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„Anleger von Wohnimmobilien werden die Gewinner der Krise sein“
14. Oktober 2020

„Anleger von Wohnimmobilien werden die Gewinner der Krise sein“

Zu Beginn der Corona-Pandemie wurden auch für Wohnimmobilien düstere Bilder gemalt. Die Befürchtungen bewahrheiteten sich allerdings nicht. Die Pandemie belastet den deutschen Wohnimmobilienmarkt bisher kaum. Er zeigt sich stattdessen in der Krise recht robust. Warum das so ist, erklärt Daniel Preis, Vorstand der Domicil Real Estate AG.

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Zu Beginn der Corona-Pandemie wurden auch für Wohnimmobilien düstere Bilder gemalt. Die Befürchtungen bewahrheiteten sich allerdings nicht. Die Pandemie belastet den deutschen Wohnimmobilienmarkt bisher kaum. Er zeigt sich stattdessen in der Krise recht robust. Warum das so ist, erklärt Daniel Preis, Vorstand der Domicil Real Estate AG.


„Anleger von Wohnimmobilien werden die Gewinner der Krise sein“
Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung für den Wohnungsmarkt?

Das Resultat ist, dass wir seit 2006 sinkende Leerstandsquoten für Wohnraum in Deutschland sehen. Ab einer Quote von 3,0% spricht man von Vollauslastung. In Deutschland würde damit seit fünf Jahren eine Vollver­mietung herrschen, denn aktuell liegt die Leerstandsquote bei 2,8%. Doch der Schein trügt. Während in ländlichen Gebieten oft Wohnungen leer stehen, besonders im Osten der Republik, ist in Großstädten und Ballungszentren aus den schon genannten Gründen der Wohnungsmarkt komplett leer gefegt.

Diese immense Nachfrage hat dazu geführt, dass der deutsche Wohnimmobilienmarkt eine zehnjährige anhaltende Boomphase verzeichnet. Herr Preis, lohnt es sich dann überhaupt noch, in den deutschen Immobilienmarkt zu investieren?

Die Antwort ist ein klares Ja. Trotz der immensen Preissteigerung der vergangenen Jahre hinken deutsche Top-Städte den anderen europäischen Regionen und Metropollagen wie etwa Paris oder London noch hinterher. Damit dürfte die Nachfrage nach deutschen Eigentumswohnungen weiterhin anhalten. Auf der Suche nach einer auskömmlichen Rendite werden gerade ausländische institutionelle Investoren den deutschen Immobilienmarkt weiter im Fokus haben. Aber auch einheimische Kapitalanleger werden sich zunehmend mit dem Thema Immobilieninvestment beschäftigen müssen. Da es schon lange keine Guthabenzinsen über der Inflationsrate für die so beliebten Spar­bücher gibt, ist die Kombination aus vorhandenem Eigen- und Fremdkapital über günstige Kredite eine attraktive Möglichkeit, um in den Immobilienbereich zu investieren.

Was sollten gerade Neueinsteiger beachten, die in Immobilien inves­tieren möchten?

Sie sollten sich nicht übernehmen. Die gewählte Immobilie sollte zum persönlichen Portemonnaie passen und eine etwaige Kreditrate auch bei kurzfristigen Mietausfällen zahlbar sein. Zudem sollten Anfänger die Finger von Ferienimmobilien, Gewerbeimmobilien oder Luxusappartements lassen – diese Immobiliengattungen sind nichts für Anfänger. Neueinsteiger sollten gezielt Objekte in guten Lagen in deutschen Großstädten im mittleren Preis- und Wohnungs­größensegment suchen, da diese konjunkturunabhängig sind. Auch in Zeiten von Kurzarbeit muss dort gewohnt werden. Gerade im anhaltenden Niedrigzinsumfeld bleiben Immobilien neben den viel volatileren Aktien eine der letzten Anlagealternativen, um Renditen oberhalb des risikolosen Zinses zu erwirtschaften.


Daniel Preis Daniel Preis


Kommentare

von Jan Lanc am 14.10.2020 um 21:29 Uhr
Bei welcher Krise trifft das nicht zu? Mit Immobilien liegt man meist richtig . Besonders Langfristig...

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