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Franklin Templeton lanciert aktiv gemanagten ETF für grüne Anleihen

ETFs und Nachhaltigkeit sind zwei große Trends der Investmentlandschaft. Franklin Templeton bringt beide nun in einem neuen Fonds zusammen. Der Franklin Liberty Euro Green Bond UCITS ETF wird aktiv gemanagt und investiert vor allem in grüne Anleihen.

Franklin Templeton lanciert den ersten aktiv verwalteten Euro Green Bond ETF in Europa. Der Franklin Liberty Euro Green Bond UCITS ETF ist an der Deutschen Börse sowie an der London Stock Exchange (LSE) und der Borsa Italiana notiert. Auch in Österreich ist der Fonds zum Vertrieb zugelassen.

70% grüne Anleihen

Der Franklin Liberty Euro Green Bond UCITS ETF soll das aus neun Smart Beta- und aktiven ETFs bestehende Aufgebot der in Irland domizilierten ETF-Fondsreihe Franklin LibertyShares UCITS ETF ergänzen. Der Fonds wird mindestens 70% seines Nettovermögens in Anleihen investieren, die als „grün“ deklariert sind. Der Rest des Portfolios besteht aus Anleihen, die klimaschonende Projekte finanzieren, aber keine offizielle Zertifizierung aufweisen.

Aktive Auswahl der Einzeltitel

Das Investmentteam wird eine fundamentale Bottom-up-Bonitätsanalyse für Unternehmensanleihen durchführen und gleichzeitig ein von Franklin Templeton entwickeltes ESG-Modell für Staatsanleihen anwenden. Der Schwerpunkt wird zwar auf zulässigen grünen Anleihen liegen, jede Anlage setzt zudem jedoch eine interne Kreditentscheidung voraus. Die aktive Auswahl der Anleihen inklusive der Sektorallokation, Durations- und Zinskurvenmanagement soll es dem Fonds ermöglichen, den Bloomberg Barclays MSCI Euro Green Bond Index zu übertreffen.

Geringere Volatilität

„In Phasen erhöhter Risikoaversion weisen grüne Anleihen eine geringere Volatilität auf, da Anleger in der Regel an diesen Anleihen festhalten“, kommentiert David Zahn, Fondsmanager und Head of European Fixed Income bei Franklin Templeton, die Fondsauflage. „Aber auch nicht-zertifizierte grüne Anleihen bieten gute Investitionsmöglichkeiten, die weniger bekannt sind als ihre offiziell zertifizierten grünen Pendants, da die Nachfrage vergleichsweise geringer ist.“ (mh)

 

Amundi-Themenfondstochter lanciert Klimafonds

Die Amundi-Tochter CPR AM hat zusammen mit der unabhängigen Investoreninitiative CDP den CPR Invest – Climate Action aufgelegt. Der global investierende Aktienfonds investiert branchenübergreifend in Unternehmen mit dem besten Klimamanagement.

Die Amundi Themenfondstochter CPR AM setzt ihr Engagement für ESG-Investments fort und hat zusammen mit der unabhängigen Non-Profit-Organisation CDP den global investierenden Aktienfonds CPR Invest – Climate Action lanciert. Die Fondsmanager Alexandre Blein und Arnaud du Plessis wollen mit dem neuen Produkt vor allem in Unternehmen investieren, die bei der strategischen Berücksichtigung des Klimarisikos führend sind und sich verpflichten, ihre Treibhausgasemissionen in Einklang mit dem 2-Grad-Erwärmungsziel zu bringen.

Partnerschaft mit CDP

Um die führenden Unternehmen zu identifizieren, ist CPR AM eine exklusive Partnerschaft mit der unabhängigen Investoreninitiative CDP eingegangen, die als einer der Vorreiter für die Veröffentlichung von Klimadaten von Unternehmen und Organisationen gilt. 2018 haben mehr als 7.000 Unternehmen die CDP-Fragebögen beantwortet, womit die Organisation über die weltweit umfassendste Primär-Datenbank von Unternehmen verfügt.

Transparenz der Klimaberichterstattung verbessern

CDP ist nach eigener Aussage zudem der einzige Anbieter von Daten, die im Einklang mit den Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosure (TCFD) stehen. Diese zielen darauf ab, die Transparenz der Klimaberichterstattung von Unternehmen zu verbessern sowie sich aus dem Klimawandel ergebende Chancen und Risiken zu analysieren und zu bewerten.

Drei Auswahlfilter

Grundsätzlich kommen für den Fonds die rund 2.800 Aktien des MSCI World All Countries Indexes infrage. Zur Bestimmung des Anlageuniversums legt das Fondsmanagement jedoch zunächst folgende drei Ausschlussfilter zugrunde:

  • CDP-Filter: Ausschluss von Unternehmen, die kein A- oder B-Rating[6] von CDP aufweisen. Infrage kommen zudem Unternehmen mit einem C-Rating, die sich wissenschaftsbasierte Klimaziele (Science Based Targets – kurz SBT) setzen.
  • Amundi-Filter: Ausschluss von Unternehmen, die im Amundi-ESG-Rating schlecht abschneiden und mit F oder G im Gesamt-ESG-Rating bewertet werden. Nicht investiert wird zudem in Unternehmen, die in den Subkategorien Umwelt und Unternehmensführung schlecht abschneiden.
  • Kontroverse Praktiken: Ausschluss von Unternehmen mit schwerwiegenden kontroversen Praktiken.
Portfolio aus 60 bis 90 Einzeltiteln

Nach Anwendung der drei Filter resultiert ein globales Anlageuniversum mit rund 700 Titeln aus allen Branchen, die in puncto Klimamanagement führend sind. Aus diesen Titeln wählt das Fondsmanagement gestützt auf seinen klassischen Managementansatz die aussichtsreichsten Aktien aus. Das finale Portfolio enthält etwa 60 bis 90 Titel, die sowohl hinsichtlich ihrer finanziellen Perspektiven als auch ihres Klimamanagements überzeugen. (mh)

 

Diese Rolle spielen ETFs für Vermittler

ETFs spielten für Vermittler lange Zeit kaum eine Rolle. Das hat sich mittlerweile aber geändert. Wie Vermittler die Zukunft von ETFs im Privatkundengeschäft einschätzen, hat nun die European Bank for Financial Services GmbH (ebase) in der aktuellen Vermittler-Fokus-Umfrage untersucht.

Eine Umfrage unter Vertriebspartnern der ebase zeigt positive Zukunftsaussichten von ETFs. 90% der Befragten gehen davon aus, dass solche passiven Investments zukünftig im Privatkundengeschäft an Bedeutung gewinnen. „Die Bedeutung von ETFs hat in den vergangenen Jahren schon deutlich zugenommen, offensichtlich ist das Ende der Fahnenstange hier aber noch lange nicht erreicht. Auch mit Blick auf die nächsten drei Jahre wird davon ausgegangen, dass ETFs im Privatkundengeschäft weiter an Relevanz zulegen“, kommentiert Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase, die aktuellen Zahlen.

ETFs werden auch für Vermittler ein Thema

Nur rund 5% der Vermittler gehen davon aus, dass ETFs an Relevanz einbüßen. Während ETFs in der Vergangenheit vor allem bei professionellen Anlegern sowie Selbstentscheidern sehr gefragt waren, zeigen die Ergebnisse der Umfrage, dass diese zunehmend breitere Akzeptanz finden. „ETFs haben in den letzten Jahren stark an Bekanntheit zulegen können und werden daher auch für Vermittler mehr und mehr ein Thema“, so Geyer.

ETF-Angebot soll weiter ausgebaut werden

Um die Partner und Kunden dauerhaft bestmöglich mit einem umfassenden Fondsangebot gemäß ihrer Wünsche bedienen zu können, setzt ebase daher auf einen deutlichen Ausbau des Angebotes an ETFs. So wurde zuletzt das Angebot kurzfristig um rund 200 auf 650 Produkte vergrößert. Mittelfristig sollen rund 1.300 ETFs über ebase handelbar sein. „Auch die Auswahlmöglichkeiten unter verschiedenen Anbietern wollen wir für unsere Kunden vergrößern. Daher werden wir die Zahl der bei ebase verfügbaren ETF-Anbieter mehr als verdoppeln. Zukünftig werden dabei auch ETFs von Amundi, Invesco, State Street, UBS und Vanguard sowie weiteren im Angebot sein“, ergänzt Geyer. (mh)

Lesen Sie auch: Das sind die 10 größten ETF-Anbieter in Deutschland

 

Unigestion startet neuen Private-Equity-Fonds

Der Vermögensverwalter Unigestion hat den Unigestion Direct II aufgelegt. Das neue Produkt ist ein Private-Equity-Direktfonds. Unigestion setzt dabei auf ein Netzwerk mit mehr als 500 Investmentpartnern und eine aktive Rolle in den betroffenen Unternehmen.

Unigestion hat mit dem den Unigestion Direct II einen neuen Private-Equity-Direktfonds im Produktangebot. Die Strategie des Fonds besteht darin, ein Portfolio von Direktinvestitionen in stabile kleine und mittlere Unternehmen in Sektoren aufzubauen, die von langfristigen Trends getragen werden.

Netzwerk aus über 500 Partnern

Unigestion Direct II soll Anlegern ein Engagement bei Unternehmen höchster Qualität in Branchen mit geringer Korrelation zum BIP-Wachstum, wie etwa Bildung und Gesundheitswesen, ermöglichen. Mit einem weltweit agierenden Team von 49 Private-Equity-Experten nutzt Unigestion Direktinvestitionsmöglichkeiten aus seinem Netzwerk mit mehr als 500 Investmentpartnern, darunter spezialisierte Fondsmanager, Geldgeber ohne eigene Fonds und andere Branchenexperten, wie auch bei den Inhabern direkt.

Aktive Rolle in den Unternehmen

Unigestion spielt eine aktive Rolle bei der Due Diligence und könne daher in den meisten Fällen die Transaktionsbedingungen besonders günstig gestalten. Darüber hinaus will das Unternehmen die Governance beeinflussen, bei der Strategie beraten und die Wertschöpfung mit vorantreiben, indem es in den meisten Portfoliounternehmen auch im Aufsichtsrat vertreten ist und Anlegern so eine Absicherung gegen mögliche Verlustrisiken bietet. (mh)

 

So schlagen sich aktive Fonds in der Realität

Die Mehrzahl der aktiv gemanagten Fonds schlägt den Markt nicht. Ob dieses häufig geäußerte Vorurteil in der Realität tatsächlich zutrifft, haben die Experten von S&P Dow Jones Indices nun für verschiedene Fondsklassen analysiert.

87% der globalen Aktienfonds haben es in den letzten zwölf Monaten nicht geschafft, den S&P Global 1200 Index zu schlagen. Über einen fünf- und zehnjährigen Zeitraum beträgt der Anteil sogar 96 bzw. 98%. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse von S&P Dow Jones Indices. Ähnlich ernüchternd fällt die Performance der Fonds für US-Aktien aus. 83% der aktiv verwalteten und auf Euro lautenden US-Aktienfonds blieben über den einjährigen Zeitraum hinter dem S&P 500 zurück. Über fünf und zehn Jahre beträgt der Wert sogar 96 bzw. 98%. Schwellenländerfonds weisen über diese Zeiträume mit 97 bzw. 98% ähnliche Werte auf.

Auch Europa-Aktienfonds enttäuschen

Damit bestätigt die Analyse eindeutig die These, dass der Großteil der aktiven Fondsmanager es nicht schafft, den Markt zu schlagen. Dieses Argument wird regelmäßig von den Vertretern der passiven Investmentindustrie vorgetragen. Auch auf europäische Aktienfonds trifft es laut der Analyse zu. 86% der aktiv verwalteten und auf Euro lautenden paneuropäischen Aktienfonds blieben demnach hinter dem S&P Europe 350 zurück.

So schlagen sich deutsche Aktienfonds

Bei deutschen Aktien sieht es etwas besser aus. Allerdings sind auch 74% der aktiv verwalteten deutschen Aktienfonds auf Jahressicht hinter dem S&P Germany BMI zurückgeblieben. Über einen fünf- und zehnjährigen Zeithorizont erzielten 82% der aktiven Fonds eine Underperformance. Aktive Fonds, die in deutsche Aktien investierten, erzielten im Durchschnitt eine vermögensgewichtete Rendite, die 3,9% (über ein Jahr) bzw. annualisiert 0,1% (über zehn Jahre) unter dem S&P Germany BMI lag. Die durchschnittliche vermögensgewichtete Rendite gibt die Wertentwicklung eines durchschnittlichen Anlegers an und mildert den Einfluss kleinerer Fonds. (mh)

 

ebase baut ETF-Angebot aus und stellt auf Marktpreismodell um

Die European Bank for Financial Services GmbH (ebase®) plant, ihre Angebotspalette kurzfristig auf knapp 650 ETFs zu vergrößern. Mittelfristig sei das Ziel, rund 1.300 ETFs über ebase handeln zu können, sagt der Sprecher der ebase-Geschäftsführung, Rudolf Geyer.

ebase hat im April einen weiteren Ausbau des bereits aktuell mehr als 450 Fonds umfassenden ETF-Angebots eingeleitet, um das für die Kunden zur Verfügung stehende Anlageuniversum weiter zu ergänzen. „Wir planen, das Angebot kurzfristig auf knapp 650 ETFs zu vergrößern, mittelfristig ist es das Ziel, rund 1.300 ETFs über ebase handeln zu können“, präzisiert Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase. Neben der größeren Produktvielfalt soll auch die Zahl der ETF-Anbieter mehr als verdoppelt werden. So werden zusätzlich zu den bisher fünf ETF-Anbietern zukünftig auch ETFs weiterer Kapitalverwaltungsgesellschaften, wie beispielsweise Amundi, Invesco, State Street, UBS und Vanguard, bei ebase handelbar sein. Für das gesamte ETF-Universum stehen die Möglichkeiten für Einmalanlagen und Spar- sowie Entnahmepläne zur Verfügung. Im Bereich Firmenkunden können ETFs weiterhin sowohl in der bAV mit Fondsrückdeckung als auch in der Anlage von Betriebsvermögen eingesetzt werden.

Im Zuge der Angebotserweiterung wurde im April auch auf ein Marktpreismodell umgestellt, wodurch sich der Handel und die Abwicklung sowie auch die Kostenstrukturen für die Kunden verändern. Anders als in der Vergangenheit werden die ETFs nicht mehr direkt über die Kapitalverwaltungsgesellschaften zum Net Asset Value (NAV) des Fonds gehandelt, sondern über die Kursstellung eines Marketmakers im außerbörslichen Handel. Dabei fällt, wie vom Handel mit Aktien an der Börse bekannt, nun ein Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs an. Die bisher bei ETF-Käufen und -Verkäufen fälligen Additional Trading Costs (ATC) entfallen. Das Angebot richtet sich dabei weiterhin an Anleger und nicht an Day Trader, da die Orders auch zukünftig nur einmal täglich ausgeführt werden. (ad)

 

Dividendenrekord im Dax

Die 30 größten deutschen Börsenunternehmen sind in Dividendenlaune. Die Dax-Konzerne haben für das Jahr 2018 so viel wie nie zuvor an ihre Aktionäre ausgeschüttet. Das zeigt eine Auswertung des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY. Größter Dividendenzahler ist die Allianz.

Obwohl einige Schwergewichte des Dax mit fundamentalen Problemen kämpfen, haben die 30 wichtigsten deutschen Börsenunternehmen für das vergangene Geschäftsjahr so viel Dividende ausgeschüttet wie nie zuvor. Laut EY ist Dividendensumme der Dax-Konzerne für das vergangene Jahr um 2,9% auf den Rekordwert von 36,5 Mrd. Euro gestiegen.

Sinkende Unternehmensgewinne

Die Gewinne konnten mit dieser Entwicklung allerdings nicht Schritt halten. Nach Berechnungen des Beratungs- und Prüfungsunternehmens ist Gewinn nach Steuern im Schnitt um 10% gesunken. Insgesamt kamen die 30 Dax-Konzerne auf einen Überschuss von 84,5 Mrd. Euro. Die Ausschüttungsquote ist dementsprechend im Jahresvergleich gestiegen. Der Anteil der Dividendenzahlungen am gesamten Gewinn liegt laut EY mit 43,2% aber weiterhin auf einem soliden Niveau.

Dividendenprimus Allianz

Nur drei Unternehmen (BMW, Daimler, RWE) haben ihre Auszahlungen gekürzt. Dagegen zahlen 21 Dax-Konzerne ihren Anteilseignern für 2018 mehr Geld aus als für das Vorjahr. Weitere vier Unternehmen haben die Dividende immerhin konstant gehalten. Der Gaskonzern Linde sowie der Zahlungsdienstleister Wirecard haben noch keine Angaben getätigt. Größter Dividendenzahler ist die Allianz. Der Versicherer schüttet insgesamt 3,8 Mrd. Euro aus. Das ist ein Plus von 9% im Vergleich zum Jahr zuvor. (mh)

 

MFS startet globalen Aktienfonds

MFS Investment Management hat einen neuen Fonds aufgelegt. Der MFS Meridian® Funds – Global Intrinsic Value Fund investiert weltweit in Aktien und soll Anlegern langfristig Stabilität bieten sowie das Abwärtsrisiko mindern.

MFS hat den MFS Meridian® Funds – Global Intrinsic Value Fund neu in der Produktpalette. Der Aktienfonds wird von den Portfoliomanagern Benjamin Stone und Pablo de la Mata gemeinsam verwaltet. Das Duo hat langjährige Erfahrung beim Management weltweiter und europäischer Aktienportfolios – unter anderem dem MFS Meridian® Funds – European Value Fund.

Fundamentaler Ansatz

Bei Aktieninvestments nach dem intrinsischen Wert geht es für das Portfoliomanagementteam darum, den Gesamtkontext zu verstehen, in dem die Cashflows eines Unternehmens erwirtschaftet werden, und anhand dieser Erkenntnisse zu einer langfristigen, verlässlichen und belastbaren Einschätzung des Unternehmenswertes zu kommen. Auf dieser Basis suchen die Fondsmanager nach unterbewerteten Unternehmen.

Abwärtsrisiken besonders im Fokus

Der Fonds investiert in Aktien von Unternehmen jeder Größe, die ihren Sitz in Industrieländern haben, und behält sich vor, auch in Unternehmen aus Schwellenländern zu investieren. Er strebt an, über einen gesamten Marktzyklus hinweg attraktive, risikobereinigte Renditen zu generieren, wobei potenziellen Abwärtsrisiken besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. (mh)

 

Was treibt Anleger in den Grauen Kapitalmarkt?

Eine aktuelle Umfrage der Verbraucherzentrale Hessen hat sich mit den Motiven für Investitionen am Grauen Kapitalmarkt beschäftigt. Demnach suchen Sparer vor allem nach drei zum Grauen Kapitalmarkt konträren Eigenschaften. Zudem zeigt die Umfrage, dass die Person des Beraters in aller Regel eine maßgebliche Rolle bei der Investitionsentscheidung spielt.

Was wollen deutsche Sparer bei einer Geldanlage zur Altersvorsorge? Das wollte das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Hessen in einer repräsentativen Umfrage wissen. Für 93% der Deutschen ist es demnach wichtig, dass ihr Geld nicht komplett verloren gehen kann. 72% wünschen sich kein hohes Risiko. Jeder zweite Befragte will, dass bei der Geldanlage für die Altersvorsorge ethische und ökologische Aspekte berücksichtigt werden. Vier von zehn Sparern finden es zudem wichtig, dass sie für ihre Investitionen einen „greifbaren Gegenwert“ sehen. Das können zum Beispiel Immobilien oder auch Container sein.

Häufig Angebote des Grauen Kapitalmarkts

„Die Umfrageergebnisse zeichnen ein ambivalentes Bild: Die Befragten legen großen Wert auf Sicherheit. Aber Anlagen in Sachwerte und ethisch-ökologische Projekte zählen häufig zum Grauen Kapitalmarkt. Hier bestehen fast immer erhebliche Risiken – bis hin zum Totalverlust“, kommentiert Wolf Brandes, Teamleiter Marktwächter Finanzen mit dem Schwerpunkt Grauer Kapitalmarkt bei der Verbraucherzentrale Hessen.

Größere Beträge werden meist wieder investiert

Auch zum bisherigen Verhalten haben die Marktwächter die Verbraucher befragt. Vier von zehn Befragten geben an, schon einmal einen größeren Betrag erhalten zu haben – zum Beispiel durch Schenkung oder Auflösung von Verträgen. Davon investierten 82% das erhaltene Geld ganz oder zumindest teilweise, 14% davon in Produkte des Grauen Kapitalmarktes. An erster Stelle standen Investments in geschlossene Fonds, gefolgt von Gold oder Edelsteinen und Beteiligungen, Direktinvestments oder Crowdinvesting.

Vermittler oder Berater das A und O

Eine maßgebliche Rolle bei der Investitionsentscheidung spielt die Person, die die Geldanlage vermittelt. Für 93% der Befragten ist großes Zutrauen in die Fachkompetenz des Vermittlers oder Beraters ein wichtiges Kriterium. Fast ähnlich viele Verbraucher (92%) geben an, dass für sie das Vertrauen in den Menschen ein wichtiger Aspekt ist. „Das bestätigt Erkenntnisse, die wir aus vorhergehenden Untersuchungen zu Anlageentscheidungen gewonnen haben. Die Beziehung zum Vermittler oder Berater ist das A und O“, meint Brandes. Generell fühlt sich eine Mehrheit von 61% aller Befragten in der Lage, richtige Finanzentscheidungen zu treffen. 52% geben an, dass sie Anlageentscheidungen grundsätzlich allein treffen. 40% wünschen sich bei Finanzentscheidungen aber mehr Unterstützung vom Staat oder vom Verbraucherschutz. (mh)