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Barmenia führt „Gewerbe 2.0“ ein
15. März 2019

Barmenia führt „Gewerbe 2.0“ ein

Die überarbeiteten Gewerbeprodukte der Barmenia „Gewerbe 2.0“ sollen kleinen bis mittelständischen Unternehmen mehr Sicherheit bringen. Neu im Angebot sind eine Betriebsschließungs- und eine Cyberversicherung. Ein Artikel von von Michael Albrecht, Hauptabteilungsleiter Maklervertrieb bei der Barmenia.


Die überarbeiteten Gewerbeprodukte der Barmenia „Gewerbe 2.0“ sollen kleinen bis mittelständischen Unternehmen mehr Sicherheit bringen. Neu im Angebot sind eine Betriebsschließungs- und eine Cyberversicherung. Ein Artikel von von Michael Albrecht, Hauptabteilungsleiter Maklervertrieb bei der Barmenia.

Barmenia führt „Gewerbe 2.0“ ein

Sie droht jedem Betriebsinhaber: die unsichtbare Gefahr. Was sich wie ein fiktiver Filmtitel anhört, kann für Betriebe eine reale Angst sein. Dort, wo Lebensmittel produziert, weiterverarbeitet, veredelt, verpackt und verteilt werden oder mit ihnen gehandelt wird, besteht das Risiko, dass – trotz Einhaltung der Hygienevorschriften – Keime und Krankheitserreger auftreten und verbreitet werden. Sind beispielsweise Lebensmittel mit Salmonellen verseucht oder wird bei einem Mitarbeiter eine nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) meldepflichtige Krankheit festgestellt, kann sich das auf den gesamten Betrieb auswirken. Wird mehreren Gästen in einem Restaurant des Versicherungsnehmers so übel, dass sie sich erbrechen müssen, kann eine Lebensmittelvergiftung die Ursache sein. Erkranken mehrere Bewohner eines Alten- und Seniorenheims an Brechdurchfall, könnte bei einem Bewohner der Norovirus festgestellt werden. In all diesen Fällen darf der Tagesbetrieb nicht fortgesetzt werden, bis die Ursache eindeutig geklärt ist und Maßnahmen zur Beseitigung der Viren und zur Prävention getroffen wurden. Deswegen ist die richtige Absicherung wichtig, vor allem wenn es um die Existenz geht. Die zuständigen Behörden können die Schließung des Betriebs bestimmen, die Desinfektion der Betriebsräume empfehlen und auch eine Vernichtung der Waren anordnen. Insofern ist die finanzielle Vorsorge entscheidend.

Neu bei der Barmenia: Betriebsschließungsversicherung

Die Barmenia hat ihre Gewerbeprodukte, die 2015 eingeführt wurden, angepasst und erweitert. Unter dem Namen „Gewerbe 2.0“ bietet die Versicherungsgruppe nun auch die Betriebsschließungsversicherung an. Für jeden Tag der angeordneten Schließung wird die vereinbarte Tagesentschädigung gezahlt, für maximal 30 Tage. Erstattet werden – bis zum Sechsfachen der Tagesentschädigung – unter anderem auch die Desinfektion der Räumlichkeiten oder Vorräte sowie die PR-Maßnahmen zur Krisenkommunikation, um die Reputation wiederherzustellen. Ebenfalls mitversichert ist eine Versicherungssumme von 10.000 Euro für die mögliche Vernichtung von Waren und Vorräten. Diese Summe kann bei Bedarf auf bis zu 100.000 Euro erhöht werden. Angesprochen sind jegliche kleine und mittelständische Unternehmen. Besonders interessant dürfte diese Absicherung für Betriebe sein, die täglich mit Nahrungsmitteln umgehen, wie Restaurants, Eisdielen, Cafés, Supermärkte, Imbissbuden, Bäckereien oder Konditoreien.

Antwort auf neuartige Risiken: Cyberversicherung

Eine weitere, weniger unsichtbare, aber dafür unberechenbare Gefahr bringt das World Wide Web mit sich. In der heutigen Zeit wird dem Datenschutz eine immer größere Bedeutung beigemessen, was nicht zuletzt an zahlreichen Hackerangriffen liegt, die öffentlich werden und Politik und Wirtschaft treffen. Eine beliebte Masche: Nachdem Hacker in ein Computersystem eindringen, verschlüsseln sie Daten und fordern eine Lösegeldzahlung. Ein besonders lukratives Ziel sind Patientenakten von Ärzten, die weiterverkauft werden. Da es sich bei Patientendaten und Rezepten um hochsensible Daten handelt, benötigen zum Beispiel Krankengymnasten, Psychologen, Psychotherapeuten und viele mehr einen umfassenden Schutz. Aber auch jedes andere Gewerbe kann betroffen sein: Ein Doppelklick auf als Mailanhang getarnte Malware kann ein ganzes Unternehmen lahmlegen. Im Haftpflicht- und Gewerbe-Sach-Bereich können Cyberrisiken jeweils technisch und finanziell abgesichert werden.

Leistungsbausteine Cyberversicherung

Die Cyberversicherung der Barmenia beinhaltet folgende Leistungsbausteine:

  • Service und Kosten
  • Haftpflicht-Schutz
  • Wiederherstellung von Daten
  • Betriebsunterbrechung und Ertragsausfall sowie
  • Cyber-Straf-Rechtsschutz und Beratungsrechtsschutz

Bestandteil des Vertrags ist auch eine Hotline, die neben einer ersten Orientierung auch eine Einschätzung des Schadens und Ad-hoc-Maßnahmen bietet.

Erweiterung des Versicherungsschutzes

Im Gewerbebereich hat die Barmenia einige weitere Neuerungen: In Verträgen können nun auch mehrere Betriebsarten hinterlegt werden, sodass die Berechnung von „Mischbetrieben“ simpler ist. Zuvor mussten die Beiträge für die einzelnen zum Beispiel Handwerke separat gerechnet werden, wobei letztendlich das höchste Risiko für die Beitragsberechnung maßgeblich war. In der vor vier Jahren eingeführten Elektronik- und Werkverkehrsversicherung endet die mögliche Versicherungssumme nun nicht mehr bei 30.000 Euro, sondern bei 100.000 Euro. Einen größeren Spielraum gibt es auch bei der Gewerbe-Betriebshaftpflicht durch die Einführung einer pauschalen und wählbaren Versicherungssumme für Personen-, Sach- und Vermögensschäden in Höhe von 5 Mio. Euro – neben den bestehenden 3 und 10 Mio. Euro. Neu ist zudem eine Dienst- und Amtshaftpflichtversicherung für Beschäftigte im öffentlichen Dienst sowie eine runderneuerte Veranstalter- und Vereinshaftpflichtversicherung.

Schneller Vertragsabschluss

Bei der Beantragung des Versicherungsschutzes setzt die Barmenia auf die bewährten technischen Lösungen. Mit risikogerechten und gezielteren Fragen wurde die abschließende Policierung am „Point of Sale“ technisch weiterentwickelt. Der Antragsteller erhält in vielen Fällen innerhalb weniger Sekunden die Police per Mail. Der gesamte Policierungsprozess ist für beide Seiten unkompliziert, zügig und auch unter ökologischen Gesichtspunkten aufgrund der papierlosen Bearbeitung besonders nachhaltig. Außerdem wurden die Produkte und Antragsprozesse optimiert, um der immer stärker werdenden Welt der Vergleichsportale Rechnung zu tragen. Für die Fälle, bei denen ein direkter Online-Abschluss nicht möglich ist – beispielsweise bei bestimmten Haftpflichtrisiken oder bei hohen Versicherungssummen – gibt es ebenfalls eine technische Lösung. In diesen Fällen greifen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gewerbeteams direkt auf den Online-Antrag zu, klären die offenen Fragen mit dem Vertriebspartner und geben den Antrag im Anschluss zur Policierung frei. Mehr Informationen sind unter maklerservice.barmenia24.de einsehbar.

  • Den Artikel sowie weitere Artikel zum Thema finden sich in unserem E-Paper zur Sonderedition „Gewerbeversicherung“, das im Rahmen des AssCompact Gewerbe-Symposiums entstanden ist. Eine Zusammenfassung der Veranstaltung lesen Sie hier.



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