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„Professionelle Vermittler sind für unseren Vertrieb unerlässlich“
05. April 2019

„Professionelle Vermittler sind für unseren Vertrieb unerlässlich“

Geschlossene Fonds haben es bei Anlegern und Vermittlern im Allgemeinen relativ schwer. Die RWB Group hat in diesem schwierigen Umfeld ihren Umsatz 2018 dennoch um fast ein Drittel erhöht. Die Gruppe setzt insbesondere auf Private Equity und auf professionelle Vermittler – erläutert Vorstand Norman Lemke im Gespräch mit AssCompact.

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Geschlossene Fonds haben es bei Anlegern und Vermittlern im Allgemeinen relativ schwer. Die RWB Group hat in diesem schwierigen Umfeld ihren Umsatz 2018 dennoch um fast ein Drittel erhöht. Die Gruppe setzt insbesondere auf Private Equity und auf professionelle Vermittler – erläutert Vorstand Norman Lemke im Gespräch mit AssCompact.

„Professionelle Vermittler sind für unseren Vertrieb unerlässlich“
Welche Produkte haben Sie aktuell in der Platzierung?

Aktuell können Anleger zwei Private-Equity-Dachfonds aus unserem Haus zeichnen – beide übrigens ab 2.500 Euro Einmalanlage, 50 Euro monatlich oder in Kombination. Bis Jahresende ist der RWB Direct Return II in der Platzierung. Hier verzichten wir auf die üblichen Emissionskosten. 100% des Kapitals werden unmittelbar eingesetzt. Ein Großteil der Gebühr ist erfolgsabhängig und wird erst dann erhoben, wenn die Anleger bereits mehr als ihr gezeichnetes Kapital ausgezahlt bekommen haben. Das ist sehr fair, wie ich finde, und sorgt für Interessengleichheit. Das gesammelte Kapital streuen wir über eine Vielzahl von Private-Equity-Fonds in deutlich mehr als einhundert etablierte Unternehmen verschiedener Branchen in Nordamerika und Westeuropa. Noch bis Ende 2020 können sich Anleger zudem an der siebten Generation unserer RWB-International-Serie beteiligen. Beim RWB International VII erreichen wir eine Streuung über mehrere Hundert Unternehmen. Neben Nordamerika und Westeuropa befinden sich auch Investitionen aus den etablierten asiatischen Anlageregionen wie Indien und China im Portfolio. Das Besondere an dieser Anlagelösung ist, dass wir die Rückflüsse aus Unternehmensverkäufen zunächst nochmals investieren. Das Geld arbeitet zwei Mal und wir erreichen im Sinne der Anleger eine Investitionsquote weit über 100%.

Bieten Sie Vermittlern und Ihren Kunden neben Dachfonds auch andere Anlagelösungen an?

Die Private-Equity-Dachfonds sind unser Kernprodukt. Wir haben aber den Bedarf nach einem zusätzlichen liquiden Anlageprodukt erkannt und gemeinsam mit der NFS Hamburger Vermögen eine ETF-Vermögensverwaltung aufgesetzt. Wir bieten dabei drei unterschiedliche Strategien an, die sich in der Höhe der Aktien-Allokation unterscheiden. Hinzu kommt eine echte Finanzinnovation: Gemeinsam mit dem Liechtensteiner Versicherer Quantum Leben haben wir 2016 die erste private Rentenversicherung auf den Markt gebracht, die in Private Equity und ebenfalls in ETFs investiert.

Sind 2019 neue Produkte geplant?

Wir sind mit unserem aktuellen Produktangebot gut aufgestellt. Allerdings möchten wir die nahtlose Verknüpfung zwischen Private Equity und der ETF-Vermögensverwaltung forcieren. Das heißt, Ausschüttungen aus unseren Private-Equity-Produkten sollen nicht auf dem Girokonto landen, sondern direkt in die ETF-Strategien fließen. Für viele Anleger bietet sich diese Kombination an und auch für unsere Partner lohnt sich das Konzept.

Die RWB Group ist seit Ihrer Gründung im Jahr 1999 auf Private Equity fokussiert. Die Anlageklasse hat nach wie vor auch große Kritiker. Was halten Sie diesen entgegen?

Es ist lange her, dass einzelne Marktteilnehmer nicht die Firmen verbessert, sondern lediglich die Kosten gedrückt haben. Die Branche hat sich hier stark gewandelt, auch der Anteil von Fremdkapital ist deutlich zurückgegangen. Heute geht es darum, die Portfoliounternehmen voranzubringen, wachsen zu lassen und damit sogar neue Stellen zu schaffen. Der Begriff der „Heuschrecke“ ist also längst überholt. Diese Meinung habe ich nicht exklusiv. PwC hat 2017 in einer Umfrage Familienunternehmer befragt, ob sie sich den Einstieg eines Private-Equity-Investors vorstellen können. Über 80% haben zugestimmt. Sechs Jahre zuvor waren es nur 18%. Viele Firmen wissen heute, dass ihr Know-how und ihre finanziellen Mittel nicht ausreichen, um Herausforderungen wie etwa die Digitalisierung zu meistern. Private-Equity-Manager sind daher zu gefragten Partnern geworden.




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