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„Beim Datenschutz fehlt es grundsätzlich an Aufklärung“
02. August 2013

„Beim Datenschutz fehlt es grundsätzlich an Aufklärung“

Bernd Kaspar, ehemaliger Polizist und einer der drei Geschäftsführer von IONk Wirtschaftsanalysen, hat seine Leidenschaft für die oberbayerische Region genutzt. Er unterstützt regionale Firmen mit Versicherungsanalysen, Bonitätsprüfungen und Seminaren zum Forderungsmanagement. Besonders kleine und mittelständische Handwerksbetriebe begrüßen das vielseitige Firmenkonzept.

Bernd Kaspar, ehemaliger Polizist und einer der drei Geschäftsführer von IONk Wirtschaftsanalysen, hat seine Leidenschaft für die oberbayerische Region genutzt. Er unterstützt regionale Firmen mit Versicherungsanalysen, Bonitätsprüfungen und Seminaren zum Forderungsmanagement. Besonders kleine und mittelständische Handwerksbetriebe begrüßen das vielseitige Firmenkonzept.

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AssCompact: Sie unterstützen Ihre Kunden im Bereich des Risikomanagements und bieten in diesem Bereich Profiworkshops an. Um welche Inhalte dreht es sich hier?

Bernd Kaspar: Wir bieten Training für die verschiedenen Bonitätsbereiche an. Zum Beispiel geht es darum, ob und wie man Aufträge zur Dienstleistung oder Warenlieferung bewertet und welche Maßnahme ab einer bestimmten Größe erforderlich ist, damit das Geschäft erfolgreich abgewickelt werden kann. Hier muss ein Unternehmen abschätzen, welcher Forderungsausfall existenziell bedrohlich wäre. Das kann man eigentlich nicht trainieren, sondern das muss man wirklich absichern. Hier sollten die Unternehmen einen Prozess aufbauen und diesen steuern. Ein weiteres Thema ist der Datenschutz. Dieser hat in den letzten Jahren an Brisanz gewonnen, aber es wissen nur wenige genau, was man wie schützen muss und wie das funktioniert. Wenn alle zehn Mitarbeiter zum Beispiel das gleiche Kennwort haben oder das eigene Passwort klebt auf einem Zettel oben am Bildschirm, dann hat das in meinen Augen nichts mit Datenschutz zu tun. Bei diesem Thema fehlt es grundsätzlich an Aufklärung. Trotz der Kosten für eine Schulung darf man es nicht vernachlässigen, denn das Thema ist existenziell bedeutsam für ein Unternehmen. Weiterhin kümmern wir uns um betriebswirtschaftliche Prozesse. Das fängt bei den einfachsten Dingen, wie zum Beispiel dem korrekten Schreiben einer Rechnung, an. In vielen Handwerksbetrieben kursiert obendrein noch immer die Annahme, dass man sieben oder zwölfmal mahnen muss, gesetzlich vorgeschrieben ist das aber nicht. Hier sorgen wir für Aufklärung und helfen weiter. Außerdem bieten wir Unterstützung bei Bonitätsprüfungen, Personal- und Lohnkosten oder bei staatlichen Fördermitteln.

AC: Sie investieren mit Ihren Seminaren auch in das Thema Weiterbildung. Welche Meinung vertreten Sie dazu insgesamt?

BK: Beim Thema Weiterbildung stehen wir meist vor einem praktischen Problem. Es gibt viele Leute, die sich sehr gerne fortbilden, von der Praxis dann aber keine Ahnung haben. Wenn man Weiterbildungen nur theoretisch macht, um sich Urkunden aufzuhängen, dann ist das der falsche Weg. Man muss sich mit dem beschäftigen, was man täglich tut, dann wird man auch in seinem Tagewerk fantastisch gut, liest eine Menge und bildet sich so automatisch weiter. Am Ende sieht man darin dann auch den Sinn und den Erfolg. Weiterbildungen funktionieren ja heutzutage weniger über Seminare, Schulungen oder Studiengänge als über Onlineschulungen. Es gibt bis jetzt auch keinen nachhaltigen Beweis dafür, dass derjenige, der an einer Maßnahme teilgenommen hat, die Inhalte verstanden hat. Aus- und Weiterbildungen machen insgesamt nur Sinn, wenn man in den einzelnen Bereichen aktiv weiterarbeitet, dann behält es derjenige auch und will mehr erreichen.

AC: Sehen Sie die Brancheninitiative „gut beraten“ als Modell mit Zukunft?

BK: Dieser Ansatz geht 100%-ig in die richtige Richtung, muss aber meiner Meinung insgesamt noch mehr ausgeklügelt werden. Wenn ein Makler diese ganzen Grundsätze dort erfüllen will, bleibt ihm keine Zeit mehr zum Arbeiten und Geld verdienen. Der Weg ist sicherlich richtig, aber man müsste sich hier noch einmal mit ein paar Erfahrenen zusammensetzen und sich überlegen, wie man den theoretischen Ansatz in die Praxis umsetzt. Das Problem sehe ich darin, dass die Motivation vorbeigeht, sobald man die 200 Punkte nicht erreicht und in den ersten ein, zwei oder drei Jahren bei 15 Punkten steht. Dann läuft man Gefahr zu resignieren und gar nichts mehr zu machen.

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