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10. März 2026
Budgettarife, Anbieterwechsel: So gelingt Maklern die bKV-Beratung

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Budgettarife, Anbieterwechsel: So gelingt Maklern die bKV-Beratung

Budgettarife, Anbieterwechsel: So gelingt Maklern die bKV-Beratung

Anbieterwechsel: Für Makler und Kunden eine Herausforderung

In der Studie wurden die Versicherungsmakler auch gefragt, ob sie bereits einen Anbieterwechsel in der bKV begleitet haben. Ein Viertel bejahte dies. Als Hauptgründe nennen sie hohe Beitragsanpassungen oder neue Produkte mit erweiterten Leistungen von Wettbewerbern.

Ein Anbieterwechsel in der bKV ist deutlich komplexer als in anderen Sparten. „Eine transparente Kommunikation ist hier zwingend erforderlich,“ erklärt Marquardt. Ein Wechsel kann Konfliktpotenzial sowohl beim Arbeitgeber als auch bei Arbeitnehmern bergen. Dieser ist sicher nicht erfreut, wenn für das kommende Jahr eine Behandlung fest geplant war und diese durch den Wechsel nun nicht mehr oder nur mit neuem Aufwand möglich ist. „Arbeitsrechtliche Aspekte spielen zudem eine zentrale Rolle, insbesondere die Versorgungsordnung muss sauber geprüft und angepasst werden“, betont Marquardt. Ein stark zunehmendes Wechselgeschäft beobachtet er zwar flächendeckend nicht, wenn gewechselt wird, dann aber eben aus großer Unzufriedenheit heraus.

Anlass hierfür sind häufig Beitragsanpassungen: Steigende Leistungsausgaben treffen auch die bKV-Kollektive, zudem nutzen die Beschäftigten die Tarife intensiver. Ein Beispiel sind dabei Sehhilfen: Bei hochwertigen Brillen können die Ausgaben schnell stark steigen.

Versicherungsmakler müssen den Bedarf prüfen

Versicherungsmakler müssen den Versicherungsbedarf ihrer Kunden regelmäßig sowie anlassbezogen überprüfen – in der bKV etwa bei Unternehmenskäufen, neuen Tarifgenerationen oder dem Markteintritt weiterer bKV-Anbieter. Wie Markus Kirner, Spezialist für betriebliche Versorgungen bei der Kanzlei Michaelis, betont, ist dafür eine umfassende Marktanalyse erforderlich, die eine ausreichende Zahl von Versicherern einbezieht. Grundlage bleibt stets die sorgfältige Bedarfsermittlung beim Arbeitgeber.

Im weiteren Wechselprozess sei zudem eine detaillierte Gegenüberstellung von altem und neuem Tarif notwendig, etwa hinsichtlich Preis, Leistungsumfang, versicherbarem Personenkreis und – falls relevant – der Mitversicherung von Familienangehörigen. Des Weiteren sollte die Beitragsstabilität des neuen Anbieters geprüft werden. Kurzfristige Beitragsanpassungen nach einem Wechsel wären kaum vermittelbar. Eine saubere Dokumentation sei daher unerlässlich, erklärt Kirner weiter.

Häufige Wechsel haben übrigens Nebenwirkungen: Sie erhöhen die Abschlusskosten der Versicherer, was mittelbar in die Kalkulation einfließt, und langfristig zusätzlichen Anpassungsdruck erzeugen kann, so Marquardt von der Halleschen. Nachhaltigkeit und Beitragsstabilität bleiben daher zentrale Faktoren für eine dauerhaft erfolgreiche bKV-Lösung – zum Vorteil von Arbeitgebern, Arbeitnehmern, Versicherungsmaklern und Versicherern gleichermaßen. (bh)

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