„Die deutsche Wirtschaftspolitik muss sich schleunigst ändern“ | AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft
AssCompact - Facebook AssCompact - LinkedIN AssCompact - Twitter AssCompact - Xing AssCompact - Youtube

„Die deutsche Wirtschaftspolitik muss sich schleunigst ändern“
31. August 2019

„Die deutsche Wirtschaftspolitik muss sich schleunigst ändern“

Michael Heise wurde in der Vergangenheit bereits drei Mal als Prognostiker der Jahres ausgezeichnet. Der Chefvolkswirt der Allianz sieht im Interview mit AssCompact dunkle Wolken auf Deutschland zuziehen und dringenden Handlungsbedarf für die deutsche Wirtschaftspolitik. Anlegern rät er dennoch dringend dazu, ihr Geld mehr für sich arbeiten zu lassen.

4 / 4


Michael Heise wurde in der Vergangenheit bereits drei Mal als Prognostiker der Jahres ausgezeichnet. Der Chefvolkswirt der Allianz sieht im Interview mit AssCompact dunkle Wolken auf Deutschland zuziehen und dringenden Handlungsbedarf für die deutsche Wirtschaftspolitik. Anlegern rät er dennoch dringend dazu, ihr Geld mehr für sich arbeiten zu lassen.

„Die deutsche Wirtschaftspolitik muss sich schleunigst ändern“
Was bedeuten die Rahmenbedingungen für die Kapitalanlage und die private Altersvorsorge der Deutschen?

Angesichts der zunehmenden Risiken ist es zunächst einmal erfreulich, dass der Anteil der Versicherungen und Pensionen im Geldvermögen der Deutschen sehr stabil ist. Der Rückgang der Renditen hat keineswegs dazu geführt, dass die Menschen in großem Stil aus kapitalgedeckten und langfristigen Vorsorgeprodukten ausgestiegen sind, wie es manche an die Wand gemalt hatten. Die Sicherheit, die Versicherungen und Rentenprodukte bieten, werden von den Deutschen sehr geschätzt. Sie schützen sie vor den Volatilitäten an den Kapitalmärkten, die eher noch größer werden dürften. Die Renditen sind nicht mehr so hoch wie vor der großen Finanzkrise, aber sie sind stabil.

Trotzdem stecken die Deutschen immer noch den größten Teil ihrer Ersparnisse Jahr für Jahr in Bankeinlagen. Sie machen 39% des gesamten Geldvermögens aus. Die Bevor­zugung von Bankeinlagen kostet die Sparer enorm an Rendite. Im Vergleich mit anderen Ländern liegt Deutschland bei der Vermögensrendite ganz weit hinten. Die Deutschen arbeiten für ihr Geld, anstatt ihr Geld für sich arbeiten zu lassen, um es auf eine kurze Formel zu bringen. Sie verzichten auf viel Konsum, und trotzdem ist das Vermögenswachstum unterdurchschnittlich. Anleger sollten mehr Mut haben. Sie sollten Wertpapiersparen langfristig betrachten und in der Konsequenz ihre Aktienquoten sowie den Anteil der Versicherungs- und Pensionslösungen erhöhen. (mh)

Das Interview lesen Sie auch in AssCompact 08/2019, Seite 62f und in unserem ePaper.

Bild: © Eisenhans – stock.adobe.com


Michael Heise Michael Heise



Ähnliche News

Allianz Global Investors hat eine neue Studie zu Dividendenzahlungen in Europa veröffentlicht. Demnach dürften europäische Unternehmen 2020 für ein neues Rekordjahr sorgen. Insgesamt erwartet die Gesellschaft in Europa Dividendenzahlungen in Höhe von 359 Mrd. Euro. weiterlesen
Vor rund einem Monat hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz einen Durchbruch bei der europäischen Finanztransaktionssteuer geschafft. Seither sorgt das Vorhaben für reichlich Diskussionsstoff und Kritik. Nun hat ein Gutachten die Kosten der umstrittenen Börsensteuer analysiert und dabei auch aufgezeigt, welche Anleger und Anlageprodukte sie besonders hart treffen würde. weiterlesen
Die Online-Vermögensverwaltung Solidvest wagt den Gang in die analoge Welt und setzt ab sofort auch auf persönlichen Kontakt zu den Kunden. Solidvest-Experten stehen an den Standorten in Köln, Frankfurt und am Hauptsitz Pullach zu Fragen der Geldanlage zur Verfügung. weiterlesen


AssCompact Abonnement

Sie wollen das AssComapct Magazin und/oder den AssCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des AssCompact Magazins und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier

Empfohlener Artikel

Die Finanz- und Versicherungsbranche ist bei Nachwuchskräften alles andere als beliebt. Von 14 Branchen landet sie im aktuellen „Young Professionals Barometer“ von Trendence auf dem vorletzten Platz. Welche Versicherer in der Liste der Wunscharbeitgeber ganz vorne liegen, zeigt AssCompact in einer Bildergalerie.