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5. November 2026
Akkus als Risiko: Worauf Makler bei Gewerbekunden achten müssen

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Lithium-Risiken: Worauf Makler bei Gewerbekunden achten müssen

Akkus als Risiko: Worauf Makler bei Gewerbekunden achten müssen

Die Risikobetrachtung von Lithium-Batterien

Der Grund für die Vorsicht der Versicherer liegt im besonderen Schadenverhalten von Lithium-Ionen-Akkus. Bei einem thermischen Durchgehen kann eine beschädigte Zelle so viel Energie freisetzen, dass benachbarte Zellen ebenfalls reagieren. Der Brand kann sich dadurch innerhalb der Batterie fortsetzen. Für Sachversicherer bedeutet das ein erhöhtes Kumul- und Totalschadenrisiko. Hinzu kommen Schäden aufgrund von Löschwasser, Rauchgasen und eine mitunter langwierige Nachlöschphase.

Auch der Industrie- und Mittelstands-Versicherungsmakler SÜDVERS verweist in seinem „Marktmonitor 2026/27“ auf die besonderen Anforderungen. Dr. Michael Buser, Leiter Risk Engineering der SÜDVERS erklärt, dass die hohe Energiedichte von Lithium-Ionen-Akkus eine gesonderte Sicherheitsbetrachtung erfordere. Bei der Lagerung seien insbesondere automatische Brandfrüherkennung und organisatorische Brandschutzmaßnahmen relevant. Größere Lagermengen verlangten weitergehende Schutzkonzepte. Für Ladestationen können bauliche Abtrennungen und – je nach Risiko – automatische ortsfeste Löschanlagen erforderlich sein.

Die Risikoaufnahme entscheidet

Für Versicherungsmakler bedeutet das: Eine klassische Betriebsbeschreibung reicht bei Lithium-Risiken häufig nicht mehr aus. Entscheidend ist der konkrete Umgang mit den Akkus. „Die meisten Anfragen scheitern nicht am Produkt, sondern an fehlenden Antworten zum Ablauf im Betrieb“, erklärt Mathiessen. Makler sollten deshalb unter anderem klären: Was geschieht mit Retouren? Wo werden zurückgesendete Akkus gelagert? Wie werden defekte oder beschädigte Batterien separiert und bis zur Entsorgung aufbewahrt? Gibt es ein Brandschutzkonzept – und wird es tatsächlich umgesetzt? Sind geforderte Löschanlagen vorhanden, abgenommen und gewartet?

Gerade diese Prozesskette sei in der Praxis häufig nicht ausreichend dokumentiert, weiß Mathiessen, der ein familiengeführtes Maklerhaus in Neumünster in zweiter Generation führt. Der Schwerpunkt des Maklers liegt auf Gewerbe- und Industriekunden, darunter Onlinehändler, Importeure, Eigenmarken sowie Entsorgungs- und Recyclingbetriebe. 

Auch die häufigsten Schadenursachen zeigen, wo bei der Risikoanalyse anzusetzen ist. SÜDVERS nennt unter anderem Temperaturverhalten und Bauform, elektrische Risiken wie Kurzschluss, Über- oder Tiefentladung sowie Schnellladung. Hinzu kommen Anwendungsfehler, mechanische Beschädigungen und eine falsche Entsorgung.