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27. Mai 2026
„Wer alle berät, versteht niemanden wirklich“

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„Wer alle berät, versteht niemanden wirklich“

„Wer alle berät, versteht niemanden wirklich“

Hat sich dein Geschäftsmodell somit verändert?

Ja, fundamental. Ich arbeite heute systemisch und gehe die Finanzplanung der Spieler genauso strukturiert und taktisch an, wie man es auch aus dem Fußball kennt.

Die meisten Profis haben bereits Lösungen – Versicherungen, Investments, Berater. Was fehlt, ist nicht mehr Auswahl, sondern die richtige Struktur.

Du brauchst eine Abwehr, das ist deine Absicherung. Du brauchst ein Mittelfeld, das ist deine Stabilität und Vorsorge. Und du brauchst den Angriff, das sind deine renditestarken Investments. Ich sehe mich als Trainer an der Seitenlinie, der Strategie und Taktik vorgibt. Als Instanz, die alles zusammenführt, priorisiert und in ein funktionierendes System bringt.

Wie läuft die Beratung konkret ab? Tauchen die Spieler selbst auf?

Ja, selbstverständlich. Oft beginnt alles mit einem ersten Austausch per Nachricht oder Telefon. Danach folgen Online-Termine und, je nach Standort, auch persönliche Gespräche. Und genau das ist ein entscheidender Punkt: Viele Profis sind es gewohnt, dass sich jemand um ihre Belange kümmert. In einigen Bereichen funktioniert das auch, jedoch im Vermögensaufbau nicht. Hier muss jeder Spieler seine Finanzen zur Chefsache machen.

Daher sehe ich immer wieder dasselbe Muster: Entscheidungen werden delegiert und die Verantwortung bleibt unklar. Die Spieler, die nachhaltig Vermögen aufbauen, sind die, die ihre finanzielle Struktur verstehen.

Welchen Bedarf haben Profisportler abseits vom Offensichtlichen wie Sportunfähigkeit oder Unfall?

Es geht darüber hinaus vor allem um steueroptimierten Vermögensaufbau, Vermögenserhalt über die Karriere hinaus und häufig auch um den Aufbau unternehmerischer Strukturen.

Das Ziel ist, sich langfristig unabhängiger von der eigenen Arbeitsleistung zu machen und Vermögen aufzubauen, das auch über Generationen bestehen kann. Viele verdienen zwar gut, aber nur wenige wissen, wie sie dieses Einkommen strategisch steuern.

Bringen deine Kunden viel Eigenwissen mit?

Ehrlich gesagt beschäftigen sich nur wenige wirklich intensiv mit dem Thema. Und selbst diejenigen, die sich informieren, sind Profis im Fußball und nicht im Finanzbereich. Das führt dazu, dass Entscheidungen getroffen werden, die auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen, aber keine klare strategische Richtung haben. Und genau an diesem Punkt wird aus Einkommen dann leider kein Vermögen.

Wie baut man als Profi langfristig vor?

Man muss verstehen, dass diese Karriere kein Dauerzustand ist, sondern ein begrenztes Zeitfenster und oft schneller endet, als man denkt. In dieser Phase wird entschieden, ob man später abhängig ist oder unabhängig.

Die größte Herausforderung im Profifußball ist nicht, Geld zu verdienen. Die größte Herausforderung ist, daraus ein System zu bauen, das auch ohne aktives Einkommen funktioniert, und genau daran scheitern eben viele.

Dein nächster Schritt?

Ich baue meine spezialisierte Performance-Beratungsagentur für Profifußballer und Profifußballerinnen, LMTLS® (LMTLS.de), konsequent weiter aus. Gleichzeitig werde ich die Zusammenarbeit mit Vereinen und Nachwuchsleistungszentren weiterentwickeln, um finanzielle Bildung und strukturelles Denken früh im Karriereverlauf zu verankern. Mit klarem Fokus, hoher Spezialisierung und einem sehr hohen Anspruch an Diskretion.

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