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24. Juli 2026
Crawler von OpenAI greift uniVersa-Kundendaten ab
Crawler von OpenAI greift universa-Kundendaten ab

Crawler von OpenAI greift uniVersa-Kundendaten ab

Bei den uniVersa Versicherungen hat es einen Datenschutzvorfall gegeben. Laut Medienberichten hat ein Web-Crawler des KI-Anbieters OpenAI über einen offenen Server sensible Kundendaten abgegriffen. Darunter sollen neben Namen, Adressen und Vertragsdaten auch teilweise Bankdaten sein.

Beim Nürnberger Versicherer uniVersa ist es Anfang Juli zu einem Datenschutzvorfall gekommen. Wie die Online-Plattform heise online zuerst berichtete, konnte ein Web-Crawler des KI-Anbieters OpenAI auf Kundendaten der uniVersa Lebensversicherung, der uniVersa Krankenversicherung und der uniVersa Allgemeine Versicherung zugreifen. Der Vorfall ereignete sich am 07.07.2026, wie die uniVersa auf Nachfrage von AssCompact bestätigte, und betraf einen einzelnen Server der zum automatisierten Datenaustausch mit Vertriebspartner vorgesehen ist. 

Bei den Daten handelte es sich um Namen, Anschriften, sowie Vertragsdaten und teilweise auch Bankverbindungen. Nicht betroffen sein sollen jedoch „besonders sensible Informationen wie Gesundheits-, Login- oder Kreditkartendaten und die zentralen Verwaltungs- und Datensysteme sowie das Kundenportal", so die uniVersa gegenüber AssCompact.

Datenleck war wenige Stunden offen

Hintergrund war ein offener Server, über den der Crawler auf die Daten zugreifen konnte. Der Zugriff auf die Daten durch den Crawler war "nur für wenige Stunden möglich". Nach dem Erkennen des Vorfalls wurde der unerwünschte Zugriff auf den betroffenen Server umgehend gesperrt und OpenAI kontaktiert. „OpenAI hat nach unserer unverzüglichen Kontaktaufnahme bereits bestätigt, dass die von ihrem automatisierten Web-Crawler abgerufenen Daten nicht für Trainings ihrer KI-Modelle genutzt wurden und stellt sicher, dass dies auch in Zukunft nicht passiert", so die uniVersa. 

Die Fehlkonfiguration wurde laut Aussagen des Versicherers unmittelbar behoben. Zudem hat das Unternehmen seine Sicherheitsmaßnahmen überprüft und weitere ad-hoc-Maßnahmen ergriffen. Die externe IT-forensische Untersuchung des Vorfalls sei abgeschlossen. Auf Grundlage der forensischen Erkenntnisse werde die uniVersa zusätzliche technische und organisatorische Maßnahmen umsetzen. 

Ausmaß des Datenlecks nicht bekannt

Der Versicherer hat „unter Einbindung der relevanten Behörden von IT-Sicherheitsspezialisten unverzüglich damit begonnen, die Betroffenen schriftlich zu kontaktieren, um sie über die für sie wichtigsten Aspekte des Vorfalls zu informieren". Das habe für den Versicherer oberste Priorität.

Um wie viele Kundendaten es sich handelt, dazu wollte sich der Versicherer zum Schutz der Betroffenen derzeit noch nicht äußern. (js)

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