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Fidelity gibt Details der neuen Managementgebühr bekannt
29. November 2017

Fidelity gibt Details der neuen Managementgebühr bekannt

Im Oktober hat Fidelity eine grundlegende Änderung der Gebühren angekündigt. Nun folgen die ersten Details zur neuen Managementgebühr, mit der die Gesellschaft auf die immer intensiver geführte Debatte um den Nutzen aktiven Fondsmanagements sowie auf die Ausrichtung der Anbieter auf das Interesse und die Notwendigkeit innovativer Gebühren reagiert.


Fidelity International hat Einzelheiten seines neuen Gebührenmodells – der variablen Managementgebühr – bekannt gegeben. Diese stellt der Gesellschaft zufolge einen gleitenden Tarif dar, bei dem Risiko und Rendite in beide Richtungen geteilt werden. Fidelity ist überzeugt davon, dass das neue Gebührenmodell die Ausrichtung auf das Kundeninteresse stärkt. Darüber hinaus verdeutliche das Modell das klare Bekenntnis zum Nutzen des aktiven Fondsmanagements – zwei Herausforderungen, die die Asset-Management-Industrie nicht länger ignorieren könne.

Reduzierte Grundgebühr

Mit Einführung der neuen variablen Managementgebühr reduziert Fidelity die jährliche Managementgebühr (AMC) der entsprechenden Anteilsklassen um 10 Basispunkte. Der variable Gebührenanteil steigt dabei, wenn der Fonds eine bessere Wertentwicklung als der zuvor festgelegte Marktindex erzielt. Hingegen fällt er, wenn der Fonds schwächer abschneidet, jeweils nach Abzug aller sonstigen Kosten und Gebühren. Dabei bewegt sich der Gebührensatz in einer Bandbreite von 20 Basispunkten um die jährliche Managementgebühr.

Kriterien für Höchst- bzw. Mindestgebühren

Der Höchst- bzw. Mindestgebührensatz wird erreicht, wenn der Fonds auf annualisierter Basis die Wertentwicklung des relevanten Marktindexes um 2% über- bzw. unterschreitet. Dabei wird die Wertentwicklung über einen gleitenden Dreijahreszeitraum kalkuliert. Die Managementgebühr wird von ihrem Basissatz aber erst angehoben, wenn die Wertentwicklung des Fonds nach Abzug aller sonstigen Gebühren und Kosten die Wertentwicklung des Marktindexes übersteigt.

Die neue Gebühr wird zunächst für folgende Fonds:
  • Fidelity Funds America – Y – ACC – EUR
  • Fidelity Funds America – Y- ACC – USD
  • Fidelity Funds Emerging Markets Focus – I – ACC – USD
  • Fidelity Funds Emerging Markets Focus – Y- ACC – USD
  • Fidelity Funds European Growth – Y- ACC – EUR
  • Fidelity Funds European Larger -Y – ACC – EUR
  • Fidelity Funds World – Y – ACC – EUR

Gültig ab März 2018

Weitere Anteilsklassen der Fidelity-Fondsreihe sollen folgen. Die variable Managementgebühr gilt vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden ab dem 01.03.2018 und zunächst für die provisionsfreien Anteilsklassen von ausgewählten aktiv verwalteten Aktienfonds der gepoolten Fondsreihe (SICAV) von Fidelity. Insgesamt sei etwa 17% des verwalteten Aktienfondsvermögens betroffen. Kunden mit Spezialfonds, einschließlich institutionelle Kunden und Investment Trusts, bietet Fidelity eine auf ihre Bedürfnisse angepasste Version des Gebührenmodells an. (mh)





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