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Assekuranz bAV allgemein

Private Altersvorsorge – was hat die neue Bundesregierung konkret vor?

Viel steht nicht drin im Koalitionsvertrag zur privaten Altersvorsorge. IVFP-Geschäftsführer Prof. Michael Hauer hat für AssCompact analysiert, was die Bundesregierung vorhat. Zudem detailliert er die Gedanken hinter dem Reformvorschlag des Instituts, die Riester- und Rürup-Renten zusammenzulegen.

Eine Kolumne von Prof. Michael Hauer, Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP)

Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD findet man relativ wenig zum Thema private und betriebliche Altersversorgung. Im Wesentlichen sind es drei Bausteine, die angesprochen werden: Die Frühstartrente, die Reform der Riester-Rente und die betriebliche Altersversorgung (bAV).

Zur bAV findet man letztendlich nur pauschale Aussagen wie zum Beispiel, dass die bAV gestärkt und vereinfacht und die Portabilität bei einem Arbeitgeberwechsel erhöht werden soll. Wie dies konkret umgesetzt werden kann, wird in keiner Weise angesprochen. Somit ist auch viel Spielraum bei der Umsetzung vorhanden – wir müssen uns also gedulden, wohin hier die Reise geht.

Die Frühstartrente soll jedoch bereits zum 01.01.2026 eingeführt werden. Bei dieser sollen die Kinder vom 6. bis zum 18. Lebensjahr pro Monat 10 Euro erhalten, die in ein Altersvorsorgedepot fließen. Die Erträge aus dem Depot sollen bis zum Renteneintritt steuerfrei sein und das Kapital kann erst beim Erreichen der Regelaltersgrenze ausgezahlt werden. Sicherlich ein guter Ansatz, der in Kombination mit einer reformierten Riester-Rente ein sehr gutes Gesamtkonstrukt ergeben kann.

„Neue“ Riester-Rente soll ohne Beitragsgarantien auskommen

Bei der „neuen“ Riester-Rente – wir nennen es ebenfalls wie bei der Frühstartrente Altersvorsorgedepot – ist ein Verzicht auf Beitragsgarantien vorgesehen sowie die Reduzierung von Kosten. Die Förderung soll gemäß Koalitionsvertrag insbesondere auf Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ausgelegt und möglichst einfach sein.

Wie dies konkret umgesetzt werden kann, dazu hat das IVFP einen detaillierten Reformvorschlag entwickelt. Bei diesem handelt es sich um ein Altersvorsorgedepot ohne Garantien, das sowohl von Banken, Fondsgesellschaften als auch Versicherungsgesellschaften angeboten werden kann. Die Idee ist, dass das Altersvorsorgedepot bereits bei der Frühstartrente beginnt und bis in den Ruhestand behalten wird.

In der Rentenphase erhalten Sparer mindestens 50% des Kapitals als Rente, der Rest kann ausbezahlt werden. Im Kern sehen die Reformvorschläge die Möglichkeit vor, dass automatisch zwischen der Zulagenförderung (Zulagenmodus) und einer steuerlichen Förderung (Steuersparmodus) entschieden wird – je nachdem, was für Sparer günstiger ist. Dadurch wird sichergestellt, dass sowohl Haushalte mit niedrigem Einkommen als auch besserverdienende Bürger eine optimal auf ihre finanzielle Situation zugeschnittene Förderung erhalten.

Zusammenschluss von Riester und Rürup?

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Neuausrichtung ist die Auszahlung der Grund- und Kinderzulagen an alle Vertragsinhaber – ohne die bisherige Hürde eines Mindesteigenbeitrags. Im Zulagenmodus wird die Zulagensystematik um einen Vorsorgeanreiz ergänzt, indem jedem zusätzlich eingezahlten Euro ein Zuschuss von 20 Cent aufgeschlagen wird. Als maximal förderfähiger Betrag soll die heute schon vorhandene Fördergrenze der 1. Schicht übernommen werden (29.344 Euro/58.688 Euro bei ledig/verheiratet), die bereits heute bei der Rürup-Rente besteht. Dies lässt sich alles erreichen, indem man die beiden aktuell schon vorhandenen staatlich geförderten Altersvorsorgewege – Riester-Rente und Rürup-Rente – zusammenlegt und die jeweils bessere Eigenschaft von beiden wählt. Damit würde man die bedeutendsten Schwachstellen beider Konstrukte entfernen wie z.B. die aufwendige Überprüfung der (un)mittelbaren Förderfähigkeit oder die Überprüfung des Vorjahreseinkommens bei der Riester-Rente.

Nach dem Motto „das Beste aus zwei Welten“ würde der Gesetzgeber mit der Zusammenlegung von Riester und Rürup mit relativ einfachen Schritten eine optimale Lösung für die private Altersvorsorge schaffen. Hoffentlich hat er den Mut dazu.

 

Betriebliche Vorsorge: Wertschätzung, die sich rechnet

In der dynamischen Geschäftswelt von heute sind die Anerkennung und Wertschätzung der Mitarbeitenden ein, wenn nicht sogar der entscheidende Erfolgsfaktor. Und Investitionen, die einen klaren wirtschaftlichen Nutzen bieten, werden vorrangig umgesetzt.

Maßgeschneiderte Ansprachekonzepte unterstützen Sie, Ihre Firmenkunden von den Vorteilen der betrieblichen Vorsorge zu überzeugen. Ganz gleich, ob Ihr Gesprächspartner Wert auf emotionale Bindung legt, den wirtschaftlichen Aspekt betont oder die soziale Verantwortung in den Vordergrund stellt – Sie haben stets die passenden Argumente.

Begeistern Sie mit einer emotionalen Ansprache, die die Wertschätzung des Arbeitgebers hervorhebt und überzeugen Sie mit einer ökonomisch fokussierten Argumentation, die den wirtschaftlichen Nutzen aufzeigt und finalisieren Sie Ihre Argumentation mit FirmenOnline – der digitalen Lösung für das betriebliche Vorsorgemanagement.

Welche Bereiche umfasst eine moderne betriebliche Vorsorge?

Betriebliche Vorsorge ist mehr als nur die Absicherung für das Alter. Heute ergänzen Möglichkeiten zum Schutz bei Krankheit, Invalidität und Tod sinnvoll die staatlich geförderte Vorsorge. Sie vereint präventive und absichernde Elemente. So kann die betriebliche Vorsorge zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität und zur sozialen Verantwortung des Arbeitgebers beitragen. Sie bietet einen Mehrwert für alle.

Betriebliche Altersversorgung

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) bietet eine attraktive staatliche Förderung für Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber durch steuer- und sozialabgabenfreie Beiträge. Für die betriebliche Altersversorgung bei der Allianz stehen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl: Direktversicherung, Pensionszusage und Unterstützungskasse. Welche Variante am besten ist, legen Sie gemeinsam mit dem das Unternehmen nach seinen individuellen Gegebenheiten fest.

Betriebliche Arbeitskraftsicherung

Mit der betrieblichen Arbeitskraftsicherung (bAKS) bietet der Arbeitgeber den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine staatlich geförderte Einkommensabsicherung über eine Berufsunfähigkeitsvorsorge oder eine Grundfähigkeitsvorsorge. Arbeitgeber können den besonderen Vorteil der Möglichkeit einer vereinfachten Gesundheitsprüfung bieten. Bei Arbeitgeberfinanzierung ist das sogar grundsätzlich vollkommen ohne Gesundheitsfragen möglich.

Betriebliche Krankenversicherung

Eine betriebliche Krankenversicherung (bKV), die das Unternehmen für sein Personal abschließt, ist die perfekte Ergänzung zur bestehenden Krankenversicherung. Mit der Zusatzversicherung profitieren die Mitarbeitenden von hochwertigen Gesundheitsleistungen – ohne Gesundheitsprüfung oder Wartezeiten!

Darum ist betriebliche Vorsorge für Unternehmen sinnvoll:
  • Erhöhung der Mitarbeiterbindung und -motivation: Wertschätzung wirkt – durch betriebliche Vorsorge geben Unternehmen ihren Teams das Gefühl, am richtigen Ort zu sein.
  • Steigerung der Arbeitgeberattraktivität: Unternehmen können die Angebote der betrieblichen Vorsorge als Top-Benefit nutzen und es damit Fachkräften leichter machen, sich für sie zu entscheiden.
  • Übernahme gemeinsamer Verantwortung: Unternehmen zeigen durch betriebliche Vorsorge, dass ihnen ihre Mitarbeitenden am Herzen liegen.
Für jede Gesprächssituation die richtige Ansprache und Argumente
  • Wertschätzung als Erfolgsfaktor: Dieses Ansprachekonzept hilft Ihnen, Ihre Kundinnen und Kunden auf einer emotionalen Ebene abzuholen und zu erreichen. Die emotionale Ansprache, die die Wertschätzung des Arbeitgebers betont, zielt darauf ab, die Bindung und das Engagement der Mitarbeitenden zu stärken.
  • Betriebliche Vorsorge rechnet sich: Diese Ansprache richtet sich besonders an Entscheidungsträger:innen die Effizienz und Rentabilität schätzen und betont den finanziellen Nutzen. Diese Vorsorge schafft Wettbewerbsvorteile und kann den langfristigen Erfolg des Unternehmens absichern. Die weiterentwickelte Benchmarkanalyse unterstützt Sie dabei durch wirtschaftliche Betrachtungen und Argumente.
  • Assistance in der Arbeitskraftsicherung: Die Allianz leistet mehr als nur eine Rente: Unser Partner steht betroffenen Versicherten im Bedarfsfall zuverlässig zur Seite und bietet persönliche und individuelle Unterstützung durch Expertinnen und Experten. Kein Callcenter, keine vorgefertigten Standardantworten. Auf die Assistance in der Arbeitskraftsicherung ist Verlass.
  • FirmenOnline: Mit FirmenOnline können Sie und Ihre Firmenkunden alle Verwaltungsprozesse rund um die betriebliche Vorsorge digital abwickeln und beschleunigen – so vereinfachen Sie deutlich bestehende Prozesse. Verwalten Sie Verträge der betrieblichen Altersvorsorge sowie der betrieblichen Krankenversicherung mit einem Tool und melden beispielsweise neue Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter im Gruppenvertrag an nehmen ganz einfach Änderungen im Bestand vor. Damit sparen Sie Aufwand, Kosten und Zeit. Nutzen Sie unsere Komplettlösung für ein effizientes betriebliches Vorsorgemanagement.

Betriebliche Vorsorge der Allianz – Vorteile aus einer Hand – für das ganze Team. Mehr Info gibt es hier.

AssCompact Vorsorge Forum 2025

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des AssCompact Vorsorge Forum, das am 24.06.2025 im XPOST Köln stattfindet. Die Allianz Lebensversicherungs-AG ist dort als Aussteller vertreten. Außerdem umfasst das Programm einen Vortrag von Experten der Allianz Lebensversicherungs-AG. Weitere Informationen finden Sie unter asscompact.de/vorsorge-forum.

 

AssCompact AWARD – Betriebliche Altersversorgung 2025

Wer sind die Maklerfavoriten in der betrieblichen Altersversorgung? Wie steht es um die Zukunft einer der bAV-Vermittlung? Und: Welche Versicherer erhalten die höchsten Zufriedenheitswerte? Die neue Studie „AssCompact AWARD – Betriebliche Altersversorgung 2025“ verrät es.

Die Studie präsentiert die Ergebnisse, an welche Versicherer unabhängige Vermittlerinnen und Vermittler sowie Mehrfachagentinnen und -agenten bei der bAV das meiste Geschäft vermitteln, aber auch, wie es um die Zufriedenheit der Befragten mit den Produktanbietern bestellt ist. Außerdem widmet sich die Studie der Frage nach der Zukunft der bAV-Vermittlung.

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Dr. Mario Kaiser, kaiser@bbg-gruppe.de, 0921 75758–33

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Dr. Mario Kaiser

Betriebliche Vorsorge ist ein Muss

Von einer guten bAV und bKV profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen. Jedes Unternehmen, auch Klein- und Mittelständler, sollten entsprechende Lösungen anbieten. Der Aufwand dafür ist sehr gering, der Nutzen umso größer.

Ein Gastbeitrag von Stefan Huhn, Vorstand der R+V Krankenversicherung AG, Dr. Stefan Mohr, Berater Maklergeschäft bAV, Condor Lebensversicherungs-AG und Kurt Wolfers, Vertriebsbeauftragter bAV, R+V Lebensversicherung AG

Der Bedarf nach chancenorientierten und zugleich verlässlichen Produkten in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) nimmt stetig weiter zu. Das liegt nicht zuletzt daran, dass auch die Notwendigkeit nach einer renditestarken Versorgung im Alter immer mehr an Bedeutung gewinnt. Um den Ansprüchen des Marktes gerecht werden zu können, bieten die R+V und Condor einen speziell für den Maklermarkt entwickelten bAV-Tarif an: „R+V-FirmenRente Smart+Easy“ und bei Condor „Congenial bAV Smart+Easy“.

Welche Kriterien muss ein gutes bAV-Produkt aus Maklersicht erfüllen?

Ein guter bAV-Tarif zeichnet sich dadurch aus, dass er flexibel an die Bedürfnisse des Kunden angepasst werden kann und dabei gleichzeitig auf eine hohe Rendite setzt. Dabei sollte er die gängigen Durchführungswege Direktversicherung, Unterstützungskasse und Pensionszusage im Rahmen einer beitragsorientierten Leistungszusage (boLZ) bedienen können. Für Pensionszusagen sollte zudem auch eine echte Leistungszusage erteilt werden können. Zudem sollte der Tarif die Risikobereitschaft der Kunden abbilden können. Deshalb sollte er die Optionen zwischen einer Beitragsgarantie von marktüblichen 80% zum Rentenbeginn und einer noch höheren Chancenorientierung von 60% anbieten können – wie es bei der „R+V-FirmenRente Smart+Easy“ der Fall ist.

Hinter bAV-Produkten verbergen sich komplexe versicherungsmathematische Berechnungen, eine Vielzahl rechtlicher Rahmenbedingungen und eine professionelle Kapitalanlage. Für den Kunden sollte das Produkt Folgendes sein: einfach und erfolgreich. Deshalb wird die Kapitalmarktanlage des chancenorientierten Teils von den R+V-Anlagespezialisten übernommen. Der Garantieteil wird währenddessen im R+V-Sicherungsvermögen verwaltet.

Auf einen hohen Kundennutzen kommt es an

Vorsorgelösungen sollten dem Kunden durch eine professionelle Geldanlage eine Partizipation am Wachstum des Kapitalmarkts ermöglichen. Zugleich muss die gewählte Beitragsgarantie zum Rentenbeginn sichergestellt werden. Um den Kundennutzen zu maximieren, sollte dabei ein möglichst hoher Anteil in das chancenorientierte Kapital investiert werden.

Durch die aktiv gemanagte Anlagestrategie kann das Geld für die Kunden optimal am Kapitalmarkt angelegt werden. Dabei wird die Aufteilung regelmäßig überprüft und angepasst. Falls externe Einflüsse es erfordern, auch täglich. Diese Strategie sorgt zum einen für einen signifikanten Mehrwert und zum anderen für Stabilität, kombiniert mit langfristig attraktiven Renditechancen.

Um in der Ansparphase dauerhaft von den Renditechancen profitieren zu können, sollte bewusst auf ein automatisches Lock-In-Verfahren zur Garantieerhöhung verzichtet werden. Abgerundet wird das Ganze durch ein automatisches Ablaufmanagement.

Warum sich die betriebliche Gesundheitsvorsorge lohnt

Gesundheit ist für viele Deutsche der wohl wichtigste Aspekt im Leben. Gesunde Mitarbeitende sind nicht nur zufriedener und produktiver, sie fehlen auch seltener am Arbeitsplatz. Daher setzen immer mehr Unternehmen auf eine umfassende betriebliche Gesundheitsvorsorge. Eine durchdachte betriebliche Krankenversicherung (bKV) bietet dabei weitreichendere Vorteile als eine klassische Gehaltserhöhung und bietet Mitarbeitenden bereits mit kleinem Invest eine spürbare Nettolohnerhöhung für Gesundheitsleistungen.

Leistungsstarke bKV-Tarifmodelle

Budgettarife haben sich in der bKV als besonders attraktiv erwiesen, da sie eine Vielzahl an Leistungen für professionelle Zahnreinigungen, für Brillen und Kontaktlinsen oder für umfassende Vorsorgeuntersuchungen bieten und flexibel auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden eingehen. Der richtige Tarif sollte grundsätzlich keine Subbudgets oder Budgetkürzungen beinhalten und flexibel mit Bausteintarifen vereinbar sein.

Hierbei wird oft eine Kombination mit Zahnersatztarifen nachgefragt, die als Budget- beziehungsweise Prozentlösungen oder einer Mischung aus beiden Ansätzen wie beispielsweise im R+V-GesundheitsKonzept PROFIL angeboten werden. Eine Beitragsfreistellung mit Leistungsanspruch in entgeltfreien Zeiten garantiert eine verlässliche Absicherung von Mitarbeitenden, auch wenn sie beispielsweise länger krank sind oder Kinder großziehen.

Ergänzende Gesundheitsservices

Zusätzliche Gesundheitsservices wie Gesundheitstelefone für medizinische Fragen, Facharztterminservice oder Unterstützung im Pflegefall, ergänzen die Tarifleistungen sinnvoll. Digitale Angebote wie Coachings zu Ernährung und mentaler Gesundheit sind über interaktive Plattformen oder Apps leicht zugänglich.

Einfache und effiziente Prozesse

Um die bKV erfolgreich umzusetzen, sind effiziente und einfache Prozesse unerlässlich. Hierzu gehören digitale Lösungen wie Antrags- und Abschlussstrecken, Verwaltungsportale für Arbeitgeber und die Leistungseinreichung per App. Diese modernen Ansätze machen die betriebliche Gesundheitsvorsorge unkompliziert und zeitsparend.

Kompetente Beratung durch Spezialisten

Eine weitere Erfolgskomponente liegt in kompetenter Beratung und spezialisierter Unterstützung durch persönliche Ansprechpartner, die Vermittlern bei der Umsetzung der bKV zur Seite stehen und Zugang zu individualisierbaren Marketingunterlagen wie Mitarbeiterkarten, Microsites oder Arbeitgeberbroschüren schaffen. Die R+V beispielsweise verfügt über ein ganzes Team mit bKV-Experten, die bei Fragen zur Verfügung stehen.

Die betriebliche Gesundheitsvorsorge bietet Unternehmen eine Möglichkeit, die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden zu fördern und sich gleichzeitig einen Vorteil im Wettbewerb um Fachkräfte zu sichern. Investitionen in die Mitarbeitergesundheit sind weit mehr als eine normale Gehaltserhöhung – sie sind eine Investition in ein produktiveres und zufriedeneres Team.

AssCompact Vorsorge Forum 2025

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des AssCompact Vorsorge Forum, das am 24.06.2025 in Köln stattfindet. Die R+V ist dort als Aussteller vertreten. Außerdem umfasst das Programm einen Vortrag von der R+V. Weitere Informationen finden Sie unter asscompact.de/vorsorge-forum.

 
Ein Artikel von
Kurt Wolfers
Dr. Stefan Mohr
Stefan Huhn

Es hakt bei zusätzlicher Altersvorsorge

Viele Menschen fürchten um ihre finanzielle Absicherung im Alter. Zugleich sorgt mehr als jeder Dritte nicht zusätzlich vor. So verfügen rund 38% weder über eine bAV noch einen Riester-Vertrag. Die Deutsche Rentenversicherung warnt vor drohender Altersarmut, vor allem für bestimmte Bevölkerungsgruppen.

Das Schreckgespenst Altersarmut treibt viele Menschen hierzulande um. So berichten über 60% der 18- bis 60-jährigen Deutschen derzeit von einer ausgeprägten Angst vor Altersarmut. Groß ist die Sorge vor allem bei Frauen und jüngeren Menschen unter 40 Jahren. Dies geht aus dem Altersvorsorge Monitor 2025 von Nordlight Research und dem Institut für Wirtschaft und Gesellschaft (IWG) hervor.

Zugleich sorgen immer seltener Beschäftigte in Form einer betrieblichen Altersversorgung (bAV) oder eines Riester-Vertrags zusätzlich für das Alter vor, wie die Deutsche Rentenversicherung warnt. Der Trend sei eher rückläufig. Werden die staatlich geförderte private und betriebliche Vorsorge gemeinsam betrachtet, zeigen Zahlen des Berichts zur „Verbreitung der Altersvorsorge 2023“ folgendes Bild: Gut sechs von zehn (62%) sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sorgen über eine bAV oder einen Riester-Vertrag für das Alter vor. Dies heißt aber im Umkehrschluss, dass 38% keine Anwartschaften auf eine Zusatzvorsorge über eine bAV oder Riester erwerben.

Einige Berufsgruppen besonders betroffen

Besonders hoch ist der Anteil der Beschäftigten ohne zusätzliche Altersvorsorge in den neuen Ländern, bei jüngeren Beschäftigten, aber auch bei Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit und Familien mit drei oder mehr Kindern. Auch Geringverdiener und Personen ohne beruflichen Bildungsabschluss sind besonders betroffen. Laut Alterssicherungsbericht 2024 beträgt der Anteil ohne zusätzliche Altersvorsorge bei Geringverdienern mit einem Bruttolohn von weniger als 1.500 Euro pro Monat knapp 55%. Rund 65% davon sind Frauen.

Was Beschäftigte davon abhält, zusätzlich vorzusorgen

Für das Fehlen einer betrieblichen Altersversorgung werden von den Beschäftigten ohne bAV allen voran fehlende Angebote des Arbeitgebers genannt (41%). 20% sagen, sich nicht mit dem Thema beschäftigt zu haben, 15% machen für eine fehlende zusätzliche Absicherung zu hohe Beiträge verantwortlich. Bei Beschäftigten ohne Riester-geförderte Altersvorsorge ist der mit Abstand am häufigsten genannte Grund, die Angebote würden sich nicht lohnen (39%). Weitere oft angeführte Ursachen sind auch hier fehlende Beschäftigung mit der Thematik (24%), bereits vorhandene andere Formen der Altersvorsorge (21%), zu hohe Beiträge (19%) und die Komplexität der Angebote (17%, Mehrantworten möglich).

Beiträge oft zu gering

Die Deutsche Rentenversicherung weist zudem darauf hin, dass es auch auf die Höhe der zusätzlichen Vorsorge ankomme. Denn oftmals gebe es zwar Verträge, es werde aber zu wenig gespart. Einen weiteren Haken gebe es auch bei der Qualität der Risikoabsicherung, etwa in puncto Erwerbsminderung oder Hinterbliebenenschutz.

Auch Bürger halten ihre Sparanstrengungen für nicht ausreichend

Wie ein weiterer Blick in den eingangs erwähnten Altersvorsorge Monitor 2025 zeigt, gehen nur 5% der Bundesbürger davon aus, bereits ausreichend für ihr Alter vorgesorgt zu haben bzw. vorsorgen zu können. Für viele ist die private Altersvorsorge ein wichtiges Sparziel. Die Zufriedenheit mit der bisherigen Zielerreichung ist laut Studie aber gering. Drei Viertel sehen den Staat in besonderer Verantwortung, die privaten Anstrengungen der Bundesbürger zur Altersvorsorge mehr als bisher zu unterstützen. (tik)

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Neue Wege im betrieblichen Einkommensschutz

Jede vierte Person wird statistisch gesehen mindestens einmal im Leben zumindest zeitweise berufsunfähig. Die betriebliche Vorsorge gewinnt immer mehr an Bedeutung. Für Vermittler sind dabei flexible Produktlösungen wichtig, die zu den Arbeitgebern passen.

Ein Gastbeitrag von Christian Pöschl, Produkt- und Marktmanagement Leben bei NÜRNBERGER Versicherung

Trotz wirtschaftlicher und politischer Krisen sucht jedes Unternehmen nach Lösungen, um Mitarbeiter zu halten und geeignete Kräfte zu gewinnen. Denn laut Bundesagentur für Arbeit steigt der Fachkräftemangel und die damit verbundene Zahl der sogenannten Engpassberufe. Arbeitgeber müssen also attraktiv sein und Benefits bieten – wie etwa die Absicherung betrieblicher Einkommensschutzlösungen über die betriebliche Altersversorgung (bAV). Und diese Lösungen werden immer wichtiger.

Laut statistischem Bundesamt (Stand: 27.03.2025) sind von 2,5 Millionen Unfällen, die die Polizei erfasst hat, knapp 290.000 Unfälle mit Personenschäden. Geht es um die Ursache für Berufsunfähigkeit, machen Unfälle aber gerade einmal etwa 7% aus. Doch jede vierte Person ist in ihrem Berufsleben zumindest zeitweise von einer Berufsunfähigkeit (BU) betroffen. Denn knapp 54% aller BU-Fälle in Deutschland sind auf Nervenkrankheiten sowie Erkrankungen des Skeletts bzw. Bewegungsapparats zurückzuführen. Das Risiko einer Berufsunfähigkeit ist also nicht zu unterschätzen.

Erwerbsunfähigkeitsrente reicht nicht aus

Wenn das regelmäßige Gehalt wegfällt, brauchen Mitarbeiter trotzdem ein Einkommen und finanzielle Sicherheit. Denn der Staat zahlt nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Erwerbsunfähigkeitsrente – im Schnitt 933 Euro. Um Fixkosten zu decken, reicht dies bei weitem nicht aus, sodass die Mitarbeiter und deren Familien schnell in Schieflage geraten. Besonders bei jüngeren Arbeitnehmern wird das Risiko oft unterschätzt, da diese noch kein finanzielles Polster haben, mit dem sie eine dauernde oder zeitlich begrenzte BU überbrücken können.

Belegschaft ist Fundament des Unternehmenserfolgs

Die Belegschaft ist der Motor der Wirtschaft. Ohne motivierte und qualifizierte Mitarbeiter können Unternehmen nicht erfolgreich sein. Denn sie sorgen für Kreativität und Innovation. Mit ihren Erfahrungen und Fähigkeiten gelingt es ihnen, Probleme zu lösen und neue Lösungen zu entwickeln. Auch sind sie verantwortlich für die Produktivität und Effizienz in den Unternehmen. Weiterhin sind sie oft erster Ansprechpartner für Kunden und bauen B2B-Beziehungen auf. Mitarbeiter prägen zudem die Unternehmenskultur: Sie bringen Werte, Normen und Traditionen ein. Aber was passiert, wenn dieser Motor zum Stillstand kommt?

Unternehmen erhöhen ihr Benefit-Budget

Das Unternehmen möchte sich als attraktive Arbeitgebermarke bei seinen aktuellen und potenziellen Mitarbeitern platzieren und als solche wahrgenommen werden. Da immer mehr Firmen aufgrund von Mehrbelastung der Arbeitnehmer – der Fachkräftemangel lässt grüßen – Probleme haben, Ressourcen zu bündeln. Die Studie „Kienbaum Benefits Survey 2023“ z. B. ergab, dass knapp 50% der befragten Unternehmen ihr Benefit-Budget im Vergleich zu vor drei Jahren erhöht haben. Auch Vermittler benötigen daher passende Lösungen für die Herausforderung, den Firmenkunden gerecht zu werden – am besten individuell mit maßgeschneiderten Lösungen.

Flexible Lösungen für die Belegschaftsberatung

Es gibt Anbieter am deutschen Markt, die Vermittlern flexible Lösungen für die Belegschaftsberatung bieten. Der Vorteil für Vermittler: Sie verhelfen so dem Arbeitgeber, eine attraktive Arbeitgebermarke aufzubauen und auf der Suche nach Fach- und Führungskräften erfolgreich zu sein. Zu solchen Anbietern gehört die NÜRNBERGER Versicherung. In der bAV bietet sie mit der BU- und Grundfähigkeitsversicherung beide Produktlösungen für den betrieblichen Einkommensschutz. Für noch mehr Flexibilität sorgt die Möglichkeit, die Absicherung als Privatvertrag abzuschließen. Und in beiden Fällen erfolgt der Abschluss mit einfacher Dienstobliegenheitserklärung (DOE). Zusätzlich können die Kunden im Rahmen der klassischen bAV die Altersvorsorge auch für die Zukunft sichern. Die Beitragsbefreiung bei BU kann ganz ohne Gesundheitsprüfung bei jedem Altersvorsorgevertrag vereinbart werden.

Weitere Vorteile für Vermittler

Entscheiden sich Vermittler, den betrieblichen Einkommensschutz in ihr Portfolio aufzunehmen, entstehen für sie gleich mehrere Vorteile: Zum einen erleben sie keine „bösen Überraschungen“ bei der Gesundheitsprüfung. Denn der Abschluss erfolgt mit einfacher Arbeitgeber-DOE. Zum anderen sorgen höhere Bruttobeiträge im Rahmen der bAV für höhere Provisionserlöse. Und durch ein ganzheitliches und flexibles Annahmekonzept steigt letztendlich auch die Durchdringung.

Wie profitieren die Kunden?

Generell gilt: Die Beiträge in der bAV sind steuer- und sozialabgabenfrei – und damit wesentlich günstiger. Das ist ein wichtiges Argument für potenzielle Kunden. Aber auch Gruppenkonditionen (bAV und privat) drücken den Beitrag nach unten und machen ihn somit attraktiv. Ein weiterer wichtiger Aspekt: Die Gesundheitsprüfung (oftmals eine große Hürde in der Beratung und beim Abschluss eines EKS-Produkts) entfällt. Mit der DOE erhalten die Kunden einen einfachen und schnellen Zugang – und durch verschiedene Produkte einen passgenauen Schutz. Und bei allem hat der Kunde seinen Arbeitgeber an seiner Seite, der sich am bAV-Beitrag beteiligt.

Für Arbeitgeber eine gute Möglichkeit

Und apropos Arbeitgeber: Der wiederum kann die bAV-Beiträge, die er für seine Mitarbeiter zahlt, vollständig als Betriebsausgaben absetzen. Der tatsächliche Aufwand für Unternehmen ist also gering. Im Gegenteil: Für Arbeitgeber bietet der betriebliche Einkommensschutz eine gute Möglichkeit, die Loyalität der Mitarbeiter zum Unternehmen zu erhöhen und die Fluktuation zu senken. In er heutigen Zeit ist das ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Vermittler wiederum können Unternehmen auf diesem Weg mit ihrer Expertise und funktionierenden Lösungen passgenau unterstützen.

AssCompact Vorsorge Forum 2025

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des AssCompact Vorsorge Forum, das am 24.06.2025 in Köln stattfindet. Die NÜRNBERGER ist dort als Aussteller vertreten. Außerdem umfasst das Programm einen Vortrag von der NÜRNBERGER. Weitere Informationen finden Sie unter asscompact.de/vorsorge-forum.

 
Ein Artikel von
Christian Pöschl

Die digitale Komplettlösung für die betriebliche Vorsorge

Viel wurde getan für die Verbreitung der betrieblichen Vorsorge in Deutschland: Von einer verbesserten staatlichen Förderung bis hin zu Self-Service-Portalen für eine einfachere Verwaltung für Arbeitgeber. Dabei braucht es für den Erfolg der betrieblichen Vorsorge vor allem eins: Eine digitale Komplettlösung für Makler.

Ein Gastbeitrag von Dr. Johannes Georg, CEO Penseo GmbH

Wie ist es bestellt um den Erfolg der betrieblichen Vorsorge in Deutschland? Je nachdem, wen Sie fragen, wird die Antwort auf diese Frage sehr unterschiedlich sein, von “der Markt ist in Bewegung” bis hin zu “im Markt herrscht Stillstand”. Und in beiden Perspektiven steckt ein bisschen Wahrheit. Während die Benefit-Landschaft in den letzten Jahren erfreulicherweise vielfältiger und bunter geworden ist und fortschrittliche Makler neue Kommunikations- und Vermarktungskonzepte an den Markt gebracht haben, spielt die betriebliche Vorsorge in einer Vielzahl von Unternehmen leider immer noch eine untergeordnete Rolle.

Fragt man nach den Gründen für die mangelnde Verbreitung, ist die Reaktion hingegen verblüffend eindeutig: Die Befürchtung um einen zu großen Verwaltungsaufwand. Wie kann es sein, dass dies im Jahr 2025 immer noch ein Thema ist, wo doch eine Vielzahl an Tools genau dieses Problem lösen sollten? Wenn wir uns genauer mit den Gründen dafür beschäftigen, stechen zwei hervor: Zum einen, die Verbreitung von Insellösungen und zum zweiten, die mangelnde Einbeziehung der Makler.

Die Insellösungen der betrieblichen Vorsorge

Umfragen bestätigen, dass der wichtigste Baustein der betrieblichen Vorsorge nach wie vor die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist. Neben der bAV haben in den letzten Jahren jedoch weitere Bausteine zunehmend an Bedeutung gewonnen: die Gesundheitsvorsorge (bKV) und der Berufsunfähigkeitsschutz (bBU). Immer mehr fortschrittliche Unternehmen stellen Mitarbeitern mehrere Leistungen zur Auswahl an, was eine erfreuliche Entwicklung ist.

Jeder neue Baustein muss jedoch zusätzlich verwaltet werden. Am Beispiel der bKV wird dies besonders deutlich. Durch die verbreitete Arbeitgeberfinanzierung ist dieser Baustein meist flächendeckend ausgerollt, während die Beiträge und die Marge vergleichsweise überschaubar sind. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen ist eine kostengünstige, möglichst digitale Verwaltung praktisch unerlässlich.

Kein Wunder also, dass die Portale in den letzten Jahren aus dem Boden geschossen sind. Mit jedem neuen Baustein eines neuen Anbieters wurde ein neues Portal gelauncht, um die Verwaltung zu digitalisieren. Was eigentlich gut gedacht war, stellt sich heute als eine Vielzahl von Insellösungen dar, die meist weder anbieter- noch spartenübergreifend funktionieren. Diese Insellösungen können den bunten, oft über Jahre gewachsenen Blumenstrauß von Benefits in Unternehmen natürlich nicht abdecken. Ein Unternehmen mit zwei Benefits von je drei Anbietern kann nicht insgesamt sechs verschiedene Portale bedienen. Die Lösung muss vielmehr eine Komplettlösung sein, die bestenfalls auch die Einrichtung und Beratung der Benefits abdeckt.

Die übersehenen Experten

Die Idee der Insellösungen folgt meist einem einfachen Schema: Der Arbeitgeber soll die Vorsorgeleistungen im Self-Service verwalten, während er im Gegenzug von der digitalen Bereitstellung der Policen und weiterer Dokumente profitiert. Die Verantwortung für die Verwaltung trägt folglich jeder Arbeitgeber selbst. Maklern, die die Betreuung de facto meist übernehmen, bleibt nur, das Portal zu empfehlen und – wenn es hochkommt – noch freigeschaltet zu werden.

Entspricht das typische Schema der Insellösungen der Realität im Unternehmen? Die Leistungen der betrieblichen Vorsorge in der Regeldichte des Arbeitsrechts sind schließlich keine einfachen Produkte. Auch hier lohnt sich wieder der Austausch mit den Personalabteilungen. Dieser offenbart, dass der Wunsch der Arbeitgeber eindeutig ist: Für die Einrichtung und Verwaltung der betrieblichen Vorsorge wünschen sie sich eine umfassende Unterstützung durch einen Experten.

Bei der Vielzahl von unterschiedlichen Themen, die eine Personalabteilung regelmäßig auf dem Tisch hat, ist das nicht verwunderlich. Die betriebliche Vorsorge muss von Experten betreut werden, die je nach Komplexität bestenfalls viele Jahre am Markt sind. Jedoch wird genau die Rolle dieser Experten bei vielen Portalen nicht entsprechend berücksichtigt. Dadurch bleibt die Last bei den Unternehmen und sorgt für die ablehnende Haltung, mehr in die betriebliche Vorsorge zu investieren.

Auf dem Weg zur digitalen Komplettlösung

Glücklicherweise gibt es Ausnahmen am Markt. Diese verstehen sich als digitale Komplettlösung für die betriebliche Vorsorge. Während eine detaillierte Analyse der Anbieter an dieser Stelle zu tief gehen würde, bieten sich folgende vier Fragen für eine erste Bestandsaufnahme an:

  • Welche Rolle spielen Makler? Können sie selbstständig die Betreuung optimieren oder werden sie lediglich „freigeschaltet“?
  • Wie kompliziert ist die Einrichtung und die Bedienung des Systems? Nur wenn Makler selbst das Tool benutzen können, können sie Firmenkunden effektiv betreuen.
  • Bieten Makler ihren Firmenkunden einen erkennbaren Nutzen? Makler sollten direkt ihre Ansprechpartner fragen. Nur wenn sie mit dem Tool Personalabteilungen wirklich entlasten, wird die Implementierung ein echter Erfolg.
  • Wie gut sind Verwaltung und Beratung verzahnt? Denn wofür braucht es ein weiteres Tool für die Beratung, wenn Makler alles aus einer Hand anbieten können?

Der wichtigste Hinweis an Makler ist jedoch: Ausprobieren und die Möglichkeiten einer digitalen Komplettlösung in einer Welt voller Insellösungen nutzen.

AssCompact Vorsorge Forum 2025

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des AssCompact Vorsorge Forum, das am 24.06.2025 in Köln stattfindet. Penseo ist dort als Aussteller vertreten. Außerdem umfasst das Programm einen Vortrag von Penseo. Weitere Informationen finden Sie unter asscompact.de/vorsorge-forum.

 
Ein Artikel von
Dr. Johannes Georg

Vorsorge Forum 2025: Trends, Herausforderungen, Lösungen

Ende Juni trifft sich die Versicherungsbranche in Köln auf dem AssCompact Wissen Vorsorge Forum. Teilnehmer können sich auf eine informative Keynote und zwei Dutzend Fachvorträge freuen. Zudem bleibt genügend Zeit zum Austausch mit Kolleginnen und Kollegen sowie Produktanbietern.

Das AssCompact Wissen Vorsorge Forum findet am 24.06.2025 in der XPOST in Köln statt. Mit einem erweiterten Konzept, das nun neben der betrieblichen Vorsorge auch die private Vorsorge in den Fokus stellt, haben Vermittlerinnen und Vermittler die Möglichkeit, sich umfassend über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen zu informieren.

Keynote beleuchtet Entwicklungen in der Altersvorsorge

Nach einer kurzen Begrüßung und Eröffnungsansprache geht es gleich weiter mit einem der Highlights des Tages: Keynote-Speaker Martin Gattung, Gründer und Geschäftsführer der Aeiforia GmbH, erörtert die Frage „Altersvorsorge, quo vadis?“. In seiner Rede wird Gattung das Versprechen der neuen Bundesregierung, die Alterssicherung „auf verlässliche Füße“ zu stellen, beleuchten, auf den aktuellen Stand der Reformen eingehen und Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Kompass für ihren Berateralltag bieten.

Austauschen, netzwerken, informieren

Immer auf dem neuesten Stand zu bleiben, was Produkte und Innovationen angeht, kann eine Herausforderung sein. Auf der Veranstaltung können sich Vermittlerinnen und Vermittler während zwei Dutzend speziell zugeschnittener Workshops über die Themen und Trends, die sie besonders interessieren, informieren.

Natürlich bietet die Veranstaltung wie immer auch eine ideale Gelegenheit, sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen und zu netzwerken. Zudem gibt es ausreichend Zeit, sich an den Ständen der Produktgeber über Neuheiten zu informieren und auszutauschen.

Weiterbildungszeit sammeln

Durch den Besuch der angebotenen Vorträge können Vermittlerinnen und Vermittler bis zu 3,5 Stunden Weiterbildungszeit sammeln. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, die Weiterbildungszeit an die Initiative „gut beraten“ zu übermitteln.

Weitere Informationen zum Vorsorge Forum und den Anmeldelink finden Sie unter asscompact.de/vorsorge-forum.

 

bAV: Arbeitgeber zwischen Benefits und Verpflichtungen

Die bAV ist längst mehr als nur ein Rentenbaustein – sie ist das eines der schlagkräftigsten Instrumente moderner Personalpolitik. Doch wer als Arbeitgeber punkten will, muss wissen, worauf es ankommt. Denn für Arbeitgeber ist sie auch mit einigen Pflichten behaftet.

Ein Gastbeitrag von Thomas Merkl, Referent im bAV-Bereich bei den WWK Versicherungen

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) ist ein zentrales Element moderner Personalpolitik. Dabei steht die Betriebsrente zwischen zwei Fronten: Arbeitsrechtliche Pflichten und wertvolle Benefits für Arbeitnehmer. Die Attraktivität des Unternehmens für Bewerber und Mitarbeiter ist wichtiger denn je. Firmen haben einen hohen Bedarf an verwaltungsarmen Gehaltsbausteinen, die steuer- und sozialversicherungsrechtlich optimiert sind. Dabei ergeben sich jedoch für Arbeitgeber enorme Herausforderungen. Betriebsrenten sind arbeitsrechtliche Versprechen, für die allein der Arbeitgeber einstehen muss.

bAV – Was müssen Arbeitgeber beachten?

Was muss ein Arbeitgeber bei der Betriebsrente beachten und wie attraktiv ist dieser Benefit wirklich? Eine passende Beratung durch einen Betriebsrentenberater zeigt neutral die wesentlichen Punkte:

Das sind die Pflichten des Arbeitgebers
  • Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung: Seit 2002 haben Mitarbeiter einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung. Der Arbeitgeber muss dem Arbeitnehmer dabei ermöglichen Entgelt in einen versicherungsförmigen Durchführungsweg zu investieren. Gibt der Arbeitgeber keinen Durchführungsweg vor, darf der Arbeitnehmer eine Direktversicherung verlangen.
  • Informationspflichten des Arbeitgebers: 2014 hat das Bundesarbeitsgericht definiert, welche Informationen der Arbeitnehmer bei Abschluss einer Entgeltumwandlung erhalten muss. Da viele Versorgungsträger diese Inhalte nicht vollständig in der Police ausweisen, muss der Arbeitgeber dies in seinen Prozessen oder bei der Wahl des Versicherers beachten
  • Betriebsrentenstärkungsgesetz: 2018 ist der Bundesregierung in der bAV ein großer Wurf gelungen. Die Betriebsrente ist durch eine höhere Steuerfreiheit für alle Beteiligten attraktiver geworden. Gleichzeitig wurde erstmals eine Zuschussverpflichtung des Arbeitgebers festgelegt, sofern er bei der Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge einspart
  • Nachweisgesetz: 2022 wurde mit dem Nachweis-Gesetz Transparenz für alle Arbeitsverhältnisse in Deutschland und Europa geschaffen. Der Arbeitgeber hat für neue Mitarbeiter seitdem eine unmittelbare Informationspflicht zur Möglichkeit der Betriebsrente. Erleichterungen sind durch Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen möglich. Durch die Anpassung des Nachweisgesetzes ab 01.01.2025 stehen auch hier einfachere Informationsprozesse zur Verfügung
Vorteile als Benefit für Mitarbeitende und Arbeitgeber
  • Zusätzliche Altersvorsorge: Die bAV ergänzt die gesetzliche Rente und schafft finanzielle Sicherheit im Alter. Die Versorgungslücke kann auch mit niedrigem Nettoverzicht effizient reduziert oder vollständig geschlossen werden.
  • Finanzielle Vorteile und staatliche Förderung: Beiträge zur bAV sind bis zu bestimmten Höchstgrenzen steuer- und sozialabgabenfrei. Für Arbeitgeber bietet sich hier eine einzigartige Chance. Damit ein Arbeitnehmer netto 1 Euro mehr verdienen kann, entsteht beim Arbeitgeber ein Aufwand von ca. 2,44 Euro. Durch die arbeitgeberfinanzierte Betriebsrente kann der Arbeitgeber 1 Euro investieren, der eins zu eins für die Kapitalanlage zur Altersvorsorge des Arbeitnehmers investiert wird. Steuern und Sozialversicherungsbeiträge fallen beim Arbeitnehmer erst bei Leistungsbezug an. Hier werden Freibeträge und Freigrenzen gewährt.
  • Attraktivität des Arbeitgebers: Eine gute bAV-Lösung stärkt die Mitarbeiterbindung und ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor bei der Gewinnung neuer Talente. Verschiedene Umfragen bei Arbeitnehmern bestätigen es immer wieder: Die Betriebsrente ist einer der begehrtesten Benefits bei Arbeitnehmern und das über alle Altersgruppen hinweg.
Vergangenheit, Zukunft und Verwaltung – rechtssicher und einfach

Betriebsrentenberater sind bei der Installation einer Benefitstrategie eine wertvolle Unterstützung. Durch die Betrachtung der bereits in der Vergangenheit installierten bAV-Verträge (Zusagequalifizierung: www.zusagequalifizierung.de) werden Fehler und Missstände aufgezeigt und behoben. Mit einer attraktiven Betriebsrente werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Weitere Benefits wie Sachbezüge, betriebliche Kranken-, Pflege- oder Unfallversicherungen können kombiniert werden. Zusammen ergeben sie einen heiß begehrtes Arbeitgeber-Angebot. Es erhöht die Nachfrage von Bewerbern und bindet Mitarbeiter langfristig ans Unternehmen. Dabei werden mit digitalen, teils automatischen Verwaltungsprozessen Ressourcen in der Personalabteilung vermieden und die Akzeptanz und Wertschätzung erhöht.

Fazit:

Die bAV ist mehr als eine gesetzliche Pflicht – sie ist ein strategisches Instrument zur Mitarbeiterbindung und -gewinnung. Arbeitgeber, die ihre Betriebsrente attraktiv gestalten, positionieren sich als verantwortungsbewusste und moderne Arbeitgeber.

AssCompact Vorsorge Forum 2025

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des AssCompact Vorsorge Forum, das am 24.06.2025 in Köln stattfindet. WWK ist dort als Aussteller vertreten. Außerdem umfasst das Programm einen Vortrag von WWK. Weitere Informationen finden Sie unter asscompact.de/vorsorge-forum.

 
Ein Artikel von
Thomas Merkl