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„Ein Industrieversicherungsmarkt – so hart wie nie“
25. September 2020

„Ein Industrieversicherungsmarkt – so hart wie nie“

Am Donnerstag veröffentlichte Marsh ein Update zu seinem Versicherungsmarktreport 2020. Darin zeigt sich das Maklerunternehmen überrascht, in welcher Geschwindigkeit und in welchem Ausmaß sich der Markt der Industrieversicherungen in diesem Herbst verhärtet. Das käme zur Unzeit, meint Marsh.


Am Donnerstag veröffentlichte Marsh ein Update zu seinem Versicherungsmarktreport 2020. Darin zeigt sich das Maklerunternehmen überrascht, in welcher Geschwindigkeit und in welchem Ausmaß sich der Markt der Industrieversicherungen in diesem Herbst verhärtet. Das käme zur Unzeit, meint Marsh.


„Ein Industrieversicherungsmarkt – so hart wie nie“

Dass sich was im Industrieversicherungsmarkt ändern muss, leuchtet Versicherungsmaklern und der versicherungsnehmenden Wirtschaft ein. Dennoch scheint sie das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Entwicklung zu überraschen. So schließt sich auch Versicherungsmakler Marsh der Aussage an, dass der Industrieversicherungsmarkt noch nie so hart war wie heute.

„Seitens der Versicherer gibt es eindeutigen Handlungsbedarf für Sanierungen, das ist unstrittig“, schreibt dazu Thomas Olaynig, Geschäftsführer Head of Placement & Specialties in einem herbstlichen Update des Marsh Versicherungsmarkreports 2020, „es reicht aber nicht aus, an allen Schrauben gleichzeitig zu drehen, ohne zu erklären, wie genau vorgegangen wird und warum.“ Die Kunden müssten verstehen können, warum gravierende Veränderungen genau jetzt umgesetzt werden sollen. Aufgrund der Corona-Pandemie stehen Firmen gerade vor großen Herausforderungen.

Dünne Personaldecke führt zu Ablehnungen

In der Sachversicherung verstärkt sich laut Marsh-Report der Trend zu höheren Prämien. Dabei rangierten die Preissteigerungen in Deutschland im europäischen Vergleich noch im unteren Mittelfeld. Besonderer Sanierungsdruck besteht dabei in den Branchen Chemie, Stahl, Gießerei, Recycling, Fleisch und Lebensmittel. Marsh beobachtet aber noch einen andere Entwicklung. Die Personaldecke bei den Versicherern werde dünner, die Anzahl der Anfragen würden aber steigen. Immer häufiger würden deshalb Quotierungsabgaben wegen nicht vorhandener Personalkapazitäten abgelehnt. Auch bei der Haftpflichtversicherung seien zudem Preiseerhöhungen zu erwarten, die Bewertung der Risiken laufe hier aber sehr individuell ab und entsprechend unterschiedlich seien die Angebote.

Ein Sorgenkind bleibt weiterhin die D&O-Versicherung. Der D&O-Markt erlebt derzeit seine härteste Phase seit vielen Jahren – sowohl in Bezug auf die Kapazitäts- als auch auf die Prämienseite, so Marsh. Eine Lösung scheint sich hier nicht abzuzeichnen. Auch in den Segmenten Warentransportversicherung und Technische Versicherung verhärtet sich der Markt.

Cybermarkt bleibt trotz Verhärtungen leistungsfähig

Mit Blick auf die Cyberversicherung stellt Marsh fest, dass Kapazitäten weiter sinken und Prämien steigen würden, was zu stärker zergliederten Cyber-Versicherungsprogrammen führe. Unternehmen müssten heute dezidierte und gut aufbereitete Risikoinformationen parat halten, um bestmögliche Renewal-Ergebnisse zu erzielen. Doch trotz höherem Aufwand und erwartbaren Verschlechterungen in den Deckungszusagen, schätzt Marsh den Markt weiter als leistungsfähig ein. (bh)

Bild: © gui yong nian – stock.adobe.com




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