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17. Februar 2026
Altersvorsorge: Studie fordert höheres Mindestalter bei Auszahlplänen

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Altersvorsorge: Studie fordert höheres Mindestalter bei Auszahlplänen

Altersvorsorge: Studie fordert höheres Mindestalter bei Auszahlplänen

Mindestalter auf 95 anheben

Die Autoren begrüßen die Wahlfreiheit zwischen den beiden Auszahlformen „ausdrücklich“, heißt es in der Mitteilung zur Studie. „Das Experiment hat gezeigt, dass Menschen sich leichter überhaupt für eine freiwillige private Altersvorsorge entscheiden, wenn sie die freie Wahl zwischen verschiedenen Anlageformen haben“, so Beenken. Allerdings sei das Mindestalter von 85 Jahren laut den Autoren „deutlich“ zu niedrig angesetzt. Sie schlagen daher vor, das Mindestalter auf 95 Jahre anzuheben. „Dann werden auf Basis heutiger Prognosen voraussichtlich mindestens mehr als die Hälfte der Betroffenen bis zum Lebensende versorgt sein“, so Linnenbrink.

Kostendeckel für Standardprodukt laut Studienautoren zu niedrig

Die Wissenschaftler fordern auch, der Beratung einen höheren Stellenwert in der Altersvorsorge einzuräumen. Das setze auch voraus, dass die Ungleichbehandlung bei den Beratungsvorgaben für Finanzanlagen, die im execution-only-Format, also beratungsfrei, vertrieben werden dürfen, beseitigt werden.

Zudem sehen die Autoren den Kostendeckel von 1,5% für das vorgesehene Standardprodukt also zu niedrig an, zumindest solange das Produkt freiwillig abgeschlossen werden kann. „Erst im letzten Jahr hat der Europäische Rechnungshof öffentlich gerügt, dass der harsche Kostendeckel des ‚Paneuropäischen Privaten Pensionsprodukts‘ von sogar nur 1% dazu geführt hat, dass niemand dieses Produkt anbietet“, kommentiert Beenken. „Den Fehler sollten wir jetzt nicht wiederholen“. Der Bundesrat hatte sich erst kürzlich für eine Absenkung der Deckelung der Effektivkosten ausgesprochen. Die Bundesregierung hatte daraufhin zugestimmt, diesen Vorschlag zu prüfen. (js)

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