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Unabhängigkeit des Maklers: Was Verbraucher darunter wirklich verstehen

In mehreren Verfahren mussten Gerichte bereits über die „Unabhängigkeit“ des Maklers urteilen – bisher gingen die meisten Prozesse zuungunsten der Vermittler aus. Als Begründung wurde u. a. die Kundensicht auf den Begriff „unabhängig“ angeführt. Ein Makler hat nun von einem Marktforschungsunternehmen untersuchen lassen, wie Verbraucher den Begriff der Unabhängigkeit wirklich verstehen.

Seit geraumer Zeit stehen Maklerunternehmen immer wieder vor Gericht, da sie sich etwa auf ihren Websites als „unabhängig“ bezeichnen bzw. bezeichnet haben. Dagegen sind Verbraucherzentralen nun mehrfach rechtlich vorgegangen, z. B. im Fall der RISK007 GmbH aus Leipzig. Markus Haybach, Gründer und Geschäftsführer des Maklerhauses, bezeichnete den wirtschaftlichen Schaden des Unternehmens Ende 2025 im AssCompact Interview als „immens“.

Was steckt hinter den Abmahnungen für Makler?

Ein weiterer Fall, der aktuell noch gerichtlich verhandelt wird, ist der der UFKB GmbH aus Mechernich. Alexander Koch, Versicherungsmakler und Geschäftsführer der UFKB GmbH, fragte bereits im Jahr 2024 in seinem Kommentar bei AssCompact: „Wer schützt uns Makler vor der Verbraucherzentrale?“ Er sieht demnach in den Abmahnungen der Verbraucherzentralen einen anderen Grund: den „alten Glaubenskrieg“ um Honorar und Provision. Im Blog auf seiner Website hat Koch die Geschehnisse ebenfalls detailliert aufgeführt.

Gerichte begründen mit Verbraucher- und Kundensicht

Das OLG Dresden, wo der Fall der RISK007 GmbH verhandelt wurde, begründete das Urteil u. a. so, dass viele Verbraucher die Bezeichnung „unabhängiger Versicherungsmakler“ so verstehen würden, dass die Beratung völlig frei von finanziellen Interessen gegenüber Versicherern erfolge. Das Wort „unabhängig“ vermittle den Eindruck, dass der Makler keine Vorteile von Versicherern erhalte und somit ausschließlich im Interesse seiner Kunden handele.

Das LG Köln, wo Kochs Fall verhandelt wurde, argumentierte ähnlich: Der angesprochene Personenkreis, also potenzielle Kunden, würden davon ausgehen, dass der Makler keine Leistungen vom Versicherer erhalte und somit auch finanziell von Versicherern unabhängig sei. Koch kündigte damals (Anfang März 2025) Berufung an.

Maklerhaus beauftragt Untersuchung zu Verbrauchersicht

Und dafür wollte der Makler der seiner Meinung nach nicht geklärten Frage auf den Grund gehen, wie Kunden eigentlich wirklich über den Begriff „Unabhängigkeit“ denken. So hat die UFKB GmbH vor Kurzem eine Untersuchung bei dem Marktforschungs- und Sozialforschungsunternehmen Ipsos in Auftrag gegeben, um herauszufinden, welche Vorstellungen und Erwartungen Verbraucher bei der Bezeichnung „unabhängig“ im Zusammenhang mit Versicherungsvermittlern entwickeln. Befragt wurde ein repräsentativer Querschnitt von Privatpersonen in Deutschland. Die Ergebnisse liegen AssCompact exklusiv vor.

Das meinen Verbraucher zu „Unabhängigkeit“

In den Ergebnissen zeigt sich, dass die Befragten den Begriff „Unabhängigkeit“ allgemein, bevor überhaupt die Verbindung zur Versicherungsbranche hergestellt wurde, u. a. zunächst mit „Freiheit von Abhängigkeiten und Verpflichtungen“ (46,1%) verbinden. Auch genannt wurden zu der völlig offen gestellten Frage z. B. „autonome Entscheidungsfindung“ (35%), „finanzielle Unabhängigkeit“ (13,3%) und „Selbstausdruck und Meinungsfreiheit“ (5,3%).

Woran erkennen Befragte, ob eine Person, die Versicherungen vermittelt, unabhängig ist?

Im nächsten Schritt wurde in einer ebenfalls offen gestellten Frage ermittelt, welche spontanen Reaktionen die Befragten zum Begriff „unabhängig“ haben bei Personen, die Versicherungen vermitteln. Die konkrete Frage lautete: „Woran erkennen Sie, ob eine Person, die Ihnen Versicherungen anbietet oder vermittelt, aus Ihrer Sicht unabhängig ist?“ (siehe Grafik).

Unabhängigkeit des Maklers: Was Verbraucher darunter wirklich verstehen

Es ist zunächst festzuhalten, dass knapp die Hälfte (48,9%) der Befragten auf diese Frage keine konkrete Antwort hat. Die Befragten aber, die bei der Frage bestimmte Vorstellungen und Erwartungen entwickeln, antworten zu 15,6% mit „Produktvielfalt“, darunter nennen übrigens 14,8% „Angebote von mehreren verschiedenen Versicherungsunternehmen“.

9% der Befragten haben laut dem Untersuchungsergebnis die Erwartung, dass „unabhängig“ strukturell „keine Zugehörigkeit zu einem bestimmten Versicherungsunternehmen“ bedeutet, während 8,1% die Kriterien „Persönlichkeit/Ehrlichkeit/Vertrauen/Offenheit“ ansprechen und 7,2% auch „Beratung/Kundenbedarf“. Mit 4,3% wurden „Provision/Prämie/Vergütung“ genannt.

Einschätzung zur konkreten Tätigkeit

Ein Vermittler, der zu keinem bestimmten Unternehmen gehört, weisungsfrei agiert und Angebote verschiedener Unternehmen unterbreitet, wird von einer deutlichen Mehrheit (71,3%) als „(eher) unabhängig“ eingestuft, heißt es in der Analyse. 19% sehen ihn als „(eher) abhängig“ an. Dies wurde in einer weiteren Frage ermittelt, bei der die Antworten vorgegebenen waren.

Welche Rolle spielt die Vergütung?

Welchen Einfluss hat aber nun die Art der Vergütung auf die Wahrnehmung von Unabhängigkeit? 42,8% der Befragten meinen, ein Vermittler sei unabhängig, wenn er über die Versicherungsprämie bezahlt wird, aber frei aus vielen Unternehmen wählen kann. 31,3% sagen, Unabhängigkeit kann bei einer ausschließlichen Honorarzahlung durch den Kunden gegeben sein. Insgesamt akzeptieren der Ipsos-Analyse zufolge 65,2% eine der beiden Vergütungsformen (oder beide) als Basis für Unabhängigkeit. 19,7% möchten keine der beiden Varianten „unabhängig“ nennen. 15,1% hatten zu dieser Frage keine Meinung.

Fazit: Auch über Provision bezahlte Vermittler werden als unabhängig wahrgenommen

Im Fazit stellt die Analyse fest, dass die Bevölkerung „klare Vorstellungen von Unabhängigkeit, die sich auf Freiheit, autonome Entscheidungen und im Versicherungsbereich auf Produktvielfalt und fehlende Unternehmensbindung konzentrieren“ hat.

Für eine deutliche Mehrheit sei ein Vermittler unabhängig, der zu keinem bestimmten Unternehmen gehört, weisungsfrei agiert und Angebote verschiedener Unternehmen unterbreitet. Ein über die Versicherungsprämie (Provision) bezahlter Vermittler werde von einem deutlich größeren Anteil der Bevölkerung als unabhängig wahrgenommen, wenn er eine breite Auswahl biete, als ein Vermittler mit Vergütung über ein Honorar.

Über die Untersuchung

Für die Untersuchung wurde in der Zeit vom 09. bis 14.01.2026 ein repräsentativer Querschnitt von Privatpersonen in Deutschland im Alter ab 16 Jahren befragt. Die Interviews wurden online durchgeführt. Die Grundgesamtheit der Befragung bilden deutschsprachige, in Privathaushalten lebende Internetnutzer im Alter ab 16 Jahren aus dem Bundesgebiet, die Mitglied im Ipsos Online Panel oder in Partnerpanels sind. Der Link zum Gutachten befindet sich im Blog dieser Website.  (lg)

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Gleiche Arbeit, weniger Geld?

Frauen bekommen laut Destatis pro Stunde durchschnittlich 16% weniger Lohn als Männer, weshalb der Equal Pay Day diesmal auf den 27.02.2026 fällt. Bereinigt liegt der Gender Pay Gap noch bei 6%. Neben diesen Gaps berechnet das Statistische Bundesamt auch die Gender Gap Arbeitsmarkt, die 37% beträgt.

Es ist wieder Equal Pay Day – diesmal am 27.02.2026. Das ist der Tag, bis zu dem Frauen statistisch gesehen und verglichen mit Männern umsonst arbeiten. Es geht dabei u. a. um die Gender Pay Gap – die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern, die bis heute weiterhin besteht. Kleiner Lichtblick: In den Vorjahren war der Tag immer im März. Das heißt also, die Gehaltsunterschiede verringern sich.

Gender Pay Gap 2025: 16%

Im Jahr 2025 betrug sie laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) 16%. Das heißt, Frauen haben 2025 pro Stunde durchschnittlich 16% weniger verdient als Männer. Destatis zufolge erhielten Frauen mit 22,81 Euro einen um 4,24 Euro geringeren durchschnittlichen Bruttostundenverdienst als Männer (27,05 Euro). Im Vorjahresvergleich ist der unbereinigte Gender Pay Gap weiterhin auf demselben Niveau.

Gender Pay Gap im öffentlichen Dienst und der Privatwirtschaft klafft auseinander

Der unbereinigte Gender Pay Gap im öffentlichen Dienst (Wirtschaftsabschnitte „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung“ sowie „Erziehung und Unterricht“) lag übrigens bei 4% und damit weit unter der Privatwirtschaft (17 %).

Der Gender Pay Gap in der Finanz- und Versicherungsbranche

Für den Bereich „Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ gibt Destatis einen unbereinigten Gender Pay Gap von 25% im Jahr 2025 an. Das ist ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahr. Der erste erhobene Wert (2006) lag den Destatis-Daten nach bei 29%. Am höchsten war die Lohnlücke in den Jahren 2008 bis 2012 (30%) , am niedrigsten in den Jahren 2020 und 2021 mit 23%.

Was die Lücke beeinflusst
Gleiche Arbeit, weniger Geld?

Ausgehend vom unbereinigten Gender Pay Gap lassen sich rund 60% der Verdienstlücke durch die für die Analyse zur Verfügung stehenden Merkmale erklären, teilt Destatis mit. Ein wesentlicher Faktor ist etwa, dass Frauen öfter in Teilzeit arbeiten, was üblicherweise mit geringeren durchschnittlichen Bruttostundenverdiensten einhergehe. Außerdem findet man Frauen häufiger in Branchen und Berufen, in denen allgemein geringer entlohnt wird. Darüber hinaus spielt noch das Anforderungsniveau des Berufs eine Rolle.

Bereinigter Gender Pay Gap: 6%

Die verbleibenden 40% des Verdienstunterschieds lassen sich allerdings nicht durch die im Schätzmodell verfügbaren Merkmale erklären. Dieser unerklärte Teil entspricht dem bereinigten Gender Pay Gap von 6%. Das wiederum bedeutet, dass Arbeitnehmerinnen im Durchschnitt auch bei vergleichbarer Tätigkeit, Qualifikation und Erwerbsbiografie im Jahr 2025 pro Stunde 6% weniger Geld erhielten als ihre Kollegen. Destatis weist darauf hin, dass mit weiteren Informationen über lohnrelevante Einflussfaktoren die Unterschiede eventuell noch geringer ausfallen würden. Der bereinigte Gender Pay Gap sei daher als „Obergrenze“ für eine mögliche Verdienstdiskriminierung von Frauen zu verstehen.

Gender Gap Arbeitsmarkt: 37%

Aus drei Gender Gaps, nämlich dem Gender Pay Gap, dem Gender Hours Gap (Unterschied in den bezahlten Arbeitsstunden pro Monat) und dem Gender Employment Gap (Unterschied in den Erwerbstätigenquoten) errechnet Destatis zudem den Gender Gap Arbeitsmarkt, der vielleicht noch nicht ganz so bekannt ist. Je höher dieser ausfällt, desto stärker ist die Verdienstungleichheit auf dem Arbeitsmarkt ausgeprägt. Wie das Destatis zum Equal Pay Day mitteilt, betrug diese „Arbeitsmarktlücke“ zwischen Männern und Frauen im Jahr 2025 37%. Sie hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

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Grafik: © Destatis

 

Veränderungen im Vorstand der Itzehoer

Die Itzehoer stellt die Weichen für einen Generationswechsel im Vorstand: Der Vorstandschef Uwe Ludka wird Ende 2026 aus dem Gremium ausscheiden. In Vorbereitung darauf übernimmt Christoph Wappler Anfang Mai 2026 den Posten als Finanzvorstand. Der 47-Jährige war zuvor bei Baloise.

Die Itzehoer Versicherungen haben Veränderungen im Vorstand angekündigt. Uwe Ludka, seit 1997 Vorstandsmitglied und seit 2015 Vorstandsvorsitzender, wird zum Ende des Jahres aus dem Gremium ausscheiden. In Vorbereitung darauf hat der Aufsichtsrat zum 01.05.2026 Christoph Wappler als zukünftigen Finanzvorstand in die Konzernführung berufen. Der 47-Jährige wird zunächst die Bereiche Lebensversicherung/Kapitalanlage, Betriebsorganisation, Zentrale Dienste sowie das fachliche IT-Management übernehmen. Der Vorstand der Itzehoer setzt sich ab Mai somit zusammen aus Uwe Ludka, seinen beiden langjährigen Vorstandskollegen Frank Thomsen und Christoph Meurer sowie Christoph Wappler.

Wappler verfügt über insgesamt 26 Jahre Erfahrung in der Versicherungsbranche mit Schwerpunkt auf Finanzen und Kapitalanlagen. Seit 2017 war der Betriebswirt mit Qualifikation als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer bei Baloise in Deutschland, wo er zunächst die Position des Bereichsleiters innehatte und ab November 2023 als Vorstandsmitglied das Finanzressort verantwortete. Vorherige Stationen seiner beruflichen Laufbahn waren PricewaterhouseCoopers und Allianz. (tik)

Bild: © Itzehoer

News über weitere personelle Veränderungen lesen Sie in der Rubrik „Personen“.
 

INFITECH erweitert Führungsteam

Die INFITECH Gruppe, Dachmarke der Fonds Finanz, des DEMV und weiterer Gruppenunternehmen, hat ihre Managementspitze ausgebaut. Simone Künstner verstärkt das bisherige Führungsteam als Chief Sales & Marketing Officer (CSMO) und Nathan Glissmeyer als Chief Product & Technology Officer (CPTO).

Die INFITECH Gruppe präsentiert sich mit einer erweiterten Managementspitze: Seit Anfang Januar verantwortet Simone Künstner als Chief Sales & Marketing Officer (CSMO) gruppenweit die Bereiche Marketing und Vertrieb bei INFITECH. Bei INFITECH handelt es sich um die Dachmarke der Fonds Finanz, des Deutschen Maklerverbunds (DEMV) und weiterer Gruppenunternehmen. Nathan Glissmeyer wurde zum 12.01.2026 zum Chief Product & Technology Officer (CPTO) berufen. Damit verstärken Künstner und Glissmeyer das Managementteam um die Co-CEOs Christine Schönteich und Norbert Porazik sowie CFO Daniel Seibert. Markus Kiener ist als Managing Director der INFITECH GmbH weiterhin gruppenweit für relevante Themen verantwortlich wie die Begleitung und Steuerung strategischer Projekte auf Gesellschafterebene und unterstützt die Arbeit des Managementteams der Gruppe.

Simone Künstner bringt als studierte Betriebswirtin und langjährige Mitarbeiterin der Fonds Finanz umfassende Erfahrung in die Bereiche Strategie, Marketing und Vertrieb ein. Seit ihrem Einstieg bei der Fonds Finanz im Jahr 2015 hat sich die 34-Jährige in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung zahlreiche firmenübergreifende Initiativen begleitet, strategische Projekte verantwortet und die Transformation und Entwicklung der Unternehmensgruppe mitgestaltet.

Nathan Glissmeyer komplettiert das Führungsteam als CPTO. Der 55-Jährige verfügt über langjährige internationale Erfahrung in der Tech-Branche. Nach seinem Start bei Amazon Inc. 1996 in den USA war er dort über 16 Jahre in verschiedenen Führungsrollen tätig. Die Doppelfunktion (CTO und CPO) bekleidete Glissmeyer bereits in mehreren Unternehmen, unter anderem bei HolidayCheck. Erfahrungen in der Versicherungsbranche sammelte er während seiner Zeit als Chief Plattform Officer bei Friday, wo er die Weiterentwicklung der digitalen Versicherungsplattform unter dem Aspekt der User Experience vorangetrieben hat. (tik)

Bild: © INFITECH

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Generationswechsel und Neuaufstellung bei ALLCURA

Stühlerücken bei ALLCURA: Ab dem 01.03.2026 werden Carsten Wiesenthal und Susanne Willburger gemeinsam in den Vorstand berufen, während Werner Brase, Vorstand und Mitgründer der ALLCURA, das Gremium wunschgemäß verlässt. Er wird „im Ruhestand und doch noch dabei“ sein.

Die ALLCURA Versicherungs-Aktiengesellschaft hat personelle Änderungen bekannt gegeben, die ab März in Kraft treten. Der 64-jährige Werner Brase, Vorstand und Mitgründer der ALLCURA, scheidet mit Ablauf des Monats wunschgemäß aus dem Gremium aus.

Der Vorstandsvorsitzende Jörg Conradi freue sich, mit Carsten Wiesenthal einen erfahrenen Haftpflichtexperten für die Nachfolge im Bereich Underwriting gewonnen zu haben, teilt ALLCURA mit. Der Bereich Schaden wurde bisher ebenfalls von Werner Brase verantwortet. Ab März 2026 übernimmt nun Susanne Willburger. Wiesenthal und Willburger wurden zum 01.03.2026 gemeinsam in den Vorstand berufen.

Über Carsten Wiesenthal

Der 55-jährige Wiesenthal vollzog im Jahr 2023 nach über 20 Jahren Tätigkeit für die Allianz den Wechsel zu ALLCURA. Der gelernte Rechtsanwalt war zum Karrierestart in verschiedenen Positionen bei der Allianz tätig. Zuletzt war er Leiter des Bereichs Betrieb für das Gewerbehaftpflichtgeschäft beim Produktgeber der Allianz Versicherungs-AG.

Über Susanne Willburger

Willburger begann nach ihrem zweiten juristischen Staatsexamen im Jahr 2014 in der Schadenabteilung der ALLCURA. Seit 2020 ist die 42-Jährige Leiterin des Bereichs Schaden.

Über Werner Brase

Generationswechsel und Neuaufstellung bei ALLCURA

Brase ist laut ALLCURA „im Ruhestand und doch noch dabei“: Er wird demnach der ALLCURA nach kurzer Pause ab dem 01.07.2026 als Of Counsel, also in beratender Funktion, zur Seite stehen. Seine Expertise und sein Netzwerk sollen dann zur weiteren Entwicklung des Unternehmens beitragen, heißt es vom Unternehmen. Zudem bleibt er für die ALLCURA in der Vereins- und Verbandsarbeit aktiv. (lg)

Bilder: © ALLCURA

 

Weiteres Maklerhaus schließt sich ATTIKON an

Die ATTIKON Gruppe baut ihr Netzwerk aus: Die GL Götz Lebuhn Versicherungsmakler GmbH schließt sich der Gruppe an. Das Hamburger Unternehmen hat sich auf gewerbliche Kunden spezialisiert.

Die GL Götz Lebuhn Versicherungsmakler GmbH wird Teil der ATTIKON Gruppe. Damit will ATTIKON besonders die Kompetenz im Bereich spezialisierter gewerblicher Versicherungslösungen stärken, teilt das Unternehmen mit.

Das Unternehmen mit Sitz in Hamburg kümmert sich mit einem fünfköpfigen Team um anspruchsvolle gewerbliche Kunden und steht für eine persönliche, langfristig ausgerichtete Beratung, heißt es. Im Mittelpunkt stehen vor allem auch individuelle Haftpflicht- und Vermögensschadenhaftpflichtlösungen (VSH) für Betreuer und weitere beratungsintensive Berufsgruppen. Dafür entwickelt die GL Götz Lebuhn Versicherungsmakler GmbH strukturierte und nachhaltige Versicherungskonzepte mit hoher fachlicher Spezialisierung.

Geschäftsführer ist Götz Godau. Er bleibt auch nach dem Zusammenschluss an Bord und führt das operative Geschäft eigenständig weiter.

Mit der Integration will die ATTIKON Gruppe ihren strategischen Wachstumskurs fortsetzen und ihre Position im deutschen Firmen- und Gewerbeversicherungsgeschäft ausbauen. (lg)

 

Dr. Daniel Besendorfer wird CEO bei GGW-Maklereinheit

Dr. Daniel Besendorfer wird neuer CEO bei der LEADING BROKERS UNITED GmbH. Er folgt auf Dr. Max Weinhold, der die Dachgesellschaft der Maklerunternehmen der GGW Group seit Anfang 2025 geführt hatte. Besendorfer soll vor allem die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens vorantreiben.

Die LEADING BROKERS UNITED GmbH, die Dachgesellschaft der Maklerunternehmen der GGW Group, gibt bekannt, dass sie ihre Unternehmensführung konsequent auf die nächsten Entwicklungsschritte ausrichtet. Dies schließt auch personelle Veränderungen ein: Zum 01.03.2026 wird Dr. Daniel Besendorfer neuer CEO des Unternehmens. Gemeinsam mit den Geschäftsführern Bernd Knof, Marc Nofri und Michael Schliephake bildet er in Zukunft das Führungsteam der LEADING BROKERS UNITED GmbH und wird vor allem deren strategische Weiterentwicklung vorantreiben, heißt es.

Dr. Daniel Besendorfer wird CEO bei GGW-Maklereinheit

Besendorfer wird Nachfolger von Dr. Max Weinhold, der die LEADING BROKERS UNITED GmbH seit Anfang 2025 geführt hat und das Unternehmen zum 28.02.2026 verlässt.

Besendorfer bringt langjährige Erfahrung in verschiedenen Geschäftseinheiten der Allianz Gruppe mit und war nach zahlreichen Führungspositionen dort zuletzt CEO der Allianz Technology SE. Im Anschluss hat sich Besendorfer vornehmlich als Investor & Unternehmer im Fintech Umfeld betätigt. Mit seinem Profil bringe er die Kompetenzen mit, die für die LEADING BROKERS UNITED GmbH relevant sind, um den aktuellen Marktanforderungen zu begegnen und die Chancen der beschleunigten technologischen Entwicklung erfolgreich für sich zu nutzen, teilt das Unternehmen mit. Zentrale Schwerpunkte seiner Tätigkeit sollen die Optimierung operativer Abläufe, die Weiterentwicklung datenbasierter Steuerungsinstrumente sowie die konsequente Nutzung technologischer Innovationen für den Be- und Vertrieb des Unternehmens werden.

„Die Kombination aus Daniels Fähigkeit, Strukturen und Prozesse strategisch weiterzuentwickeln, seiner Technologiekompetenz und seiner klaren Kundenorientierung stellt für uns einen wesentlichen Mehrwert dar. Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von Technologie und KI sind diese Kompetenzen von hoher Relevanz. Wir sind überzeugt, dass Daniel mit seiner Expertise und seinem tiefen Verständnis unserer Unternehmensgruppe die LEADING BROKERS UNITED GmbH sowie die gesamte GGW Group nachhaltig weiterentwickeln wird“, so Moritz Rutt, CEO der GGW Group GmbH.

„Die LEADING BROKERS UNITED GmbH sowie die gesamte GGW Group verfügen über ein starkes Fundament und großes Potenzial. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Führungsteam und allen Mitarbeitenden die nächsten Entwicklungsschritte zu gestalten, um unsere Kunden auch in Zukunft optimal beraten und absichern zu können“, erklärt Besendorfer.

Mit der Berufung von Dr. Besendorfer möchte die LEADING BROKERS UNITED GmbH ihren Anspruch, Marktchancen aktiv zu nutzen und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens nachhaltig zu gestalten, unterstreichen. (lg)

News über weitere personelle Veränderungen in der Finanz- und Versicherungsbranche lesen Sie in der Rubrik „Personen“.

Bilder: Besendorfer: © GGW; Weinhold: © Gothaer

 

Descartes baut Präsenz in Deutschland und Österreich aus

Um die Präsenz des Unternehmens in Europa weiter zu stärken, nimmt Descartes personelle Änderungen vor: Zum einen wird der Zuständigkeitsbereich von Juan Maria Marqués Domenech auf Mitteleuropa erweitert. Zum anderen ist Felix Dalheimer nun Business Developer für Deutschland und Österreich.

Descartes Underwriting, weltweiter Anbieter von parametrischen (Rück-)Versicherungslösungen für Unternehmen, gibt personelle Veränderungen bekannt. Demnach wurde der Zuständigkeitsbereich von Juan Maria Marqués Domenech, Commercial Director, über Iberien hinaus auf Mitteleuropa erweitert.

Zudem übernimmt Felix Dalheimer den Posten als Business Developer für Deutschland und Österreich mit dem Ziel, die Präsenz des Unternehmens in Europa weiter zu stärken, heißt es. Zuletzt war Dalheimer als Underwriter bei Chubb für deutsche Risiken verantwortlich. Davor hatte er technische Positionen im Bereich Katastrophenanalyse bei R+V Re in Wiesbaden inne.

Descartes erhofft sich von der Kombination aus Marktkenntnis und analytischen Fähigkeiten, den Wachstumskurs beschleunigen zu können. Darüber sollen auch die Beziehungen zu Kunden und Maklern in Deutschland und Österreich vertieft werden, laut Descartes zwei der am weitesten entwickelten Versicherungsmärkte Europas.

Dalheimer wird an Marqués Domenech berichten, der als Manager der EMEA-Organisation unter der Aufsicht von Blanca Berruguete tätig ist. Berruguete wiederum leitet den Bereich Vertrieb und Kundenmanagement in der EMEA-Region, also Europa, Naher Osten und Afrika. (lg)

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Bilder: © Descartes

 

Die Bayerische feilt an ihrer bAV

Die Bayerische stellt ihre bAV neu auf – mit neuen Absicherungsoptionen, wählbaren Garantien und einer größeren Fondsauswahl. Zudem lassen sich die Beiträge über die Laufzeit flexibel anpassen. Des Weiteren bietet die Bayerische eine BU-Beitragsbefreiung ohne Gesundheitsprüfung.

Bei der Weiterentwicklung ihrer betrieblichen Altersversorgung (bAV) setzt die Bayerische auf Nachhaltigkeit sowie auf Flexibilität, um modernen Erwerbsbiografien Rechnungen zu tragen. Neben neuen Absicherungsoptionen, wählbaren Garantien und einer größeren Auswahl nachhaltiger Fonds hat der Versicherer die bAV dahingehend angepasst, dass sie über die gesamte Laufzeit flexibel bleibt – von dynamisch wachsenden Beiträgen über Lösungen für Einkommenspausen bis hin zu einer verlängerbaren Ansparphase. Ziel ist laut der Versicherungsgruppe die Bayerische eine bAV, die sich über Jahrzehnte hinweg an verschiedene Lebenssituationen anpasst.

Kern der neuen bAV-Generation bleiben die Produktwelten „bAV Blue Invest“ mit nachhaltiger Ausrichtung, „bAV Hallo Zukunft“ als wertpapierorientierte Lösung sowie die „KlassikRente bAV“ mit Anlage im Sicherungsvermögen. Alle Varianten sind weiterhin als Direktversicherung und als Rückdeckungsversicherung für Unterstützungskassen verfügbar – jeweils gezillmert und ungezillmert.

Flexible Beitragsgestaltung über die Laufzeit

Zu den Neuerungen der bAV-Generation 2026 zählt die Möglichkeit einer flexiblen Anpassung der Beiträge – prozentual oder automatisch entlang der Beitragsbemessungsgrenze. Zuzahlungen und Fondsumschichtungen sind jederzeit möglich. Für Phasen mit geringerem Einkommen stehen geregelte Optionen wie Beitragspausen, Beitragsfreistellung oder Stundungen zur Verfügung.

Optionale BU-Beitragsbefreiung ohne Gesundheitsprüfung

Erstmals bietet die Bayerische in „bAV Blue Invest“ und „bAV Hallo Zukunft“ eine optionale Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit ohne Gesundheitsprüfung an. Nach einer Wartezeit von drei Jahren, die bei Unfall entfällt, wird die Altersvorsorge auch bei längerer Berufsunfähigkeit fortgeführt. Eine vereinbarte Dynamik bleibt dabei erhalten.

Größere Fondsauswahl

Die „bAV Blue Invest“ bietet nun eine ausgeweitete Auswahl an Fonds. Neben nachhaltigen Sachwerte-Fonds stehen künftig auch nachhaltige (also nach Artikel 8 oder Artikel 9 der Offenlegungsverordnung klassifiziert) Publikumsfonds sowie ein gemanagtes nachhaltiges Portfolio zur Verfügung.

Weitere Anpassungen

Anstelle eines festen Garantieniveaus gibt es bei der neuen Produktgeneration Beitragsgarantien zwischen 50 und 80%. Neu eingeführt hat die Bayerische zudem ein Ablaufmanagement, das Marktrisiken kurz vor Rentenbeginn noch effektiver reduziert. Der erreichte Vertragswert wird schrittweise abgesichert: zu Beginn mit 80%, dann erhöht sich der Sicherungsanteil jährlich um fünf Prozentpunkte. Ziel sei laut dem Versicherer, Renditechancen zu nutzen und gleichzeitig das Risiko ungünstiger Marktzeitpunkte zu begrenzen.

Auch künftig setzt die Bayerische auf eine differenzierte Hochrechnung. Der Sicherungsanteil wird mit der aktuell deklarierten Verzinsung dargestellt, der Fondsanteil mit einer unterstellten Wertentwicklung. Sicheres und chancenorientiertes Kapital werden damit klar getrennt ausgewiesen. Als neue Option bietet der Versicherer eine gemeinsame Hochrechnung, bei der beide Anteile einheitlich modelliert werden für zusätzliche Vergleichbarkeit.

Mehr Flexibilität in der Leistungsphase

Auch in der Leistungsphase bietet die neue bAV-Generation mehr Flexibilität. Neu geregelt und gebündelt sind Optionen wie lebenslange Rente, Kapitalauszahlung sowie eine Teilkapitalisierung von bis zu 30%. Zudem gibt es Möglichkeiten für Zuzahlungen, Fondswechsel und Lösungen bei Zahlungsschwierigkeiten wie Beitragspausen oder Stundungen. (tik)

News zu weiteren neuen Produkten und Anpassungen finden Sie in unserer Rubrik Assekuranz.