahrung. Nach seiner Station als Bezirksdirektor gründete er 2004 sein eigenes Versicherungsbüro. Ab 2009 war er Gesellschafter (bis zum 20.12.2024) und Geschäftsführer (bis zum 06.01.2025) der Schreiner GmbH.

„Die Kundenzielgruppe der Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer ist für unsere Makler ein besonderer Wachstumsmarkt, in dem wir sie bestmöglich unterstützen möchten. Wir freuen uns, mit Wolfgang Schreiner einen der renommiertesten Experten gewonnen zu haben“, erklärt Alexander Lehmann, Vorstand für Marketing und Vertrieb bei der FondsKonzept AG. (tik)

Korrekturhinweis der Redaktion (März 2026):

In einer früheren Version dieses Artikels wurde Wolfgang Schreiner als Gesellschafter und Geschäftsführer der "Unternehmensgruppe Schreiner GmbH" "bis 2025" bezeichnet. Dies ist in mehrfacher Hinsicht sachlich unzutreffend: Wolfgang Schreiner ist seit dem 20.12.2024 nicht mehr Gesellschafter der Schreiner GmbH; seine Geschäftsführertätigkeit endete durch Abberufungsbeschluss vom 06.01.2025 mit sofortiger Wirkung. Darüber hinaus ist die Bezeichnung "Unternehmensgruppe Schreiner GmbH" keine eingetragene Firmenbezeichnung. Die korrekte Bezeichnung lautet "Schreiner GmbH". 

 

„Wir werden im Maklermarkt unter die Top 10 vorstoßen“

Die Versicherer Helvetia und Baloise sind frisch fusioniert und verfolgen in Deutschland ambitionierte Ziele. Das Unternehmen will im Maklermarkt deutlich an Bedeutung gewinnen, Synergien konsequent heben und zugleich nah am Markt bleiben.

Interview mit Dr. Jürg Schiltknecht, CEO Helvetia Deutschland
Herr Dr. Schiltknecht, die Fusion von Helvetia und Baloise in Deutschland ist ein großer Schritt. Welche Synergien versprechen sich beide Unternehmen von dieser Zusammenführung?

Wir werden in der Tat durch den Zusammenschluss einen bedeutenden Schritt nach vorne machen. In Deutschland werden wir rund 2,7 Mrd. Euro Prämienvolumen sehen, unseren Exklusivvertrieb auf über 700 Vermittler ausbauen und im Maklermarkt unter die Top-10-Versicherer vorstoßen. Es ist eine einzigartige Chance für uns. Dazu werden wir auch die sich bietenden Synergien realisieren. Und Anfang Februar hat die Helvetia Baloise Gruppe den neuen Markenauftritt bekannt geben. In Deutschland tritt das Unternehmen nun als Helvetia Deutschland auf.

Wo sehen Sie Synergien und was bedeutet das für die Einsparung von Ressourcen?

Wir sehen Synergien bei den Sach- und den Personalkosten. Bei den Sachkosten sind es vor allem Doppelspurigkeiten und Standortkosten, und bei den Personalkosten sind es insbesondere Stellen in den Querschnittsfunktionen, wo wir Potenzial haben. Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir den Abbau durch ein gesteuertes Freiwilligenprogramm erreichen können und voraussichtlich keine Kündigungen aussprechen müssen.

Wo liegt die jeweilige Stärke von Baloise und Helvetia im Versicherungsvertrieb/Produktportfolio und was lernt der jeweils eine vom anderen?

Wir haben sich sehr gut ergänzende Produktportfolios und sind grundsätzlich in ähnlichen Fokus-Sparten unterwegs. Innerhalb dieser hat jede Gesellschaft ihre Stärken, welche wir gezielt ausspielen werden. Im Leben-Bereich hat Helvetia ein sehr starkes Angebot bei Einmalbeiträgen, gekoppelt mit dem Thema Schenken und Erben, bei Baloise liegen die Stärken vor allem in der Biometrie und bei der fondsgebundenen Lebensversicherung. Im Nichtleben-Bereich überzeugen beide mit attraktiven Produkten. Im Privatkundengeschäft werden vor allem die Baloise Produkte den Vorrang erhalten, weil diese bereits auf unserer neuen IT-Plattform Guidewire implementiert sind. Im Firmenkundengeschäft (FKG) werden wir das Beste aus den zwei Welten kombinieren. Der harmonisierte Verkaufsstart ist für Mai 2026 im Maklermarkt geplant, bei unserem Exklusivvertrieb im Juli 2026.

Auch bei den Vertrieben ergänzen wir uns sehr gut. Im Maklermarkt waren beide schon getrennt stark vertreten, gemeinsam steigen wir zu einem noch relevanteren Maklerversicherer auf. Im Privatkundengeschäft werden wir uns unter den Top-3-Maklerversicherern positionieren, in der Technischen und Transportversicherung als ein Top-10-Maklerversicherer. Auch in Leben werden wir in unseren Fokus-Sparten im Neugeschäft als Top-2-Maklerversicherer in der Biometrie und Top-7-Maklerversicherer in der kapitaleffizienten Altersvorsorge ein wesentlicher Marktteilnehmer sein.

Auch unser Exklusivvertrieb wird sich durch den Zusammenschluss deutlich vergrößern und über 700 Vertriebspartner umfassen.

Mit dieser neu gewonnenen Größe können wir noch viel stärker vor Ort auf den Markt einwirken und unseren Purpose leben: Wir stehen an Ihrer/deiner Seite, wenn es darauf ankommt, heute und morgen. Damit wollen wir ausdrücken, dass wir partnerschaftlich mit unseren Vertriebspartnern stehen, nah am Markt sind, schnell agieren und top Service anbieten. Daran lassen wir uns messen, denn der Zusammenschluss darf uns nicht vom Markt ablenken. Da wollen wir auch weiterhin ganz vorne präsent sein.

Wie sehen die konkreten Ziele des fusionierten Unternehmens für das Jahr 2026 aus? Wann gibt es das erste gemeinsame Produkt?

Wir haben uns fünf Ziele vorgenommen: Wir wollen erstens weiterhin am Markt präsent sein und zufriedene Vertriebspartner haben, zweitens profitables Wachstum in unseren Zielsparten erreichen, drittens als ein Team auf Augenhöhe zusammenwachsen, viertens mit der Zusammenführung von IT-Systemen starten und gleichzeitig stabile und digitale Prozesse beibehalten und fünftens natürlich unsere Synergieziele unter Einhaltung des Integrationskostenbudgets realisieren.

Messgrößen werden wir am Capital Markets Day am 15.04.2026 kommunizieren, und bezüglich Produkte werden wir auf unsere bestehenden Produkte aufsetzen und diese auch schon im Jahr 2026 weiter optimieren.

Was haben Ihre Vertriebspartner in Bezug auf Produktangebot und Service davon? Und welche strategischen Anpassungen im Vertrieb haben Sie vor?

Im Maklermarkt werden wir als ein Team auftreten und ein harmonisiertes, preis- und leistungsstarkes Produktportfolio anbieten. Strategische Anpassungen sind nicht erforderlich, da wir uns optimal ergänzen. Unsere neu entwickelte Fokusstrategie wird ein strategischer Baustein sein. Wir werden in unseren Fokus-Sparten Biometrie und kapitaleffiziente Altersvorsorge weiterhin ein wichtiger Marktteilnehmer sein. Im Nichtleben-Bereich liegt der Fokus im Privatkundengeschäft auf Sach privat inkl. Haftpflicht, Unfall und Kfz; im FKG auf Sach, Haftpflicht, Technischer Versicherung und Transport.

Wir geben Klarheit zu unserer Zeichnungspolitik. Hierzu gehört selbstverständlich auch ein schneller Service im Kundenmanagement und in der Auszahlungsabwicklung, was von der Anbahnung bis zur Bestandspflege für den Vertriebspartner und sein Unternehmen ein schnelleres und damit kosteneffizienteres Handling bedeutet. Durch den Zusammenschluss können wir zudem Synergien in den Strukturen und in der Fachexpertise heben.

Für die Makler ergeben sich daraus die Chancen, noch mehr potenzielle Lösungen für ihre Kunden im Koffer zu haben, neue Kunden aus neuen Zielgruppen zu gewinnen und im Rahmen einer lebensbegleitenden Beratung Cross-Selling zu betreiben und die Kunden stärker an sich zu binden.

Wird die Fusion Auswirkungen auf die Preisgestaltung oder die Geschäftsbedingungen der angebotenen Produkte haben?

Wir werden die Produkte harmonisieren, um keine doppelten Angebote im Markt zu haben. Ansonsten sehen wir keine Auswirkungen auf die angebotenen Produkte.

Welche langfristigen Effekte erwarten Sie für Ihre Kunden durch die Zusammenführung der beiden Marken?

Wir sind für unsere Kunden über unsere Makler und Vertriebspartner im Markt. Wir wollen, dass unsere Kunden weiterhin diese gute Beziehung zu unseren Vertriebspartnern halten. Durch die Zusammenführung beider Marken wollen wir weiterhin unsere Reputation als finanziell starker Versicherer aufrechterhalten, der bei Kunden durch attraktive Produkte und mit top Service punktet.

Wie wird Helvetia Deutschland sicherstellen, dass die Fusion nicht zu Verunsicherungen bei den Maklern und Kunden führt, sondern Vertrauen schafft?

Wir werden das Vertrauen bei unseren Kunden und Maklern behalten, weil wir weiterhin am Markt präsent sein werden. Es ist unser erklärtes Ziel, dass unsere Kunden und Makler keine Veränderung durch die Zusammenführung spüren werden. Wir wollen uns nicht mit uns selbst, sondern mit dem Markt beschäftigen. Bisher scheint uns das nach Rückmeldungen von Maklern ganz gut gelungen zu sein.

Die Integration von Mitarbeitenden und gebundenem Vertrieb ist der nächste große Schritt. Welche Maßnahmen werden ergriffen, um diese Prozesse reibungslos zu gestalten?

Kultur ist ein zentrales Thema, das uns 2026 und in Zukunft begleitet. Wir wollen unsere Werte Drive, Closeness und Trust gemeinsam leben. Der Start der kulturellen Integration scheint geglückt zu sein. Wir kommen aus zwei ähnlichen Unternehmen, beide mit einer Schweizer Konzernmutter und einem vergleichbaren Werte-Set. Da geht eine solche Integration sicherlich einfacher. Trotzdem braucht es Zeit, bis eine vertrauensvolle Zusammenarbeit vollständig umgesetzt ist. Wir sind aber sehr optimistisch, dass dies schneller geschehen wird, als wir alle denken. Das Mitarbeiterfest im Mai in Frankfurt wird sicher auch einen positiven Anteil dazu beitragen. Außerdem führen wir ein von Mitarbeitenden organisiertes Veränderungsprogramm ein.

Im gebundenen Vertrieb wollen wir auf Kontinuität setzen. Im ersten Jahr werden alle Ansprechpartner für unsere Vertriebspartner gleich bleiben. Wir wollen den Fokus auf die Integration der Produkte und der neuen IT-Systeme legen. Trotzdem werden wir gemeinsame Formate anbieten, um uns gegenseitig kennenzulernen. Einen ersten großen Aufschlag werden wir bei der Jahresauftaktveranstaltung Anfang März haben. Wir freuen uns alle bereits darauf.

Inwieweit unterscheiden sich die Unternehmenskulturen der beiden Unternehmen, und wie werden diese Unterschiede in den Integrationsprozess eingebunden?

Wir sehen in der Tat mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Es gab Untersuchungen, in der beide Unternehmen getrennt nach ihren Werten gefragt wurden. Der uns begleitende Dienstleister hat uns zurückgespiegelt, noch nie in seiner langjährigen Tätigkeit eine solch hohe Überschneidung bei Werten gesehen zu haben. Persönlich überrascht mich dies nicht. Aus meiner nun doch schon mehrere Monate dauernden Erfahrung aus der Integration bin ich selber immer wieder erstaunt, wie ähnlich wir uns sind. Trotzdem werden wir Werte-Workshops und auch Strategie-Workshops anbieten. Es ist uns wichtig, unseren Mitarbeitenden gerade in Zeiten von so starken Veränderungen klare Orientierung zu geben.

Welche Rolle spielt die IT bei diesem Zusammenschluss?

IT kommt eine zentrale Rolle zu. Wir werden so schnell als möglich versuchen, die Systemlandschaft zu harmonisieren. Wir haben bereits unsere IT-Ziellandschaft definiert. Die Definition ist leider das Einfachere, der Weg dahin wird uns noch etwas an Kraft kosten. Guidewire im Nichtleben-Bereich ist gesetzt, und im Leben-Umfeld werden wir gemeinsam ein neues Kernsystem auswählen und einführen. Das sind beides keine kleinen Projekte, sie werden uns noch Jahre beschäftigen. Gleichzeitig beobachten und experimentieren wir weiterhin mit KI und sind zuversichtlich, hier sinnvolle Lösungen zu finden, mit welchen wir den IT-Zusammenschluss beschleunigen oder vereinfachen können.

Wie wird sich die technologische Infrastruktur nach der Fusion verändern? Werden neue Systeme eingeführt oder bestehende zusammengelegt?

Wir haben für jeden Bereich (Domäne) immer ein Zielsystem definiert, in welches wir hineinmigrieren. Bei NL ist dies Guidewire und alle Umsysteme von Guidewire werden automatisch auch unsere Ziel-Umsysteme bleiben, weil wir diese nicht nochmals neu anbinden wollen.

Die Infrastruktur ist bereits zu großen Teilen zentralisiert, allerdings haben wir noch ein Datacenter vor Ort. Dieses werden wir aber so rasch als möglich auch in die vom Konzern zentral zur Verfügung gestellte Infrastruktur einbringen können.

Lesen Sie auch: Helvetia und Baloise treten in Deutschland künftig gemeinsam auf

Interessieren Sie sich für weitere Hintergrundartikel aus der Branche? Dann abonnieren Sie das monatliche Fachmagazin AssCompact – kostenfrei für Versicherungs- und Finanzmakler.

 

Zurich: Schaden-Bereich unter neuer Verantwortung

Anfang Mai übernimmt Sandra Ersfeld die Gesamtverantwortung für den Schaden-Bereich der Zurich Gruppe Deutschland. Sie folgt auf Markus Troche, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt. Ersfeld ist seit 2014 für das Unternehmen tätig.

Personelle Veränderungen im Schaden-Bereich der Zurich Gruppe Deutschland. Ab dem 01.05.2026 liegt die Gesamtverantwortung bei Sandra Ersfeld. In ihrer neuen Funktion soll sie die Schadenorganisation des Versicherers strategisch weiterentwickeln und die Weichen für die kommenden Jahre stellen. Ersfeld tritt die Nachfolge von Markus Troche, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt.

Ersfeld gehört seit 2014 zum Team der Zurich Gruppe Deutschland. Nach der Leitung der Abteilung Motor Personenschaden ist sie seit 2020 Bereichsleiterin Motor & Unfallschaden mit Fokus auf Kundenzentrierung, Qualität und eine moderne Schadensteuerung.

Ihre berufliche Karriere startete Ersfeld nach einem juristischen Studium und einem Referendariat als Anwältin mit Schwerpunkt Sachversicherung. Bei der SIGNAL IDUNA war sie im Bereich Personenschaden zunächst als Sachbearbeiterin tätig, später als Teamleiterin. Parallel dazu absolvierte sie berufsbegleitend einen Master of Laws (LL.M.) im Versicherungsrecht. (tik)

News über weitere personelle Veränderungen lesen Sie in der Rubrik „Personen“.

Bild: © Zurich

 

Gallagher erwirbt Bremer Spezialmakler KROSE

Der US-Versicherungsmakler Gallagher stärkt seine Präsenz in Deutschland durch die Übernahme der KROSE GmbH & Co KG mit Sitz in Bremen. Der 1920 gegründete Spezialmakler KROSE bietet gewerbliche Versicherungslösungen und Rückversicherung für Großkunden in ganz Deutschland.

Der US-Makler Gallagher hat das in Bremen ansässige Vermittlerunternehmen KROSE GmbH & Co KG gekauft. Die Bedingungen der Transaktion wurden nicht offengelegt. Der 1920 gegründete Spezialmakler KROSE betreut internationale Großkunden in ganz Deutschland. Das Maklerhaus bietet gewerbliche Lösungen und Rückversicherung und ist auf die Gestaltung und Platzierung komplexer Industrieversicherungsprogramme spezialisiert. Hierbei erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit internen Risikomanagern und Versicherungsabteilungen der Unternehmen. Das Team von KROSE umfasst 70 Mitarbeiter in den Bereichen Sach-, Haftpflicht-, Cyber-, Marine-, D&O-Versicherungen sowie in Spezialsparten, Captive-Beratung und alternative Risikolösungen.

KROSE-Geschäftsführung bleibt an Bord und wird erweitert

Dr. Oliver Cullmann, Leopold Muhle und Urs Gottwald bilden weiterhin die Geschäftsführung. Dr. Andreas Keller wird das Führungsteam künftig ebenfalls als Geschäftsführer verstärken.

Der US-Makler Gallagher ist in über 20 Ländern und auch bereits in Deutschland aktiv mit einem Teil seines paneuropäischen Führungsteams, einem Team von über 50 Mitarbeitern ebenso wie dem Kölner Unternehmen Köberich. Das Maklerhaus Köberich gehört seit Anfang 2024 zu Gallagher.

Der Fokus des Teams von Gallagher in Deutschland, das hauptsächlich von München aus operiert, liegt auf Rückversicherung. Das Köberich-Team wiederum ist auf D&O-Versicherungen sowie andere Produkte im Bereich Financial Lines spezialisiert. Wie Gallagher mitteilt, werden die Teams mit der jüngsten Übernahme eng zusammenarbeiten, um das Dienstleistungsangebot von Gallagher in Deutschland und darüber hinaus in Kontinentaleuropa zu erweitern.

Gallagher stärkt Präsenz in Deutschland

Mit der Übernahme will Gallagher seine Position in Deutschland weiter festigen. „Unsere strategische Investition in KROSE stärkt die Präsenz von Gallagher in Deutschland und erweitert unsere Versicherungs- und Rückversicherungsfähigkeiten in Europa. Wir werden uns darauf konzentrieren, die Expertise, die wir nun in den verschiedenen in Deutschland ansässigen Teams haben, zusammenzuführen, um weitere Lösungen für Unternehmen im Land zu entwickeln“, erklärt Simon Matson, Executive Vice President von Gallagher Global Brokerage. „KROSE passt perfekt zu uns [...]. Viele KROSE-Kunden sind große multinationale Unternehmen mit komplexen Risiken, die sie managen müssen, und der Zugang zu Gallaghers globaler Expertise wird das Dienstleistungsangebot weiter bereichern“, ergänzt Alex Nagler, CEO von Gallagher in Europa.

Dr. Oliver Cullmann, geschäftsführender Gesellschafter bei KROSE, sagt zur Übernahme: „Dies ist ein spannender Meilenstein für unser Team, und Teil eines globalen Maklers wie Gallagher zu werden, wird es uns ermöglichen, das Unternehmen auf die nächste Entwicklungsstufe zu heben, indem wir breitere Fähigkeiten, tiefere Branchenexpertise und einen besseren Zugang zu internationalen Märkten hinzufügen.“ (tik)

Weitere Meldungen über Kooperationen, Zusammenschlüsse und Neuerung bei Maklerhäusern gibt es in der Rubrik „Management & Vertrieb“.
 

aB-Agenta integriert neue KI-Bürokraft von InsurMagic

Das Start-up InsurMagic hat sein Produktangebot um eine KI-gestützte Bürokraft für Makler erweitert. Das Tool „HalloFelix“ übernimmt die vollständige telefonische Erstbearbeitung eingehender Anrufe. Zum Start ist die Lösung in das MVP aB-Agenta der artBase! Software GmbH eingebunden.

Die InsurMagic GmbH, die bereits WhatsApp-Lösungen für Versicherungsmakler im Portfolio hat, hat ihr Produktportfolio um „HalloFelix“ ausgebaut. Es handelt sich dabei um eine KI-basierte Bürokraft für Versicherungsmakler, die die vollständige telefonische Erstbearbeitung eingehender Anrufe erledigt. Die artBase! Software GmbH hat das Tool bereits in ihr Maklerverwaltungsprogramm aB-Agenta integriert. Die Lösung baut auf der bestehenden Zusammenarbeit zwischen InsurMagic und artBase! Software auf und soll das digitale Ökosystem erweitern, wie die Unternehmen mitteilen.

KI-Tool für strukturierte Prozessunterstützung

„HalloFelix“ übernimmt als digitale Bürokraft eingehende Anrufe rund um die Uhr, also auch außerhalb regulärer Bürozeiten. Anliegen werden nicht nur entgegengenommen, sondern systematisch erfasst, kategorisiert und direkt an aB-Agenta übergeben. Zum Funktionsumfang gehören außerdem eine strukturierte Lead-Qualifizierung mit vollständiger Datenerfassung, Schadenaufnahme mit standardisierter Abfrage relevanter Informationen sowie eine Terminkoordination inklusive Kalenderabgleich und Bestätigung. Je nach Anliegen und Verfügbarkeit erfolgt eine intelligente Weiterleitung. Es gibt eine automatische Dokumentation im MVP aB-Agenta. Die KI-Lösung erkennt Bestands- und Neukunden und kann unerwünschte Vertriebsanrufe systematisch abwehren.

DSGVO-konforme Verarbeitung

Die Verarbeitung erfolgt DSGVO-konform auf europäischen Servern. Die erzeugten Gesprächsprotokolle werden strukturiert in das MVP überführt und stehen dort unmittelbar zur weiteren Bearbeitung zur Verfügung.

„Mit HalloFelix verstehen wir KI nicht als reines Assistenztool, sondern als operative Bürokraft, die aktiv Prozesse vorbereitet und strukturiert. Die enge Integration in aB-Agenta ist dabei entscheidend, um Medienbrüche zu vermeiden“, betont Janik Sauerbier, Geschäftsführer der InsurMagic GmbH.

Weiterentwicklung geplant

Für das Jahr 2026 soll die KI-Lösung schrittweise ausgebaut werden. Perspektivisch soll „HalloFelix“ neben Telefonie auch E-Mail- und WhatsApp-Kommunikation integrieren und zudem eigenständig Aktionen in aB-Agenta vorschlagen und auslösen. (tik)

Lesen Sie auch:
Lesetipp der Redaktion:

„KI macht die Vorarbeit, der Makler übernimmt den Abschluss“

 

Zwei weitere Maklerhäuser werden Teil der ATTIKON Gruppe

Die ATTIKON Gruppe bleibt weiter auf Wachstumskurs und begrüßt zwei Neuzugänge in ihrem Netzwerk: Die beiden Vermittlerunternehmen MH Versicherungsmakler mit Sitz in Bad Vilbel sowie Franz Dede mit Standort in Geesthacht haben sich der Gruppe angeschlossen.

Erst vor Kurzem hat ATTIKON mit der GL Götz Lebuhn Versicherungsmakler GmbH ein neues Mitglied begrüßt, wie AssCompact berichtete. Nun hat sich die Gruppe abermals vergrößert: Die Maklerhäuser MH Versicherungsmakler sowie Franz Dede sind nun Teil von ATTIKON. Durch die Zusammenschlüsse stärkt die Gruppe ihre Präsenz im Bereich der Versicherungsbetreuung für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie in der gewerblichen Sachversicherung.

MH Versicherungsmakler ist ein regional verankertes Maklerunternehmen mit Sitz im hessischen Bad Vilbel, das gewerbliche Kunden betreut. Der Schwerpunkt liegt auf Versicherungs- und Risikolösungen für Hausverwaltungen. Auch nach dem Zusammenschluss bleibt der bisherige Geschäftsführer Martin Halbgebauer zunächst im Unternehmen, wie ATTIKON mitteilt.

Das in Geesthacht in Schleswig-Holstein ansässige Maklerhaus Franz Dede ist auf gewerbliche Sachversicherungen spezialisiert. Geschäftsführer Holger Prill bleibt ebenfalls weiterhin an Bord.

Wie es in der Unternehmensmitteilung zudem heißt, hätten sich beide Maklerhäuser für den Anschluss an ATTIKON entschieden, um von gruppenweiten Konzepten, digitalen Services sowie einem erweiterten Leistungs- und Produktportfolio zu profitieren und gleichzeitig langfristige Perspektiven zu sichern. (tik)

Weitere Meldungen über Kooperationen, Zusammenschlüsse und Neuerung bei Maklerhäusern gibt es in der Rubrik „Management & Vertrieb“.
 

Uelzener passt Hundeversicherungen an

Die Uelzener hat die Hundekranken- und Hunde-OP-Versicherungen überarbeitet. Anstelle von mehreren Tarifen gibt es künftig nur noch jeweils ein Grundprodukt mit erweitertem Leistungsspektrum. Zudem sind nun neue Tarife speziell für Mehrhundehalter und Züchter im Portfolio.

Die Uelzener Versicherungen haben ihre Versicherungslösungen für Hunde neu aufgestellt und setzen dabei auf mehr Leistung und eine übersichtliche Tarifstruktur. Bei der neuen Hundekranken- und Hunde-OP-Versicherung entfallen die bisherigen Tarife Basis, Premium und Premium Plus. Stattdessen gibt es jeweils ein Grundprodukt mit einem deutlich erweiterten Leistungsumfang.

Erweitertes Leistungsspektrum

Neben den Grundleistungen, die alle Operationen und Erkrankungen einschließen, sind im Versicherungsschutz Behandlungsmethoden wie Physiotherapie, Homöopathie, Akupunktur oder Goldimplantation inbegriffen. Hilfsmittel und Orthesen werden einmalig mit bis zu 1.000 Euro erstattet. Zudem kommt die Uelzener bei Diebstahl oder Abhandenkommen des Hundes für Suchkosten in Höhe von bis zu 1.000 Euro auf. Die Versicherung umfasst außerdem einen Giftköder-Schutz und eine Reiseabsicherung, mit der bei einer unfallbedingten Operation Reiseabbruch- oder Rücktrittskosten bis zu 1.000 Euro abgedeckt sind.

Während die Hundekrankenversicherung ambulante und stationäre Heilbehandlungen ebenso wie Operationen umfasst, ist die Hunde-OP-Versicherung gezielt auf operative Eingriffe ausgerichtet. Sie beinhaltet drei Tage Vor- sowie 42 Tage Nachbehandlung inklusive Arzneimittel, Diagnostik, Verbandsmaterial und Notdienstgebühr. Beide Versicherungslösungen lassen sich mit einem optionalen Sterbegeld- und Vorsorge-Baustein (etwa für Impfungen, prophylaktische Blutchecks sowie Zahnreinigung und Zahnsteinentfernung) ausbauen.

Mehrere Erstattungshöhen und Selbstbeteiligungsoptionen zur Auswahl

Der Versicherungsbeitrag für die Hundekranken- und Hunde-OP-Versicherung wird individuell anhand von Alter und Rasse des Hundes berechnet. Versicherungsnehmer haben die Auswahl zwischen mehreren Erstattungshöhen (3.000 Euro, 6.000 Euro oder unbegrenzt) und Selbstbeteiligungsoptionen (250 Euro, 500 Euro oder ohne Selbstbeteiligung) pro Versicherungsjahr. Versicherbar sind Hunde aller Rassen ab dem ersten Lebenstag.

Neue Tarife für Züchter und Mehrhundehalter

Außerdem bietet die Uelzener zusätzlich Versicherungslösungen für Halter mehrerer Hunde: Sie haben die Möglichkeit, mehrere Hunde über einen Vertrag abzusichern. Eine gemeinsame Erstattungssumme und Selbstbeteiligung pro Versicherungsjahr ermöglichen günstigere Beiträge. Der Versicherungsschutz deckt Operationen inklusive einen Tag Vor- und 14 Tage Nachbehandlung ab. Nicht im OP-Schutz eingeschlossen sind angeborene oder rassespezifische Erkrankungen.

Der neue Züchtertarif der Uelzener bietet zusätzliche Leistungen rund um Trächtigkeit und Geburt. Das beinhaltet Zuschüsse von bis zu 200 Euro pro Versicherungsjahr für Trächtigkeitsuntersuchungen und konventionelle Geburtshilfe. Bringt die versicherte Zuchthündin Welpen zur Welt, sind diese ab dem 31. Lebenstag bis zur 16. Lebenswoche automatisch mitversichert. (tik)

Weitere Meldungen zu neuen Versicherungslösungen und Anpassungen bei bestehenden Produkten finden Sie in unserem Bereich „Assekuranz“.
 

Münchener Verein: Führungswechsel in Vertriebsdirektion

Änderungen im Honorar-, Banken- und Sondervertrieb beim Münchener Verein: Ab April 2026 übernimmt Andreas Gahn die Leitung der Vertriebsdirektion in Personalunion mit seiner bisherigen Rolle als Abteilungsleiter Produktmanagement und -marketing. Er folgt auf Michael W. Matz.

Der Münchener Verein richtet die Leitung seiner Vertriebsdirektion Honorar-, Banken- und Sondervertrieb neu aus: Zum 01.04.2026 übernimmt Andreas Gahn die Führung der Vertriebsdirektion zusätzlich zu seiner bisherigen Funktion als Abteilungsleiter Produktmanagement und -marketing. Gahn tritt die Nachfolge von Michael W. Matz an, der die Vertriebsdirektion als ursprünglicher Initiator über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt hat und sich nun auf den Ruhestand vorbereitet. Matz wird die Übergangsphase unterstützend begleiten.

Mit der Personalentscheidung setzt der Münchener Verein auf Know-how aus eigenen Reihen: Gahn verfügt über knapp 20 Jahre Erfahrung in der Versicherungsbranche. Seine berufliche Laufbahn startete der mit einer Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen bei der Victoria Versicherungs AG. Anschließend war er im Ausschließlichkeits- und Maklervertrieb beim VOLKSWOHL BUND. Ergänzend absolvierte Gahn neben Fort- und Weiterbildungen ein Bachelorstudium im Bereich Wirtschaft und Management. Beim Münchener Verein war Gahn zunächst Senior Experte Produktmanagement LV und übernahm dann die Abteilungsleitung Produktmanagement und -marketing. In Personalunion mit dieser bisherigen Rolle verantwortet er auch künftig die Weiterentwicklung des Produktportfolios. Diese künftige Doppelfunktion schaffe die perfekte Grundlage, das Produktmanagement/-marketing und den Vertrieb weiter miteinander zu verzahnen, um Synergieeffekte zu schaffen, wie der Versicherer mitteilt. (tik)

Bild: © Münchener Verein

News über weitere personelle Veränderungen lesen Sie in der Rubrik „Personen“.